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Full text of "Oekonomisch-technische Flora der Wetterau"

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Kenneth K. Markenzie 


Ornhber 1934 


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OEKONOMISCH-TECHNISCHE 


FLORA DER WETTERAU 


He rau u.g,e geb.e mn 


von 
G. Gärtner, D*. B. Meyer und D”. J. Scherbius. 


Sämtlich Mitglieder mehrerer gelehrten Gesellschaften. 


Dritte Pr Bad. 


” 
> 


Zweite Abtheilung. . 


Frankfurt am Main. 


verlegt von Philipp Heinrich Guilhauman. 


805, 


DUPLICATA DE LA BIBLIOTHEQUE 
DU CONSERVATOIRE BOTANIQUE DE GENEVE 
E VENDU EN 1922 


DREIUNDZWANZIGSTE 


KLASSE. 


CRYPToGAMIA.- Gewächse mit undeutlichen Be- 
fruchtungswerkzeugen. 


IL. ORDNUNG. 


Unächte Farrnkräuter. 


CCCCLXIV. D: Befruchtungswerkzeuge sind in 
EQUISETUM. eine eyrundlängliche Aehre an dem 
2 Ur Endc der Stengel vereinigt, und beste- 
hen aus gestielien, quirlförmig um den 
Stengel stehenden vielekkigenSchildern, 
wovon jedes an seinem untern Theile 
4 — 7 mit dem Stiele gleichlaufende 
ekkige M an der Spizze rundliche, nach 
innen sich öffnende Röhren verbindet, 


3. Th. 2. Az 


ER 23. Klasse. ı. Ordnung 


in welchen sich viele kugelige Saamen 
befinden. An jedem Saamen befinden 
sich 4 paarweise verbundene, elastische 
Fäden, von welchen jeder sich mit ei- 
nem spatelförmigen Staubbeutel endigt. 
CCCCLXV, Die Befruchtungswerkzeuge befinden 


LYCOPODI- sich in den Winkeln der dachziegelför- 


un. mig übereinander liegenden Schuppen 
der länglichen Aehren, oder auch in 
den Winkeln der Blätter, und bestehen 
in nierenförmigen, zweiklappigen, ela- 
stischen, mit zahllosen feinen Saamen 
angefüllten Kapseln. | 
eg‘ Die gemeinschaftliche , stiellose Ge=- 


Pillenfarn. schlechtstheilenhülle ist kugelig und haa- 
rig, und besteht aus 4 in einer beson- 
dern Haut eingeschlossenen , in 4 Theile 
sich öffnenden Fächerchen. Indemun« 
tern Theile derselben befinden sich viele 
schief-birnförmige Fruchtknoten , ohne 
Griffel, an deren obern dikkern Theile 
sich eine kegelförmige Narbe befindet. 
In dem obern Theile der Fächer befin- 
den sich viele einfächerige kegelför mi- 
ge, der Queere nach aufspringende Staub- 
beutel. Der kugelige Saamen ist mit 
einer Haut umgeben, und mit der in- 


"CCCcEeLXVM. 
OSMUNDA. 
T raubeufarrn 


CCCCLXVIM. 
OPRIOGLOS- 
SUM. 
Natterzunge. 


Wahre Farrnkräuter. 5 


nern fleischigen Haut der Fächer ver- 
bunden. 


I. ORDNUNG. v 
Fırıczs. Wahre Farrnkräuter, 


A. Die Befruchtungswerkzeuge mit 
- keinem elastischen Ring umgeben. 


a, Mit Kapseln ohne Hüllen. 


Die Kapseln stehen entweder vonein- 
ander abgesondert oder gehäuft in einer 
Traube, sind ungestielt, fast kugelig, 
zweiklappig, springen der Queere nach _ 
auf, haben keinen elastischen Ring und 
enthalten viele sehr kleine Saamen. 


db. Kapseln mit Hüllen 


Viele stiellose, fast kugelige, zwei- 
klappige, bei der Reife queer aufsprin- 
gende Kapseln sind vermittelst einer 
Haut in eine zweizeilige Aehre verwach- 
sen, haben keinen Ring und enthalten 
viele sehr kleine Saamen. 


6 25. Klasse, ». Ordnung. 


B. Die Befruchtungswerkzeuge mit 
einem elastischen Ring umgeben. 
a. Kapseln ohne Hüllen, 


CECCLXIKX. Die kugeligen ungestielten den Frucht- 
ONOCLEA. 


hüllenähnelnden Kapseln sind miteinem 
Rollfarrn. 


gegliederten elastischen Ringe umgeben, 
und befinden sich unter den zurükkge- 
krümmten und zusammengezogenen 
| Lappen der Blätter. 

CECCEXX. Die gestielten und mit einem geglieder- 


A Noch ten elastischen Ringe umgebenen Kapseln 


Engelsüss sizzen in rundlichen Erhabenheiten auf 


der. Mitte der. nntern: liche. dei 
ter. 


b. Kapseln mit Hüllen. 


CCCCLXXI. Diegestielten, fast kugeligen, undmit 
PTERIS. 


einem gegliederten elastischen Ringe 
Saumfarrn. 


umgebenen Kapseln, sizzen in Linien 
am Rande der untern Blattfläche. Die 
Hülle entsteht aus der verlängerten am 
Rande des Blatts der ganzen Längenach 
eingebogenen und die ganze Reihe der 
Rapseln umhüllenden Oberhaut und ge- 


het einwärts voneinander. 


CCCCLXXI. 
BLECHNUM. 
Rippenfarrn. 


CCCCLXXIII. 
SCOLOPEN- 
DRIUM. 
Streif farrn. 


CGCCCLXXIV. 
ASPLENIUM. 
Milz ‚farrn. 


Wahre Farrnkräuter. 7 


Die gestielten, fast kugeligen, und 
mit einem gestielten elastischen Ringe 
umgebenen Kapseln, finden sich in gleich- 
laufenden Linien mit den Rippen der 
Blätter. Die Hülle entsteht aus der 
zwischen den Rippen liegenden Oberflä- 
che der Blätter in gleichlaufender Linie 
und gehet an der Rippe voneinander. 

Die mit einem gegliederten elasti- 
schen Ringe umgebenen Kapseln, liegen 
in zerstreuten gepaarten Streifen zwi- 
schen den Adern in der Nitte auf der 
Unterfläche der Blätter. Die Hülle 
ist gedoppelt, entspringt der Län- 
ge nach aus der Scheibenfläche zu bei- 
den Seiten der Blätter, liegt in der 
Mitte der Länge nach gleichsam zusam- 
mengeleimt aufeinander, gehet gegen 
die Reife der Kapseln in der Mitte ei- 
nes jeden Punkts der ganzen Länge 
nach voneinander, und wird dadurch 
gewissermassen zweiklappig, welches 
sich aber nach Ergiesung der Kapseln 
verliert. . 

Die mit einem gegliederten elastischen 
Ringe. versehenen Kapseln, liegen iu 


gleichlaufenden Linien in verschiedener 


cn 


CCCCLXXV. 
ATHYRIUM, 


Tüpfelfarrn. 


CCCCLXXVI. 


POLYSTI- 
CHUM. 
V ollfarrn. 


23. Klasse. ©. Ordnung, 


Richtung in der Mitte auf der Unter- 
fläche der Blätter. Die Hülle entspringt 
auswärts gegen denRand auseiner klei- 
nen Ader des Blatts, und gehet zur 
Zeit der Reife an dem andern entgegen- 
gesezten innern Rande, der gegen die 
Mittelrippe des Blattes gerichtet ist, seit- 
wärts auseinander und wird dadurch 
einklappig, welches nach Ausgiesung 
der Kapseln an der äussern Seite sicht- 
bar bleibt. 

Die eyförmigen, mit einem geglieder- 
ten elastischen Ringe versehene Kapseln, 
liegen in gleichlaufenden Linien in ver- 
schiedener Richtung in der Mitte auf 
der Unterfläche der Blätter. Die Hülle 
entsteht aus einerkleinen Ader seitwärts 
der ganzen Länge nach, liegt nach Art 


einer Schuppe lose auf, ist am Rande 


“ gerissen- gefranzt, zulezt inwendig #f- 


haben zurükkgedrükt und halbmond- 
förmig. 

Die rundlichen, mit einem geglieder- 
ten elastischen Ringe versehenen Kap- 
seln, liegen in gleichlaufenden Linien 
in verschiedener Richtung in der Mitte 
auf der Unterfläche der Blätter. Die 


CCCCLXXVH. 
CYATHEA. 
Becher -farrn 


Wahre Farrnkräuter. 09 


Hülle ist entweder schildförmig, 
am Mittelpunkte nur an einer kleinen 
Stelle befestigt, sonst fast von allen 
Seiten frei, wird bei der Reife der Kap- 
seln trichterföormig und am Rande der 
Längenach gefaltet, oder nierenför- 
mig, nur an einer kleinen Stelle an die 
Seite befestiget, sonst überall frei, er» 
hebt sich bei der Reife der Kapseln am 
Rande von allen Seiten, uud an der be- 
festigten Stelle zieht sie sich zurükk , 
wodurch sie nicht undeutlich die Ge- 
stalt einer Niere darstellt. 

Die rundlichen, mit einem geglie- 
derten elastischen Ringe versehenen 
Kapseln, liegen in gleichlaufenden Li- 
nien in verschiedener Richtung in der 
Mitte auf der Unterfläche der Blätter in 
einer halbkugelförmigen, entweder ey- 
förmig kelchartigen , oder an derSeite, 
an der Spizze ohne Dekkel von einan- 
der gehenden Hülle. 


10 25. Klasse. 5. Ordnung. 


Il. ORDNUNG, 
mMmuscı. Moose. 


A. Mit geschlossener Mündung, 


CCCCLXXVII Die eyförmige fast stiellose Büchse 


PHASCUM. bleibt geschlossen und fällt ohneröffnet 
Ohnmund. ab 


B. Mit kahler Mündung. 


CCCELXXTX,. Die nakkendrändige stielloge Büchse 
SPHAGNUM. 


sizt auf ei irkel z 
Torfmoos. uf einem zirkelrunden Ansazze 


und ist oft mit dem unteren abgerisse- 
| nen Theil der Müzze umgeben. 

UN Rn ‚Die eyförmige nakkendrändige Büch- 
MUM. se sizt scheibenförmig am Ende, 


Kahlmund, 
C. Mit einfach gezähnter Mündung. 

CECCELXXAI. Die walzenförmige Büchse sizt auf 

SPLACH- f : aa 

NUM. einem schirmförmigen oder etwas ku- 

Schirmmoos. geligen innerhalb hohlen Ansazze. Die 
Mündung hat 8, paarweise stehende 

. . . Zähne. 
COCCLXXKIL Nie Büchse ist eyförmig. Die Mün- 


GRIMMIA. 
Zwergmoos, dung hat ı6 etwas breitliche Zähne. 


Moose, ıı 


CCCCLXXXIU,. Die Büchse walzenförmig. . Die Mün. 
ENCALYPTA qung 


Er ME hat 16 schmale Zähne. Die Müz- 


ze glokkenförmig, gross, schlaff und 
glatt. 
CCCCLXXXIV Die Büchse eyförınig -länglich. Die 


DICRANUM. 


Gubeliisor. Mündung hat ı6 breitliche, bis zur 


Hälfte gespaltene, eingebogene Zähne. 
CCCELXXXV. Die Büchse länglich. Die Mündung 


Bin hat ı6 lange sehr schmale, borstenför- 
Borstenmoos. mige, aufrechte, bis auf den Grund 


gespaltene Zähne, 


CCCCLXXXVI Die Büchse länglich oder walzenför- 
TORTULA. 
Schrauben- 
mooSs. förmige spiralförmig gewundene Zähne, 


mig. Die Mündung hat mehre:e haar- 


D. Die Mündung mit einfacher 
oder doppelter gezähnter Reihe; 
der äussere und innere Hand 
hat ı6 oder & Zähne, oder lez- 
terer fehlt gänzlich. 


CCCCLXXXVII. DieBüchse eyförmig. Der äussereRand 
WEISSIA. 


der Mündung hat ı6 oder nur 8 breit- 
Perlmoos. 


liche, der innere eben so viele etwas 
breitere ausgefressene Zähne, oder fehlt 
wohl gar. Die Haare der kegelförmi- 
gen Müzze sind aufgerichtet. 


11 03, Klasse. 3, Ordnung. 


E. Die Mündung mit doppelt ge- 
zähnter Reihe, wovon die äus- 
sere ı6 Zähne hat. 


CCCCLXXXVII. Die Büchse verkehrt kegelförmig. - 
FUNARIA. Der äussere Rand der Mündung hat ı6 
Seilmoos, a 2 \ 
schiefe an der Spizze zusammenhängen- 
. de Zähne, der innere eben so viele haut- 
artige, flache, an der Spizze freieFran- 
zen. - 


CCCELXXXIX Die Büchse eyförmig länglich. Der 
BRYUM. 


äussere Rand der Mündung hat 16 breit» 
Knotenmoos. 


liche spizzige Zähne, der innere ist 
hautartig, gefalten- nachenförmig, ge- 
rissen und hat breitliche abwechselnd 
haarförmige Abschnitte, 


CCCCKC. Die gestreifte Büchse kugelförmig. 
BARTHRA- td 1, rn 
MIA. er äussere Rand der Mündung hat ı 


Apfelmooss nachenförmige Zähne, der innere ist 
hautartig, gefalten nachenförmig und 


an der Spizze etwas gerissen. 


In ala Die längliche von dem dachziegelför- 
LIS. mig übereinander liegenden Mooskelch 
Ouellmoos. umgebene Büchse sizt auf einer kur- 


zen Borste. Der äussereRand der Mün- 
dung hat ı6 breitliche, der innereeben 


so viel nezzförmig verbundene Zähne. 


CCCCXCHI 
HYPNUM. 
ÄAstmoos, 


CCCCXCIT, 
LESKIA. 
Strauchmoos. 


CCCCKXCIV. 
NECKERA, 
Tingmoos. 


CCCCKXCV. 
BUXBAUMIA 
Schor fmoes. 


Moose. 3° 


Die Büchse länglich. Der äussere 
Rand hat ı6 breitliche Zähne, der in- 


nere ist hautartig, gleich, gerissen, mit 


breitlichen, darzwischen liegenden haar- 


förmigen Einrissen. 

Die Büchse länglich. Der äussere 
Rand der Mündung hat ı6 spizzige 
Zähne, der innere besteht aus einer ı6 
mal gezähnten Haut, deren Zähne gleich- 
breit sind, 

Die Büchse länglich, Der äussere 
Rand der Mündung hat ı6 spizzige 
Zähne, der innere aber ist mit 16 be- 
sondern, mit den äussern Zähnen ab- 
wechselnden Franzen besezt. 

Die Büchse eyförmig, schief, am 
Grunde auf der einen Seite bauchig, 
auf der andern Seite eingedrükt, und 
in der erstern Art gerändet. Der äus- 
sere Rand der Mündung hat ı6 abge- 
stuzzte Zähne, der innere ist hautartig, 


gefaltet. 


— 


14 23. Klasse 4. Ordnung. \ | 


CCCCXCVI. 
POLYTRI- 
CHUM. 
Haarmoos, 


1 


CCCCXCVI, 
JUNGER- 
MANNIA. 


Jungermannie, 


CCCCXCVIM. 
MARCHAN:. 
TIA. 
Marchantie, 


F. Die Mündungmit doppeltgezähn- 
ter Reihe, wovon die äussere 32 
oder noch mehrere Zähne hat, 


die innere aber hautartig ist. 


Die Büchse rundlich, länglich oder 
vierekkig und bisweilen auf einem vier- 
ekkigen Ansazze sizzend. Der äussere 
Rand der Mündung hat 52 oder dop- 
pelt so viele, kurze, am Grunde zusam- 
mengewachsene, einwärts gekrümmte 
Zähne, der innere besteht aus einer 
flachen, schiefen, an die Zahnspizzen 
des äussern Randes gleichsam angeleim- 


ten Haut. Die Müzze haarig. 


IV. ORDNUNG. 


HEFATICAE. Lebermoose. 


Die Kapsel rundlich, sizt auf einer 
langen , ‚sehr zarten, nakkenden Bor- 
sten, ist einfächerig, und gehet zulezt 
an der Spizze in 4.gleiche, abstehende, 
bleibende Klappen ‚auseinander- 

Die Kapseln verkehrt-eyförmig, auf 
einem gemeinschaftlichen 'gestielten Bo- 
den befestigt, einfächerig, an der Spizze 


CCCCXKER. 
ANTHOCE- 
ROS. 
Hörnerschor en 


Lebermoose. 15 


mit ohugefähr 5 — ı0, zulezt zurükk- 
gerollten Zähnen auseinandergehend. 
Die Kapsel sehr lang, gleichbreit, pfrie- 
menförmig, am Grunde mit einem ein- 
blätterigen, abgestuzzten Kelch umge- 


ben’ und halbzweiklappig. Das Säul- 


chen frei, erstrekt sich vom Grunde bis 


| D. 
RICCIA, 


Rizzie. 


DI. 
BATRACHO- 
SPERMUM. 
Froschleich, 


DU. 
CONFERVA, 
Konferye. 


DII. 
ULVA. 
FU atk. 


an die Spizze, 

Die Kapsel nakkend , indas Blatt eein- 
gesenkt, kugelig, einfächerig, endigt 
sich in eine abfallende Röhre, 


V, ORDNUNG. 
ALGAE. Algen, 


Vielsaamige, auf der Oberfläche ge- 
färbte Beeren befinden sich auf gelen- 


kigen, knorpelig -galertartigen Fäden. 


Röhren oder krautariige Fäden sind 
anclen innern Wänden mit Befruchtungs- 


körnchen besezt. 


Die Befruchtungskörnchen sind vor- 
züglich um den Rand einer ausgebrei- 
teten durchscheinenden Haut eingewach- 
sen. 


16 25. Klasse. 6. Ordnung. 


DI. Dünne, häutige, zartwollige, nicht 
BYSSUS. hohle Fäden sind, auswärts mir Deb r 
Byssus. 

tungskörnchen besezt. 

VLORDNUNG. 
Lichenes. Flechten. 
A. Die weiblichen Fruchtböden mit ei- 
ner zarten fruchttragenden Haut be- 
dekt, 
DV, Die gleichbreiten buchstaben ähnli- 

OPEGRAPHA 


Schri feflechte. chen Fruchtböden gebogen, bisweilen 
zusammenfliessend , öffnensich der Län- 

' ge nach in eine Spalte, | "a 
EN en ja,  Stenglich, rund, inwendig hobl. Die 
Strunkflechte- weiblichen kopfförmigen Fruchtböden 
gestielt, auf der Spizze stehend, am 
Rande zurükkgebogen, mit auf der 
Oberfläche ganz nakkender kugelförmi- 

ger Scheibe. vn 
ne Stenglich, gleichhoch, rundlich,, zer- 
CAULON. brechlich, nicht hohl, Die weiblichen 


Korallenfiech- Fruchtböden warzig. 


te. 
Dvim Finnen oder fadenförmig, meistens 


USNEA. herunterhängend und ästig. Die weib- 
Haarfiechte. jichen schüsselförmigen oder zirkelrun- 


Flechten. 17 


den Fruchtböden mit gefranztem oder 
nakkendem Rande. 


DIX. Lederartig. Die weiblichen schild- 
PELTIGERA,. 
Schild Lfiechte. 


förmigen Fruchtböden zusammenge- 
drükt, fleischig, an dem Rande der 
Flechte angewachsen. 

DX. Blattartig, am Mittelpunkte angehef- 
UMBILICA- get. Die weiblichen schüsselförmigen 


RIA. 
Nabelflechte. Fruchtböden spiralföormig gewunden. 


DXI. Gallertartig und durchscheinend, Die 


COLLEMA. weiblichen schüsselförmigen Fruchtbö- 


Gallertfiechte. den gallertartig, gerändet und hohl. 


DXT. Lappig, zerrissen, vielspaltig, auf- 
; recht oder niedergedrükt. Die weibli- 
| ech 
eppenfi chen schüsselförmigen Fruchtböden ge- 


rändet und hohl, 


DXII. Blätterartig geformte Kruste. Die 
Schar FRechte weiblichen schüsselförmigen Fruchtbö- 


den gerändet und gewölbt. 


DXIV. Blattlose Kruste. Die weiblichen 


VERRUCA-  schüsselförmigen Fruchtböden bald ge- 


e enflech- rändet, bald randlos. 


be. 
3.219, B 


18 


DXV. 
SPHAFRO- 
PHORUM. 
Kugelflechte. 


DXVI. 
ENDOCAR- 
PUM. 

Inn frucht- 
‚flechte, 


DXVIL 


23. Klasse. 7. Ordnung. | 


B. Die weiblichen Fruchböden 


gelförmig, inwendig fruchttra- 


gend. 


Stengelig, ästig, nicht hohl, Die 


weiblichen kugelförmigen Fruchtböden 
mit einer mehlartigen schwarzen Masse 
angefüllt, bleiben nach Entleerung der- 
selben weit geöffnet stehen, 

Die weiblichen kugelförmigen Frucht- 
böden dem Schorfe oder Blatte einge- 
senkt, mit kleinen hervorragenden 
punktförmigen Mündungen, enthalten 
2 — 4 Saamen. 


Körnig krustenartig. Die weiblichen 


BAEOMYCES kopfförmigen Fruchtböden aufeinfachen, 


Schwamm 


flechte. 


- DXVI. 
SPHAERIA, 
Kugel- 


schwamm. 


runden, inwendig nicht hohlen Stielen 


sizzend, mitganz nakkender Oberfläche. 


VI. ORDNUNG. 
Funcı. Schwämme.. 
I. Unterorpnung. Mit geschlosse- 
nen Fruchtbehältnissen. 
A. Das Fruchtbehältnis hart. 
Das Fruchtbehältnis mannigfaltig ge- 
staltet. Die Kügelchen rundlich, im 
trokknen Zustande meistens hohl, im 


En 


Schwämme. 19 


* feuchten miteiner von den freien Kap- 


DXIX. 
STILBOSPO- 
RA. 

Glanz- 


schwamm., 


DXXU. 
NAEMASPO- 
RA. 

RBanken- 


schwamm, 


DXXIN. 
TUBERCU- 
LARIA. 
Knoten- 
schwamm. 


DXX. 
HYSTERIUM, 
V enus- 
schwamm,. 


DXXI 


. XYLOMA. 
 Holzschwamm 


seln gebildeten Gallerte angefüllt, 

Ohne Kügelchen. Die Kapseln oder 
vielmehr nakkenden Fruchtbehältnisse 
in eine schwarze aus den Aesten sich 


ergiessende Materie zusammengehäuft. 


Das Fruchtbehältnis weich, sichtbar 
oder fehlend. Die Gallerte in Ranken 
hervorbrechend. 


Das Fruchtbehältnis fast halbkugel- 
rund, strunkförmig oder fehlend. Die 
innere weiche Substanz rundlich zusam- 
mengeballt, meistens roth, bleibend, 


im feuchten Zustande gallertartig. 


Das eigentliche Fruch’behältnis fehlt, 
Die meistens längliche Fruchthülle (Pe- 
rithecium) öffnet sich mit einem läng- 
lichen Spalten, 


Das Fruchtbehältnis mannigfaltig ge- 
staltet , hart, inwendig etwas fleischig, 
bleibt entweder geschlossen oder zerreisst 
zulezt auf mannigfaltige Weise. 


Ba 


2o 23. Klasse. 7. Ordnung. 


DXXIV. 
SCLEROTI- 
UM. 3 


Hartschwamm 


DXXV. 
TUBER,. 


Trüffel- 


Schwamm. 


DXXVI. 
TULOSTO- 
MA. 
Schwülen- 
schwamm, 


DXXVI. 
GEASTRUM. 


Erdschwamm. 


DXXVII. 
BOVISTA. 
Bosist- 
schwamm. , 


B. Das Fruchtbehältnis fleischig. 
Fleischig, mannigfaltig gestaltet, in- 
wendig gleichförmig, fleischig und glatt, 
von aussen (bei einigen Arten) gegen 
das Ende runzelig. 
Rundlich, fleischartig, die innere 
Substanz durch saamentragende Adern 


gestreift. 


. . .. ! . ! 
C. Das Fruchtbehältnis häutig. 
*) Der Saamenstaub mit Fäden durchwebt. 


Die Schwammkapsel ( Peridium) ge- 
stielt, mit walzenförmiger, knorpelar- 
tiger Mündung. 


Der Wulst zart, bald verschwindend, 
Die äussere Rinde der Schwammkapsel 
sternförmig zerschlizt, zulezt zurükk- 
geschlagen, mit meist behaarter Mün- 
dung. 

Die Schwammkapsel eben und stiel- 
los, mit äusserer zulezt theilweise ver« 
schwindender weissen Rinde und unre- 
gelmässig zerrissenem Scheitel, Der 


Saamenstaub braunpurpurfarbig. 


DXXIX. 
LYCGOPER- 
DON. 
Staub- 


schwanm. 


DXXX. 
LYCOGALA,. 
JT etter- 
schwanm. 


DXXXI. 
FULIGO. 


Rostschwamm. 


DXXXI. 
PHYSARUM. 
Blasen- 
schwamm. 


- DXXXIII. 
TRICHIA. 
Hoaar- 


schwamm. 


Schwämme. 21 

Die Schwammkapsel stenglich, zer- 
reisst zulezt an der Spizze, istmitklei- 
nen Schuppen oder Dörnchen besezt 


und enthält einen grünen Saamenstaub. 


Die Schwammkapsel rundlich , haut- 
artig, eben, inwendig anfangs mit 
einer breiartigen zerfliessenden Sub- 
stanz, zulezt mit Fäden durchwebten 


Staube angefüllt. 


aufn breiartig, meist ausgebrei- 
tet, etwas unförmlich, aussen hart, 
faserig oder zottig, am Grunde haut- 
artig, inwendig aus faserigen Fächer- 
chen und Haaren bestehend , zulezt ganz 
in Staub zerfliessend. 

Die Schwammkapsel steif, einfach, 
meist etwas runzelig , fast mehlartig. 
Die zerstreuten Fäden meistens nezz- 
förmig angewachsen und verborgen lie- 
gend. 

Die Schwammkapsel zulezt ungleich 
aufgeborsten und bleibend. Das Haar- 
gewebe zusammengeballt, an dem Grun- 
de der Kapsel angewachsen, sich ela- 
stisch ausbreitend, 


22 23. Klasse. 7. Ordnung. 


DXXXIV. 
_ ARCYRIA. 


Nezzschwamm 


DXXXV. 
STEMONI- 
Tis 

Faden- 


schwvamm, 


DXXXVI. 
CRIBRARIA. 
Siebschwanun. 


DXXXVI. 
MUCOR. 

Schimmel- 
schwamm. 


Die Schwammkapsel verschwindet 
wieder bald zur Hälfte, Das Haarge- 
webe liegt entblösst auf dem bekelchten 
Fruchtbehältnis. + 


Die Schwammkapsel sehr zart und 
leicht verschwindend. Das Haargewebe 
nezzförmig, etwas zusammengeballt, 
umgiebt das Säulchen und ist an das= _ 


selbe angewachsen, 


Die Schwammkapsel sehr zart/ ver- 
schwindet entweder ganz oder nur zur 
Hälfte. Das aus nezzförmig gegitter- 
ten Fäden bestehende Haargewebe uın- 
giebt den zusammengehäuften Saamen- 
staub. 


*) DerSaamenstaub nakkend, ohne Fäden. 


Die Schwammkapsel hautartig, ku- 
gelig, gestielt, anfangs durchsichtig und 
wässerig, nachher undurchsichtig. Die 


Saamen nakkend und etwas zusammen- 


. hängend. 


DXXXVIL 
-ONYGENA, 
H ufschwomm. 


Die Schwammkapsel gestielt, rund- 
lich, trokken und bleibend. Der Saa- 


‚menstaub zusammengeballt und zusam- 


menhängend, | 


DXXXIX. 
AECIDIUM. 
Bichsen- 
schwamm. 


DXL. 
UREDO. 
Brand- 
Schwamm. 


DXLI. 
PUCCINIA. 


Sakkschwanm. 


DXLIT, 
TRICHO- 
‚DERMA, 
Hauthaar- 
schwamm. 


DXLII.. 
CYATHUS. 
Linsene 
schwamm. 


Schwämme. 25 


Die Schwammkapsel deutlich sicht 


bar, stiellos, rund, hautartig, zerreisst 


ER 
zulezt mit gezähnter Mündung und ent- 


hält einen mehlartigen Saamenstaub, 


Die Schwammkapsel fehlt. Der nak- 
kende Saamenstaub leicht abzuwischen, 


Der Saamen einfürmig , meist kugelig* 


Die Saa- 


men ? in einen kleinen Rasen zusammen- 


Die Schwammkapsel fehlt. 


geknäult, rundlich kreisselföürmig , ge- 
schweift und durch kleine Zwischenwän- 
de unterschieden. 

Ganz entblösst. Der Saamenstaubin 
Menge vorhanden, mehlartig,  miteiner 


filzigen oder zottigen Dekke umgeben. 


**#) Die Saamen fleischartig. 


Das Fruchtbehältnis lederartig, trich- 


ter-oder becherförmig, anfangs durch 


_ ein zartes Häutchen geschlossen, ent- 


hält inwendig sehr viele linsenförmige 
Bläschen. 


> 23. Klasse. 7. Ordnung. 


DXLIV. 
CALICIUM. 
Kelch- 


schwamm. 


DXLV. 
PHALLUS. 
Glied- 


schwamm. 


DXLVI 
AMANITA. 

FF ulstblätter- 
schwamm. 


lI. Unterorpnung. Mit nakkenden 

, Fruchtbehältnissen. 

A, Das offene Fruchtbehältnis ent- 
weder in Staub oder Gallerte über- 
gehend. 

Das Fruchtbehältnis becherförmig, 


meistens gestielt, die hervorragende 
Scheibe mit Saamenstaub bedekt. 


Mit einem Wulste versehen. Der Hut 
eyfürmig, auf einem Strunk sizzend, 
ganz mit einer ausgebreiteten flüssigen 
Gallerte bedekt. 


B. Das offene Fruchtbehältnis 
häutig, nicht zerfliessend und mit | 
einzelnen Saamen bestäubt. 

*) Die Saamenhaut blätterig oder aderig. 
Mit einem Wulst und fleischigem 
meist warzigem Hut. Die Blättchen ge- 
häuft und fast ganz. Der Strunk mei- 
stens verlängert, geringelt oder nakkend. 


DXLVII, 
AGARICUS. 
Blätter- 
schwamm, 


DXLVII. 
MERULIUS, 


Aderschwamm 


DALIX. 
DAEDALEA. 
Labyrinth- 


schwamm, 


DL. 
BOLETUS. 
Löcher- 
schwamm, 


DLI, 
HYDNUM, 
Stachel- 


schwamm. 


Schwämme. 25 


Wulstlos.. Der Hut mannigfaltig ge- 
staltet. Die Blättchen entweder ganz 


oder mit kürzeren untermischt, selten 


einfach ästig. 


Der Hut fleischig oderhautartig. Die 
Saamenhaut aderig: die Adern oder Fal- 
ten auf der Oberfläche befindlich und 
etwas aufgeschwollen. 


**) Die Saamenhaut aus etwas aderigen, länglich 
zusammengedrükkten oder rundlichen Röhren 
. bestehend. * 


Der Hut nurhalb, rinden - korkartig, 
unten mit länglichen, künstlichen, et- 
was löcherförmigen Buchten nezzartig 
bezeichnet. 


Der Hut mannigfaltig gestaltet. Die 
Röhren und Löcher länglich, ganz und 
rund, 


**+) Dic Saamenhaut aus Stacheln bestehend. 
Der Hut mannigfaltig gestaltet. Die 
Saamenhaut aus Stachelu oder pfriemen« 


förmigen ganzen Zähnen bestehend. 


ch 
u 


DLIT, 
THAELAE- 
PRORA. 

IT arzen- 
schwamm. 


DLIIM. 
CLAVARIA. 
Kenulen- 


schwanmm. 


DLIV. 
GEOGLOS- 
SUM. 
Zuingen- 
schwanm, 


IH.V, 


SPATHULA- 


RIA. 
Spathel« 


schwamm. 


DLVI. 
LEOTIA. 
Müzzen- 
schwamm, 


DLVIL. 


HELVELLA, 


Falten- 
schwamm. 


25. Klasse. 


7. Ordnung. 


*##*) Die Saamenhaut eben oder warzig. 


Der Hut lederartig, unten mit War- 
zen, seltener mit kleinen Borsten besezt, 


oder einförmig und eben. 


*+#+#) Kenulenförmige Schwämme. 
Die Keule einfach oder ästig, inden 
kurzen (selten deutlichen) Strunk oder 
den dikklichen Stengel übergehend. 


Die Keule fleischig, meist zusammen- 
gedrükkt, am Rande hervorragend, in 


den langen Strunk übergehend. 


*+4x#*) Gefaltete ebene Schwämme.. 


Keulenförmig. Der Hut zusammen- 
gelrükt, hautartig, an beiden Seitenin 
den Strunk ablaufend. 


Kopfförmig. Der Hut kegelförmig 
oder zirkelrund, am Rande zurükkge- 
schlagen, den Strunk genau umgebend. 


Der Hut hautartig, aufgeblasen, et- 
was ungleichförmig gestaltet, zu beiden 
Seiten herabgebogen. 


DLVII, 
MORCHEL- 
ER. 
 Morchel- 
schwamm. 


DLIX. 
TREMELLA, 
Gallert- 


schwamm. 


DLX. 
PEZIZA. 
Becher- 


' Schwämme. 27 

Der Hut verlängert, länglich rund, 
mit Vertiefungen, ohne Wulst und Saa- 
menflüssigkeit. 


Ein ausgebreiteter, gallertartiger, kreis- 
selförmig gefalteterSchwamm, welchem 
meistens der Hut fehlt. 


. Das Fruchtbehältnis halbkugelförmig, 
hohl, etwas aufgeschwollen, auf der 


schwaemm. glatten Scheibe mit 6 Saamen. 
sa 


DEXTI, 
BOTRYTIS. 
Trauben- 
schwamm. 


DLXII. 
MONILIA. 
Rosenkranz- 
schwanm. 


DLXII 


DEMATIUM. 


Bündel- 
schwamm. 


C. Staubschwämme. 

*) Mit deutlicher Gestalt. 
Aufrecht, kleinstrauchartig, zwei«- 
die kleinen Saamen in eine 


theilig, 


Traube zusammengeknäult. 


Gegliederte Fäden ; entweder gestielt 
oder ausgebreitet. 


**) Niederliegende, einförmige. 
Von unbestimmter Gestalt, aufrecht 
oder niederliegend, etwas büschelförmig 
oder ausgebreitet. Die Fäden glattund 


nicht zusammengewebt. 


08 23. Klasse. 7. Ordnung. 


DLXIV. Dicht untereinander verwebte wei- 
RACODIUM. che Fäden stellen ein ausgebreitetes 


Tuchschwamm 
Tuch vor. 


N, Steife Fäden , als kleine becherförmi- 
Basen- ge Rasen in Baumblätter eingefügt. 
schwamm. 

DLXVI. Ein kriechender, zottiger, ästig faseri- 
BIMANTIM. ger Schwamm, 

schwamm. 

DLXVII. Ein kriechender, steifer, glatter, in- 


N wendig mit zottigem Maık ausgestopf- 
IV: era 


schwamm, 


ter Schwamm. 


Unächte Farrnkräuter. 29 


DREIUNDZWANZIGSTE 


KLASSE. 


CryrTocaMmıAa. Gewächse mit undeutlichen Be- 


fruchtungswerkzeugen. 


Baıh ORDNUNG. r: 
Unächte Farrnkräuter., 


CCCCLXIV. EQUISETUM. Schaftheu. 


ı211.E. syL- Da fruchttragende Schaft nak- 
PWaldschaft- kend, gestreift, glatt, röhrig, ver- 
heu, längert sich zulezt in- einen mit 
quirlförmig ästigen Blättern um- 
gebenen Stengel. Die Aeste (ohn. 
gefähr ı2) zertheilen sich wieder 


in Aestchen und stehen ab. Die 


30 03. Klasse. ı. Ordnung. 


Wohnort, 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


Nuzzen, 


Zähne der Scheiden mit einer dür- 
ren, spreuartigen, braunen, unor- 
dentlich gespaltenen Haut besezt. 
Die Aehre weissgelblich. 


In schattigen feuchten Wäldern, z.B. 
bei Hanau zwischen dem Kohlbrunnen 
und dem Forst ; an einem Bächlein ge- 
genüber des Niederrodenbacher Chaus- 
seehauses; an sumpfigen Pläzzen hin- 
ter dem Wolfsgang; bei Offenbach an 
dem lutherischen Bornweiher sehr häu- 
fig; an dem Graben der sich von dem 
Sandhof nach Niederroth hinzieht; 
zwischen Büdingen und Pferdsbach am 
Weg im Gebüsche; um den Feldberg; 
im Bessunger- Walde bei Darmstadt; 
im Schiffenberger Walde und im Han- 
gestein. 

April, Mai. % 

Juni. 

Ziegen und Pferde fressen es sehr 
gerne und leztere werden in lemtland 
ordentlich damit gefüttert. DenKühen 
soll es schädlich seyn. 


ı210, E. EBUR- 
NEUM Schrebr, 
Elfenbein- 
weisses 


Schaft heu. 


Wohnort, 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


Nuzzen., 


Unächte F arrnkräuter. 3ı 


DerStengel gleich, rund, eben, 
glatt, mit Linien bezeichnet. Der 
fruchttragende Schaft ganz einfach, 
nakkend, weissröthlich, verwel- 
kend. Der unfruchibare Stengel 
röhrig-löcherich, weiss, besteht 
ohngefähr ‘aus 40 in aufrechten 
Quirlen stehenden Aesten, welche mit 
abwechselnd grössern Furchen acht- 
mal gefurcht sind. Die Zähne der 
Scheiden pfriemenförmig- borsten- 
artig, vertrokknet und braun, Die 
Aehre gelblich. 


Equisetum Telmateja Ehrh. 


b. Die Aehre theilt sichan 
der Spizze in mehrere kleine 
re Aehrchen. 


Häufig an dem Bächlein welches von 
Bergen herunter zu der Enkheimer 
Mühle fliesst ; b, eben daselbst. 


Mai, Juni. 4 

Juni, Juli. 

Kann als Pferdefutter gebraucht wer- 
den. 


32 23. Klasse. 7. Ordnung. 


Beobachtung, 


1215.E. Ar- 
VENSE. 


Akkerscha ıft- 
heu. 


Wohnort. 
Blüthezeit. 


Fruchtreife, 


Sehr selten treibt der Blüthenschaft 
zugleich auch Blätter, sondern dieser 
verwelket und ein anderer blätterkeir 
bender Stengel kommt aus der Wurzel, 
eben so wie bei Eq. arvense 


Der Stengel ungleich gegliedert, 
rund, gestreift, nicht hohl. Der 
fruchttragende Schaft einfach , glatt, 
nakkend, verwelkend. Der un- 
fruchtbare Stengel ekkig etwas 
scharf, besteht aus 10 — ı5 in 
Quirlen stehenden, aufrechten, mei- 
stens einfachen, vierekkigen, ge- 
furchten Aesten. Die Zähne der 
Scheiden lanzettförmig, werden zu« 
lezt schwärzlich. Die Aehre weiss- 
gelblich. 


Häufig auf Aekkern, Triften und 


Wiesen. 


März, April, vor dem Erscheinen 
der Blätter. 4 


April, Mai. 


[2 


Nuzzen. 


1214. E. PRA- 
TENSE Fhrh, 
IF iesen- 

' schaftheu. 


Wohnort. 


Unächte Farrnkräuter. 53 


; Ist ofhizinell. Die Rennthiere und 
Ziegen fressen es, dem übrigen Vieh 
ist es schädlich. Zum Gerben und zu 
schwarzen Farben hat es einige Brauch- 
barkeit. Zur Scheuerung des zinner- 
nen Geschirres wird es benuzzt., 


Der ästige Stengel fast gleich, 
gefurcht, sehr rauh, blassgrün, röh- 
rig, an der Spizze fruchttragend. 
Die Aeste zu ı2 — ı6in Quirlen, 
einfach, sehr abstehend, unfrucht- 
bar, vierfurchig. Die Zähne der 
Scheiden pfriemenförmig, sehr spiz- 
zig, vertrokknend, braun, andem 
weisslichen Rande hautartig, die 
mittleren Zähne sehr klein. Die 
Achre...? 


Auf einem nassen Grunde im Arheil- 


gerwalde neben der Dieburger Strasse; 


auf nassen Wiesen bei Grossbuseck. 


Blüthezeit, 
Fruchtreife. 


? 


3. Th. 2. C 


34 23. Klasse. ı. Ordnung. 


“* 


ı215.E.raLus-e DerStengel furchig, ekkig, glatt, 
u der Spizze fruch d, h 
Sump fr an der opızze Irucähtiragend, hat 
schaftheu. 8— 10 quirlförmige, einfache, auf- 
rechtabstehende, vierfurchige, un- 
fruchtbare Aeste. Die Zähne der 
Scheiden gleich, lanzettförmig, 
braun, am Rande hautartig. Die 


Aehre schwärzlich. 


b. Mit auf derSpizze desSten- 
gels und derAestebefindlichen 
Aehren(E, polystachyum.) 


Wohnort, In sumpfigen Wiesen bei Bischofs« 
heim, Bergen, Frankfurt, Darmstadt, 
Schlüchtern, Giegen etc. b. vor Bi- 
schofsheim , auch unterhalb Sekbach, 
bei Arheilgen etc, 


Blüthezeit. Mai, Juni. 4 i 


Fruchtreife. Juni. 


1216.E.urıLe- Der Stengel gleich, rund, glatt, 


ocHarISsEhrh. . . 
Bee gestreift, an der De fruchttra- 
heu. gend, etwasästig. Die Aeste quirl- 


förmig, meistens 8 — 20, fastein- 
fach, aufrechtabstehend, fünffur- 


Unächte Farrnkräuter, 35 


chig, unfruchtbar. Die Zähne der 
Scheiden zahlreich, pfriemenför- 
mig, äusserstspizzig, vornen braun. 


Die Achre schwärzlich. 


Egnisetum fluviatile Linn. 


b. Blattloses Schaftheu. I Der 
Stengel fast nakkend, blattlos, grau- 
grün, meistens ohne Aeste- 


Fquisetum limosum Linn. 
” b 
Wohnort. In Bächen, Gräben, "Sümpfen, auch 
auf feuchten Wiesen. 
Blüthezeit. Mai, Juni. 4 
Fruchtreife. Juni, 
Nuzzen. Wird von dem Vieh gefressen, 


1017, E. uye- Der Stengel 4—5 Fuss hoch, 

Bye ya: rund, sehrrauh, gestreift, gefurcht, 

schaftheu. blattlos , selten am Grunde ästig, 
an der Spizze fruchttragend. Die 
Scheiden abgestuzt, blassgrün, am 
Grundeschwarzgeringelt, nur kaum 
sichtbar gekerbt, mit braunen 
Punkten an den Kerbezähnen. Die 
Achre schwärzlich. 

Ca 


36 23. Klasse, ı. Ordnung. 


Woßnort. 


Blüthezeit. 


Fruchtreife. 


Nnzzen, 


ı216. L. CLA- 
VATUM. 
Keulenförmi- 
ger Bärlapp. 


b. Kleines Winterschaftheu, 
Der Stengel ı — 2 Fuss hoch. Die 
Scheiden weiss, mit einem braunen 
Ring an dem Grunde und mit denutli- 
chern braunen Kerbezähnen, welche 
manchmal weisse fadenförmige Fort- 
säzze haben, 

An sumpfigen Orten, an Gräben und 
Bächen des Darmstädter, Bessunger und 
Arheilger Waldes. b, Auf trokkenem 
sandigem Boden im Walde hinter Mes- 
sel, auf beiden Seiten des nach Darm- 
stadt führenden Fuhrwegs und auch um 
Darmstadt. | 
August, September. 

Oktober, November. j 
Es wird von den Tischlern und Dre- 
hern zum Poliren, so wie zum Glätten 
der Metalle und in ‚der Küche zur 
Scheuerung des ziunernen Geschirrs ge- 
braucht. 


CCCCLXV. LYCOPODIUM. Bär- 
lapp. | 

Der Stengel s— z ı/z Fuss lang, 

kriechend, sich weitausbreitend und 


wurzelnd. Die zerstreut stehenden 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 
Nuzzen. 


% 


! 


Unächte Farrnkräuter, 37 


Blätter lanzettförmig - gleichbreit, 
langzugespizt, mit einwärts ge- 
krümmter Spizze, ‘endigen sich in 
ein Haar. Die Aehren stehen auf 
der Spizze paarweise, bisweilen 
auch einzeln oder dreifach, auf 
langen Stielen, sind walzenförmig 


und grüngelb. 


Auf bergigen Heiden und in trokk- 
nen moosigen Wäldern; z. B. selten 
auf der Heide zwischen dem Lehrhof 
und Grossauheim; im Walde zwischen 
dem Wilhelmsbad und Wachenbuchen; 
auf dem Farrnwiesenberg bei Oberro- 
denbach ; häufig bei Bieber in der Ober- 
grafschaft Hanau ; bei dem Steinheimer 
Galgen; bei dem Frankfurter Forsthaus 
und vor Niederroth am Sumpf; am 
Feldberg und Alıkühn ; auf der Ober- 
urseler Heide; im Lindenerwald bei 
Giesen etc, 


Juli — September. % 
August — Oktober. 
Der Blumenstaub dieser Pflanze, dient 


ausser seinem Gebrauch in der Apo- 


38 | 25. Klasse. ı. Ordnung. 


theke, auch noch zu mancherlei belus- 
tigenden Feuern. Der sogenannte Schwe- 
felregen rührt von diesem Saamenstaub 
her. Die Pflanze selbst färbt gelb, 
wird in Schweden zu Fussteppichen 
verarbeitet und könnte auch zum rei- 
nigen der Küchengeschirre gebraucht ‘ 
werden. 


ı219.L ınun- Der unfruchtbare Stengel krie- 

DATUM, 

Sumpf»Bür- chend, fingerlang, wurzelnd, mit 

lapp. _ zerstreut stehenden, gleichbreiten, 
pfriemenförmigen, eingekrümmten, 
glatträndigen Blättern, der frucht- 
bare aufrechte Stengel mit aufrecht- 
abstehenden, einseitigen Blättern 
besezt. Die stiellose auf der Spizze 
des Stengels sizzende Achre, ist 
mit Blättern besezt, dikker als wie 
der Stengel und grüngelb. 

Wohnort. Auf wässerigen (meistenstorfhaltigen) 

im Winter überschwemmten Triften , 
z. B. zwischen dem Lehrhof und Gross- 
auheim; in den Sümpfen bei dem Stein- 
heimer Galgen; im Sumpf bei dem 
Frankfurter Forsthaus. 


Unächte Farrnkräuter. "4.99 


“ Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


1220.L. ANNO- 
TINUM. 
FYachholder- 
blätteriger 
Bärlapp. 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 
Nuzzen.| 


ıo21. L. com» 


PLANATUM. 
Zweizetliger 


Bärlapp. 


August, September. 4 
Oktober. 


Der Stengel kriechend, ausge- 
breitet, wurzelnd, ı -— » Fuss lang; 
die jährigen Zweige aufrecht und 
gegliedert. Die Blätter zerstreut, 
in 5 Reihen stehend, lanzettför- 
mig, langzugespizt, kleinsägezäh- 
nig. Die einzelne stiellose Aehre, 
auf der Spizze des Stengels, wal- 
zenförmig, aufrecht, nakkend, 
glatt, gelb, wird zulezt braun. 

In schattigen moosigen Bergwäldern , 
z. B. in dem Thal zwischen dem Feld- 


bergund dem Altkühn, vorzüglich der 
Schellbach aufwärts nach dem Altkühn 


zu. 
Juli, August- 4 
September. 
Man kann diese Pflanze zum Gelb- 


färben gebrauchen. 


Der Stengel kriechend, aus ihm. 
steigen wieder andere einzelne oder 
auch rasenförmige, aufrechte, hand- 


40 


035. Klasse, - ı. Ordnung, | 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife, 


Nuzzen. 


breit hohe Stengel empor, deren 
Aestchen büschelförmig zusammen- 
gedrükt sind. Die Blätter zwei- 
reihig, angedrükt, am Rande ent- 
gegengesezt, zusammengewachsen, 
auf dem Rükken einzeln und fast 
gegenüberstehend.. Die Aehren 
meistens paarweise, seltener ein- 
zeln oder dreifach, gestielt, wal- 
zenförmig, aufrecht, grün, zulezt 
eingekrümmt und gelb, 


In Bergwäldern, z. B. selten aufdem 
Feldberg, aber häufig im Walde am 
Weg zwischen Filbach und Obeindorf, 


Juli, August. 2 
September. 


Dieser Bärlapp giebt nach Lepechin 
eine schöne gelbe Farbe und mit eini‘ 
gen Arten von Labkraut (Galium ru- 
bioides und uliginosum) wird er 
von den Russen zum Rothfärben und 
mit Färbeginster zum Gelbfärben ge- 
braucht, | 


Wahre Farrnkräuter. 41 


CCCCLXVI. PILULARIA, Pillen- 


farrn. 


‚1222. P. cro- DerStengel kriechend, fadenför- 
BULIFERA, Ä \ 
Gemeiner pl. wig, gelenkig und wurzelnd; aus 


lenfarrn. 


jedem Gelenke kommen einige fa- 
denförmige, pfriemenartige, auf- 
rechte Blätter hervor, die bei dem 
Hervorkommen an der Spizze ein- 
gerollt sind. 


Wohnort, In sumpfigen überschwemmten Gegen- 
den, z. B. in Gräben vor dem alten 
Wald bei Hanau; im Sumpf bei dem 
Frankfurter Forsthaus- 


Blüthezeit. Juli, September. 4 
Fruchtreife. September, Oktober. 


I. ORDNUNG. 
FırLıczs. Wahre Farrnkräuter, 


CCCCLXV1U. OSMUNDA. Trauben- 


farrn 


1205.0.L.una- Dereinzeln stehende Schaft hatin 


BIA. . . . . 
Mondtrauben. Jer Mitte ein einzelnes ungleichge- 


‚farrn; Mond- fiedertes Blatt; die Fiederblättchen 
raute, e 


42 


Wohnort. 


Blüthezeit, 


03. Klasse. ®. Ordnung. 


sind halbmondförmig, fast glatträn- 
dig, haben strahlige Nerven wo- 
durch sie fächerförmig werden. Die 
Traube einzeln, nakkend und ästig. 
Die Kapseln werden gegen die Reife 
gelb. h 


b.AestigerMondtraubenfarrn, 

Der Stengel ästig. Die Blätter abwech- 
selnd: die Fiederblättchen meistens ge: 
theilt. Die Trauben an den Zweigen 
stehend und getheilt; die Zweige nicht 
selten ästig. 

Auf dürren bergigen Wiesen und Trif- 
ten, z. B. häufig auf den Wiesen um 
Offenbach; im Walde hinter Oberrath ; 
bei der Grastränk ; aufdem Hexenberg 
bei Vilbel; auf dürren Hügeln um Ar. 
heilgen ; häufig im Homburger Gebirge ; 
auf trokknen Wiesen des Philosophen» 
Wäldchens bei Giesen ; bei Grünberg 
und Niederklee auf trokknen Wiesen; 
häufig im Vogelsberg. b. auf dürremBo- 
den bei dem Walde am Kloster Thron 


ohnweit Wehrheim. 


Mai, Juni. % 


_ Wahre Farrnkräuter. 43 


Fruchtreife,. Juni. EUR; 
Bemerkung. DieBlüthen geben Nachts einen an- 
genehmen Geruch, 


Nuzzen. War ehedem ofhzinell. 


CCCCLXVII. OPHIOGLOSSUM. 
Natterzunge. 


1204. O. vur- Der einzeln stehende Schaft hat 


BATUDN. in der Mitte ein ey-lanzettförmiges, 
Gemeine Nat- i i 
terzunge. stumpfliches, stielloses, umfassen- 
desBlatt. Die Aehreauf der Spizze 
des Schafts, einfach, einzeln (sel- 
ten zweifach) zungenförmig, grün, 
wird in der Reife röthlich. 
Wohnort. Auf feuchten Wiesen und Triften, 


z. B. auf den Wiesen nahe bei dem ge- 
wesenen Wilhelmsbader Weinberg rechts 
des Fahrwegs nach Hochstadt; aufallen 
Wiesen um Offenbach ; auf der grossen 
Försterwiese bei Neu- Ysenburg ; auf 
den Wiesen zwischen Homburg und 
Obersteden; auf Wiesen am Nieder, 
schuldstein - Wald bei Gedern; auf Trif- 
ten zwischen dem Hangenstein und 


44 23. Klasse. e. Ordnung. 


Badenburg; auch bei Grünberg und Nie- 
derklee; auf Wiesen bei Arheilgen. 


Blüthezeit. Juni, Juli. 2 ; 
Fruchtreife, Juli. 
Nuzzen. War ehemals offhizinell. 


CCCCLXIX: ONOCLEA. Rollfarrn, 


10205.0.Srru- Der Strunk furchig, nakkend, ge- 
THIOPTERIS 


H of "fm. 


Strauss-Roll- Blätter fast doppeltgehedert, die 
farrn. fruchttragenden Blätter kommen 


ring dreiseitig. Die unfruchtbaren 


aus der Mitte vom Grunde der un- 
fruchtbaren hervor, sind einseitig, . 
mit zurükkgekrümmten zusam- 
mengezogenen Fiederblättern und 
Blättchen, von welchen die lez- 
tern nach völliger Ausbreitung auf 
dem Rükken mit braunen, einem 
purpurfarbigen Ring umgebenen 
Kapseln bedekt sind. 


Osmunda Struthiopteris Linn. 


Wohnort: In schattigen feuchten Bergwäldern, 
z. B. sparsam an dem Kaltenbach hin- 


Wahre Farrnkräuter. 45 


ter dem Homburger grossen Tannen- 
wald. 

Blüthezeit. Juni, Juli. 4 

Fruchtreife. September, Oktober. 

Nuzzen. Die jungen zarten Sprossen werden 
von den Norwegen gekocht gegessen. 
Die Wurzel färbt das Linnen braun. 


CCCCLXX. POLYPODIUM Engel- 
süss. 

1226. P. vuL- 
» GARE; 


Gemeines En- nakkend, auf der einen Seite fur- 
gelsüss. 


Die Wurzelschuppig. Der Strunk 


chig, aufderandern gewölbt, blass- 
grün. Die Blätter halbgefiedert; 
die Fiederblättchen länglich, et- 
was sägeartig gezähpt, stumpf. Die 
Kapseln gold - zulezt rostfarbig und 
i mit einem schwarzen purpurfarbi- 


gen Ring umgeben. 


b. Mit an der Spizze ästigem Blatt 
und zweispaltigen Blättchen. 


Wohnort. : Häufig inFelsenrizzen, aufaltem Ge- 
mäuer undauf alten Baumstämmen. 
- Blüthezeit. Mai — Oktober. 4 


46 3. Klasse. e. Ordnung. 


Fruchtreife. 


Nuzzen. 


1227. P. AQum- 
LINA. 
ddlersaum- 


farrn. 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife, 
Bemerkung. 


September, Oktober. 

Die Wurzel ist ofhzinell ; von den 
Schweinen wird sie gefressen, so wie 
die Blätter von den Ziegen. 


CCCCLXXI. PTERIS. Saumfarrn. 


DerStrunk ekkig und glatt. Die 
Blätter vielfach zusammengesezt 
mit gefiederten lanzettförmigen 
Blättchen, von welchen die unter- 
sten halbgefiedert, die obersten 
kleinersind, DieKapseln röthlich. 


In Wälderm und an deren Rändern, 
z. B. um Hanau, Offenbach, Frankfurt, 
Darmstadt, Homburg, Giesen, den Vo- 
gelsberg etc: 


August, September, 4 

Oktober, 

Die Wurzelquer durchschnitten stellt 
mit Hülfe der Einbildungskraft einen 
Adler vor. Wir haben diese Pflanze 
nur an sonnreichen Orten blühen sehen, 
in dunkeln Wäldern aber noch nie. 


Nuzzen. 


\ 
Wahre Farrnkräuter. 47 


Die Wurzel welche ofhizinell ist, kann 
auch bei der Zubereitung des Korduans 


_ und die Asche derselben statt der Seife 


ı2208. B. Sri. 
cANT Roth. 
Gemeiner Rip- 


penfarrn. 


und zum Glasmachen gebraucht werden. 
Die jungen Schösslinge werden von den 
Japanesen ehe sich die Blätter entfalten, 
gegessen, auch die gestossene und durch 
aufgegossenes und wieder ausgedrükk 
tes Wasser gereinigte Wurzel kocht man 
daselbst zu Speise. Die Blätter welche 
von der Ziege gefressen werden, dienen 
in Ermanglung des Strohs zur Streue, 
zur Feuerung, zu einer guten Glasma- 
cherasche und auch zum Gerben. 


CCCCLXXU. BLECHNUM. Rip- 


penfarrn. 


DerStrunk nakkend und braun, 
auf der einen Seite gewölbt, auf 
der andern furchig. Die ausdau- 
ernden unfruchtbaren Blätter halb- 
gefiedert, mit länglich - lanzetiför- 
migen, glatträndigen Abschnitten; 
die fruchttragenden Blätter kom- 
men aus der Mitte der unfrucht- 


ES 


5 235. Klasse. 2. Ordnung. 


Wohnort. 


Blüthezeit. 


Fruchtreife. 


Nuzzen., 


baren hervor, sind länger als diese, 
gehedert und schmäler, mit ab- 
wechselnden, lanzettfö rmigen, glatt- 
rändigen Fiederblättchen,. Die brau- 
nen Kapseln umgiebt ein schwarz 
purpurfarbiger Ring. 


Osmunda Spicant Linn. 


b. Mit unfruchtbaren an der Spizze 
gespaltenen Blättern. 
c. Mit unten fruchttragenden, oben 


zweitheiligen unfruchtbaren Blättern. 


In feuchten, schattigen Bergwäldern, 


‚ vorzüglich‘ an Bächen, z. B. selten an 


einem Bach zwischen Oberrodenbach 
und Somborn; häufg im Homburger 
Gebirge an dem Kaltenbach, zwischen 
dem Altkühn und Feldberg etc. in der 
Obergrafschaft Hanau am Weg zwischen . 
Fillbach und Bieber. b. und c, andem 
Kaltenbach. ra 


Juni — September. 4 
September, Oktober. 


Dem Bier soll diese Pflanze eine 
heilsame Eigenschaft mittheilen. 


\ 


Wahre Farrnkräuter. 49 


CCCCLXXII. SCOLOPENDRIUM. 


_ Streiffarrn. 


'1229.8.Psvrt- Der Strunkekkig, furchig, rauh- 
Lıtıs Roth. 
Gemeiner 


Streiffarrn; Grunde herzförmig, zungenförmig, 
Hirschzunge. 


haarig. Die Blätter einfach, am 


am Rande etwas wellenförmig und 
glatträndig. Die braunen Kapseln 
sind mit einem purpurfarbigen Ring 
umgeben. 


Asplenium Scolopendrium Linn. 


Wohnort. Sonstin rauhen wilden Berggegenden , 
bei uns in denBrunnen auf dem Felde 
zwischen Friedberg und Nauheim; im 
Brunnen zu Niederheckstadt vor Kro= 
nenberg; auf Bergen um Braubach. 

Blüthezeit. Juli, August. 

Fruchtreife. September. 

Nuzzen,‘ Ist noch hin und wieder ofhzinell. 
ı250.8.Cete- Die Blätter halbgefiedert; die 
RACH Roth. ’ DR 
TOSPERL Abschnitte abwechselnd, eyförmig, 
Sereiffarn. _glatträndig, an der Spizze zuge- 

rundet, fliessen am Grunde inein- 
ander und sind mit dem Strunke 
ö. Th. 2. D 


50 25. Klasse. 2. Ordnung. 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
| Fruchtreife, 


Nuzzen., 


10251. $. sEP- 
TENTRIONALE 
Roth. 
Nördlicher 
Sireiffarrn. 


und der Mittelrippe durch dach- 
ziegelförmig dicht übereinander lie- 
gende, braune, durchsichtige Schup- 
pen schön nezzförmig überzogen. 
Die durchsichtigen Kapseln mit ei- 


nem purpurfarbigen Ring umgeben. 


Asplenium Ceterach Linn. 


In den Rizzen alter schattiger Mau- 
ern und feuchter Felsen, z. B.in der 
Frankensteiner Schlossmauer zu Ock- 
stadt bei Friedberg; in den Mauern des 
alten Kronenberger Schlosses; in den 
Felsen um das zerstörte Bergschloss 
Hattstein bei Reifenberg ; in den Felsen 
des Vogelsberg; wo es auch wachsen 
soll, konnten wir es ohnerachtet aller 
Mühe nicht finden, 

Juli, August. # 

September. 

War ehemals offAzinell. 


Der Strunk etwas gestreift, am 
Grunde braun, oben grün. Die 
Blätter gleichbreit, zweigabelig, 
zerrissen; die Abschnitte länglich, 


> 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


10252. S.RuTA 
MurarIAaRoth. 
Mauerrauten- 


| Streiffarn. 


Wahre Farrnkräuter. 51 


geebnet, an der Spizzeeingekrümmt. 
Die Kapseln mit einem schwarz- 


purpurfarbigen Ring umgeben. 


Acrostichum septentrionale Linn, 


In den Rizzen nakkender Felsen, z.B, 
zwischen den Weinbergen nahe an der 
Kirche zu Neuenhayn ; häufig um Fal- 
kenstein ; auf der weissen Mauer im 
Homburger Gebirge; bei dem Adolphs- 
ekk ohnweit Langenschwalbach; um 
Idstein; am Fuse des Hausberges nach 
Hohenweisel hin; auf den Felsen des 
Münzenberger Schlosses; um Steinberg 
und Watzeborn; häufig im Vogelsberg, 
bei Büdingen, Oppenrod, an den Fel- 
sen der Lohmühle bei Giesen, auf der 
Katz bei Gelnhausen etc, 


Juni, Juli. 4 
September , Oktober. 


Der Strunk gefurcht, glatt, am 
Grunde braun, oben grün. Die 
Blätter abwechselnd doppelt zu- 
sammengesezt; die Blättchen keil- 
förmig, an derSpizze fein gekerbt. 

De 


5a 23. Klasse. 2. Ordnung. 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


Nuzzen, 


1233. $. AL- 
TERNIFOLIUM 
Roth. 
Abwechselnd- 
blätteriger 
Streiffarrn. 


Wohnort. 


Die rostfarbigen Kapseln mit einem 
dunkelpurpurfarbigen Ring umge- 


ben. 
\ 


Asplenium Ruta muraria Linn. 

Fast überall in den Rizzen alter Mau- 
ern und Felsen, = 

Juli, August. 4 

September, Oktober. 

Ist noch hin und wieder ofhizinell. 


Der Strunk gering gefurcht, glatt, 
unten rostfarben schwärzlich, nur 
oben grün. Die Blätter einfach 
gehedert; die Fiederblättchen läng- 
lich, die untern dreilappig, die 
mittleren zweispaltig oder einfach, 
das äusserste am längsten und an 
der Spizze fast dreimal gezähnt. 
Die rostfarbigen Kapseln mit einem 
purpurfarbigen Ring umgeben. 


Aspleniumalternifolium Linn. Aspl, 


germanicum FF eis. 


Zwischen zusammengehäuften Steinen 
auf der Kazze bei Gelnhausen; in den 


’ 


Wahre Farrnkräuter. 55 


Rizzen der Felsen der Lahnmühle bei | 
Giesen und um Grossen - Buseck. 
Blüthezeit. Mai, Juli. 4 
Fruchtreife. August, September. 


, 


CCCCLXXIV. ASPLENIUM. Milz- 


farrn. 


1ı254.A. Trı- Der Strunk zerbrechlich, glatt, 
CHOMANOIDES. | 

Boiher Milz. braun- schwärzlich, sehr glänzend. 

farrn. Die Blätter gehiedert; die Fieder- 

' blättchen meistens abwechselnd» 

dicht an einander stehend, sehr 

kurz, gestielt, rundlich und ge- 

kerbl. Die Kapseln mit einem 

blasspurpurfarbigen, durchsichtigen 


Ring umgeben. 


Wohnort. Häufig auf Mauern, , Felsen, Klüften 

der Berge und auch hin und wieder in 
Brunnenmauern. ; 

Blüthezeit April, Juni. % 

Fruchtreife. Juni, Juli. 


Nuzzen. War offhzinell, 


54 05. Klasse. 2. Ordnung. 
+ 


1255. A. Anı- Der Strunk auf der einen Seite 
ANTHUM NI« 
GRUM. 


Schwarzer „farbig, wird zulezt schwärzlich. . 
Milzfarrn. 


rinnenförmig, glänzend, purpur- 


Die Blätter fast dreimal gefiedert, mit 
abwechselnden Blättchen; die Fie- 
derblätichen lanzettförmig, scharf 
sägezähnigeingeschnitten. DieKap- 
seln mit einem anfangs goldfarbi- 
gen, durchsichtigen, zuleztpurpur- 
röthlich werdenden Ring umgeben. 
Wohnort. Zwischen den Felsen des Hausberges 
auf der Seite nach Münster hin, aber 
sparsam. Reichard fandihn ein ein- 
ziges mal gleich hinter Kronenberg zur 
linken Hand unter den Hekken; wir 
haben ihn niemals daselbst entdekken 
können. 
Blüthezeit. Juli. 4 
Fruüchtreife, Oktober. zur 
Nuzzen. War ofhzinell. 
CCCCLXXV. ATHYRIUM. Tüpfel- 
farrn. 
1256. A. HıL- Der Strunk eben. Die Blätter 
Pre zweimal gefiedert, länglich, starr, 


Tüpfelfarrn. mit lanzettförmigen Blättchen; die 


Wahre Farrnkräuter. 55 


Fiederblättchen rundlich, scharf ein- 
geschnitten, schläaff. Die Kapseln 


mit einem braunen Ring umgeben. 


Polypodium fontanum Leers, non 


Linne. 


Wohnort. In den Rizzen der Felsen auf der 
Abendseite im Hangestein bei Giesen, 
wo es auch schon Dillen fand. 


Blüthezeit. Juni. ı 
Fruchtreife. Juli. 


1257. A.Fırıx Der Strunk etwas gebogen, auf 

FOEMINA Roth | g i 

Weiblicher der einen Seite gewölbt, auf der 

. üpfelfarrn. andern gefurcht, mit braunen lan- 
zettförmig-gleichbreiten Spreublätt- 
chen bis auf die Blätter bald mehr 
bald weniger bestreut. Die Blät- 
ter doppelt gefiedert, die Fieder- 
blättchen lanzettförmig, halbge- 
fhiedert, die Einschnitte am Rande 
scharf eingeschnitten gezähnt. Die 
rostfarbigen Kapseln mit einem 
schwarzpurpurfarbigen Ring umge- 


ben. 


56 23. Klasse. 2. Ordnung. 


Wohnort, 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


Bemerkung. 


Nuzzen. 


Polypodium Filix foemina Linn. 
Polyp. incisum Hof fm. 

Auf feuchten und schattigen Pläzzen 
in Wäldern, auf Baumwurzeln und ab- 
gehauenen Stämmen, oft als lästige 
Schmarozzer - Pflanze, z. B. in der Bu- 
lau und dem Lambowald bei Hanau, 
um Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, 
häufg um den Feldberg; an nakken. 
den Felsen auf dem Hausberg ; im Han- 


gestein, im Stelzenmorgen bei Giesen etc. 


Mai, Juni. 4 
September, Oktober. 


Die Blätter dieser Art erfrieren so« 
gleich bei der ersten Kälte, da hinge- 
gen dievon P. Filice mare, P.cris- 


tato und aculeato grün bleiben. 


Die Wurzel wird oft in den, Apo- 
theken statt der Wurzel des P. Filix 
mas gebraucht. Alle übrige Benuz- 
zung wie bei P. Filix mas. 


Wahre Farrnkräuter. 57 


CCCCLXXVI POLYSTICHUM. 
Vollfarrn, 


A. Mit schildförmiger Hülle, _ 
1058. P. Paır- Der Strunk fadenförmig, glatt, 


Han glänzend, auf der einen Seite ge- 
Buchen-Voll- wölbt, auf der andern furchig, 
| Rau, oben sammt der Spindel etwas 
spreuartig. Die Blätter dreiekkig, 
feinzottig, fast zweimal gefiedert, 
die Fiederblättchen beinahe entge- 
gengesezt, die untern herabgebo- 
gen, die obern durch ein verscho- 
benes rautenförmigesBlätichen ver- 
bunden, die Abschnitte länglich, 
& stumpf, glatträndig, die Hälfte des 
Bandes besezzen die Kapselknäul- 
chen. Die gelblichen Kapseln mit 
einem etwas dunkelern Ring um- 


' geben. 


Polypodium Phegopteris Linn. 


b. Mit lauter wagerechten und kei- 
nen niedergebogenen Fiederblättchen. 


58 235. Klasse. =. Ordnung. 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


1239. P. MON=« 
TANUM Roth. 
Bergvoll- 


ferrn, 


In schattigen, feuchten bergigeil Laub- 
wäldern, z. B. bei dem Schellbach hin« 
ter dem Altkühn; am Weg im Gebü- 
sche zwischen Pferdsbach und Büdin- 
gen; am Breitenstein bei Breungeshayn; 
am kleinen Gakkenstein nach dem Fo- 
rellenteich im Oberwald; an feuchten 
Stellen im Soderwald nach Udenhayn; 
an Bergwässern zwischen Büdingen und 
Finderbüchen; am Flachsreusergraben 
an der Bartemerswiese beim Sandwiesen- 


Köppel zwischen Bellings und Marios. 
Mai, Juni. 
August, Oktober. 


Der Strunk bräunlich, auf*der 


einen Seite furchig, auf derändern 
gewölbt, mit braunen gleichbrei- 
ten Spreublättchen hin und wie- 
der besezt. Die Blätter fast dop- 
pelt gefiedert; die Fiederblättchen 
abwechselnd, gerade, deutlich ge- 
trennt, die untern klein, dreiek- 
kig, entferntstehend, die obernlan- 


zettförmig und angenähert; die Ab- 


Wahre Farrnkräuter. 59 


schnitte länglich, stumpf, glatträn- 
dig.” Die Kapselknäulchen stehen 
voneinander entfernt und nehmen 
mehr als die Hälfte des Randes 
ein. Die weissen Kapseln mit ei- 


nem braunen Ring umgeben. 


Polypodium montanum Vogleri, 
| P. Oreopteris Ehrh. 


Wohnort. In feuchten Bergwäldern, z. B. häu- 


fig auf dem Gebirge zwischen Oberro- 

denbach und Somborn an Bergwässern ; 

im Gebüsche am Weg zwischen Bü- 

dingen und Pferdsbach; an feuchten 

Stellen im Soderwald nach Udenhayn; 

zwischen Bieber und Röhrig; im Buch 

+ zwischen Bellings und Marios; an Berg- 

wassern zwischen Büdingen und Rin- 

. derbüchen; im Bessungerwald ohnweit 
Darmstadt. 

Blüthezeit. Juli, August, % 

Fruchtreife. Oktober. 


1240. P. Ter- Der Strunk fadenförmig, aufder 
LYPTERIS Roth 


Sumpfvoll- einen Seite gewölbt, auf der an- 


Jarrn. dern zweifurchig, mit einigen Spreu- 


60 23. Klasse. ». Ordnung. 


blättchen besezt, Die Blätter fast 
doppeltgefiedert, die Fiederblätt- 
chen abwechselnd, mit lanzettför- 
migen, glatträndigen Abschnitten 
und dicht zusammenfliessenden, zu- 
lezt die ganzen Blätter bedekken- 
den Kapselknäulchen. Die braunen 
Kapseln mit einem schwarzpurpur- 
farbigen Ring umgeben, | 
Polypodium Thelipteris Linn. 

Wohnort. Häufig aufSumpfwiesen, in feuchten 
Wäldern , besonders an Bächen und 
Gräben, z. B. bei Hanau im Lambo- 
wald, alten Wald und der Faulbrükke; 
bei Grossauheim; im Sumpf bei dem 
Steinheimer Galgen und bei dem Frank- 
furter Forsthaus; auf der Sumpfwiese 
bei der Frankfurter grossen Saustiege; 
in Wäldern um Darmstadt; im Vogels- 
berg etc. 

Blüthezeit. Juli, August. # 


Fruchtreife September, Oktober. 
1241. P. Acv- Der Strunk auf der einen Seite 
m Roth. 
RR th: gewölbt, auf der andern gefurcht, 


Vollfarrn. wit braunen, glänzenden, dichten 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife, 
Nuzzen, 


1242,P. Dry- 
OPTERIS Roth. 
Eichenyoll- 


farrn. 


Wahre Farrnkräuter. 6ı 


Spreublättchen Nlaachborstig (stri- 
gosus) besezt und fast ganz be- 
laubt. Die Blätter doppelt gehe- 
dert; die Fiederblättchen abwech- 
selnd, lanzettförmig; die Abschnitte 
schiefeyförmig, stachelig gezähnt. 
Die braungelblichen Kapseln mit 
einem goldfarbigen Ring umgeben. 


Polypodium aculeatum Linn. 


Auf dem Dünsberg, im Schiffenber- 
ger Walde und in der Lindermark bei 
dem Herrnwalde; aber gewiss nicht auf 
dem Feldberg und Altkühn, wo man 
ihn will gefunden haben. 

Juli, August. 4 

Oktober. 

Die Asche dieser Pflanze wird in 
Glashütten und Leinewand -Bleichen ge- 
braucht. Auch gehört sie zu den Ger- 
bepflanzen. 


Der Strunk glatt, fadenförmig, 
zerbrechlich, am Entstehen der Fie- 
derblättchen etwas ausgedehnt und 


62 


Wohnort. 


23. Klasse. =. ‚Ordnung. 


knotig, am Grunde eingekrümmt, 
dann aufsteigend, unten mit brei- 
ten zerstreuten Spreublättchen ver- 
sehen, auf der einen Seite etwas 
gewölbt, auf derandern etwas rin- 
nenförmig. Die Blätter dreiek- 
kig, vielfach zusammengesezt, die 
zu 5 beisammenstehenden Blättshen 
doppelt gefiedert, länglich und glatt- 
rändig. Die gelben Kapseln mit 
einem goldfarben-purpurröthlichen 
Ring umgeben. 


Polypodium Dryopteris Linn, 


In Wäldern auf verfaulten Stämmen, 
an feuchten Mauern und Felsen, z.B. 
auf der hohen Mark hinter Alzenau und 
am Fuse des Hausberges; an feuchten 
und steinigen Orten in Wäldern um 
Darmstadt; um den Feldberg und Alt- 
kühn; auf Mauern zu Niederreifen- 
berg; an feuchten Stellen um Bäume 
zwischen Reifenberg und ÖOberems; an 
der Schlossmauer in Ockstadt; an Fel- 


sen auf dem Hausberg; im Badenbur- 


Blüthezeit, 
Fruchtreife, 


1245.P. FıLıx 
MAS Roth. 
Moännlicher 
Vi ollfarrn. 


Wohnort. 


Wahre Farrnkräuter. 65 


ger Wald und im Hangestein; im So- 
derwald nach Udenhayn; an Bergwäs- 
sern zwischen Büdingen und Rinder- 
büchen. | 

Juni, Juli. 4 

September. 


B. Mit nierenförmiger Hülle. 


Der Strunk unten nakkend, auf 
der einen Seite gewölbt und nebst 
denRippen der Fiederblättchen mit 
braunen Spreublättchen bedekt, auf 
der andern Seite rinnenförmig. 
Die Blätter fast doppelt gefiedert, 
die Fiederblätter lanzettförmig, mit 
länglichen, stumpfen, gekerbten 
Blättchen. Die braunen Kapseln mit 


einem gelbbraunen Ring umgeben. 


Polypoäium Filix mas Linn. 


In niederen und bergigen Waldungen, 
um Hanau, Offenbach, Frankfurt und 
Darmstadt; häufig um den Feldberg; 
an nakkenden Felsen auf dem Haus- 
berg; im Hangestein; im Vogels- 
berg: etc. 


64 03. Klasse. » 2. Ordnung. 


Blüthezeit. Juni, Juli. 

Fruchtreife. September, Oktober. 

Nuzzen. In Sibirien werden die Blätter statt 
des Hopfens dem Bier zugesezt undin 
Island färbt man nach Olaffen mit 
denselben wollenes Zeuggrün. In Nor- 
wegen pflegt man mit denselben bei 
Heumangel Rindvieh, Schaafe, Ziegen 
und Pferde zu füttern; bei uns dienen 
sie zur Streue. Zur Gerberei, zur 
Feuerung und auch wegen seinem Lau- 
gensalze kann die ganze Pflanze benuzt 
werden. Die jungen Sprossen sollen 
essbar seyn. Die Wurzel ist ofhizinell; 
in theuern Zeiten hat man sie in Nor- 
wegen mit unter das Mehl zum Brod- 
bakken benuzt. | 


1244. P. muL- Der Strunk grünlichbraun, steif, 
TIFLORUM 
Roth. 

Vielblüthiger braunen Spreublättchen besezt, am 
Vollfarrn. 


unterhalb der Mitte nakkend, mit 


Anfange der Fiederblätter gleich- 
sam knotig, etwas gebogen, auf 
der einen Seite gewölbt, auf der 
andern rinnenförmig. Die Blätter 


vielfach zusammengesezt; die Blätt- 


+ 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


Nuzzen. 


ı245. C. FRA- 
cırıs Roth, 
DZerbrechlicher 


Becher farrn. 


Wahre Farrnkräuter. 65 


= 


chen eylanzettförmig, sägezähnig, 
eingeschnitten, die Sägezähne mit 
kleinen Dornen besezt. Die brau- 
nen Kapseln mit einem schwarz- 


purpurfarbigen Ring umgeben. 


Polypodium eristatum Schrebr. non 


Linn. Polyp. dilatatum Hof fm. 


In niederen und gebirgigen Waldun- 
gen, z. B. bei Hanau zwischen dem 
Kohlbrunnen und dem Forst; an einem 
sumpfigen Ort bei dem neuen Wirths- 
haus im Walde; an steinigen Orten am 
Wilhelmsbad; häufg um den Feldberg , 
um Darmstadt; im Schiffenberger Wal- 
de, im Stelzenmorgen etc. 

Juni, Juli. 4 

September , Oktober. 

Gewiss derselbe wie bei P, Filix 
mas, 


CCCCLXXVIN. CYATHEA. Becher- 
| farrn, 

Der Strunk fadenförmig,, dünn, 
glänzend, sehr zerbrechlich , bis 
über die Mitte nakkend und röth- 

3. Th. 2. E 


66 23. Klasse. 2. Ordnung. 


Wohnort: 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


lich, unter den -Blättern blässer 
und am Grunde mit einigen Spreu- 
blättchen besezt. Die Blätter dop- 
pelt gefiedert; die Fiederblättchen 
eyförmig, stumpf, zähneartig ein- 
geschnitten. Die braunen Kapseln 
mit einem goldfarbigen - schwarz- 
purpurrothen Ring umgeben. 


Polypodium fragile Linn. 


Auf Mauern, aufgehäuften Steinen 
und in den Rizzen der Felsen, z. B. 
in einem Garten -Brunnen bei dem ehe- 
maligen Hanauer Siechhaus ; in Hekken 
bei Grossauheim; in Brunnen zu Klein- 
steinheim und zu Ginnheim ; im Neu- 
hof bei Gözzenhayn; auf den Kronen- 
berger Schlossmauern; in Hekken zwi- 
schen Fischbach und Eppstein; an den 
Felsen im Schiffenberger Walde und im 
Hangenstein; an Felsen und Mauern 
um Ulrichstein ; bei Gedern an der un« 
tersten Mühle; zwischen Steinen bei 
Binsachsen ; um Ilbeshausen etc. 

Juni, Juli, 4 

Juli, August, 


.Wahre Farrnkräuter. 67° 


Nuzzen.: 


1246.C. TENv- 
ıs Nobis. 
Zurter Becher- 
Far, 


Wohnort. 


Blüthezeit., 
Fruchtreife, 


Das Vieh frisst diese Pflanze nicht 
ungern. 


Der Strunk fadenförmig, glatt, 
purpur -goldfarbig glänzend, unter‘ 
der Mitte nakkend, am Grunde 
mit einigen Spreublättchen besezt. 
Die Blätter doppelt gefiedert, (Fast 
3 mal gefiedert) die Fiederblätt- 
chen lanzettförmig, halbgefiedert; 
die Abschnitte tief und spızzig ge- 
zähnt. Die braunen Kapseln mit 
einem schwarzpurpurfarbigen Ring 


umgeben. 


Polypodium regium Linn. P. tenue 
Hoffm. Cyathea regia Roth. 


Zwischen aufgehäuften Steinen bei 
Oppenroth; in den .‚Hekken vor dem 
obern Thor zu Oberursel wo es Rei- 
chard gefunden hat, suchten wir es 
vergeblich; der andere von ihm ange- 
gebene Standort ist jezt urbares Land. 

Juni, Juli. 4 


Juli, August. 
) r E 2 


68 23. Klasse. 3. Ordnung. 


IL. ORDNUNG, 
Muvscı. Moose. 
CCCELXXVII,. PHASCUM. Ohnmund, 


1247. P.stsu- Der Stengel aufrecht und fast 


LATUM. ha BR a 
Pfriemenför- einfach. Die Blätter lanzettförmig- 


miger Ohn- gleichbreit, abstehend, die ober- 
mund. y - ' i 
sten am Grundeziemlich breit pfrie- 


menförmig und starr. Die eyför- 
mige Büchse steht auf der Spizze 
des Stengels und endigt sich mit 


einer sehr dünnen kurzen Spizze., 


Wohnort. Auf Dämmen, an Landwegen, Fuss- 
steigen, Hohlwegen, Gräben, bruchi- 
gen Heiden, Nadel- und Laubhölzern , 
z.B. um Hanau, Oberrodenbach, Darm- 
stadt, Frankfurt, beim Steinheimer 
Galgen, um Giesen etc, | 


Blüthezeit. Ende des Sommers. 4 
Fruchtreife. Mai und Juni des folgenden Jahrs. 


1048. P.cusrt» Der Stengel aufrecht und fast 
pAaTumSchreb, 
» Zugespizzter 
Ohnmund. _ feingespizt, abstehend, die auf der 


getheilt. Die Blätter eyförmig, 


Spizze des Stengels stehenden auf- 


Moose, | 69 


recht und sich zusammenneigend. 
Die Büchse rundlich, sich mit ei- 


ner kurzen Spizze endigend. 


Phaseum acaulon g Linn. 


Wohnort. Auf Aekkern, in Gärten, än Grä- 
ben ; .aufMauern und Modererde, z.B. 
bei Hanau, Darmstadt, im Vogelsberg, 


um Giesen etc, 


Blüthezeit. März, April. 4 
Fruchtreife. April. 


1249.P murı- Fast ohne Stengel. Die Blätter 
"cum Schreb. ar . 
Beümpfer eyförmig, stumpf, hohl, sich zu- 
Ohumund, sammenneigend. Die Büchse sehr 
klein, rundlich, mit einer kurzen 


stumpfen Spizze endigend. 


Phascum acaulon @ Linn. 
Auf Brachäkkern, Leimwänden, in 
Gärten, ausgetrokkneten Gräben und 
Heidebrüchen etc. 


Wohnort. 


‚70 23. Klasse. 5, Ordnung. 


CCCCLXXIX. SPHAGNUM. Torf- 
moos. 


1250.59. 0BTU- Der röthliche Stengel aufrecht, 
SIFOLIUM 


Ehrh. sehr ästig, mit gebüschelten, fast 
Stumpfblät- gleichen, abgebogenen Aesten. Die 
teriges Tor/- \ 

moos,  halbumfassenden Blätter eyförmig, 


hohl, stumpf.. Die Büchse eyför- 
mig, rundlich, schwarzpurpurfar- 
big, mit gewölbtem, steif zuge- 
spizztem Dekkel, 


Sphagnum palustre Linn. Sphag- 


num cymbifolium Ehrh. Hedu. 
Brid, 


Wohnort. In torfgen Wiesen, Sümpfen, Wal- 
dungen und Triften, z. B. im Lambo- 
wald bei Hanau; im Bruchköbler Hä- 
gewald; in Sümpfen bei dem Steinhei- 
mer Galgen und dem Frankfurter Forst 
haus; in Sümpfen um den Feldberg 
und Altkühn ; auf feuchten Wiesen um 
den Waldbrunnen bei Giesen. 


Blüthezeit. Juni, Juli. & 
Fruchtreife. August. 


Moose. 7ı 


Beobachtung. Die Früchte springen mit einigem 
Geräusche auf. 

Nuzzen. Es trägt sehr vieles zur Erzeugung 
des Torfes bei, und hilft Sümpfe in 
urbares Land umschaffen,. Den Renn- 
thieren dient es zur Nahrung. Die 
Lappländer trokknen es und machen 

ı ein Lager für ihre Kinder daraus. In 
Russland und Norwegen fällt man da- 
mit die Spalten der hölzernen Häuser 
aus, und man kann es auch zum aus 
stopfen der Brunnen und zur Füllung 


der Polster gebrauchen. 


1251.$.acurI- Der grünliche Stengel aufrecht, 

roLıum Ehrh. ww, 5 

Spizzblätteri- sehr ästig, mit gebüschelten, fast 

ges Torfmoos. gleichen, abgebogenen, schlanken 
Aesten. Die Blätter eylanzettför- 
mig, hohl, spizzig. Die Büchse 
eyförmig- rundlich, mit spizzigem 
Dekkel. 8 
Sphagnum palustre@ Linn. Sph. inter 

medium Hof fm. 


Wohnort. In sumpfigen, brüchigen mit Heide 
bedekkten Gegenden, z. B. in Sümpfen- 


q2 25. Klasse. 5. Ordnung. 


bei Niederrodenbach im Walde; bei 
dem Steinheimer Galgen; im Bruch bei 
dem Frankfurter Forsthaus; in Süm- 
pfen um den Feldberg ; auf Sumpfwie- 
sen bei Giesen, 

Blüthezeit, Juni, Juli. 

Fruchtreife. August. 


Nuzzen. Völlig derselbe wie bei der vorher- 
gehenden Art, und da es ausserdem 
auch gerne auf Bergen wächst, soträgt 
es sehr viel zur Entstehung der Berg- 
quellen bei, 


CCCCLXXX, GYMNOSTOMUM. 
'Kahlmund. 


*) Die männlichen und weiblichen Zeugungsthei+ 

le auf verschiedenen Pilanzen. 
12502.G- pyYRI« 
FORME Hedw. 
Birnförmiger sehr kurz. Die Blätter flach aus- 
Kahlmund. 


Der Stengel aufrecht, einfach und 


gebreitet, länglich, spizzig. Die 
Büchse aufrecht und birnförmig; 
der Dekkel eyförmig, knorpelartig, 
mit einer kurzen steifen Spitze, 


Moose. 73 


Bryum pyriforme Linn. Pottia pyri- 
formis Ehrh. 
Wohnort. Auf feuchten Stellen an Landwegen, 
Gräben „, Dämmen, auf Brachäkkern, 
in «Gärten und lichten Wäldern, z. B. 
bei dem Hanauer Galgen; an hohlen 
Wegen bei der Steinheimer Ziegelhütte; 
bei Mühlheim; an Gräben bei Born- 


heim; im Hangenstein bei Giesen etc, 


Blüthezeit. Im Frühjahr und Herbst. 4 
Fruchtreife. Jm Frühjahr und Herbst, 


1255.G.1run- Der Stengel aufrecht, meistens 
caTum Hedw. 
Abgestuzzter 
Kahlmund. ter flach ausgebreitet, etwas zuge- 


einfach und sehr kurz. Die Blät- 


spizt. Die Biüchse aufrecht und 
abgestuzzt; der Dekkel gewölbt, 
mit einem schiefen Schnäbelchen. 


Bryum £runcatulum Linn. Pottia 


eustoma Ehrh. 
Wohnort. AufGraspläzzen, Brachäkkern, Leim- 
wänden, an Gräben, Landwegen, Zäu- 
nen, auf Wiesen etc, 


Blüthezeit. Fast das ganze Jahr durch, 2 
Fruchtreife. Im Frühjahr, 


74 23. Klasse, 8. Ordnung. 


Bemerkung. WeilHasselquist dieses Moos häu- 
fig auf alten Mauern und Ruinen Jeru- 
salems fand, und es Hyssopus $a- 
lomonis nannte, so glauben die mei- 
sten dass esder Ysop sey, dessen ı Reg. 
4 , 55. in der Bibel gedacht wird. 


**) Die minnlichenund weiblichen Zeugungsthei- 
le auf einer Pflanze. 


1254.G.cıLıa- Der Stengel aufrecht und ästig. 
Tum Schreb, 
Gefranzter 
Kahlmund. an der Spizze durchsichtig und ge- 


Die Blätter eylanzettförmig, hohl, 


zähnelt,an dem Mooskelche gefranzit. 
Die Büchse aufrecht, eyförmig, 
der Dekkel etwas gewölbt, ohne 
Spizze, und mit dem Mooskelche 


umgeben. 


Bryum apocarpon ßLinn. Hedwigia 
‚Anodon Ehrh. Hedwigia ciliata 
Hedw. Gymnostomum Hedwigia 


Hoff. 


Wohnort. Auf Steinen in gebirgigen Gegenden, 
zu. aufdem Granit worauf. das Wil- 
helmsbader Caroussell steht; auf dem 
grossen und kleinen Bildstein bei Breun- 


Moose. i 75 


geshayn; auf Felsen um Schiffenberg 
und in dem Hangestein. 


Blüthezeit. Im Anfange des Herbstes. 2, 
Fruchrreife. Im Frühling. 


2 
CCCCLXXXI. SPKLAUNUM. 
Schirmmoos. 


1255. 5. am- 
PULLACEUM. j j ’ 
Flaschenför- getheilt. Die Blätter eylanzettför- 
miges Schirm- 
MOOS. 


Der Stengel aufrecht, einfach und 


mig. Die aufrechte, walzenför- 
mige Büchse siızzt auf einem ver- 
kehrt flaschenförmigen Ansazze mit 
langem $rünem Halse und gewölb- 


tem, abgestuzztem Dekkel. 


Wohnort. Auf feuchten Stellen, in Sümpfen und 
Torfgründen, z. B. an sumpfigen Or- 
ten zwischen Oberrodenbach und Som- 
born ; in Sümpfen bei dem Frankfurter 
Forsthaus und zwischen dem Feldberg 
und Altkühn, 


Blüthezeit. Mai, Juni, 4 
Fruchtreife. Juli, 


76 e3. Klasse. 3, Ordnung. 


1256. G. aPo- 
CARPON Hedw. 
Rothköpfiges 
Zwergmoos, 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


CCCCLXXXI. GRIMMIA. Zweıg-, 


m00S, 


Der Stengel düfrecht und ästig. 
Die Blätter kielähnlich, eyförmig, 
langzugespizt, die des Mooskel- 
ches mit weisser Spizze. Die fast 
stiellose längliche Büchse mit ge- 
wölbtem, sehr kurz geschnabeltem 
Dekkel. 


a 
Bryum apocarpda a Linn. Grimmia 


Polyodon Ehrh. Fontinalis apocarpa 
e Linn. fil. 


Häufig aufSteinen, Mauern und Fel- 
sen, in Waldungen und Gebüschen , 
besonders gerne auf niedrigen bethaue- 
ten Stellen, seitener auf der Erde und 
an Baumstämmen, z. B. an steinigen 
Orten des Wilbelmsbades ; auf Felsen des 
Steinheimer Schlosses; um Frankfurt; 
auf Felsen um Schiffenberg etc. 

Im Herbst. # 

Im Frühling. 


1257. G. crıs- 
pa Roth. 
Krauses 
Zwergmoos. 


Wohn ort» 


Blüthezeit. 


Fruchtreife. 


Moose 77 


DerStengelaufrecht, einfach und 
kurz. Die Blätter gleichbreit, 
pfriemenförmig, kielähnlich, dre- 
hen sich im trokknen Zustande zu- 
rükk und werden dadurch kraus. 
Die aufrechte, eyförmig längliche 
Büchse, mit kleinem, pfriemenför- 
migem, etwas eingekrümmt ge- 


schnabeltem Dekkel. 


Eryum viridulum Reich fl. Moen. 

Franco/furt, und mehrererteutschen 

Floristen aber nicht des Linune; Bry- 

um luteolum H of fm. Bryum virens 
Diks. 

In Wäldern auf der Erde und auf 
Dämmen, z. B. auf dem Schäferberg 
bei Somborn und auf dem Bornheimer- 
berg bei Frankfurt. 

Im Frühling. pi 

Mai, 


78 25. Klasse. 3. Ordnung. 


. CCCCLXXXIM. ZENCALYPTA. 


Glokkenmoos. 


1258. E. vur- DerStengel aufrecht, am Grunde 
GARIS Schreb, 
Gemeines 


Glokkenmoos. Blätter lanzettspatelförmig. Die 


einfach, oben etwas ästig.“ Die 


aufrechte walzenförmige Biüchse 
am Grunde ihres Stiels mit hut- 
förmiger Hülle, und mit hohlem 
langgespizztem geradem Dekkel; 
dieHaube schlaff, kegelförmig glatt- 
rändig. | 


Bryum exstinctorium @Linn. Leersia 
vulgaris Hedw. Timm. FTVilld. 
Roth, Bridetec. 


Wohnort. Auf der Erde, in Hohlwegen, trokk- 
nen Triften, Dämmen, Leimwänden, 
alten Mauern und Felsen, 


Blüthezeit. Im Anfange des Frühlings. 4 
Fruchtreife. Mai. ‚zul | 


RE ae Der Stengel aufrecht, am Grun- 
Ta Hedw. h ‘ N 
Gefranztes de einfach, oben etwas ästig. Die 
Glokkenmoos. Bjätter spatelförmig langzugespizt. 


Die aufrechte walzenförmige Büch- 


' Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife, 


1260. D. pur- 
 PUREUM FTedw 
Purpurfarbi- 


Moose. 79 


se am Grunde ıhres Stiels mit wal- 
zenförmiger Hülle und mit dün- 
nem, langzugespizztem ‚ geradem 
Dekkel; die Haube schlaff, kegel- 


förmig, am Rande gezähnt. 


Bryum exstinctorum ß Linn. Leersia 
ciliata Hedw. Leersia fimbriataBrid, 


Auf Felsen, Steinen, alten Mauern 
und Dämmen, vorzüglich in hohen 
bergigen Gegenden, z. B. auf den Fel- 
sen im Hangestein bei Giesen, 

Mai, Juni. 2%. 


Juli, August. 


— 


CCCCLXXXIV. DICRANUM. 
Gabelmoos. 


*) Mit kopfförmigen männlichen Blüthen auf be. 
sondern Pflanzen, 


Der Stengelaufrecht, unten ein- 
fach, oben zweitheilig. Die Blät- 


gesGabelmoos. ter lanzettähnlich, kielförmig, mit 


purpurrothem, zwischen den Aesten 
aufgerichtetem Endfruchtstiele. Die 
schiefe, eyförmige, etwas einwärts- 


80 23. Klasse. 3. Ordnung. 


gebogene Büchse mit kegelförmi- 


gem spizzem Dekkel, 


Mnium purpureum Linn. Bryum pur- 
pureum Schreb. Neck. Web. 
Hoffm.ete. Fuscina purpurea 
Schrank. 


b. Mit längeren den Stengel an Grösse 


© — 5 malübertreffenden Fruchtstielen. 
Dryum strictum Hoffm. 
Wohnort. Häufig auf Sandäkkern, Mauern, Stroh- 


dächern, hölzernen Wänden, trokkenen 
Waldpläzzen etc. b. in Wäldern um 
Giesen. 


Blüthezeit.. März, April. b. Oktober. 24 
Fruchtreife. Mai, 


Nuzzen. Scheint, so klein es auch ıst, doch 
zur Urbarmachung des sterilen Sand- 


. bodens viel beizutragen, 


1261. D. sco-. Der Stengel aufsteigend, unten 
parıum Hedw. 
Besenförmi- 

ges Gabelmoos einseitig, gleichbreit lanzettförmig, 


einfach, oben ästig. Die Blätter 


kielähnlich, zurükkgekrümmt, Die 


fast schiefe, länglich walzenför- 


Wohnort, 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


Moose, 81 


mige, aufrechte, zulezt eingebo- 
gene Büchse mit kegelförmigem, 


langgeschnabeltem Dekkel. 


Bryum scoparium Linn. Fuscina sco- 


paria Schrank. 


Häufig in Wäldern an Baumwurzeln 
und auf der Erde, in Felsen, aufHei- 
depläzzen und Wüsteneien. 

Im Herbst. ı 

Im Frühling. 


” 


1262. D.HETE- Der Stengel etwas ästig, gebo- 


ROMALLUM 
Hedw. 
Einseitiges 
Gabelmoos. 


Wohnort, 


gen, aufrecht. Die Blätter aushäu- 
tiger Grundfläche hervorkommend, 
pfriemenförmig, einseitig, zurükk- 
gekrümmt. Die etwas gebogene, 
eyförmige, schiefe Büchse mit pfrie- 
menförmig bald aufwärts geboge- 
nem, baldaufrecht zurükkgekrümmt 
geschnabeltem Dekkel. 


‘ Bryum heteromallum Linn. Fuscina 


heteromalla Schrank. 


Häufig auf Heideboden unter Wach- 
holderbüschen, besonders in Fichten- 
3. Th. 2. F 


— 


82 03. Klasse. 3. Ordnung. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


1263. D. GLav- 
cum Hedw. 
Graugrünes 
Gabelmoos. 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


wäldern, an Baumstämmen, an Hohl- 
wegen, Wassergräben, auf Anhöhen etc. 
September , Oktober. 4 
Bei günstiger Witterung noch im 
Herbst, hauptsächlich aber im Früh- 
jahr. 


Der Stengel aufrecht, ästig und 
spröde. Die Blätter länglich, et- 
was aufrecht, dicht dachziegelför- 
mig übereinander liegend, hohl, 
rıppenlos, zerbrechlich, graugrün 
oder weisslich. Die schiefe läng- 
lich eyförmige Büchse mit sehr spiz- 
zigem krummgeschnabeltem Dek- 
kel. - 


Bryum glaucum Linn.Fuscina glauca 


Schrank. 


In feuchten undtrokknen Waldgegen- 
den, unfruchtbaren Heidegebüschen , in 
Nadelhölzern auf der Erde, auf sump- 
figen Wiesen etc. 


April, Mai. 4 
Im Herbst. 


Moose. 83 


1264-D.rre- Der Stengel aufrecht und etwas 

xuosumZımm. ... / 3 ae R h 

GebogenesGa- SUB: Die Blätterlinienartig, pfrie- 

belmoos. menförmig, rippenlos, fast einsei- 
tig, mit schlangenförmig geboge- 
nen Fruchtstielen. Die eyähnlich 
walzenförmige, übergebogene Büch- 
se mit pfriemenförmigem, aufrech- 
tem Dekkel. 


Bryum flexuosum Linn. 


Wohnort. In Waldungen auf der Erde, z, B. 
im Gieserwalde. 

"Blüthezeit.. April, Mai. 2% 

Fruchtreife. Im Herbst. 


1ı265.D.varı- Der Stengel fast aufrecht, ein- 
N fach, oben ästig. DieBlätter lan- 
ches Gabel- zettähnlich, pfriemenförmig, die 
Sepei Fruchtstiele stehen zulezt an der 
Seite. Die eyförmige, übergebo- 
gene Büchse mit kegelförmigem, 
geradem, schiefem, geschnabeltem 


Dekkel, 


84 23. Klasse. 3. Ordnung. 


Bryum simplex Linn. Fuscina simplex 
Schrank. 


Wohnort. Auf etwas feuchten Aekkern, Thon- 
boden, überschwemmten mit dünnem 
Grase bewachsenen Pläzzen. 

Blüthezeit, Im Anfange des Herbstes. 4 

Fruchtreiffe. Im Anfange des Frühlings. 


1266 D. cır- Der Stengel aufrecht und ästig. 

RATUM Timm. Y 4 A > 

Rankiges Ga- Die Blätter lanzettformig- gleich- 

belmoos. breit, spizzig, rinnenförmig, ab- 
stehend, vertrokknet zurükkge- 
krümmt. Die länglich -eyförmige, 
aufrechte Büchse mit geschnabel- 
tem Dekkel. 


Mnium ceirratum Linn. Bryum cirra=- 


Lum Hoffm. 


Wohnort. AufMauern, Dächern, an Dämmen, 
Zäunen ,„ in Wäldern. 

Blüthezeit. Im Anfange des Frühlings, 2 

Fruchtreife. April. 


- I) 


Moose. 85 


Knespen/ 
**) Die männlichen Blüthen k#epfförmig in den 
Blattwinkeln, mit der weiblichen Blüthe entwe- 


der auf einer oder verschiedenen Pflanzen. 
ze 


1267. D. puL- Der Stengel aufrecht und ästig. 
vINATUM . 2 a . . Es 

. Die Blätter lanzettähnlich kielför- 
Schreb, 


Polster förmi- mig, weissbehaart, mit anfan.;s et- 


r 
RE aufrechten, zulezt bogenför- 


mig gekrümmten Fruchtstielen. 
Die überhängende eyförmig rund- 
liche Büchse mit kurzem, begrann- 
tem Dekkel. 


Bryum pulvinatum Linn. Fissidens 
pulvinatus Hedw. Leersia pulvinata | 
FWilld ete. 

Wohnort. Häufig auf Felsen, Steinen, Mauern, 
Dächern, hölzernen Wänden etc, 

Blüthezeit. Im Herbste. 

Fruchtreif.e Im Frühling. 

Nuzzen, Dient vorzüglich mit dazu um kahle 
Felsen mit einer Erdenrinde zu über- 
ziehen, und sie zur Erzeugung ande- 
rer Pflanzen geschikt zu machen. 


1268. D. srr- Der einfache niedergebogene Sten- 
OIDES Schreb. 
Knotenmoos- 
artiges Gabel- stil. Die Blätter lanzettförmig, 
n00S. 


gel, trägt an derSpizze den Frucht. 


86 03. Klasse. 3. Ordnung. 


wechselweise, spizzig, zweizeilig, | 
fiederförmig, abstehend. Die auf- 
rechte längliche Büchse mit etwas 
gewölbtem eingekrümmt kegelför- 


migem, schief geschnabeltem Dek- 
kel. 


Hypnum bryoides Linn. Fissidens 
bryoides Hedw. Fuscina bryoides 
Schrank. 


Wohnott. Häufig an finstern schattigen Ortenin 
Waldungen und Obstgärten , auf feuch- 


ter Erde, in Gruben, an Baumwür- 
zeln etc. 


Blüthezeit. Im Frühjahr und Herbst. 2 
Fruchtreife. Im Frühjahr. 


1269.D.raxı- Der Stengel einfach, niederge- 
roLıuMmSchreb b \; ni 30 u? 
Taxblätterj. Pogen, trägtam Grunde den Frucht- 
gesGabelmoos. stiel. Die Blätter lanzettförmig, 
zugespizzt, zweizeilig, hiederförmig, 
abstehend. Die längliche, schiefe 
übergebogene Büchse mit pfriemen- 


förmig geschnabeltem Dekkel. 


ROIDESSchreb. 
Krummästiges 


Moose. 87 


Hypnum taxifolium Linn. Fissidens 
taxifolius Hedw. Fuscina taxifolia 
Schrank. 


Wohnort. Häufig an finstern, etwas feuchten 
| Orten, Wegen, Dämmen, Wiesen, Gär- 
ten, Weinbergen und Waldungen, 


Blüthezeit. Im Herbst. 4 
Fruchtreife. Im Frühling. 


1270.D. scıu- _Derkriechende ästige Stengel mit 
aufrechten , im trokknen Zustande 
Gabelmoos. zurükkgekrümmten Aesten.: Die 
Blätter eylanzettförmig, dicht über- 
einander liegend, haarig, Die läng- 
lich eyförmige Büchse mit kegel- 
förmigem zugespizztem Dekkel, 


Hypnum sciuroides Linn. Fissidens 
sciuroides Hedw. Fuscina scinreides 
Schrank Hypnum canescens, &. hir- 


sutum FFeiss. : 


Wohnort. Häufig auf alten Baumstämmen und 
auf Steinen. 

Blüthezeit, Im Herbst. & 

Fruchtreifee Im Frühling. 


88 23. Klasse. 3. Ordnung. 


CCGELXXXV. TRICHOSTOMUM. 


Borstenmoos, 
1271. T.ranu- Der Stengel liegend mit kurzen ü 
GINOSUM 
Hedw, | 
FWeichhaari- ter linienartig lanzettförmig, an 
ges Borsten- 
Moos. 


fruchtbaren Seitenästen. Die Blät- 


der obern Hälfte fein gezähnelt 
mit blassgrauer Spizze. Die ge- 
rade, eyförmige Büchse mit läng- 
lich kegelförmigem Dekkel. 


Bryum hypnoids & Linn. Bryum 
lanuginosum Hof fm. Trichostomum 
hypnoides FYilld. 


Wohnort. Häufig auf dem grossen nakkenden 
Felsen auf dem Feldberg und auf dem 
Altkühn. 

Blüthezeit. Im Herbst. x 

Fruchtreife.e April — Juni. 


1272. T. ca» Der Stengel aufrecht mit zer- 
NESCE R N 
Ei, streut stehenden Aesten. Die Blät- 


Blassgraues ter gedrängt, lanzettförmig, rip- 
Borstenmoos. ” i m 
penlos, zurükkgekrümmt, verlän- 
gern sich in eine graue gezähnelte 


Spizze. Dielänglich eyrundeBüchse 


Moose. 89 


mit pfriemenförmigem, kegelähn. 
lichem , geradem Dekkel. 


Bryum hypnoides ö Linn. Bryum ca- 
nescens Hof f m. Gymnostomum canes- 
cens Schrank Hypnum canescens, 


pllosum Weiss. 


Wohnort, Fast überall auf dürrem, sandigem, 
steinigem , trokknem, hochliegendem 
Boden in Feldern und Waldungen, 

Blüthezeit. Im Herbst. 4 

Fruchtreife. Im Frühling. 


CCCCLXXXVI. TORTULA. Schrau- 
benmoos, 
*) Mit halbgetrennten Geschlechtern. 


Der Stengel kurz, aufrecht, fast 
1273. T. suBu- , , N 
rara Hedw. einfach. Die Blätter lanzettför- 
‚Pfr iemenför- mig, hohl, kurz zugespizt. Die 
miges Schrau- i ; } 

benmoos. pfriemenförmige, walzenähnliche 
Büchse mit pfriemenförmigem, ke- 
gelähnlichem, geradem oder ge- 


ring eingekrümmtem Dekkel. 


90 . 23. Klasse. 3. Ordnung. 


Bryum subulatum L in n. Mollia subu- y 
lata Schrank. 


Wohnort. Häufig auf feuchter Erde zwischen 
niedrigem, Grase, in Gräben, Fusspfä- 
den, an den Wurzeln der Waldbäume, 
in Felsrizzen, auf Mauern etc, 


Blüthezeit. Februar, März, 4 
Fruchtreife.. Im Sommer. 


**) Mit ganzgetrennten Geschlechtern. 


274. T.mura- Der Stengel sehr kurz, etwas 

Lıs Schreb. x , “ 

MauerSchrau- ästıg. Die Blätter aufrecht, eylan- 

benmoos. zettförmig, sich in ein Haar endi- 
gend, im trokknen Zustande zu- 
sammengedreht. Dieaufrechte, fast 
walzenförmige Büchse mit kegel- 


förmig zugespizztem Dekkel. 


Bryum murale Linn. Barbulamuralis 
NE“ Timm. Mollia muralis Schrank, 
Wohnort,’ Gemein auf Mauern, Dächern, Wän- 
den, Steinen. etc. 


Blüthezeit, Im Sommer. ı 
‘ Fruchtreife. Im Frühjahr, 


Moose, gı 


12758. T.rura- Der Stengel aufrecht und ästig. 

Lıs Schreb. Die Bl; 1 fü 

Feld- Sehrau- € ätter eylanzett örmig, ZU- 

benmoos. rükkgekrümmt, sich in ein Haar. 
endigend.. Die ziemlich gerade 
walzenförmige Biüchse mit schief 
kegelförmigem, langzugespizztem, 
gerade oder nur wenig eingekrümm- 
tem Dekkel. 


Bryum rurale Linn. Barbula ruralis 
Hedw. Mollia ruralis Schrank. 


Wohnort. Gemein auf Dächern, Mauern, Leim» 

wänden, Steinen, Aekkern etc. 
Blüthezeit. ‚Im Winter und Frühling. 4 
Fruchtreife. Im Frühling. 


1276. T. un- Der Stengelaufrecht, etwas ästig. 
GUICULATA 


Behr Die Blätter gleichbreit, lanzettför- 

Be er mig, kielähnlich, steif gespizzt, 

Moos. aufrecht abstehend, im trokknen 
Zustande zusammengedreht. Die 
fast schiefe längliche Büchse mit 
schiefem, kegelförmigem, dikkli- 
chem Dekkel, 


„23 Klasse. 3. Ordnung. 


Bryum unguiculatum Linn. Barbula 
unguiculata Hedw. Mollia unguicu- 
lata Schrank, 


Wohnort. Auf mit Be rend ı Gainse bewachsenem 
Boden im Bruchköblerwald bei Hanau; 
auf Steinen am Wilhelmsbad; aufMau- 

R ern um Giezen. 

Blüthezeit. Juli, August. 4 

Fruchtreife. Im Frühling. 


1277.T.con- Der Stengel aufrecht und ästig, 
Ä Die Blätter lanzettförmig, flach ab- 
Zusammenge- stehend, ım trokknen Zustand ge- 
Fielı Pe ““ wunden, die des Mooskelchs stumpf 
in eine Walze tutenförmig über- 
einander gerollt. Die aufrechte, 
längliche etwas gekrümmte Büchse 
mit langem, pfriemenförmigem , | 


etwas bogenförmigem Dekkel. 


Barbula convoluta Hedw. Mnium se- 
‚taceum Poll. Bryum convolutum 


Hoff m. Hypnum setaceum Weiss. 


Wohnort. Häufig auf Dämmen, Mauern, Stei- 
nen, Ackkern etc, 


Moose. 98 


Blüthezeit. Fast das ganze Jahr durch. 4 
Fruchtreife. Im Frühling wad Herbst. 


CCCCLXXXVIL WEISSIA. Perl- 
moos. 
=) Mit einfach gezähnter Mündung. 
Er 5 Der Stengel ästig. Die Blätter 
Abweichendes lanzettförmig, abstehend, amRan- 
PeTan0oS: de zurükkgerollt. Die längliche, 
gestreifte Büchse mit nezzförmig 
gestreiften Zähnen. Der Dekkel 
ausgebreitet, etwas gewölbt, en- 
digt sich in eine kurze, stumpfe, 
steife Spizze, der Rand der Haube 


etwas gekerbt. 


Bryum striatum 9 Linn. Orthotrichum 
anomalum Hedw. 
Wohnort, Häufig auf Dächern, Mauern, Felsen 
etc. 


Blüthezeit. August — Oktober. 4 
Fruchtreife. April, 


Y% 23. Klasse. 3. Ordnung. 


*+) Mit doppelt reihig gezräbnter Mündung, wo- 
von die innere Reihe ı6 Zähne hat, 


1279.W. sırı- Der Stengel sehr ästig. Dieam 
ATA Schreb. 
Gestreiftes | 
Perlmoos. zettförmig, abstehend, kielförmig, 


Rande zurükkgerollten Blätter lan- 


‚die obersten ausgefressen. Die fast 
stiellose, eyförmige Büchse mit 
kleinem, stumpf zugespizztem Dek- 
kel; der Rand der Haube fast gleich. 


Bryum striatumq Linn. Orthotrichum 
striatum Hedw. 

Wohnort. Sehr häufig auf der Rinde alter Bäu- 
me und Stauden, an Zäunen, hölzer- 
nen Dächern, und Wänden etc, 

Blüthezeit. Im Herbste und Anfange des Früh- 
lings. 4 | 

Fruchtreife. Mai, Juni. 


1280. W.cris-= Der Stengel aufrecht und ästig. 
pa Schreb. N K MAR i 
Krauses Peri. Die Blätter lanzettförmig gleich- 
MOOS. breit, gehäuft, im trokknen Zu- 
stande kraus. Der Fruchtstiel sich 
in die verkehrt eyförmige Büchse 


ausbreitend welche mit einem in 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife, 


ı08ı.F. ur- 
GROMETRICA 
Schreb. 
Hygrometri- 
schesSeilmoos. 


Wohnort. 


Moose. 95 


eine gerade, durchsichtige Spizze 
endigendem Dekkel versehen ist. 


Bryum striatum d Linn. Orthotri- 


chum crispum Hedw. 


Häufig auf Baumstämmen vorzüglich 
von Pinus picea du Roi. 

März, April. pn 

Juni, 1 


CCCCLXXXVIL FUNARIA. Seil- 


moos. 


Der Stengel kurz, fast einfach. 
Die Blätter länglich, hohl, lang- 
zugespizzt, sich gegen einander nei- 
gend. Die Fruchtstiele bogenför- 
mig. Die bimförmige, überhän- 
gende Büchse mit kleinem, rund- 
lichem, stumpfem Dekkel. 


Mnium hygrometricum Linn. Koel- 


reutera hygrometrica Hedw. 


Häufig an beschatteten feuchten Or- 
ten auf der Erde, an Zäunen, Mau- 
ern Eic, 


96 23. Klasse. 3. Ordnung. 


Blüthezeit., 
Fruchtreife, 


Beobachtung. 


ı282.B. an« 
DROGYNUM. 
Hedw. 
Halbgetrenn- 
tes Knoten- 
mOoOoS. 


| Wohnort. 
Blüthezeit, 
Fruchtreife, 


1283. B. Ar- 
GENTEUM 
Hedw. 


Februar, März. 4 

Mai. | 

Die Stielchen zeigen eine hygrometri- 
sche Kraft, 


CCCCLXXXIX. BRYUM. Knoten- 
moos. 

*) Mit männlichen kopfförmigen Blüthen. 

Der Stengel etwas ästig. Die 
Blätter lanzettförmig und abste- 
hend. Die männlichen Blüthe- 
köpfchen rund und nakkend. Die 
längliche, aufrechte Büchse mit 
kegelförmig, langzugespizztem Dek- 
kel. 


Mnium androgynum Linn. 


Häufig in Wäldern auf Baumwurzeln, 
März, April. % 
Mai. 


Der Stengel rund, oben ästig. 
Die Blätter eyförmig, spizzig, hohl, 


Silberfarbiges gegen einander neigend, sich in 


Knotenmoos. 


ein Haar endigend, grünlich weiss. 


Moose, | 97 


Die eyförmige, herabhängen deBiüch- 
se mit gewölbtem, stumpfem Dek- 


kel. 


Dryum argenteum g Linn. Mnium 


argenteum Ho f f m. 


Wohrort. Häufig auf Dächern, Mauern, Fel- 
| sen, Wegen etc. 

Blüthezeit, _ Herbst, 4 

Fruchtreife. Frühlin g- 


r 


1284. B. suLa- Der grüne Stengel walzenförmig, 
CEUM Schrader ar P ee EN 

OPER IR oben ästig. Die Blätter eyförmig, 

Knotenmoos. hohl, stumpflich, ohne Haare, grün. 

lich. Die herabhängende eyförmi- 

ge Büchse mit gewölbtem, mit ei- 

ner kurzen warzigen Spizze verse- 


l henem Dekkel. 


Bryum argenteum @Linn. 


Wohnort. Auf Dächern, Mauern und Balken, 
jedoch selten. 

Blüthezeit. Im Frühling. 2} 

Fruchtreife. Mai, 


3. Th. ®. G 


98 23. Klasse. 3. Ordnung. 


1285. B. ANNno- 


Tınum Hedw. 
IF eidenblüät- 
teriges Kno- 
tenmoosS. 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


Bemerkung. 


1286. B. pA- 
LUSTRE 
Schreb. 
Sumpfknoten- 
mooS. 


Der Stengelaufrecht, etwas ästig, 
oft kleineKnöllchens tragend, Die 
Blätter eylanzettförmig, an -der 
Spizze sägeartig gezähnelt. Die 
verkehrt -eyförmige, herabhängen- 
de Büchse mit_kurzem kegelförmi- 
gem Dekkel. j 


Mnium annotinum Linn. 

Auf überschwemmtem sandigem Bo- 
den, auf Sumpfboden in Wäldern, z.B. 
um Giesen. 

Mai, Juni. & 

Herbst. 

Die Trentepohlia erecta der 
Neuern istdasB. annotinum imun- 
fruchtbaren und knollentragenden Zu- 


stande. 
**, Mit männlichen scheibenartigen Blüthen. 
Der Stengel aufrecht, ästig und 
zweitheilig. Die Blätter lanzett- 
ähnlich pfriemenförmig, kielför- 
mig. Die länglıche schiefe Büchse 
mit kurzem kegelförmigemstump- 


flichem Dekkel. 


A 


2 


Moose. 99 


N Mnium palustre Linn. 


Wohnort. Aufsumpfigem Boden, z.B. im Walde 
bei dem Neuhof ohnweit Hanau; bei 
der Frankfurter grossen Saustiege; um 
den Waldbrunnen bei Giesen, 

 Blüthezeit. Im Frühling. 4 

Fruchtreife.e Im Herbste. 

1287. B. ron- Der Stengel aufrecht, einfach, 

hreb, . ; f 

en mit gleichhochen gehäuften Aesten. 

mooS. Die Blätter lanzettförmig, pfrie- . 
menähnlich, an der Spizze gezäh- 
nelt. Dieeyrundlicheschiefe Büchse 
mit kegelförmigem stumpfspizzigem 
Dekkel. 


Mnium fontanum Linn. 


Wohnort. AufbruchigenWiesen und inSümpfen, 
z. B. in den Sümpfen bei dem Stein- 
heimex Galgen; auf Sumpfwiesen bei 
Falkenstein an dem Reichebach; auf 
feuchten Wiesen bei Oberursel ; beidem 
Waldbrunnen ohnweit Giesen etc, 

Bläthezeit. April, Mai. % 
Fruchtrei Mai, Juni. 


100 23. Klasse, 3. Ordnung. 


1268.B. HOR- Der Stengel aufrecht und ein- 
num Schreb. B Mi | are 
Bauhes Kno- fach. Die Blätter lanzettförmig, 


benmooS. spizzig, am Rande scharf sägear- 
| tig gezähnt. Die walzenförmige 
herabhängende Büchse mit gewölb- 

tem stumpfem Dekkel. 


Mnium hornum Linn, 


Wohnort. An feuchten schattigen Orten, z. B- 
bei dem Wolfsgang bei Hanau auffeuch- 
ten Stellen ; vor dem Feldbrunnen ohn- 
weit Kleinsteinheim; in der Landwehr 


an der Sachsenhäuser Warte etc. 
i 
Blüthezeit. Im Frühling. 4 


Fruchtreife.. Im Sommer. 


ı089.B. carıL- Der Stengel ästig. Die Blätter 
LARE Schreb. ee N £ . y 
Haarförmi- eyförmig, kielartig, endigen sich 


ges Knoten jn ein Haar; die Früchtstiele röth- 
MOOS: 
lich. Die längliche herabhängen- 
de Büchse mit kegelförmigem, kur- 


zem, langzugespizztem Dekkel. 
Mnium capillare Linn. 


Wohnort. Auf Mauernund in sumpfigen Wald- 
‚gegenden, z. B. um Frankfurt, Gie- 
sen etc. 


Moose, -- ı01 


Blüthezeit. Im Frühling. 4 
Fruchtreife. Im Sommer, 


1290. B. cars- Der kurze Stengel ästig. Die 
PITITIUM,. 
Rasenknoten- 


mooS. zugespizt, grünlichgelb; die Frucht- 


Blätter lanzettförmig, borstenartig 


‚stiele unten purpurfarbig, oben gelb. 
Die eyförmige herabhängende Büch- 
se mit gewölbtem, stumpfem Dek- 


kel. 


Wohnort. In gedrängten Rasen, auf Mauern, 
Wällen, der Erde etc. 
Blüthezeit, Im Frühling. 
Fruchtreife. April, Mai. 
1291.B. STEL- Der Stengel aufrecht und etwas 
LARE Aoth. R . N ı 
Sternförmi- Aastig. Die Blätter lanzettförmig, 
ges Knoten. sägeartig gezähnt,durchsichtig punk- 
mQO0S: 
tirt, begrannt oder nur mit einem 
grauen Haare sich endigend. Die 
längliche überhängende Büchse mit 
gewölbtem Dekkel. 


102 05. Klasse. 3. Ordnung, 


Mnium stellare Reich. fl. Moenofr. 


Wohnort. An beschatteten Orten , an Hohlwe- 
gen etc. | 


Blüthezeit. Im Frühling. # 


Fruchtreife. Im Sommer. 


1292. Bermum Der Stengel etwasästig und rost- 
Schreb. 


Zweijähriges 
Knotenmoos. wwechselsweise stehend, an derSpizze 


farben. Die Blätter lanzettförmig, 


etwa® sägeartig gezähnt. Dieher- 
abhängende, birnförmige Büchse 


stumpf. 


Mnium triquetrum 8 Linn. Mnium 
bimum Reich. Hof fm, 


Wohnort. Auf Sumpfwiesen bei Falkenstein; 
auf feuchten Wiesen jenseits des Grun- 
delbachs bei Giesen. 


Blütbezeit. Frühling. % 


Fruchtreife. Sommer, 


1293. B. vseu- Der Stengel etwas getheilt, mit 


DOTRIQUE- aus dem Grunde kommenden Ae- 
TrRUM Schra- ! 
den... sten, Die Blätter eylanzettförmig, 
Unächtdreiek ; 


spizzig, abstehend. Die länglich- 


higes Knoten- 
moos, P 


a en I m 


u 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


1294- B. punc- 
TAaTum Schreb, 
Punktirtes 
Knotenmoos. 


Wohnort. 


- 


Moose. 103 


eyförmige herabhängende Büchse, 
mit halbkugelförmigem, in der 
Mitte mit einer kleinen Spizze ver- 
sehenem Dekkel, 


Mnium pseudotriquetrrum Hedwie. 


Hoff m. 


In Sümpfen und auch an etwas trokk- 
nen Orten, z. B. bei dem Waldbrunn 
ohnweit Giesen wo es schon Dillen 


fanll. 
März, 4 
April. 


Der Stengel einfach. Die Blät- 
ter verkehrt -eyförmig, stumpf 
glatträndig, durchsichtig punktirt. 
Auf der Spizze des Stengels steht 
meistens ı, bisweilen auch 2—5- 
Fruchtstiele.. Die länglich eyför- 
mige herabhängende Büchse mit 


kleinspizzigem Dekkel. 


Mnium serpilli folium punetatumL inn., 
Mnium serpillifolium Hof fm. 
An schattigen mit Gras bewachsenen 


Orten, z. B, im Hangestein, 


104 25. Klasse. 35. Ordnung. 


Blüthezeit. Frühling, 4 


Fruchtreife. Sommer. 


1295.B.cusrı- Der Stengel einfach. Die Blät- 
DATUM Schreb. 
Gespizztes 

"Knotenmoos. artig gezähnt, Ein, bisweilen auch 


ter eylanzettförmig, spizzig, säge- 


© — 3 Fruchtstiele stehen auf der 
Spizze des Stengels. Die eyförmi- 
ge herabhängende Büchse mit ge- 
wölbtem sehr stumpfem Dekkel. 


Mnium serpillifolium euspidatun. 
Linn. .Mnium cuspidatum Hoff. 
Wohnort. An beschatteten feuchten Orten. 


Blüthezeit, März, April. 2. 
Fruchtreife, Mai. 


296.B. ROSE- Die Aeste des Stengels gleich- 
un Schreb. 


Rosenförmi- hoch. Die rosenförmig gehäuften 
ges Knoten- 


Blätter lanzettförmig, spizzig, et- 
MOOS. 0 PD 


‘was gekerbt. Ein, seltener 2 Frucht- | 
stiele, stehen auf der Spizze des 
Stengel. Die eyförmige herab- 
hängende Büchse mit kegelförmi- 
gem kurzem Dekkel. 


Moose. 205 


Mnium serpillifolium proliferum 
Linn. Mnium roseum Hoffm. 
Wohnort. An feuchten beschatteten Orten. 
Blüthezeit. ° Frühling, 4 
Fruchtreife. | Sommer. 


1297.B. unnu« Der Stengel einfach mit gleich- 
ae. lfm: hochen Aesten. Die Blätter läng- 
ges Knoten- _ lich, stumpf, wellenförmig, scharf 
BR gezähnt. Die Fruchtstiele stehen 
gehäuft auf der Spizze des Sten- 
gels. Die eyförmig längliche, her- 
abhängende Büchse mit kegelför- 


migem kurzem stumpfem Dekkel. 


Mnium serpilli folium undulatumLinn. 
Mnium undulatum Hoffm. 


Wohnort. In Obstgärten , an Zäunen, in feuch- 

ten Wäldern etc. | 
Blüthezeit. November, Dezember. 4 
Fruchtreiffe. Frühling, 


***) Mit Zwitterblüthen. 


..1298.B.eyrı- Der Stengel ganz einfach. Die 


a. FIS-. Blätter gleichbreit zerstreut, die 


Birnförmiges des Mooskelches gleichhoch haar- 
 Knotenmoos, 


106 25. Klasse. 3, Ordnung. 


förmig und sehr lang. Die birn- 
förmige herabhängende Büchse mit 


gewölbtem Dekkel. 


Mnium pyriforme Linn. PVebera py- 
riformis Hedw. | 
Wohnort, An steinigen grobsandigen Orten, 
in den Spalten der Felsen und in den 
Zwischenräumen der Mauern. 
Blüthezeit. März, April. 4 
Fruchtreife. Juni, Juli. 


u 


CCCCXC. BARTHRAMIA. Apfel- 
'moos. | 

1299. B. pomi- Der. Siengel aufrecht, oben et- 
FORMISFTedw. 

Gemeines Ap- Was ästig. Die Blätter borstenar- 
Jelmoos. tig lanzettförmig, abstehend, ge- 
zähnelt. Die aufrechte kugeliche 
Büchse mit flachem, sich mit ei- 
ner kaum sichtbaren Warze en- 
digendem Dekkel. 

Bryum pomiforme Linn. Mnium po__ 


miforme Ho if f m. 


Wohnort. An Wegen, beschatteten Orten, auf 
"Felsen und Dämmen. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


ı500.F, ANTI- 
PYRETICA. 
Grosses Ouell- 


INOOS. 


Wohnort, 


Blüthezeit, 


Moose. 107 


März, April. # 
Mai, 


CCCCXCI, FONTINALIS. Quell- 
* moos. 


Der Stengel ästig im Wasser um- 
herschweifend. Die Blätter eylan- 
zettförmig, zusammengefaltet, kiel- 
förmig, dreireihig. Die an der 
Seite hervorkommende Büchse mit 


kegelförmigem sehr stumpfem Dek- 
kel. 


In Teichen, Flüssen und Quellen, 
z. B. in einem Bächlein im Mittelbu- 
cherwald ohnweit Hanau; in dem Bach 
welcher von Somborn nach Niederro- 
denbach fliesst; im Brunnen bei dem 
Sandhof im Walde ohnfern Frankfurt; 
im Brunnen vor Sulzbach; im Hom- 
burger Schlossbrunnen; in Quellwas- 
sern um den Feldberg; in kleinen Grä- 
ben welche nördlich bei Giesen die Wie- 


sen durchschneiden ; im Vogelsberg etc, 


Sommer. % 


108 23. Klasse, 3. Ordnung. 


Fruchtreife, Im Herbst, 
Nuzzen. In nördlichen Ländern bedient man 
sich seiner zum Auslöschen Jdes Feuers. 


CCCCXEIN. HYPNUM. Astmoos. 
®) Mit einfach oder etwasästig gehiedertem Zweige, 
1301.H.'poex- Der Zweig beinahe einfach ge- 
TICVLATUM.  fiedert, trägtam Grunde den Frucht- 
Gezähneltes \ EN k 
AstmoosS. stiel. Die Blätter spızzı5 sichel“ 
förmig, in 2 Reihen dachziegelför- 
mig übereinander liegend. Die 
längliche einwärtsgebogene Büchse 
mit kegelförmigem Dekkel. 


Wohnort, In dichten Rasen, in Wäldern und 
Gebüschen, an feuchten schattigen Or- 
ten; auf Dämmen und am Grunde der 
Baumstämme; z. B. an einer Quelle 
auf dem Schäferberg bei Somborn; bei 
Giesen im Schindangerwald und auf 
feuchten Wiesen. 


Blüthezeit, Juni, 
Fruchtreife. Juli. 


ı802.H, reı- 
QUETRUM. 
Dreiekkiges 
dstmooS. 


‚Wohnort. 


Blü thezeit. 
Fruchtreife, 


1503. H. sr 

TENS Schreb, 

Glänzendes 
d4stmoos. 


Moose. Ä 109 


**. Mit ästig gefiedertem Zweige. 

Die Zweige zerstreut gehedert 
und zurükkgekrümmt. Die Blät- 
ter dreiekkig, abstehend, am Grun- 
de der Länge nach gefaltet. Die 


verkehrt eyförmige, schiefe, ein- 


‚wärtsgebogene Büchse mit stump- 


fem kegelförmigem Dekkel. 


An feuchten Orten, Zäunen, Baum- 
stämmen, in Wäldern, in Hohlwegen 
auf der Erde, z. B. im Poppenwäld-. 
chen und im Wilhelmsbaderwald; am 
Schäferberg bei Somborn ; auf den Frank. 
furter Wällen; bei dem Falkensteiner 
Schloss; in Wäldern um Darmstadtund 
Giesen. 

Oktober, November. 4 

Im Frühling. 

Zum Einpakken zerbrechlicher Waa- 
ren ist es gut zu gebrauchen, 


Die Zweige aufrecht, zerstreut 
gefiedert, die gefiederten Aestchen 
sehr kurz und zusammengedrükt. 
Die Blätter lanzettförmig pfriemen- - 


u 


110 e3 Klasse. 3. Ordnung. 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife, 


1504.H.purum 
Glattes dst- 
mooS. 


artig, angedrükt, gestreiftund glän- 
zend. Die einwärtsgebogeneBüch- 
se mit kurzem kegelförmigem spiz- 
zigem Dekkel. 


Auf Sumpfwiesen neben dem Philo- 
sophen Wäldchen und jenseits dem 
Grundelbach bei Giesen. 


Im Frühling. 

Mai. 

Die Zweige anfrecht, zerstreut 
gehiedert und rund. Die Blätter 


eyförmig, spizzig, hohl, aneinan- 
der schliessend. Die Fruchtstiele 


‘mit den Zweigen gleichlang oder 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife, 


auch kürzer. Die längliche ein- 
wärtsgebogene Büchse mit pfrie- 
menförmigem Dekkel. 


Auf Wiesen, Triften, in Wäldern 
und überhaupt an feuchten Orten. 


September, Oktober. 2, 
Im Frühling. 


Moose. 113 


1805. H. con- Die purpurfarbigen Zweige auf- 


PRESSUM 

Schreb. non echt, flach gehiedert, zusammen- 
Linn. gedrükt, an der Spizze schmäler. 
Zusammenge- 


drükktes dst- Die Blätter eylanzettförmig, dach- 

Brise ziegelförmig übereinander liegend. 
Die einwärtsgebogene Büchse mit 
kegelförmigem stumpflichem Dek- 
kel. 


Wohnort, An grasigen Orten in unsern Wäl- 


' 


dern. 


Blüthezeit.e Im Herbst. 
Fruchtreife. Im Frühling. 


ı506.H.cuspı- Die Zweige fast aufrecht, ästig 


apiiter gefiedert, rund, mit langer, stei- 
dstmoos. fer Spizze. Die Blätter eylanzett- 
förmig, steifzugespizzt. Die Frucht- 
stiele längerals Stengel und Zweige. 

Die schiefe eyförmig längliche ein- 
wärtsgebogene Büchse mit kurzen:, 
kegelförmigem stumpfem Dekkel. 

Wohnort. Auf feuchten Wiesen und in mitMoos 


bewachsenen Sümpfen. 


112 05. Klasse. 3. Ordnung. 


. Blüthezeit. April, Mai. x 
Fruchtreife. Mai. Juni. 


1507. H. aBIE- Die Zweige niederliegend, ästig 

Fk Ast. gehedert, im trokknen Zustande 

m00S. fadenförmig. Die Blätter langzu- 
gespizzt herzförmig, abstehend, 
im trokknen Zustande anliegend. 
Die überhängende Büchse mit ke- 
gelförmigem kleinspizzigem Dek- 
kel. | 


Wohnort. Auf Mauern, Steinen, in Laub- und 
Nadelholzwäldern, 


Blüthezeit. Frühling. 4 
Fruchtreife., Im Sommer. 


1508. H. pro- Die runden Zweige an der Spizze 
LIFERUM. _ 
Sprossendes 
Astmoos. ohne Glanz, Die Blätter herz- 


sprossend, dreifach gefiedert und 


ähnlich . pfriemenförmig, dreirip- 
pig, glatträndig. Der Mooskelch 
eyförmig. Die schiefe einwärts- 
gebogene Büchse mit kegelförmi- 
gem, gsschnabeltem, auf oder ab- 


Wohnort. 


Blüthezeit. 


Fruchtreife, 


Nuzzen., 


1509. H. pA- 
RIETINUM. 
FF and - Ast- 
MOOS. 


Moose 115 
v 


wärts gekrümmter Spizze versehe- 
nem Dekkel. 


Hypnum parietinum Reich. fl. Moen 
Francof. 


Auf der Erde in feuchten schattigen 
Wäldern, 


Im Frühling, jedoch selten. 21 

Mai. 

In Schweden gebraucht man dieses 
Moos, um die Wände bei den hölzer- 


nen Gebäuden damit auszufüttern und 
dichter zu machen. 


Die zusammengedrükkten Zweige 
auf dem Rükken Sprossen treibend, 
dreifach gefiedert und glänzend. 
DieBlättereyförmig, spizzig, glatt- 


‚zändig. Der Mooskelch länglich 


kegelförmig. Die einwärstgebogene 
Büchse mit länglichem, einer fei- 
nen etwas eingekrümmten Spizze 


versehenem Dekkel. 


3. Th. 2. H 


114 £ 


Wohnort. 
Blüthezeit. 
Fruchtreife. 
Nuzzen. 


1310. H. prAE= 
LONGUM. 
Sehr langes 
Adstmoos: 


| Wohnort, 


Blüthezeit, 
Fruchtreife, 


ı1511.H. crıs= 
TA CASTREN- 
sis. 
Federbusch- 
Astmoos. 


3. Klasse. 3. Ordnung. 


Hypnum proliferum Reich. fl. Moen, 
Francof. No. 768. 
Häufig in Wäldern auf der Erde. 
Im Frühling, 2 
Mai. 
Wie bei der vorhergehenden Art. 


Die Zweige niederliegend, fast 
zweimal gefiedert, laufen an der 
Spizze etwas sprossend aus. Die 
Blätter eylanzettförmig , sägeartig 
gezähnt, lokker und abstehend. 
Die einwärtsgebogene Büchse mit 
langgeschnabeltem Dekkel. 


In feuchten Wäldern an Baumstäm- 
men. 

Im ‚Frühling. 4 

April, Mai. 


***) Die Blätter entweder nach einer Seite ge- 
richtet oder zurükkgeschlagen, 


Die Zweige gefiedert, mit dachzie- 
gelförmig liegenden,an derSpizze zu- 
rükkgerollten Fiederblättchen. Die 
einseitigen Blätter sichelförmig. Die 


Moose, 113 


schiefe etwas einwärtsgebogene 
Büchse mit kegelförmigem, einer 
kleinen Spizze verschenem Dek- 


kel, 

Wohnort. Häufig an feuchten Pläzzen in Wäl- 
dern. 

Blüthezeit. Oktober, November und auch im 


Frühling. % 
Fruchtreifee Frühling und Sommer, 


ı15ı2.H. rıLı- Die Zweige aufrecht, gefiedert 
Seren LIPEN und einfach. Die einseitigen Blät- 
ches dstm00S. ter sichelförmig und gestreift. Die 
| eingekrümmte, einwärtsgebogene 
Büchse mit kegelförmigem kurzem 


stumpfem Dekkel. 


Wohnort. Häufig an feuchten grasigen Orten in 
unsern Wäldern. 

Blüthezeit. April, Mai. % 

Fruchtreiffe. Mai, Juni. 


ı315.H. mor- Der Stengel niedergestrekt, ge- 
‚Luscum Hedw. 
Zartes dst- 


1005» sten gegen das Ende mehr gedrängt 
| Ha 


fiedert, gekrümmt, nebst den Ae- 


116 25. Klasse. 3. Ordnung. 


stehend. Die Blätter eylanzettför- 
mig, rippenlos, an der Spizze ab- 
wärts gekrümmt. Die einwärtsge- 
bogene Büchsemit kegelförmigem» 
einer kleinen Spizze versehenem 
Dekkel. 


Hypnum eompressum Linn.? 
Wohnort. An Baumstämmen und unter Gesträu- 
chen an feuchten Orten, z. B. im Schif- 
fenbergerwalde, 


Blüthezeit. Im Winter und. Frühling. 4 
Fruchtreife. Ausgang des Frühlings. 


1514. H.apune Der Stengel aufrecht, ästig ge- 
fa ‚förmi- fiedert, mit abstehenden an der 
ges dstmo0S. Spizze zurükkgekrümmten Aesten. 
Die Blätter von welchen die obern 
einseitig, sind lanzettförmig, lang- 
zugespizt und mit Rippen verse- 
hen. Die mehr oder weniger 
schiefe, einwärtsgebogene Büchse 
mit spizzig gewölbtem, ım trokk- 
nen Zustande mit einer kleinen 


Spizze versehenem Dekkel. 


Moose. 117 


Wohnort. In sumpfigen Gegenden, z. B. in ei- 
nem Sumpf bei Somborn, 


Blüthezeit. April. 4 
Fruchtreiffe, Mai, Juni. 


1315. H. cu- Der Stengel, nebst den ziemlich . 


PRESSIFORME, . 5 a 

E einfachen , an der Spizze zurükk- 
ypressenar- 

tiges Astmoos. gekrümmten, herumschweifenden 


Aesten, zur Erde niedergestrekt. 
Die Blätter eyförmig langzugespizt, 
einwärts gekrümmt, einseitig, rip- 
penlos.. Die schiefe, etwas ein- 
wärtsgebogene Büchse mit kegel- 
förmig langzugespizztem, im trokk- 
nen Zustande feinspizzigem Dek- 
kel. 

Wohnort, Auf Felsen, der Erde, und haupt- 
sächlich in Wäldern auf Baumstämmen 
und Aesten. 

Blüthezeit. Im Frühling. 4 

Fruchtreiffe. Mai. 


1316.H.ruco- Der Stengel nebst den zerstreut 


SUM. e A 
Runzeliges gellederten, an der Spizze zurükk- 


dstmoos. gekrümmten, oben verdikkten Ae- 


118 23. Klasse. 3. Ordnung. 


sten, etwas aufrecht. Die Blätter 
lanzettförmig, pfriemenähnlich, mit 
'erhabenen sich gegen die Spizze 
zu verlierenden Rippen, am Grun- 
de zurükkgekrümmt, einseitig, quer 
runzelig, oben fein sägeartig ge- 
zähnt. Die etwas einwärtsgebogene 
Büchse mit langzugespizztem Dek- 
kel. 


Wohnort. In gebirgigen Wäldern, z.B. vom 
Wilhelmsbad nach der Hartig hin; auf 
der Haard bei Giesen. 


Blüthezeit, Im Frühliug. 4 
Fruchtreife. Mai. 


1517.H.squar- Der Stengel niedergestrekt, aus- 

ROSUM, 

Sparriges dst- breitend; die Aeste etwas aufrecht, 

ee umherschweifend, an der Spizze 
zurükkgeschlagen. DieBlätter ey- 
lanzettförmig, pfriemenähnlich, zu- 
sammengefaltet und zurükkgeschla- 
gen. Die schiefe etwas einwärts- 
gebogene Büchse mit sehr kurz ke- 


gelförmigem stumpflichem Dekkel, 


Moose. 119 


Wohnort. In etwas feuchten Waldgegenden, 
Obstgärten und Wiesen, 


Blüthezeit. Im Herbst. & 
Fruchtreife, Im Frühling. 


*+*4) Die Blätter gerade ; die Zweige baum» oder 
buschförmig, 


1318, H. Ann Der Stengel kriechend, mit auf- 
PECURUM. 


‚Fuchs- rechtstehenden Aesten und busch- 
7 71 ze - E 4 R j 
523 ka förmigen , gleichhochen, etwas ge- 


mooS, 
theilten Aestchen. Die Blätter ey- 
lanzettförmig. Die etwas überhän- 
gende Büchse mitsehr langgeschna- 
beltem Dekkel. 
Wohnort. In feuchten Wäldern an Baumstäm- 


men, z. B. sparsam in der Bulau bei 
Hanau; bei Giesen auf nassen Wiesen 
bei dem Fürstenbrunnen und im Schif« 
fenberger Walde, 


Blüthezeit. » Im Herbst. 4 
Fruchtreife. Im Frühling. 


1519. H.umvo- Der Stengel kriechend, mit auf- 
surum Schr. L RER 

Mäuse= rechtstehenden buschförmigen Ae- 
Schweuz- 4st- sten und schmäleren zurükkge«- 
nooS. 


120 03. Klasse. 3. Ordnung. 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife, 


ı320.H. seR« 
PENS, 
Kriechendes 
Astmoos. 


krümmten Aestchen. Die Blätter 
eylanzettförmig, hohl und rippen- 
los, die an den Aesten dreiekkig 
herzförmig. Die längliche etwas 
einwärtsgebogene Büchse mit kür- 


zerem, kegelförmigem, stumpfem 


Dekkel. 


Hypnum myosuroides Linn, 


Häufig in den Wäldern aufden Stäm« 
men und Wurzeln der Bäume, 

April, Mai, 

Mai, Juni. 


“e#*) Die Blätter gerade; die Zweige herum. 
schweifend oder verwikkelt. 


Der Stengel kriechend, mit auf- 
rechten, fadenförmigen, etwas ästi- 
gen Zweigen. Die Blätter eyför- 
mig langzugespizt, entferntstehend, 
rıppenlos und abstehend. Dieläng- 
liche, etwas einwärtsgebogene, am 
Grunde schmälere Büchse mit spiz- 
zigem gewölbtem Dekkel, 


Moose, 121 


Wohnort. °' An beschatteten feuchten Orten, Stei- 
nen, Baumstämmen und auf feuchter 
Erde. 

Blüthezeit. Im Frühling. 2 

Fruchtreife, Mai bis Herbst. 


ER Der Stengel etwas niederliegend, 
um Neck. i - i \ 
Zweifelhaf. mit dicht aneinanderstehenden, fa-_ 


tes g5tmoos. denförmigen, etwas aufrechten, um- 
herschweifenden, etwas gefieder- 
ten Aesten. Die Blätter lanzett- 

- Förmig, spizzig, aufrecht abstehend. 
Dielängliche eingekrümmte Büchse 
mit kurzem spizzkegelförmigem 
Dekkel. 


Wohnort. Auf Sumpfwiesen jenseits des Grun- 
| delbachs bei Giesen, 

Blüthezeit. April, # 

Fruchtreife. Juni. 


ı322.H. verv» Der Stengel kriechend, mit ge- 

TINUM. RR 

Fe TE drängtstehenden aufrechten Aesten. 

ges Astmoos. Die Blätter eylanzettförmig, ge- 
zähnelt, dachziegelförmig überein- 


ander liegend und abstehend; die 


122 23. Klasse. 3, Ordnung. 


Wohnort. 


Bl üthezeit. 
Fruchtreife. 


19225. H. rLu- 
MOSUM. 
JTederiges dst- 
n1008. 


Wohnort. 


innern des Mooskelches mit Haa- 
ren besezt. Die Fruchtstiele mit 
kleinen Erhabenheiten. Die ein- 
wärtsgebogene eyförmige bauchige 
Büchse mit kegelförmigem kurzem 
Dekkel. 


An beschatteten Orten auf Baumstäm- 
men, alten Mauern und auch auf der 
Erde. 

September, Oktober- 

Im Frühling. 


Der Stengel kriechend mit kur- 
zen, gefiederten, etwas aufrech- 
ten gedrängtstehenden Aesten. Die 
Blätter dachziegelförmig überein- 
ander, lanzettförmig herzähnlich 
und pfriemenartig. Die Frucht- 
stiele ohne Erhabenheiten. Dieey- 
förmig längliche, etwas schiefe, ein- 
wärtsgebogene Büchse mit kegel- 
förmigem kurzem Dekkel. 


In Wäldern an Baumstämmen und auf 
Felsen und Steinen, z. B. um Giesen. 


Moose, 123 


Blüthezeit, Herbst und Winter. & 
Fruchtreife. Im Frühling. 


ı924.H.ruta- Der Stengel niederliegend und 
BULUM. \ i A R 
Hakkenförmi- umherschweifend mitaufsteigenden, 
ges dstm00s. etwas aufrechten, gekrümmten fast 
ba einfachen Aesten. Die Blätter ey- 
formig langzugespizt, abstehend 
und mit Rippen. Die Früchtstiele 
mit kleinen weichen Spizzen, Die 
eyförmig längliche, schiefe, etwas 
‘ einwärtsgebogene Büchse mit ke- 
gelförmigem kurzem Dekkel. 


Wohnort. Häufg in Wäldern und Zäunen auf 
Stämmen und Wurzeln, 


Blüthezeit. Im Frühling. pl 
Fruchtreife, Mai. 


1525.H. ı.e- Der Stengel sammt den umher- 
CEBRUM, 
Schönes Adst- 
21008. und stumpf. Die Blätter dachzie- 


schweifenden Aesten etwas aufrecht 


gelförmig übereinander, löffelför- 
2 mig, stumpf, endigen sich mit ei- 
ner kurzen steifen Spizze: Dieey- 
förmige schiefe etwas einwärtisge- 


124 25. Klasse. 5. Ordnung. 


bogene Büchse mit pfriemenförmi- 
gem Dekkel. 


Wohnort. Auf Triften, Wiesen und in Wäl 
dern, z.B. im Bruchköbler Hägewald 
bei Hanau und im Schiffenberger Walde 
bei Giesen. 


Blüthezeit. Im Frühling. 4, 
Fruchtreiffee Anfangs Sommers. 


ı506.H. rıra- Der Stengel gestrekt und viel- 


RIUM. \aye . 
Ren 'dst- theilig, mit wurzelschlagenden Ae- 
moos. sten. Die Blätter spizzeyförmig, 


glatträndig und flach ausgebreitet. 
‚Die eyförmiglängliche, schiefe, et- 
was einwärtsgebogene Büchse mit 
länglichem, gewölbtem, spizzigem 


Dekkel, 


Wohnort. Bei dem Feldbrunnen ohnweit Klein- 
steinheim; in dem Kalten - und Reichen- 
bach im Homburger Gebirge. Es liebt 
vorzüglich reines Quellwasser. 


Blüthezeit. Zu allen Jahreszeiten, vorzüglich aber 
im Sommer. 4 


! 


Fruchtreife, Zu allen Jahreszeiten, 


Moose, N 


1327.H. rLur- Der Stengel zart, lang und ästig. 
"TANS. 


Schwimmen- Wie Blätterlänglich, lanzettförmig 


o’ 
des Astmoos. langzugespizzt, etwas entfernt und 


abstehend. Die längliche, schiefe, 


; einwärtsgebogene Büchse mit ge- 
x wölbtem spizzigem Dekkel. 
Wohnort. In reinem stebendem Wasser , haupt- 


sächlich in Teichen, z. B. in Wiesen- 


Gräbchen um Giesen. 


Blüthezeit. Im Frühling. x 
Fruchtreife. Im Sommer. 


ı328.H. uer- Die Stengel kriechend, ästigund 
pıum Dich. 

Mittleres dst- 
MOOS» förmig, spizzig, fasteinseitig, dach- 


gehäuft. Die Blätter breitlanzett- 


ziegelförmig übereinander liegend 
und abstehend. Die aufrechte, sel- 
tener schiefe Büchse mit kurzem 


kegelförmigem Dekkel. 


Wohnort. An Bäumen, z. B. um Giesen wo es 
Dillen fand. 

Blüthezeit. Im Anfange des Frühlings. 4 

Fruchtreife,. Im Anfange des Sommers. 


126 25. Klasse. 3. Ordnung. 


1529. L. TRI« 
CHOMANOIDES 
Hedw. 
Schuppen: 
Farrnähnk- 
ches Strauch- 
MOOS. 


Wobnort. 
Blüthezeit, 


Fruchtreife, 


1530. L. com» 
PLANATA. 
Hedw, 
Fiaches 
Strauchmvos. 


CCCCXCHL LESKIA. Strauchmoos. 


Der niedergedrükte Stengel flach 
ausgebreitet mit stumpfen, kurzen 
Aestchen. Die Blätter zweireihig, 
dachziegelförmig übereinander lie- 
gend, stumpf, fein gekerbt; dery- 
förmig längliche Mooskelch der 
weiblichen Blüthen mit lanzettför- 
migen, stumpflichen, aufrecht ab- 
stehenden Blättchen, Die kaum et- 
was schiefe aufrechte Büchse mit 
kegelartig geschnabeltem Dekkel; 
der Schnabel pfriemenförmig und 


etwas schief. 


4 


Hypnum trichomanoides Schreb. 
Häufig in Wäldern an Baumstämmen. 
Februar. März. 4 
April. - 


Der Stengel niedergedrükt, flach 
und ausgebreitet ; die Aestchen ver- 
dünnen sich und werden am Ende 
fadenförmig. Die Blätter zwei- 


reihig, dachziegelförmig übereinan- 


Moose. 127 


der liegend, feinzugespizt und glatt- 
rändıg. Der weibliche Mooskelch 
dünne, hohl kegelförmig mitläng- 
lich zugespizten und zusammenge- 
rollten Biättchen. Die kaum schiefe 
Büchse mit geschnabeltem Dekkel, 
der Schnabel dikk, stumpf, auf 


oder abwärts gekrümmt. 


Hypnumcomplanatum Linn. 


Wohnort. Häufig auf Baumstämmen in unsern 
Wäldern. 


Blüthezeit. März. 4 
Fruchtreife. April. 


1551.L. ser- Der Stengel kriechend mit auf- 
cEA_Hedw. 
Seidenartiges 


Strauchmoos. gen. Die Blätter dachziegelförmig 


steigenden, dichten ästigen Zwei- 


übereinanderliegend, langzugespizt, 
lanzettförmig, dreirippig. Die 
Fruchtstiele mit Erhabenheiten be- 
sezt. Dieaufrechte eyförmig läng- 


liche Büchse mit kegelförmigem 
Dekkel. 


ı28 25. Klasse. 3. Ordnung. 


Zypnum sericeum Linn. 
Wohnort. Auf Baumstämmen hauptsächlich der 
Weiden, auf Steinen und Mauern. 


. Blüthezeit, September , Oktober. ı 
Fruchtreife. Im Frühlin g- 


1ı592.L. poLy-_ DerStengel kriechend, sehr ästig 

ANTHA Hedw. ; ui e. 

Fielblüthiges und vielblüthig, mit kurzen auf- 

Strauchmoos. rechten Aesten. Die Blätter zuge- 
spizt eyförmig und rippenlos. Die 
eyförmig längliche aufrechte Büchse 


mit kegelförmigem Dekkel. 


Hypnum polyanthos Sehreb. 


Wohnort. Auf alten Baumstämmen vorzüglich 
von Weiden z. B. im Hangestein. 


Blüthezeit. Im Frühling — Herbst. 
Fruchtreife.. Juni — Herbst. 


CCCCXCIV. NECKERA. Ting- 


moos. 


1553. N. cnıs-e Der Stengel etwas aufrecht, ästig 
pa Hedw, 


Krauses Ting- 
mooS. dachziegelförmig übereinander lıe- 


und flach. Die Blätter zweizeilig, 


gend, länglich, spizzig, quer ge- 


Moose.» 7 ‚Da 2ög 
faltet! Die eyförmiglängliche, et- 
was aufrechte Büchse mit geschna, 
. beltem Dekkel.. ci 


Hypnum Ani Linn. 
Wohnort, Auf den Steinen und F elsen im Han-+ 
, - 43. BVG 
andre 
Blüthezeit, Im Elerbäkk as | 
Fruchtreiffe. Im Frühling. 


1554. N.:ren- Der Stengel niederliegend,!ästig 
naTa Hedw. 
Federartiges 2 So 
Tingmoos. ' Janzettförmig, selten langzügespizt, 


und flach. „Die Blätter zweizeilig, 


quer wellenförmig. Die eyför- 
mige, inden Mooskelch eingefügte 
Büchse mit . gewölbtem ‚kurzem 
Schnabel des Dekkels, 


Fontinalis pennata Linn. 
Wohnort. Auf Baumrinden, z. B. in der Bulau 
bei Hanau, aber selten. . 


Blüthezeit. Herbst, Winter. 4 
Fruchtreife. Frühling. 


3;: Th, De .J 


130 23. Klasse,“ 3. Ordnung. 


1535. N. vırı= =‘ Der Stengel kriechend und aus 
CULOSA Hedw, 
Rebartiges' 

Tingmoos. was aufrechten, im trokknen Zu- 


gebreitet, mit‘ aufsteigenden, et- 


....„ stande zurükkgedrehten Aesten. 
Die Blätter länglich, langzugespizt 
m ndabstehend. Die aufrechte läng- 
" liche Büchse mit ori ©. 
Dekkel. | 
E viticulosum Lin n. 
Wöohheng ‘Häufig in Wäldern auf Baumstäm-' 
ost vs ıımen und Jauch auf Felsen. 
Blüthezeit,. ..", November, Dezember: 4 ir 
Fruchtreife, Im Frühling. 


x 


1936.N. DEN .',Der Stengel kriechend mit auf- 

DROIDES Timm 

Baumföhn rechten Assten;5 die Aestohen bü- 

ges Tingmoos. gchelförmig; stehend, gleichhoch 
und fast einfach. Die Blätter ey- 
_ lanzettförmig und dreirippig. Die 
aufrechte eyförmige Büchse mit 


kegelförmigem schiefem Dekkel. 


 Hypnum dendroides 22 7 n. Ki 
Wohnort, In Wäldern, z. B. bei Hanaui im ‚Briich- 
köblerwald; im Wald bei dem Frank- 
j £urter Forsthaus. | 


Mooses:-;') Ra 131 


.„Blüthezeit. . Im Herbst. 
Fruchtreife, Im Frühling. 


1557. N. cur- Der Stengel niederliegend, mit 
TIPENDULA . ER . 
He aufsteigenden, ästigen, ausgebrei- 
Kurzitieliges‘ teten Zweigen.‘ ‚Die Blätter ey- 
Zingmoos. a | en 
ERRERRMSO förmig, langzugespizt, abstehend. 
” © "Der weiblicheMooskelch sehr lang. 
T7 Die eyförmig längliche, herabhän- 
gende, zulezt aufrechte Büchse mit 
| kegelförmigem 5 pfriemenartigem 


Aypnum' curtipendulum 2 ınn. 
Wohnort. In Wäldern auf Baumstämmen, au: 
Re nes, auf dem Gebirge bei Alzenau, umFrank- 
1; u furt und um Giesen, 
Blüthezeit. Im Frühling. % 
? Prachtreite. Anfangs Sommers, 


 CCCCXCV. BUXBAUMIA. Schorf- 
ne MOOS; | 
1ı558.B.arHrt-‘ Ohne Blätter mit verlängertem 
er höher Fruchtstiel. Die purpurfarbige'Büch- 
Schor fmoos. : se: auf der einen Seite eingedrükt 
| ia 


132 03. Klasse: 3, Ordnung. 
und gerändet, auf der andern ge- 
wölbt und bauchig, mit kegelför- 
migem, sturnpfem, kurzem Dekkel. 


Wohnort. . :. Auf Sandboden in waldigen Gegen- 
in, z. B, auf Sandhügeln von Hanau 
aus rechst dem Rückinger Geleitshaus 
| gegenüber ;auf dem Farrnwiesenberg bei 
Oberrodenbach, auch an dem Bächlein 
welches von dem Sombornenberg nach 
"Oberrodenbach fliesst; im Hochweiseler 
Wald am Hausberge, wo es auch schon 
Fabricius fand, 


Blüthezeit. Dezember, Jänner. 4 
Fruchtreife.e April. 


IIOHAG 


1559. B. FoLı- Die gelbgrüne, faststiellose, mit 
Biker äle Blättern umgebene Büchse oben 
Schorfmeos. etwas schmäler, unten ‚mehr bau- 
chig, hat einen kurzen, ‚kegelför- 
migen, stumpflichen Dekkel. 


v 


Phascum Hallerianum Poll. FYebera 
Diphyseium Ehrh,, ‘ 
‚Wohnort: ‚In Waldgegenden auf fetter, ‚mit dün- 

nem. Grase bewachsener .Erde, z.B. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


1340. P.com- 
MUNE. 
Gemeines 
Haarmoos; 
Goldner FFi- 
.dertlion. 


17 


 Moose.::'-; Fa 135. 


auf dem Fatrnwiesenberg bei Oberro- 
denbach, auch an dem Bächlein wel- 
ches von dem Sombornerberg nach 
Oberrodenbach fliesst, zugleich mit vo- 
siger Art; an dem Goldbach zwischen 
der grossen Försterwiese bei Neuysen- 


burg und der Chausöe; im Walde bei 


dem Frankfurter Forsthaus. 
August, September. 2% 
Im Frühling. 


CCCCXCVI. POLYTRICHUM, 
Haarmoos. 


*, Mit einem Ansazz an der Büchse, 


Der Stengel einfach und getheilt, 


Die Blätter umfassend, gleichbreit 


lanzettförmig, langzugespizt, säge- 
artig gezähnelt, im trokknen Zu- 
stande kraus. Die längliche vier- 
ekkige Büchse mit einem aus ei- 
nem ziemlich flachen Grunde sich 
in eine feine Spizze verlängern- 
den Dekkel und einer abwärts- 
haarigen, am Grunde in mehrere 
Abschnitte gespaltenen Müzze. 


13% ' 23. Klasse. 5. Ordnung. 


Wohnort, 


' Polytrichum 'yuccae Folium Ehrh. 


In feuchten Wäldern und Heidege- 
büschen, z. B. im Bruchköbler Wald 


bei Hanau; an sumpfigen Orten bei 


 Oberrodenbach ; am Sumpfbei Somborn ; 


Blüthezeit.. 


Fruchtreife. 


Nuzzen. 


häufig in den Wäldern um Frankfurt; 
JRrmatad Giesen etc. 


November — Februar. 2. 

Mai, Juni. za 

Aus diesem Moos werden in England 
und Holland Besen und Bürsten und 
in Westgothland ÖOfenwische von den 
Bäkkern verfertiget. Die Bären berei- 
ten sich aus ihm das Winterlager und 
die herumirrenden Lappländer ihre Bet- 


‘ ten und Matrazzen. In Kamtschatka 


werden nach Steller aus ihm Dachte 
für die steinernen Lampen bereitet, Von 
den Landleuten wird es noch manch- 
malin Viehkrankheiten gebraucht, sonst 
ist es aber nicht mehr gebräuchlich. 
An einigen Orten wie z.B. in Bohus 
in Norwegen gebraucht man es auch 
zu Hexel für Pferde. 


1541. P. sunı« 
PERINUM 
ZFilld. 

ZA achholders 
blätteriges 
Haarmoos. 


Wohnort. 


Blüthezeit. 


Fruchtreife,. 


- -Nuzzen., 


} 
1542.P. pıLı- 
FEruMmSchreb, 
Houarblätteri- 


Moose. 1 OR 135 | 


Der Stengel einfach oder etwas 
ästig. Die Blätter stiellos, gleich- 
breit lanzettförmig, steifgespizt, 
straff, glatträndig, im trokknen Zu- 
stande angedrükt und aufrecht. Die 
längliche, vierekkige Büchse mit 
einem aus einem ziemlich flachen 
Grunde in’ eine etwas eingekrümmte 
steife Spizze sich verlängerenden 
Dekkel und einer abwärtshaarigen 
Müzze. a bi 


Polytrichum commune ß Linn. 
An trokknen Waldpläzzen und Trif- : 
ten, z.B. auf sandigem Boden im Bruch- 
köbler Hägewald ; ; in Wäldern um Frank- 
furt, Offenbach, Darmstadt, Giesen etc, 

November — Februar. x 

j 

Juni, Juli. 
- Wie bei P. commune. 


Der Stengel meistens kleiner als 


bei den vorhergehenden Artenund 


ges Haarmoos. einfach. Die Blätter stiellos, ge- 


häuft, gleichbreit, straff, glatträn- 


f ö % 
- 


136 23. Klasse. 3. Ordnung. 


dig, dikklich, an der Spizze haa- 
„nrig, im trokknen Zustande zusam- 
mengerolit. Die längliche vierek- 
kige Büchse mit einem aus einer 
ziemlich flachen Grundfläche, in 
eine kurze, stumpfe, gerade Spizze 
übergehenden Dekkel und einer 
‚abwärts haarigen Müzze. | 


Polytriehum commune X Linn. 


- Wohnort. Meistens auf trokknen Heiden und 


in ‚trokknen Wäldern, z. B. auf der 

Heide bei dem Lehrhof dhnweit Hanaus 

im Bruchköbler Hägewald; bei dem 

Steinheimer Galgen; im Niederröther 

 Wäldchen; um Darmstadt, Giesen etc. 
‚Blüthezeit, Winter und Frühling. 2 

Fruchtreife Im Sommer. ’ 


*, Ohne Ansazz Au der Büchse, 
‚1345. P. unnT- | Der Stengel ästige Die Blätter 
ee dachziegelförmig übereinander lie- 
Haarmoos, gend, lanzettförmig, langzugespizt, 
straff, sägeartig gezähnelt, ange- 
drükt. Die Fruchtstiele meistens 


r” 


Moose. 3 ı 37 $ 


‚zur Seite hervorkommend, oben 
\ gebogen und zusammengedreht. Die 

walzenförmige, aufrechte, zulezt 

schiefe Büchse' mit steifspizzigem 

etwas eingekrimmtem Dekkel und 
. ‚abwärts haariger Müzze. 


4 


Wohnort, Auf Heiden, z. B. häufig um den . 
- Wilhelmsbader Schiessplazz. 
. Blüthezeit. ,. Im Frühling. 2 
Fruchtreife. Anfangs Sommers, 


ug P.nanum Der Stengel ganz einfach. Die 
el 
he - Haar. Blätter lanzettförmig, hohl, stumpf- 


moos. lich, an der Spizze gezähnelt. Die 
halbkugelförmige einwärtsgebogene 
‚Büchse mit hohlem dünnschnabe- 
lichem Dekkel und rükkwärtshaa- 


riger Müzze, 


Mnium polytrichoides & Linn. Poly- 
trichum ericoides Hof fm. 


Wohnort., Auf Heiden, in Hohlwegen, Gräben 
und auf Felsen, z. B. im Bruchköbler 
Hägewald; am Wilhelmsbal; bei den 
Rükkinger Schlägen ; am Fuse des Schä- 


% 


138 23. Klasse. 8. Ordnung. 


ferbergs; bei dem Steinheimer Galgen; 
in dem Niederröther Wäldchen; bei 
Darmstadt, Giesen etc. 

Blüthezeit. November — März. 

Fruchtreife, _ Mai, 


1345.P. aLot- Der Stengel sehr klein und ganz 
a ‚einfach. _ Die Blätter gleichbreit 
ges Haarmo0s. Janzettförmig, zusammengebogen, 
stumpflich, straff, an der Spizze 
gezähnelt. Diewalzenförmige, auf- 
rechte, zulezt etwas schiefe Büchse 
mit kegelförmigem kleinschnabeli- 
chem Dekkel und abwärtshaariger. 


Müzze. ’ + 
Mnium polytrichoides ß Linn. 
Wohnort. Auf thonigem beschattetern Boden, 
hauptsächlich an Hohlwegen und Grä- 
ben, z.B. im Bruchköbeier Hägewald; 
an den Mühlheimer Tannen etc. 


Blüthezeit. Mai. 4 


Fruchtreife. Juni, Juli. 


1546. P. unnu- 
LaAtum Hedw.. 
IF ellen ‚förmi-: 


ges A aarmoos. 


Moose 139 


Der Stengel einfach. Die Blät- 
ter lanzettförmig, sägeartig gezähnt, 


wellenförmig und abstehend. Die 


walzenförmige, einwärtsgebogene 


Wohnort. 


Blüthezeit. 
Fruchtreife. 


Büchse mit gewölbt geschnabeltem, 
am Grunde schön rothem Dekkel 


und aufrecht- rauhhaariger Müzze. 


Bryum undulatum Linn. Catharinea 


Callibryon Ehrh. 


b. Kleineres wellenförmiges 
Haarmoos. Mit mehr aufrechtste- 
henden Blättern und Büchsen. 


In feuchten Wällern, Obstgärten, und 
Gebüschen, z. B. in den Wäldern um 
Hanau, Offenbach, Frankfurt, Darm. 
stadt, dem Freigericht, Giesen etc. 

Juli, August. 4 

Frühling, 


140 23. Klasse, Pr ‚Ordnung. 


IV. ORDNUNG." ; 
HEPATICAE. Lebermoose. 


CCCCXCVH. . JUNGERMANNIA. 


Jungermannie, 
A. Mit Stengeln. 


a. Nakkende d. h. ohne Blattansazz und 
ohrförmigen Blattanhang. 


1947. J-ASPLEE Der Stengel aufsteigend, an der 
NOIDES,. 2 


Milzfarrn- Spizze fruchttragend. Die Blätter 
Jungermannie 7 yeireihig, eyförmig, ganz, am 


Rande gefranzt gezähnt. 


b. Mit abwechselnd kleineren Blättern. 


Wohnort. Häufigin feuchten schattigen Wäldern 
auf der Erde und an Baumstämmen. 
b. im Hangestein bei Giesen. 
Blüthezeit. April, Mai. # 


1548.J. vırı Der Stengel aufsteigend, über 
CULOSA, 

RBeburtigeJun- 
germannie. Blätter zweireihig, rundlich und ‘ 


dem Grunde fruchttragend. Die‘ 


glatträndig. 
' Wohnort. © Häufig in feuchten Wäldern auf der 
| Erde und an Baumstämmen. 


- 


\ 
'Lebermoose, 141 


© "Blüthezeit. Februar, März y 


1349. 7. roLy- ; DerStengel kriechend. DieBlät- 

ANTHOS,..\ 

Yi elblüthige “ter rundlich, ‚gewölbt, glatträndig, 

Jungermannie zweireihig, dachziegelförmig über- 
‚ einanderliegend. Die Kelche kom- 


men aus den Seiten hervor. 


Wohnort. a ee beschatteten Wäldern , 
2. B: am dem Bach bei dem ‚Kohlbrun- 
nen ohnweit Hanan. 


Blüthezeit.! ‚Im Frühling. - ed ge 


1350.J..an- ° Der Stengel kriechend und Fast 
Tele ‘einfach. Die Blätter zweireihig, 
mige Junger- eylanzettförmig, stumpf, glatträn- 
KR dig und fach. Die verkehrt ke- 
' gelförmigen 'Kelche kommen aus 


den Spizzen des Stengels. 


Wohnort. Auf derErdean feuchten, ‚schattigen, 
bemoosten Stellen, z B. unt Frankfurt 
! und im Hangestein bei Giesen. 
Blüthezeit., Winter, Frühling, 4 


148 23. Klasse. 4. Ordnung. 


1351. J. guın- DerStengel kriechend und ästig. 
QUEDENTATA, 
Fünfzühnige Die Blätter vierekkig zusammenge- 


Jungermannie faltet, fast fünfzähnig. Die Zähne 


stumpflich. 


Wohrort, In schattigen grasigen Waldgegenden, 
'z. B. zwischen andern 'Moosen aufden 
Sandhügeln bei den rin; = Da ag 

"ohnweit Hanau. 

Blüthezeit: Frühling. 4 


1552. J. rusıL- Der Stengel sehr kurzy"etwas 
LA. N 
Kleine Junger-. ästig und kriechend. Die Blätter 


Munie. _ ‚ziweikeiiiie, verkehrteyförmig dach- 
..  ziegelförmig übereinander liegend, 


| schiel,an derSpizze schwach gekerbt. 


Wohnort.s:' »Inschättigen, feuchten Gegenden, z.B. 
.'o im der Lindener Mark, ; 

Blüthezei. Herbst. 2 

Bemerkung. Dieses niedliche Pflänzchen stellt in 

"59 einem früheren Lebensalter einen klei- 

9 nen ä angenehm grünen, krausen, dem 

Salat nicht unähinlichen Räsen vor, und 

erst spaterhin entwikkeln sich die Blätt- 
chen und breiten sich mehr aus. 


un... Lebermoose. ı 7. 449 


1983.J..sıcus-, Der Stengel niedergestrekt und 
PIDATA. ., 
Zweispizzige | 
Jungermannie hig, fast vierekkig, an der Spizze 


ausgebreitet. Die Blätter zweirei- 


“so 'scharf ausgerändet und zweispiz- 
zig. : Die Kelche kommen 'seitwärts 
hervor. | 


= 


\ a, Mit Büchsen. 
b. Mit Küchelchen. 
(Mni um füssum L in n.) 
Wohnort. In schattigen meistens bergigen Wäl- 
dern, z. B. im Niederröther Wäldchen 
!bei Frankfurt;' im Schiffenberger Walde. 
- Blüthezeit.:.. Im Frühling. % 


b. Die Blätter oben mit einem Ansazze, 


1354. J. nemo- Der Stengel. etwas ästig, an der 


(6) ar 
ehe Junger. a blüthetragend. Die Blätter. 


mannie. ,  undAnhängedachziegelförmig über- 
) einander liegend, rundlich, am Rände 
gefranzt. | 
Wohnort. In Wäldern. z.B. im Hangenstein bei 
Giesen, 


" Blüthezeit. Im Herbst. & 


144 23. Klasse. 4. Ordnung. 


c, Mit Blattansäzzen,, oder 'dieZweige 
‘unter den Blättern mit kleinen Blätt- 
chen versehen. 


*. Mit einer einfachen Reihe von Blattansäzzen. 


ı555.J-Bınen« Der Stengel niedergestrekt, an 
TATA,« . hie . en 

Zweizähnige der Spizze blüthetragend. DieBlät- 
Jungermannie ter eyförmig, am Grunde mit 


der Mittelrippe zusammenlaufend , 
stumpf ausgerändet und zweizähnig; 
dieBlattansäzze vierzähnig und zwei- 
theilig. EIER 

b. Kleinere zweizähnige Jun- 
germannie. Mit gedrängteren Sten- 


geln und viel kleineren Blättern, von 
welchen die obersten am breitsten sind. 


Wohnort. In feuchten beschatteten "Wäldern un« 
| ter Moosen, z. B. um Hanau, Frank- 
furt, Giesen etc. 

Blüthezeit. Herbst. 4 


1556. J. Trı- Der Stengel niedergestrekt, un- 
CHOMANIS 
Scopl. 
Schuppen- förmig, gewölbt, fast ganz; die 
ferrn-Junger- 
mannie, 


ten fruchttragend, Die Blätterey- 


Blattansäsze rundlich ausgerändet, 
Die Kelche fleischig. 


% 


Lebermoose. , - 345 


Mnium Trichomanis Linn. 


Wohnort. In Wäldern und feuchten Gebüschen, 
z. B. an einem Bächlein zwischen Ober- 
‘ rodenbach ‘und Somborn., 
Blüthezeit. Dezember. 4 


1557. J. REP- Der Stengel kriechend, in der 
EL Fi ‚Mitte, fruchttragend. Die Blätter 
Jungermannie und Blattansäzze. schlaff,: vierekkig oO, 
an der Spizze fast vierspaltig. Die 
"Kelche dreiekkig, dreifürchig ‚'ami 
Grunde en mei 


Bn.dei HESORLE 


Wohnort. Auf der: Erde an beschatteten Orten 
und auch auf faulen. Baumstämmen , 
z.B. an feuchten Graben bei den Me 
kinger ‚Schlägen ; an einem Bächlein; bei 
dem Schäferberg beiSomborn; um Frank- 
furt , Giesen etc, 


Blüthezeit. Herbst und F wo 24 


13558.J. cıLIA- 


RIS, 
GAfranzie Die Blätter und Blattansäzze  ey- 
Jungermannie förmig,, 


'Der Stengel kriechend und Pate 


 zweispaltig, gezäbnt ge- 
franzt,,.. dachziegelförmig überein- 
ö. Th. 2. Kı | 


146 23. Klasse. 4. Ordnung, 


anderliegend. DieKelche glattund 
länglich eyförmig. | 


Jungermannia ,, pulcherrima Hof fm. 


Wohnort. Auf feuchtem Boden an. Baumstäm- 
men, z. B. an einem Bächlein am Fuse 
_ des Schäferbergs im Freigericht; an dem 
Kaltenbach über Oberursel, 
Blüthezeit. Frühling und Herbst. 


1559. J. com- Der Stengel kriechend, flachauf- 
PLANATA. k Ai { 

Flache Jun.  Niegend. Die Blätter und Blattan- 

germannie. säzze zugerundet, flach, glatträn- 

dig, dicht dachziegelförmig über- 

“einander liegend. Die Kelche läng- 


lich und zusammengedrükt. 


Wohnort. Häufig in Wäldern auf Baumrinde. 
Blüthezeit.' - Im Frühling. % 


**, Miteiner dreifachen Reihe von -Blattansäzzen, 
ı l n; R ‘ - - A 


‚1360. J.eLary- Der Stengel niedergestrekt und 
" BHsLIA.-, r, 
Breitblätteri- | 
geJungerman- dachzieselförmig übereinander lie- 
11LE, 


ohne Glanz. ' DieBlätter eyförmig, 


gend; die Blattansäzze glatträndig, 
am Rande zurükkgerollt, die mitt- 


f Lebermoose. 147 


leren zweimal so gross als die an- 


dern. 


Wohnort. Häufig in Wäldern an Baumstämmen. 
Blüthezeit. Im Frühling. 4 


1861.J. pıLa- Der Stengel kriechend, schwarz- 


a purpurfarbig und glänzend. Die 


Jungermannie Blätter zugerundet, dachziegelför- 
mig übereinander liegend, dicht 
angedrükt; die Blattansäzze an den 
Seiten stehend, eyförmig, die mitt- 
leren zweispaltig, ‚am Rande zu- 


rükkgerollt, und angenähert. 


Jungermannia tamariscifolia IY eber. 


Hoff m. Schreb, 


Wohnort. In Wäldern an Baumstämmen, z.B. 

um die Rükkinger Schläge; auf dem _ 
Farrnwiesenberg bei Oberrodenbach ; 
um Frankfurt etc. 

Blüthezeit. Im Frühling. 


ı562.J.rama- Der Stengel kriechend, schwarz- 

RISCIFOLIA, 

Tamarisken- _ 

blätterige Jun- }ich, schlaff, dachziegelförmig über- 
'ermannie. iS Be : Y 

8 | einander liegend; die Blattansäzze 

Ko 


grün, glanzlos. Die Blätter rund- 


148 23. Klasse. 4. Ordnung. 


an den Seiten zugerundet, diemitt- 
leren eyförmig, zweispaltig, flach, 
entferntstehend, 


Jungermannia dilatata FYeber. 
"Ho f L m, 

Wohnort, Auf Baumstämmen und Felsen, z.B. 
an Bäumen bei dem Wolfsgang ohnweit 
Hanau ; an Bäumen in der Lindener 
Mark; an den Mauern des zerstörten 
Falkensteiner Schlosses; an den Felsen 
im Hangenstein bei Giesen. 
Blüthezeit, Im Frühling. 4 


B. Stengellose. 


363.1. Er. Die Blätter verkehrt-eyförmig, 
PHYLLA, 
Blattblühende stampflappig, in der Mitte frucht- 


Jungermannie jr gen d. 


Wohnort. \ , An Gräben und auffeuchtem , thoni- 
gem Waldboden,.z. B. im de rc 


bei Giesen, 
Blüthezeit. ° Im Frühling. %# 


1964. ]. zın, Die Blätter fleischig, länglich, 
GUIS. 
Diklblätteri- zweitheilig, zerrissen, zur Seite 


a RT fruchttragend , von übelem Geruch. 


' Leberinoose. 249 


Wohnort. In Wäldern an feuchten schattigen 
» Orten, an Quellen und Bächen, z.B. | 
bei Frankfurt hinter dem Sandhof an dem 
Graben welcher an dem Wäldchen hin- 
fliesst; in dem Schellbach im Hombur- 
ger Gebirge. 
Blüthezeit. Im Frühling. 


1565. J.mULTI- Die Blätter etwas Neischig, läng- 
FIDA, 
Vielspaltige lich, yaelspaltig, am Grunde frucht- . 


Jungermannie. gr3 gend. 


_ Wohnort. In dem Reichebach und den Dreiborn, 
welche bei Falkenstein im Gebirge lie- 
gen. 2 
- Blüthezeit. ‘“ ImFrühling. ‘2 . 
1566. J.runca- ‘Die Blätter gleichbreit, zwei- 
2 elige Jun- heilig, mit Rippen, glatträndig, 
germannie. , oben ausgerändet, unten fruchttra- 


gend. 


Wohnort. An Baumstämmen auf dem Farrnwie- 
senberg bei Oberrodenbach; auf Felsen 
im Hangenstein bei Giesen, 
Blüthezeit.e. Im Früblin. 4 


150 23. Klasse. 4. Ordnung. 


1367.M. poLy- 
MORPHA. 

Viel förmige 
Marchantie. 


Wohnort. 


CCCCXCVIM. MARCHANTIA. 
Marchantie, 


Die Blätter stumpflappig. Die 
männliche Blüthe gestielt, schild- 
förmig, flach, etwas häutig, am 
Rande mit 8 — ı0 hautartigen Ein- 
kerbungen versehen. Die weibli- 
che Blüthe gestielt, etwas gewölbt, 
mit 8 — ıo fadenförmigen, glei- 
chen, fast bis auf den Grund ge- 
theilten Strahlen besezt. | 


b. Kleinere Marchantie, Mit 
kleineren, rundlichern, mehr in Lap- 
pen getheilten Blättern. 


An stehenden Wassern, in Sümpfen, 


an Gräben, Bächen und in Brunnen, 


‘z.B. in Brunnen 'zu Kleinsteinheim, 


Blüthezeit. 
Fruchtreife, 


Grossauheim, Sulzbach und Oberroden- 
bach ; im Sumpf bei Somborn; in einem 
Graben bei den Riederhöfen zu Frank- 
furt, an Wiesengräben bei Falkenstein ; 
in Wiesengräben um Giesen etc. 

Mai, Juni. 4 

Ausgang des Sommers. 


Lebermoose, | 151 


Bemerkung. Diese Pflanze pflanzt sich auf dop- 
pelte Art fort, theils durch wahre mit 
Blättchen versehene Saamen und .theils 
durch ganz einfache Knospen , welche 
leztere sich an des blühenden und blü- 
thenlosen Blattes vordern Theil hier und 
da zerstreut finden. 
1368. M.conı- Die Blätter zweitheilig, buchtig, 
Kegelföhntshe mit Warzen lbesezt. Die männli- 
Marchantie. ‘che Blüthe auf der Oberfläche des 
2 Blattes zerstreut, halbkugelförmig 
und stiellos, auf der Mitte flach 
und warzig;s am Rande volikom- 
men ganz. Die weibliche Blütlıe 
gestielt, hohl kegelförmig, stumpf, 
a, | gelblich, zm Alter roth, am Ran- 
de meist mit 5, 6auch 7 Kerben 
bezeichnet. | 
Wohnort. In stelaenden Wassern, Sümpfen, an 
Gräben und in Brunnen, ’z. B. im Lam- 
bowald, und in der Bulau in Sümpfen 
bei Hanau ; in dem Goldbach bei der 
grossen Frankfurter Saustiege und auch 
.. in dem dasigen Brunnen ; in dem Grun- 
delbach im Gieserwald etc. 


15 235. Klasse. 4. Ordnung. 


' Blüthezeit., Im Frühling. 41 
Fruchtreife. Mai. 


4, 


CCCCXCIX, ANTHOCEROS. Hör- 
“....nerschorf. 


1569. A. rar-' Die Blätter liegen in Rasen dicht 
vis, . * . .. [2 “ 
Glatter Hör. Gachziegelförmig übereinander, sind 


nerschorf. oval, flach, ohne Punkte, am Rande 


gering buchtig und gekerbt. 


Wohnort. Auf derErde an mit Gras bewachse« 
nen Stellen und in feuchten Waldgegen- 
den, z. B, an dem Krebsbach und an 
feuchten Pläzzen hinter dem Kinzig- 
heimerhof bei Hanau; an dem Bäch- 
lein welches von dem Somborner Ge- 
birge nach Niederrodenbach fliesst; im 
Lindener Walde bei Giesen. 

Blüthezeit, Im Herbst, © Ä 


! 


D. RICCIA. Rizzie. 


70 R.cLAav- Die graugrünen Blätter vielthei- 
Graugrüne 1g, theilen sich wieder gabelför- 
ig mig, sind gefurcht, stumpf, an 
der Spizze zweispaltig, 


din 


nz 


'Lebermoose. Be tr) 


Wohnort. _ Auf feuchten sandigen Aekkern und 
Weiden, z. B. auf den Sandhügeln vor 
dem alten Wald bei Hanau; in dem 
Wachenbucher Wald und in der Bulau; 
auf Aekkern hinter dem Kinzigheimer- 
hof und vor der Lohe; hinter dem Gin- 
heimer Steg am Weg nach Braunheim. 


Blüthezeit. Herbst, © 


\ 
ıö71.R.rrum Die Blätter vielfach zweitheilig, 
5 ® sE F 7 h 
RE gleichbreit, flach gewölbt, würfel- 


Rizzie.  artig nezzförmig, stumpf zwei- 
spaltig. 
Wohnort. Schwimmend in Sümpfen und stehen - ’ 


‚den Wassern unter den Meerlinsen, z.B. 

in stillstehendem Wasser im - Lambo- 
wald und am Wilhelmsbad bei dem 
Schiessplazz; im Graben auf der Wiese 
bei dem Sandhof ohnweit Frankfurt; 
in dem Graben der feuchten Wiesen 
bei dem Philosophen Wäldchen zu Gie- 
sen. 


> 


Blüthezeit, ‘Frühling und Sommer. % ? 


. 23. Klasse. 5. Ordnung. 


V. ORDNUNG. 
ALGAE. Algen, 


DI. - BATRACHOSPERMUM. 
Froschleich. 


1572.B. monı- Die Pflanze graugrün, im trokk- 
LIFORMEROLh. nen Zustande braunschwärzlich £ 


. Rosenkranz- 
f örmi ger 
Froschleich. 


Wohnort. 


frisch gallertartig, aus haarförmi gen, 
dünnen, sehr dichten, ästigen Fä- 
den bestehend, deren Quirle sich 
einander annähern und rosenkranz- 


förmig sind. 


Conferpa gelatinosa Linn. Chara ba- 


trachosperma FF eiss. r 


In den reinsten und hellsten Quellen, 
z B. in dem kalten Klingborn bei Of- 
fenbach ; in den Quellen. bei den Dör- 
fern Gross-und Altenbuseck. 


Erscheinungszeit, Sommerund Herbst. 21 


1] 
Algen. 155 


DII. CONFERVA. Konferve. 
A. Mit Röhren. 


1573.C.ıntes- 'Die Röhren ganz einfach, ohne 
TINALIS Roth. 
Darm fö rmige R 
Konferye, krümmt und buchtig, gelbgrün, 


Zwischenräume, aufgeblasen, ge 


\ fast Ellen lang. 


Ulva intestinalis Linn. 
Wohnort. Sie überzieht fast die ganze Ober- 
fläch e salziger Gräben und Teiche, z.B. 
in dem Bach zwischen Soden und Sulz- 
bach ; bei dem Gradierbau zu Soden; 
in der Use bei Nauheim in grosser Menge; 
um die Wisselsheimer Saline; um Wis- 
baden. 


Erscheinungszeit. Das ganze Jahr durch. 


B. Mit Fäden. 
*, Die Fäden einfach und gleich. 
1574.C. ron- Die Fäden gleich, einfach, sehr 
TINALIS, 


uellen Kon- dichte, ganz kurz, 2o—5 Linien 
erve. lang und schwarzgrün. 


Wohnort. Häufig in Quellen. 
Erscheinungsz. Einen grossen Theil des Jahrs durch. 


/ 
u 


>. 1. 
e MR 


11 a 2-6 Pi Klasse 5. Ordnung. 


**, Die Fäden gleich und ästig. 


1579.C.zuL.- Die Fäden gleich, zweitheilig, 
LOSA. AN 


Blassee Kon. Sehr ästig, dicht zusammengewebt, 
; oO 


ferve. zulezt Luftblasen in sich schlies- 
send. 
Wohnort. In stehendem Wasser. 


Erscheinungszeit. Das ganze Jahr. 


*t*, Die Fäden einfach, mit Gelenken. 


1576.C. rıvu- Die Fäden einfach, 5— ıo0 Euss 


LARIS, 
ad Konfer- lang, haarförmig, gerade, i im trokk- 


ve. nen Zustande deutlich'aus sehr dün- 
‘nen, abwechselnd zusammenge- 
drükkten ‘Gelenken zusammenge- 


sezt. 


u \ 


Wohnort, In Bächen und Flüssen, z. B. inder 
Use bei der Nauheimer Saline und noch 


an mehreren Orten. 


Erscheinungszeit. Das ganze Jahr. 

Nuzzen. Aus disser und der vorhergehenden 
Art hat man versucht Papier und’ mit 
andern schikklichen Materialien ver- 
sezt, Strümpfe und andere Rleidungs- 


stükke zu machen, 


Algen, 157 


z \ 


##*#, Die Fäden mit Gelenken und Aesten. 


1577.C. crıs= _ Die Fäden gelenkig, ruthenför- 
/TaTa Roth. 


Kamm förmi- 
ge Konferve. theilig, an dem äussersten Theil 


sehr ästig; die Aestchen gleichhoch, 


mig, unten einfach, oben zwei- 


kammförmig und kurz; die Glie- 
der länglich, zu beiden Seiten zu- 
‚sammengezogen. | 


Conferva glomerata Linn. 


Wohnort. ° In Quellen, Bächenund Gräben, z B. 
in einem Bächlein hinter dem Wilhelms- 
bad zwischen Wachenbuchen und Mit- 
telbuchen; an Steinen in dem Goldbach 
bei Frankfurt nicht weit davon wo der- 

selbe in den Main fliesst. 
Erecheinungez, Das ganze Jahr. 


x****, Die Fäden RUDNE, 


13878.C.rLu-r Die Fäden borstenförmig, j "a 

vIATILIS. 

Fluss-Konfer- tig, bräunlichpurpurfarbig,im trokk- 

Br nen Zustande schwarz, & ker: Zoll 
lang; die Gelenke erhaben und kurz; 


die lee länglich walzenförmig. 


u 


1.) Be 25. Klasse. 5. Ordnung. 


Wohnort. In Flüssen und Bächen, z. B. an den 
. Steinen in dem Kaltenbach bei Ober- 
urse. s 
Erscheinungszeit. Das ganze Jahr. 


1979. ©. rorv- Die Fäden fadenförmig, wulstig, 


Roth. n 
WulstigeKon- grün oder grau; die Gelenke ring- 


Ferve. förmig zusammengezogen; die Glie- 


der aufgeblasen und oval, 


Wohnort. In Flüssen und Bächen, z.B. aufden 
Felsen des Lahnfalls bei Giesen wo sie 
auch schon Dillen fand. 

Erscheinungszeit, Das ganze Jahr. 


. 


DIM. ULVA. Watt. 


1ı380.U. Nos-... »Eine gallertartige, rundliche, ge- 
Toc Nobis. 
Nostoch- 
FF att,; Stern- che Haut. 
schnuppen. 


faltete, wellenförmige, gelbgrünli- 


Tremella Nostoc Linn. 


Wohnortund Zur Regenzeit im Sommer auf der 
Erscheinungs- Erde, an Gräben, auf Wiesen zwischen 
en dem Grase und Moose. 

Nuzzen, Die Goldmacher gebrauchten sie sonst 
zu allerhand abergläubischen Verrich- 


tungen. Auch behaupten Abergläubi- 
. u 


Algen. 159 


"sche, dass es die Ueberbleibsel von den 
Sternschnuppen seyen welche Nachts 
aus der Luft zu fallen scheinen. 


1581. U. TER- Zarte, durchsichtige, gedrängt. 
RESTRIS Roth 


ER ausgebreitet stehende, krause, ge- 


faltete, nicht gallertartige, srasgrü- 
ne Häute. 


Tremella crispa Schreb, 
Wohnort. Auf der Erde x z. B. an dem Teut- 
schenhaus zu Sachsenhausen nach der 
Mainseite hin. 
Erscheinungszeit- Das ganze Jahr. 


„DIV. BYSSUS, Byssus. 


ı862.B. vELu-  Sehrzarte, einfache, ästige, kur- 
TINA. ie rer 2: pr; h 
Seidenartiger ze, grüne Fäden, verbreiten sich 


 Dyssus. nach allen Seiten hin und stellen 


gleichsam ein Gespinnste vor. 


Wohnort. Auf feuchter Erde und an Blumen- 
töpfen. | | 
Erscheinungszeit, Das ganze Jahr. 


r4 
r4 


Kg 


‚160 03. Klasse. 6. Ordnung. 


VL, ORDNUNG. 
 Lıcmenes. Flechten. 


DV. OPEGRAPHA. Schrififlechte. 


*e, Mit ästigen Furchen. 


1583.00. MA- Die Kruste weisslich. Die Fur- 
CROCARPA. 
Grossfurchi- , 
ji Schrift- weilen einfach, meistens aber an 

echte. 


chen selır lang, gleichlaufend, bis- 


der Spizze gabelförmig. zertheilt. 


Wöhderk Auf den ÄAesten der Haselstaude, 

Bemerkung. Die Benennungen der Flechtenarten 
sind vorzüglichnachHoffmann, Per- 
soon und Schrader. 


1584. O.rapı- ‚‚Die Kruste weisslich oder oliven- 
ATA. 


Strählige farbig. Die Furchen mit einem 
Schriftftechte Häutchen bedekt, aus welchem sie 
| gleichsam hervorbrechen, ziemlich 
flach ,. sternförmig gespalten oder 


fussförmig. 


Opegrapha astroides Achar. 


Wohnort. Auf: den 'Aesten ‘der Buchen mit weis- 
ser Kruste, der Hainbuchen mit oliven- 


farbiger Kruste, 


F lechten; 2 16ı 


1385. O. ruL- Die Kruste weisslich oder blass- 
" VERULENTA,. 
Staubartige 
Schriftflechte senkt, am Rande mit weisslichem 


fleischfarbig. ‚Die Furchen.. einge- 


Staube bedekt, mit ausgesperrten 
. Aesten, bisweilen aber auch einfach. 


1134 Opegrapha seripta Achar. Lichen 
scriptus der meisten Fl oris ten. 
Wohnort. Mit weisser Kruste auf Buchen, mit 
blasslleischfarbiger auf Eschen. 


1386.0. Lımı- Die Kruste glänzend olivenfar- 
TATA,. 

Begränzte 
Sehr, tfiechte geben. Die Furchen mit der her- 


vorragenden Rinde umgeben, ästig 


big, mit schwarzen Streifchen um- 


und einfach i sehr schwarz und glatt. 


Opegrapha praecincta Achar. 


Wohnort. Auf den Rinden junger Bäume. 


1ı387.0.arra. Die Kruste weisslich oder’ blass. 
7 .. 5 h h 
Schrifeflechte fleischfarbig. Die Furchen ästig, 
etwas hervorragend, dicht zusam- 
mengehäuft, gebogen, sehr kurz, 


glänzend schwarz. 


8. Th’ a. L 


162 23. Klasse. 6. Ordnung. - 


i 


Opegrapha denigrata “dchar. 
Wohnort. ° ° Mit weisser Kruste auf Buchen, mit 


blassfleischfarbiger auf Eschen, 


**, Mit vielfaehen Furchen, 
1388.0. Lı« 
CHENOIDES,. I } i 
Flechtenarti-  weisslich.,. Die Furchen einfach, 


ER  länglich, etwas gebogen, sehr sel- 


DieKrustestaubartig, rändig und 


ten etwas getheilt, ziemlich breit 
und nakkend, 


'Opegrapha Notha.Achar, 


Wohnort, Auf dem Bast abgestorbener Bäume. 


ı589.0. FAGI- Die Furchen länglich, sehr ge- 
NEA. | 3 J I DK: 
Buchen: drängt, in einen breiten schwar- 


Schriftflechte zen Flekken zusammengehäuft. 


Lichen rugosns Linn. Opegrapha epi- 
'phega Achar! 
-- Wohnort. Auf der Rinde junger Wald-und Hain- 
buchen. Age 


1590.0.quer- Die Furchen rundlich, gehäuft, 


GINA ir stellen meistens einen runden 
Eichen- 


Schriftflechte schwarzen F lekken vor. 


a 


Wohnort. 


1591.C. RAN- 
GIFERINA. 
Bennthier- 


Strunkflechte. 


Flechten. > x ı63 


Opegraplha maeularis Achar. 
Auf den jüngeren Eichen Assten.. 


DVI. CLADONIA. Strunkflechte. 


Aschfarbigweiss, rasenförmig, mit 
schwachgekerbten bald verschwin- 
denden Blättchen versehen, sehr 
ästig, in den Blattwinkeln durch- 
bohrt, mit an derSpizze. überhän- 
genden Aestchen, von welchen die 
fruchtbaren kleine kugelige dun- 
kelbraune Köpfchen haben. 

Lichen rangiferinus Linn. 

a. Die Aeste kurz, aufrecht, etwas 
ästig; dieAestchen etwas bündelförmig: 
Cladonia sylvatica Hoff m. Lichen 

sylvatieus Allion. 

b. Die Aeste stehen in Trauben, 
sind aufrecht und überall mit Köpfchen . 
besezt, 

Cladonia racemosa H of fm. 

c. Die Aeste auseinander gesperrt und 
sehr ästig ; die Aestchen nakkend, sehr 
kurz, gabelförmig, aufrecht und gleich- 
hoch, 

h | L 2 


\ 


164 23. Klasse. 6. Ordnung. 


Wohnort. 


Nuzzen. 


1592. C. FUR- 
CATA. 
Gabelförmige 
Strunkflechte. 


Wohnort. 


Cladonia rangiformis Hoffm. 
In Heidegebüschen, bergigen waldi- 


gen Gegenden, vorzüglich auf Sandbo- 
den oft in grösser Menge. 


Sie ist das gewöhnlichste Nahrungs- 
mittel der Rennthiere, dient auch zum 
Schaaf -und Rindviehfutter, Re Krain 
sammelt man sie um Schweine und 
Rindvieh damit zu mästen. In Form 


von Lohkäsen zusammengeballt, giebt 


‚sie ein gutes Feuerungsmittel. Auch 


ein Puder lässt sich aus ihr bereiten , 
ja Hesselius hat sogar Versuche an- 
gestellt um Brod daraus zu bakken. 


Bräunlich, durchbohrt, mit aus- 
einander gesperrten, Aesten; die 
Aestchen gabelförmig, nakkend, 
kleineKöpfe tragend und gestrahlt. 


Lichen furcatus Schreb. 


In Heidewaldungen, z. B. in der Bu« 
lau und.in den Wäldern um das Wil- 
helmsbad bei Hanau ; im Niederröther 


 Wäldchen bei Frankfurt etc. 


+ 


Flechten. _ | 165 


1599. C.SPINO= Grünlichweiss, durchbohtt, ästig 
SA, 
Dornige 


Strunkfiechte, gesperrt, die Aestchen fingerförmig 


ausgebreitet, die Aeste a Deren 


vielspaltig, an der Spizze braun, 


mit braunen Köpfchen. 


Lichen spinosus Reich. fl. Moeno- 
. Francof. 


Wohnort. In Heidegebüschen aufdem Altkühn, 


‚1594. C. susu- Grünlichaschfarben, durchbohrt, 
LATA. 
Pfriemenför- etwas aufrecht und etwas ästig, 


Mech Strunk= die Aeste einfach, pfriemenförmig, 
echte. 

bisweilen hier und da zweitheilig, 
an der Spizze mit braunen Köpf- 


chen. 


Lichen subulatus Linn. 


Wohrort, In Heidegebüschen uud bergigen Hei- 


dewaldun gen. 2 


1395.C. cor-  Blätterartig. Der Strunk grau, 
NUTA. 

Gehörnte 
Strunkflechte. und pfriemenförmig , mit dunkel-' 


undenutlich bechertragend, bauchig 


braunen Köpfchen. 


166 05. Klasse. 6. Ordnung. 


Lichen cornutus Linn. Scyphophorus 


cornutus Achar. 


Wohnort. In Heidegebüschen und auf Yolkli 


Baumrinden. 


N 


1596.C.crA-  Blätterartig.: DerStrunkaufrecht, 
CILIS, 


Ta dünne, bechertragend, am Rande 
Strunkflechte. braune kleine Köpfe tragend, und 
pfriemenförmig. 


Lichen gracilis Linn. Seyphophorus 


gracilis Achar. 


Wohnort. In Heidewaldungen , z. B. in Wäl« 
dern um Hanau, Frankfurt, bei der 
Heidetränke am Fuse des Altkühns etc. 


1397- C. ranı- ‚Blätterartig. DerStrunk aufrecht, 

ATA, 
trahlige 

Str unkfiechte, Beinen Hörnchen versehen, ein- 


grau, oben breiter, am Pıande mit 


fach und sprossend. 
Lichen .radiatus Sc hreb. Scyphopho- 
'rus radiatus Achar. 


Wohnort. Häufig in Wäldern, Heidegebüschen 
| und auf faulen Baumstämmen. 


Flechten. ” 167 


1ı590.C. eyxı-  Blätterartig. Der Strunk dehnt 


DATA, u 
Becherstrunk- 
flechte. : 


sich in einen einfächen Becher 


aus. 


Lichen pyxidatus Linn. Scyphopho- 
rus pyxidatus dchar., 
Abarten. 


a. Der Strunk aufrecht, sehr kurz 
und bechertragend. (Cladonia extlis) 


b. Der Strunk aufrecht, bechertra- 
gend , am Rande gekerbt, bier und da 
mit kleinen braunen Köpfen besezt. 
(cl. simplex.) 

c. Der: Strunk aufrecht, bechertra- 
gend, grau, gross, im’Alter am Ran- 
de gekerbt, mit Köpfchen und spros- 
send. (Cl. incana) 

d. Der Strunk aufrecht, dünne, be- 


' chertragend. (Cl. tubäformis) | 


e. Der Strunk aufrecht, bechertragend, 
am Rande gezähnt gefranzt, einfach 
und sprossend. (Gl, fimbriate) 

f, Der Strunk aufrecht, bechertra- 


‘gend, aus der Mitte oder dem Rande 


2,5bis 4 mal sprossend. (Cl. serticil- 
late) | 


169 ‘25. Klass& 6. Ordnung. 


Wohnötrt. Sammt den. Abarten in unsern nie- 
dern und hochliegenden Heidegebüsch- 
waldungen auf der Erde, an faulen Baum- 


stammen und an Steinen. 


Nuzzen. Ist offizinell. DieSchaafe sollen wenn 
sie den Husten haben diese Flechte be- 
gierig fressen und dadurch von dem- 
selben geheilt werden. Sie liefert eine 
erdgelbliche Farbe. 


1599.C.TuBEr- DBlätterartig. Der Strunk auf- 
CULOSA. s 
Kopfstrunk- recht bechertragend, am Rande mit 


Slechte. braunen Köpfchen und sprossend. 


Wohnort. In Wäldern, Heidegebüschen und auf 


Steinen. 


1400. C. coc- Blätterartig. Der Strunk auf- 
CINEA, 

Scharlachköp- | 
‚fige Strunk- oder kurzstieligen scharlachrothen 
flechte. - 


\ 


recht bechertragend, mit stiellosen 


Köpfchen. 
b. Der Strunk schuppig, mit spros- 
sendem köpfigem Rande. 


c. Der Mittelpunkt ' sprossend und 
bechertragend. 


\ 


Flechten, 05 169 


| Lichen coceiferus Linn. 
“Wohnort. Häufig in ‘Wäldern, Heidegebüschen, 
an» Baumstämmen und auf Steinen, 
Nuzzen. Ist ofizinell. Den Schaafen ist sie - 
| ‘wider den Husten dienlich. In Lauge 
geweicht soll sie eine dauerhafte Pur- 
purfarbe geben, 


1ı401.C. squa- Blätterartig, Der Strunk auf- 
MOSA. 

Schuppige 
Strunkflechte. schuppig, oben ästig und undeut- 


recht, durch vielspaltige Blättchen 


lich bechertragend, mit braunen 


” * 


Köpfchen. 
"-Scyphophorus pleolepis Achar. 


a. Aufrechte, in den Winkeln brei- 
tere, mit. gabelförmigen, gegen die 
Spizze schmäler werdenden sternförmig 
stehenden Aesten. (Cl. attenuata) 


b. Aufrecht, durchbohrt, ziemlich 
einfach, oben ästig; die Aeste ungleich 
und bechertragend. (Cl. irregularis) 

| Wohnort. .Sammt den Abarten auf mit Moos 
bewachsenen Felsenstükkensan d er Hei- 
detränke im Homburger Gebirge. 


‘ 
.n 


i70 23. Klasse. 6. Ordnung. 


if 


14092. C.ven-  Blätterartig. DerStrunk aufrecht, 
TRICOSA. 

Bauchige 
Strunkjlechte. de sehr sprossende braune Köpf- 


chen tragend. 


‚oben breiter und bauchig;;'ami Ran- 


} Scyphophorus pentricosus Achar. 

Wohnort. ° Auf mit Moos bewachsenen grossen 
Felsenstükken im Homburger Gebirge 
bei der Heidetränke. $ 


1405. C.cEsPI- Die Blättchen halbgehedert, klein, 

rıcıa Nobis. RE RE BR Pr | h 

Rasenförmige dachziegelförmig übereinanderlie- 

Strunkflechte. gend, aufsteigend, angenehm grün, 
unten weisslich, bringen von ihrer 
Mitte an 'bis gegen die Spizze 
braune,. gehäufte, gestielte Oper 
chen hervor. 


Baeomyces cespiticius Pers. 


Wohnort. An einem 'Gräbchen dichtvor einem 
Fichtenwäldchen ohnfern des Wildhofs 


bei Heusenstamm. 


‚1404. 0. 80° Blätterartig. Der Strunk gleich- 
TRYTES. a ‘ 
Trauben- breit, einfach, oben getheilt, mit 


a umkflechte: runden grossen gelbröthlichenKöpf- 
chen. e 


Flechten. 171 


Lichen botrytes Hagen. Wulfen. 
» Helopodium botrytes Achar. 
Wohnort. \ An den Wurzeln der Weisstanne, z. B. 


im Hochstädter Wald bei Hanau; auf 
dem Gebirge bei Alzenau. 


ı405.C. macı- DBlätterartig. Der Strunk wal- 
LENTA, S 4 . 
Magere zenförmig, aufrecht, einfach oder 
Strunkflechte. oben ästig, am Rande mit schar- 


lachfarbigen Köpfchen. . 


Lichen macilentus Ehrh. Helopodii 
Symphyearpi yarietas Achar. 


Wohnort. In Heidegebüschen auf der Anhöhe | 
[4 
bei den verlassenen Weinbergen ohn- 


weit Langenselbold. 


DVI "STEREOCAULON. Koral- 
lenflechte. 


1406.5.Corar- Die Kruste aschgrau, im Bruche 

, ze undeutlich ästig; die Aeste gleich- 

rallenflechte, hoch, sehr gehäuft, rund oder et- 
“was knotig, stumpf, lassen nach 
dem Abfallen Grübchen zurükk., 
Die kugelförmigen Wärzchen 
gleichfarbig. 


172 03. Klasse. 6. Ordnung. >: A 


""Lichen Corallinus Linn. Stereocaulon 
madreporiforme H o f f m. Isidium co- 


rallinum Achar.: 


Wohnort. Auf den Felsen bei der Goldgrube, 
der weissen Mauer und der Heidetränke: 
‚ im Homburger Gebirge. 


1407. S. PA- Die Aeste aufrecht, zertheilen 
SCHALE. 

Ziypressen- 
rallenflechte. . mig in gedrängte Aestchen, wel- 


Ko. sich wechselsweise und büschelför- 


che vom Hauptast an ganz mitasch- 
farbigen oder grünlichgrauen scha- 
lenartigen Blättchen bedekt sind. 

' Die braunen Warzen anfangs ge- 
rändet. | 


Lichen paschalis Linn. 


Wohnort, Auf der Erde in gebirgigen Heide- 
.gegenden, z. B. auf dem Gipfel des 
Hausbergs; am Fusse des Hattsteiner 
Schlossbergs; anf dem grossen Bildstein 
oberhalb Breungeshayn ; auf den Anhö- 
hen um die Orber Saline. 


Nuzzen. Von den Rennthieren wird sie sehr 


gerne gefressen. Mit Eisenvitriol und 
Alaun giebt .sie "eine graubraune Farbe. 


1408. U. FLO- 


RIDA,. 


Flechten. | 175 


DVII. USNEA. Haarflechte. 


Die dünnen Zweige rauh, auf- 


Sternfürmige recht, dunkelblau grünlich, gleich- 


Haar flechte. 


Wohnort. 


1409. U. prı- 
CATA, 
Gefaltete 
Haar/flechte. 


£ 


Wohnort. 


hoch ästig, mit meistens wage- 
rechtstehenden Fäden und gestrahl- 
tengelb lichen Schüsselcheu. 


Lichen floridus Linn. | 
Vorzüglich auf Baumrinden , be 


“sonders der Buchen, seltener auf Fel- 


sen und Steinen. 


Die dünnen Zweige rauh, hän- 


gend, aschfarbig, ästig, verwik- 


kelt, mit niederliegenden Fäden und 


kleinen gestrahlten Schüsselchen. 


Lichen plicatus Linn. 


b. Mit abstekenden Fäden. | 
Usnea barbata Hof fm. keineswegs 


aber Lichen barbatus Linn. : 
‘c. Mit kleineren aufrechtstehenden 
Fäden. 3 
Lichen hirtus Linn, 
a. Auf Baumrinden vorzüglich der 
Buchen, b. hauptsächlich auf Birken 


174 ‚23 Klasse. 6. Ordnung. 


| 
und Nadelholz, "und c. an Zäunen, Pfäh- \ 
len und Diehlwänden. 


a 


Nuzzen. _. War ehemals ofhizinell. Getrokknet 
und geklopft kann sie zum Ausstop- 
fen statt Pferdehaare gebraucht werden. 
In eine Kugel zusammengeballt, und 
in die Schiessgewehre zwischen das Pul- 
ver, und den Schrot gethan , ‘befördert 
sie die Reinigung des Gewehrs ‚so wie 
auch die leichtere Entzündung des Pul- 
vers. Auch Haarpuder will man ausihr 
bereitet haben, Für BArbOreREN ist sie 


r 


brauchbar. 


1410. U. Artı- Die Zweige herabhängend, asch- 
CULATA. 

Gegliederte _ farbig, ästig, gegliedert, die Glie- 
Haarfleehte. der verdikt. Die Schüsselchen 


nakkend. 


a. Die Zweige dikker, die Glieder 
noch mehr verdikt und getrennt. 


Liehen articulatus Linn. 


b. Die Zweige dünner und weniger 
gegliedert. 
Lichen barbatus Linn. 


Wohnort. In Wäldern auf Baumrinden. ’ 


Flechten. 24 175 

Nuzzen. Mag wohl derselbe seyn wie bei der 
vorhergehenden Art. In Pensylvanien 

soll man sie zum Rothfärben anwenden. 


1411. U, JUBA- Die Zweige glatt und glänzend, 
TA. Ben; Pa 
Mähnenartige zweıtasiug, astıg, die UBAGER St« 
Haarflechte, winkel zusammengedrükt. Die 
Schüsselchen nakkend und einför- 
mig. ' 

a. Die Zweige hängend, verlängert 
und lichtbraun, 
Lichen jubatus Linn. Setaria jubata 
| Achar. | 

b, Die Zweige niederliegend, zer- 
'streutästig,. gebogen und schwarzbraun. 


Usnea chalybeiformis Hof f m. Lichen 
‚ehalybei formis Linn. Setaria chaly- 
e beiformis dchar._ 


Wohnort. Auf Bäumen, z. B. um Hanau bei 
dem Wolfsgang und an Birken bei dem 
Kohlbrunnen ; im Wald bei Crainfeld ; 
b, auf dem grossen nakkenden Felsen 
auf dem Gipfel des Feldbergs und auf 
losen Felsenstükken zwischen Foken- 
burg und Münzenberg. 


176 23. Klasse, |.6. Ordnung. 


. Nuzzen, ‘a. Sie färbt roth und dient ausserdem 
auch den Rennthieren zur Nahrung. 
‚ & 


DIX. PELTIGERA. Schildflechte. 


% 


1412. P. canı- ‚Flach, stumpflappig, | mit auf- 


NA. 

Hunds-Schijg. steigenden Lappen, oben aderig, 
ftechte.  tiefbraun, gelblich, unten zottig- 
| | aderig, am Rande mit aufsteigen- 
den, stiellosen, länglichen, rothen 

Schildchen. 
Lichen caninus Linn. Peltidea canina 

Achar, 
Wornai A In Wäldern auf ’der Erde und an m0o- 
„.sigen Baumwurzeln sehr häufig. 

Nuzzen. War offizinell. Mit Eisenvitriol giebt 


'sie eine Rostfarbe. 


1413.P. poLy- Aukarei | : : 
ufsteigend, zerrissen - lappı 
DACTYLA, 5 PP 5 


Vielfingerige unten zottig-aderig, oben im fri- 
Schildtechtee schen Zustande schmuzziggrün. 
Die Schildehen zahlreich, klein, 
eyförmig, zurükkgerollt, am Ran- 
‘de etwas gekerbt, röthlich- braun, 
im trokknen Zustande schwarz. 


Flechten. 6. 177 


Lichen polydactylon Necker. Peltidea 
‚ Polydactyla Achar. 


Wohnort. In an auf der Erde, z. B. hin- 
‚. ter dem Kinzigheimer Hof bei Hanau 
und um die Rückinger Schläge. 


1414.P.rurks- Flach, zerrissen - lappig, mit 
CENS, . . 

Böthliche buchtig- krausen, unten zottig-ade- 
‚Schüldjlechte. yigen, oben aschfarben röthlichen, 
aderlosen Lappen, und. rothen, 
rundlichen, zulezt mit den Lappen 


aufsteigenden Schildchen. 


Lichen: ru fescens Weis. FPul f. Pel- 


tidea ru fescens Achar. 


| Wohnort. In Wäldern an der Erde, z.B. bei 
Hanau im Lambowald und in der Bu- 
lau; auf Steinen im Honiburger Ge- 
birge. 

ı4r5.P. norı- Flach, zerrissen - lappig, oben 

ZONTALIS, . 

FWagerechte Aaschgraugrünlich, unten aderlosund 

Schildfiechte, schwärzlich nezzförmig, am Rande 

| mit ‘wagerechten, flachen, brau- 
nen Schildchen, | 
3. Th. 2 M 


\ 


178 23. Klasse. 6. Ordnung. 


Lichen horizontalis Linn. Peltidea 


horizontalis Achar. 


Wohnort. In Wäldern auf der Erde und an 
Baumstämmen, auch auf-Felsen. Häu- 

fig im Bruchköblerwald bei Hanau und 

auf dem Schäferberg bei Oberrodenbach. 


ch ARA  Flach ausgebreitet, stumpflappig, 
Warzige oben grünlich, unten mit schwar- 
Schiläftechte. zen Wärzchen besezt, am Rande 
mit eyförmigen, zurükkgekrümm- 
ten, kurzstieligen, röthlich - brau- 

nen Schildehen. | 
Lichen aphthosus Linn. Peltidea aph- 

thosa Achar. 
Wohnort, Auf der Erde und auf Steinen, z.B. 
am Wilhelmsbad, bei den Rükkinger 
Schlägen, am Fuse des Schäferbergs, 

in der Häge bei Ravoltshausen £tc. 
Nuzzen. War ehemals ofhizinell- 


1417. P.veno- Sehr klein, aufsteigend, eyför- 
y 'mig, fächerähnlich, etwas zerris- 
Schildflechte. sen, oben glatt und grün, unten 


mit dikken, zottigen ‚„ schwärzli- 


'Flechten..  » 179 


chen Adern, am Rande mit stiel- 


losen, wagerechten, flachen zirkel- 
runden, braunpurpurfarbigen Schild- 


chen. / 


vr 


Wohnort. _ 


1418. P. syL- 
VATICA. 

IV ald-Schild- 
flechte. 


Liehen venosus Linn, Peltidea venosa 
Achar. 

An den abschüssigen Rändern ausge- 
höhlter Wege und an andern feuchten 
beschatteten Orten, z: B. bei Hanau am . 
Wilhelmsbad und im Lambowald; auf 
dem Farrnwiesenberg; am Weg zwi- 
schen Vilbel und Bergen im Wald; im 
Wald bei Oberrath etc. 


Fast lederartig, buchtig zerris- 
sen, rauh, oben bräunlich grün, 
unten zottig, filzig, mitausgehöhl- 


'ten, eingesenkten weisslichen Punk- 


Wohnort. 


ten, am Rande (jedoch selten‘) mit 


kleinen aufsteigenden, länglichen, 
rothbraunen Schildchen, 


Lichen sylvaticus Linn. Sticta sylva« 
tica Achar. 

An beschatteten Orten auf Felsen, 

seltener an Baumwurzeln, z.B. anBäu- 
Ma 


180 25. Klasse. 6. Ordnung. 


men jenseits des’Farrnwiesenbergs ; auf 
; feuchten zwischen Bäumen liegenden 
...). Felsen um den Falkensteiner Schlossberg; 
an Felsen unterhalb der Königsteiner 
Festung ; um Felsen bei der Heidetränke 
im Homburger Gebirge; an Felsen im 
Walde zwischen Salz und Udenhayn, 
Wir sahen dieseSchildflechte niemals 
blühend. , 
Frisch giebt sie einen flüchtigen übeln 
Geruch von sich, welcher vollkommen 
dem von Chenopod.Vulvariagleich 


ist. 


Bemerkung. 


DX. UMBILICARIA. Nabelllechte. 


1419.UV. era-  DieBlätter dachziegelförnigüber« 
a .j. einanderliegend, gekraust - lappig, 
flechte, zu beiden Seiten glatt, frisch oben 
bräunlichgrün, trokken braun me- 
tallfarben, unten schwarz, selten 
mit zusammengedrehten, schwar«- 
zen, zerstreuten, bei der Reife 
zundlichen, fast stiellosen Schüs- 


| selehen. 


F lechten. 181 


Lichen polyphyllus Linn Umbilica- 


ria polyphylia Hoffm. Schrader. 


" Wohnort. 


1420.U. pus- 
TULATA. 


Blattern- Nas 


beiflechte. 


Wohnort. 


Nuzzen. 


Lichen pullus FV estr. 


Auf den Felsen des Feldbergs; auf 
den losen grossen Steinen (welche ehe- 
dem den Römern zur Verschanzung.dien- 
ten) um den Gipfel des Altkühns und 
auf den Felsen bei der Heidetränke. 


Fast lappig, feucht olivenfarbig, 
trokken oben grau aschfarben mit 
aufgeblasenen Blattern, am Rande 
mit schwarzer Kleye bestreut, un- 
ten mit Vertiefungen. Die Schüssel- 
chen welche sehr selten vorhanden, 
zirkelrund, schwarz, etwas flach, 
mit gleichfarbigem dünnem Rande. 


' Lichen pustulatus Linn. 


Auf dem Granit bei- dem Wilhelms- 
bader Caroussell, jedoch selten , 
häufig auf den losen im Felde liegen- 
den Felsen zwischen Rokenburg und 
Münzenberg. a 

Nach Linn& und Gunner soll sie 


eine vorzüglich schöne gelbe Farbe lie- 


ı82 


1421. U. PEL« 
Lırta Achar. 
Verschleierte 


Nabeljlechte. 


Wohnort. 


1422.C. NI« 
GRUM, 


23. Klasse. 6. Ordnung. 


‘ fern und mit einem Zusazz von Urin 
"auch dauerhaft violet färben. Auch 


glaubt man dass die Chinesische Tusche 


aus ihr bereitet würde. 


Schildförmig, lappig, ganz flach, 
braunerzfarbig, unten schwarzrauh- 
haarig, mit ästigen flokkigen Zot- 
ten bedekt, bisweilen auch unten 
schwachzoitig. Die Schüsselchen 
zulezt fast kugelig und mitrunzeli- 
ger Kruste bedekt. 


Lichen polyrrhizos Reich. fl. Moe- 

nofr. Umbilicaria vellea Hof fm. Li- 

chen hirsutus Westr. Lichen scalo- 
podora Ehrh. 

Auf den zertrümmerten Felsenstük- 


ken des Altkührs. 


DXI. COLLEMA,. Gallertflechte. 
*, Krustenartige. 


Byssusähnlich und schwarz, mit 


Schwarze Gal- eingesenkten BIIChERTSgRM Schüs- 


iercfleshte, 


selchen. 


Flechten, 183 


Lichen autiquitatis Reich. f Moe- 

nofr. Psoroma nigra Achar. 
Wohnort, Auf Kalksteinen, z, B. bei Bergen. 
Beobachtung, Unter dem Vergrösserungsglase er- 
„scheinen die Blättchen fast durchsich- 
tig, gallertartig , gleichbreit und fast 
getheilt, 


pn 


*, Die Flechte blattartig dikk und gross., 


1423.C. vur-  Graugrün, oft auch gelblich und 
posum Nobis. Bone ® F . 
Brielantige schwärzlich grasgrün, mit dachzie- 
Gallertfiechte. gelförmig übereinanderliegenden, 
fast flachen, gekerbt gezähnten Lap- 
pen, aus deren Mitte gleichfarbige, 
sehr dichtstehende, anfangs hohl 
gerändete, zulezt gewölbte Schüs- 


selchen hervorkommen, 


Lichen pulposus Bernh. 


a. Alle Lappen gekerbt. 


Lichen crispus Linn. Collema _ cris- 


pum Hof fm. 
b. Alle Lappen gezähnt, 


184 05. Klasse. 6, Ordnung. 


Lichen eristatus Linn. Collema cris- 

tatum Ho fi f m. 
Wohnort, Auf derErde, Felsen, Steinen, Mau- 
‚ern und unter dem Moos ziemlich ge- 


mein. 


1424.C.1Ac0- Graugrün, zerrissen; die Einrisse 
BAEAEFOLIUM R LE }. Ä x 
PRARER, dachziegelförmig übereinanderlie- 


Be gend, am Rande aufsteigend, wel- 
erige Gallerl- ; ß Rn kan 
‚flechte. lenförmig gekerbt, mitröthlichen, 


einzelnen, zuerst hohl gerändeten, 
zulezt gewölbten Schüsselchen. 


Lichen jacobäaefolius a&« Bernh. Col- 
lema laciniatum Hoff m. 
b. Die Ränder der Einrisse dicht ein- 


ander angenähert und weniger getheilt. 


Lichen jacobüaefolius ßBernh.Cul- | 
lema crispatum Hoff m. | 
Wohnort. Auf den einzeln liegenden Kalkfelsen 
Stükken in den Berger Weinbergen, 
links am Fussweg welcher von Enkheim 
nach Bergen führt. 


1425. C. FAs- Graugrün, aussen lappig, inner- 


CICULARENob. i a 
Büschel förmi- halb gefaltet, die Falten ästig, am 
ge Gallert» Piande ganz unzertheilt, mit gleich- 
flechte. ; 


Wohnort. 


1426. C. GRA- 
NULOSUM. 
Körnige Gal- 
lertflechte. 


Wohnort. 


Flechten, Y | 185 


farbigen oder röthlichen, anfangs 
hohl gerändeten, zulezt gewölb- 
ten Schüsselchen. | 


Lichen fascicularis & Bernh. Colle- 
ma polycarpum Hof fm. 


b. Mit sehr kleinen Lappen und Fal- 
ten. 
Lichen fascicularis “Bernh. Colle- 


ma conglomeratum IT o N 4: m. 


Auf Bäumen hauptsächlich der Wei- 
den, auch auf Steinen; b. auf Eichen- 
rinden im Wald hinter Oberursel. 


Schwärzlich graugrün oder 
schmuzziggelb, mit zugerundeten 
dachziegelförmig übereinanderlie- 
genden Lappen, körniger Ober- 
und Unterfläche, am Randeund 
Mittelpunkte mit röthlichen, fla- 
chen, gleichfarbigrändigen, gekerb- 
ten Schüsselchen. 


Auf Steinen im Homburger Gebirge. 


186 03. Klasse... 6. Ordnung. 


***, Die blattartige Flechte hautartig ausgebrei- _ 


tet und dinne, 


1427.C0.Ves . Zirkelrund, hautartig, dünne, zu- 
PERTILIO, M 
Schmetter- 


ne s- Gallert- \ınten vertieft gefaltet, schwarzgrün, 
echte: 


gerundet lappig, oben runzelig, 


 mitetwas gestielten, flachen, braun- 
purpurfarbigen Schüsselchen. 


e 


Lichen nigrescens Linn. Suppl. Li- 
chen Lactuca Weber. Collema ni- 


grescens Achar. 


Wohnort. Auf Felsen bei dem Falkensteiner 


Schloss; auf. dem Glauberg bei ÖOrten- 
berg; auf den Basaltfelsen worauf das 
Ortenberger Schloss steht nach derLei- 
ne hin; auf Mauern im Schlossgarten 
zu Birstein; im Hangestein bei Giesen 
etc. 
1428.0. TO- Die Blättchen fast dachziegelför- 
MENTOSUM. ° EL . . 
Filkise "Ga mg übereinanderliegend, buchtig 
lertfiechte.  ]Jappig, oben körnig, unten zottig 
und dunkel bleifarbig, mit flachen, 
röthlichen, den Blättchen gleich- 
farbig rändigen Schüsselchen. 


» 


"Flechten... ©. 187 


Lichen myochrous Ehrh. Collema sa- 


turninum Achar. 
Wohnort. "Auf Baumrinden im Homburger Ge- 
birge. 


““**, Die blattartige dünne Flechte nezzförmig 
. geadert. 


1499. C. cır- Die Blättchen aufrecht, bleifar- 
ATUM, | 
Gefranzte 


-Gallertflechte. zerrissen; die Einrisse getheilt, ge- 


big, gehäuft, hautartig, etwas flach, 


franzt-gezähnelt, mit kleinen, auf 
.. den Blättchen sizzenden, blässeren, 
‘.. hier und da gefranzten, in.der Mitte 


fleischfarbig hohlen Schüsselchen. 


Tremella Lichenoides Linn. Lichen 

tremelloides Huds. FFeiss. (non 

Linn. in Suppl.) Lichen tremella 
Rosh.. Collema lacerum Achar. 


Wohnort. Meistens unter Moosen, seltener auf- 
Mauern und auf der Erde, z. B. auf 
einer steinernen Brükke zwischen der 
Sachsenhäuser Warte and Neuysenburg 
an der Chaussee. 


ı88 23. Klasse. 6. Ordnung. 


1450. L. FRA« 


XINEA. 


Eschenlappen- 


’ fiechte. 


Wohnort. 


Nuzzen. 


'DXII. LOBARIA. Lappenflechte. 


A. Mit breiten Blättchen. 
*, Die Blättchen vertieft und aufrecht. 


Aufrecht, zerrissen, zusammen- 
gedrükt, nakkend, runzelig, nezz- 
förmig, aschfarben grünlich, mit 
überall zerstreuten, etwas gestiel- 
ten, gleichfarbigen, im Alter in 
der Mitte blassbraunen Schüssel- 


chen. 


Lichen fraxineus Linn. Physcia fra- 
xinea Achar. 


An Bäumen, z. B. anLinden in Phi 
lippsruber Garten; an Rosskastanien 
zwischen Philippsruh und der Hanauer 
Fasanerie ; anObstbäumen bei Hochstadt; 
an Buchen in der Lohe; an Kastanien- 
bäumen um Kronenberg ; auf dem Al- 
zenauer Gebirge etc. 

Wegen ihrer Zähigkeit kann siezum 
Papiermachen gebraucht werden. Mit 
Salmiak erhält man eine graue Farbe 


von ihr. 


‚Flechten. k, 159 


1451. L. Farı- Aufrecht, im Alterherabhängend, 
NACEA. 

Mehllappen- ! 
fiechte. lich aschfarbig, die Randwärzchen 


mehlig, mit auf der Spizze ste- 
y henden, krugförmigen, blassgleich- 
farbigen Schüsselchen. 


zerrissen, zusammengedrükt, grün- 


Lichen farinaceus Linn. Physcia fa- 
rinacea dAchar. 
Wohnort. ° Auf den Rinden der Buchen, Eschen 


| und Eichen. 
Nuzzen. Sie giebt eine rothe Farbe. 


1452. L.squar-  Aufrecht, rasenförmig, zusam- 
Rats, mengedrükt, zerrissen, sparri 

SparrigeLap- 5 9 N, , SP@ırıE, 

penflechte. _ gleichhoch, grünlich aschfarbig, am 

| Rande ausgefressen, mehlig, mit 

auf der Spizze stehenden krugför- 


migen, gleichfarbigen Schüsselchen. 


Lichen squarrosus Pers. Physcia pol- 

linaria Adehar. | 

Wohnort. An’ Lindenbäumen zwischen Hanau 
und Kesselstadt, 


190 23. Klasse. 6. Ordnung. 


1455. L. caLI« Aufrecht, zerrissen, zusammen- . 
CARIS, 


Kelchlappen- gedrükt, nakkend, steif, aschfar- 
‚fleehte, big, mit unten schnabelförmigen, 
anfangs gleichfarbigen, dann bräun- 
._ lich werdenden Sehüsselchen. 
Lichen calicaris Linn. Physcia cali- 
caris Achar. i 
Wohnort. Auf Felsen. 
Nuzzen. Zu Montpellier wurde sie ehedem zu 
einem Haarpuder gebraucht. Mit Lau- 
‚gensalzen giebt sie eine rothe Farbe. 
14354: L. pru- ‚Aufrecht, zerrissen, zusammen- 
lunen- gedrükt, oben aschfarbig, unten 


Lappenflechte grau, die Randwärzchen mehlig, | 
mit röthlichbraunen, von aussen 
gewölbten und mit den Blättchen 
gleichfarbigen Schüsselchen. 


Lichen prunastri. Linn. Physeia pru- 


nastri Achar. 


Wohnort. . Häufig an Baunirinden, am. häufig- 
sten am Schlehendornstrauch, 
Nuzzen. War ofhzinell,. Sie kann zu einem 


Haarpuder benuzt werden. Die Tür- 


- 


Flechten. —- 191‘ 


ken gebrauchen diese Flechte, welche 
nach Forskäl in ganzen Schiffsladun- 
' gen vom Archipel nach Alexandrien ge- 
bracht wird, zum bakken des Brods, 

\ indem sie eine Handvoll derselben & 
Stunden in Wasser einweichen, und 
dem ungesäuerten Brode zusezzen, wel- 
ches demselben einen angenehmen Ge- 
schmakk giebt. Mit Kupfervitriol er- 
hielten Hoffmann und Dambour- 
ney eine braune, aber keine rothe 
Farbe. 


1455.L. cury-. Aufrecht, zerrissen, zerschlizt, 
SOPHTHALMA» 
Nobis. 
Goldgelbe big grünlich, trokken gelblich asch- 
Lappenflechte 


zusammengedrükt, frisch aschfar- 


farben, mit auf derSpizze stehen- 
den Schüsselchen, welche jung po- 
meranzenfarbig und am Rande mit 
gelblichen Zähnchen: gefranzt sind, 
älter aber dunkelgoldgelb werden 
und ganz nakkendrändig sind. 

Lichen chrysophthalmos HH ul - Li- 
chen aurantiacus Latourette. Pla- 
tisma armatum Ho sn f m. Lobaria de-. 
| nudata Hoff m. Physcia chrysoph- 

thalma Achar. 


192 23. Klasse,, 6. Ordnung. N 

" Wohnort. Auf den Aesten der Gesträuche, vor- 

Y züglich des Schlehendornstrauchs, z.B, 
sehr häufig bei Arheilchen und Darm- 
stadt, seltener zwischen Neyenhayn und 
Kronenberg. st 


1ı436.L.onpon- Aufrecht, sehr dünne, dicht, flach 
TELLA Nobis. 
Gezähnelte 


Lappenflechte enbraun, rasenförmig ästig, mit 


zusammengedrükt, schwarzkastani- 


ausgebreiteten Aestchen. Die Schüs- 
selchen bisher noch unentdekt. 
Lichen islandicus tenuissimus Ehrh. 


Lobaria tenuissima Ho Ri; fm. Corni- 
cularia odontella Achar., 
; 


Wohnort. Zwischen- nakkenden Felsen auf dem 
Feldberg und Altkühn, 


1457.L. ACu- _ Aufrecht, etwas dicht, rundlich, 

Stacholige rasenförmig, nakkend, gebogen, 

Lappenflechte kastanienbraun, mit zusammenge- 

| drükkten, schmäler werdenden, 

herumschweifenden ‚ an der Spizze 

| gabeligen kleindornigen Aesten, Die 

Schüsselchen auf der Spizze stehend, 
zulezt gewölbt und braun. 


x 


\ 
I 
’ ' 


»: Flechten. 193 
Lichen aculeatus Schreb.L. hispidus 
Lightf.L.castaneus Leers. L. spa- 
diceus Roth. Cornieularia aculeata . 

| Achar. 


Wohnort. Zwischen Moosen auf dem Hausberg; 
| zwischen den zertrümmerten Felsenstük- 
. ken auf dem Gipfel des EEE und 

Altkühns. 


- Nuzzen. Könnte auch die Stelle des Isländischen 
— ö ‚ Ä F 
Mooses in den Apotheken vertretten. 


1ı458.L.ıstan- Aufrecht, zusammengedrükt, rin- 
DISR.“ 

Isländische 
Lappenflechte braun, am Grunde blutroth, zer- 


Isländisch 
Moo; rissen, mit 2 hörnigen gefranzten 


nenförmig, mehr oder weniger 


A 


Einrissen, am Rande selten auf 
der Spizze stehenden, purpurfar- 
bigen, gezähnelten Schüsselchen. 


Licheu islandicus ‚Linn. Physcia is- 


landica Achar. 


Wohnort. Zwischen den zertrümmerten Felsen- 
. stükken auf dem Gipfel des Altkühns; 

(durch das häufgeEinsammeln jezt.nur \ 

noch sparsam anzutreffen.) x 


3. Th. 2. x N 


/ 


94 23. Klasse. 6. Ordnung. 


Nuzzen. Sie ist eim sehr gutes Arzneimittel. 

- In Island wird sie mit oder ohne Mehl 

zu Brei gekocht, seltener zu Brod ge- 

bakken. Auch kann sie zur Fütterung 

der Schweine, der :Pferde und des Rind- 

_ viehs dienen und wegen ihrer antisep- 

\ tischen Kraft auch zum Gerben gebraucht 

werden. Die Isländer färben mit ihr 

4% wollen Zeug dunkelgelb, indem sie es 

"mit dieser zerschnittenen Flechte be- 

‘streuen und in einem eisernen Kessel 

kochen lassen. Durch hinzugesezz!e 

Zinnauflösung und Salmiak kann man 

| auch Tuch mit ihr Hellund dunkelbraun 

färben‘ | 

11439.L. ruR- Aufsteigend, zweitheilig, zerris- 
FURACEA.! 

Kleien- Lap- 

penfiechte,“ “aschfarbig, wie mit Kleie bestreut, 


'sen, mit spizzigen Einrissen, oben 


' unten rinnenförmig, nezzartig und 
‘schwarz. Die Schüsselchen sehr 
selten vorhanden, sehr vertieft, im 
. ' Mittelpunkte röthlich, aussen ge- 
wölbt, mit aschfarbiger Kleie be- 
strent. MR“ 
| Lichen furfuraceus Linn. Physcia 
\ | \ furfuracea dchar. 


„x N 


% 


“Flechten. 195 | 


Wohnort. An Bäumen und auch zwischen nak- 

"kenden Felsen auf dem Feldberg u an 
Bäumen zwischen Reifenberg und Ober- 
ems; im Rüdlingshayner Wäldchen im 
Oberwald; an Bäumen um den Bild- 
steim oberhalb Breungeshayn. 

Nuzzen, Ohne alle Zusäzze kann man Tuch 

mit-ihr olivenartig braun färben, 


1440. L. CILI« 
ARTS, Li Id { Baleaggeg 
Gefranzte Einrisse gleichbreit, handförmig, 
Lappenflech- | 
TREE: 


Etwas aufrecht, zerrissen, die 


gefranzt, unten rinnehförmig und 

graugrüu, obengrünlich, imtrokk- 

nen Zustande aschfarben oder weiss- 

lich. DieSchüsselchen gestielt, ge- 

kerbt und schwarzbraun. Br 

Lichen ciliaris Linn. Physcia ciliaris 
ii Achar, 


Wohnort. Gemein in unsern Wäldern auf Baum« 
A rinden, | 


e 
’ 


*, Die Blättchen niedergedrükt und mit Vertie- 
fungen versehen. 


1441. L.saxa- Niedergedrükt, rauh, mit nezz- 
TILIS, "pas y.3 a a an | 
Steinlappen- förmigen Vertiefungen und buch- 

flechte. tig, obenaschfarbig, unten schwarz, 
| ‚mit rothbraunen Schüsselchen. 


Na 


> 
196 s3 Klasse. 6. Ordnung. 
Lichen saxatilis Linn. Imbricaria Sa- 


xatilis Achar. 
) 


Wohssrt. Häufig auf Steinen und Bäumen. 
Nuzzen. - War offizinell. In Norden und in 
England gebraucht man sie fabrikmäs- 
sig als Färbematerial5 womit man Wolle 
und Garn braun, rothbraun und roth 
i färben kann, 


1442. L. ADUS- | Niedergedrükt, ausgebreitet, rauh, 
$ hwarzbrau- mit nezzförmigen Vertiefungen, und 


ne Lappen- ‚körnig, oben roth, unten schwarz, 


lechte. 
mit braunrothen Schüsselchen. Ä 


Wohnort, An den Felsen auf dem Feldberg und 
Altkühn. 


1445.L.serın- Niedergedrükt, aufsteigend, zer- 
COLA, 

Zaunlappen- 
flechtee ° ten mit nezzförmigen Vertiefungen. 


rissen, glatt, kastanienbraun, un- 


Die Schüsselchen am Rande ste- 
hend, flach und gleichfarbig, mit. 
rothem, etwas gekerbtem, kleinem 
Rande, | 


Lichen sepincola Ehrh, B se- 
pincola dchar. 


Wohnort, 


„ı444.L: PINAS“ 
TEIL, 
Fichten - Lap- 
penflechte. 


Wohnort. 


Nuzzen. 


Flechten. . | ; 197 


"Auf Rosskastanien beider Hanauer 


Fasanerie, aber sehr selten. 


Niedergedrükt, aufsteigend, zer- 
rissen,  kraus, grüngelb, am Ran- 
de durch gelben Staub gefranzit. 


Lichen pinastri 8 eo pl. Platisma pi- 
nastri Achar. 


Auf der Rinde der gemeinen Kiefer 
und vorzüglich bei uns aufder weissen 
Birke, jedoch immer sparsam; z. B, 
im Wilhelmsbader und Bruchköbler- 
wald; an Kiefern. am Fuse des Schäfer- 
bergs; ; um Darmstadt etc. 

Sie giebt nachH offmann mit Zinn- 


auflösung, so wie auch mit Alaun und 


Vitriol gute verschiedentlich gelbe Far- 


ı ben. 


1445. L. pur- 
MONARITA. 
Lung sen- Lap- 
penjle chte; 
Lungenmoos. 


Niedergedrükt, zerrissen, buoh- 
tig, stumpf, mit nezzförmigen Ver- 


.tiefungen, oben röthlich grün, un- 
ten gelblich, mit feinen Haaren be- 


sezt. Die Schüsselchen am Rande 


stehend, stiellos und rothbraun. 


>e 


A 


198 


Wohnort, 


Nuzzen. 


1.446. L. CAPE- 
RATA. 
Runzelige 


Lappenflechte 


25. Klasse. 6. Ordnung. 


7 


Lichen pulmonarius Linn. ıPulmona- 
ria reticulata Hoff m. 


Auf den Rinden grosser Eichen und 
Buchen, zuweilen auch auf Felsen. In 
unsern niedrigen Gegenden stets ohne 
Schüsselchen, aber sehr häufig mit den- 
selben im Rüdlingshayner Wäldchen am 
Oberwalde. 


Ist ofhizinell. In der Ukkermark ge- 
brauchen sie die Schumacher zum Ger- 
ben. In Sibirien sezt man sie.dem Bier 
als Hopfen zu. Wider den Husten der 
Schaafe ist sie ein vortreffliches Mittel. 


‚In der Herrschaft Herefordshire in Eng- 


land färbt man blos durch sieund Was- 
ser .wollene Strümpfe schwarzbraun ; 
bei uns im ÖOberwalde benuzzen siedie 
Bauern mit einem Zusazz von Alaun, 
um Wolle gelb zu färben und-in Preu- 
sen bereitet man aus ihr eine schöne 


standhafte braune Farbe. 


***, Die Blättchen ausgebreitet. 
Fast dachziegelförmig übereinan- 
AR "ig; 
derliegend, niedergedrükt, runze- 


_ 


lig-lappig, am Rande wellenför- 


Wohnort. 


Nuzzen. 


1447. L. PER- 
LATA» 


Perl förm ige 


- Flechten. , 199 


' 


mig, oben gelblichgrün ,„ anten. 
braun, mit röthlich braunen Schüs- 
selchen. | 


Lichen caperatus Linn. Imbricaria 


caperata dcehar, 


\ 


Auf Baumrinden, seltener auf Stei- 
nen. | Re. 
Sie giebtmit Eisenvitriol eine schöne 


So 


Eisenrostfarbe, 


Fast dachziegelförmig übereinan- 


derliegend, aufsteigend, niederge- 


Lappenflechte drükt, krauslappig, gefranzt, war- 


Wohnort. 


zig mehlig, oben aschfarbig, un- 
ten kastanienbraun. Die Schüssel- 
chen etwas gestielt, braunroth, oft 


im Mittelpunkte durchstochen. 


Lichen perlatus Linn. 


Auf Baumrinden, z. B. um Hanau 
in der Bulau und dem alten Walde, 
insbesonders an dem Wolfsgang an Bu- 
chen mit Schüsselchen , um Frankfurt, 


' Darmstadt etc. 


In 
! 


200 ‚25. Klasse. 6. Ordnung. 


ı448.L. sLau- Fast dachziegelförmig übereinan- 
CA» 7. . .. . 
Eier deriiegend, niedergedrükt, aufstei- 
Lappenflechte gend, zerrissen, mit krausem Ran- 
de, oben meergrün aschfarbig, un. 
ten schwarz. | | 


P4 
Lichen glaucus Linn. Platisma glau 


\ cum Achar. | 
Wohnort. Häufig auf Baumrinden, 
Nuzzen. ' Mit Eisenvitriol und Alaun giebt sie 


eine Lederfärbe. | 


1449. L. FAL- Ausgebreitet, zerrissen, aufstei- 
sh gend,-kraus, im frischen Zustande 
Lappenflechte oben weiss und grün, im trokk- 
nen graugrün weisslich, unten ge- 
gen die Mitte hin schwarz, nach 
dem Rande zu glänzend weiss mit 
untermischten braunen Flekken.' 
Die Schüsselchen am Fıande stehend, | 
frisch grünlich, trokken dunkel- 
braun. 


Lichen Fallax IV eb. Platisma fallax _ 


Achar. 


Flechten. 201 


Wohnort. | Auf Baumrinden, besonders der Kie- 
fern z. B. im Homburger Gebirge und 
im Vogelsberg. 


'ı450.L.scor- Lederartig - häutig, dachziegel- 
TEA Nebis. le zo 7 E i } 

Lederärtige förmig übereinanderliegend, nie- 
, Lappenflechte. dergedrükt, aschfarbig-weiss- 
lich schwarzbestäubt, unten 
schwarz steifhaarig, die Abschnitte 
zugerundet-lappig uud glänzend; 


die Schüsselchen noch unentdekt. 


Lichen tiliaceus. Ehr hu L. lobatus 
Gmel.SK. Linn. L. Leers. herb. 
. No. 995. Imbricaria scortea Achar. 


Wohnort. An Bäumen um Callbach und Ober- 
ursel und auf Felsen im Falkensteiner 
Schlosshof. 


 ı451.L. QuER- Häutig, fast dachziegelförmig 
_cınaNobis. . 2 A 
Hichen- Liap- übereinanderliegend, graugrün, 
penflechte, glatt, unten schwarz, kurzhaarig, 
die ‘Abschnitte SENDE: ; die 


Schüsselchen braun. 


Wohnort. 


ı452.L. oLI- 
VACEA. 
Oliven arbi- 
ge Lappen- 
‚fiechte. 


| Wohnort. 


3. Klasse. 6 ‚Ordnung. 


Lichen quereinus IP illd. I. querei- 


folius IF u uf, L. tiliaceus Dicks, 


Lobaria tiliacea Hoffm. Imbricaria 


Juprkina Achar. 


Selten an Eichen Eh Bruchköblerwald 


bei Hanau. 


Fast dachziegelförmig übereinan- 
derliegend, niedergedrükt, rund- 
lappig, glänzend, olivenfarbig, im 
trokknen Zustandeschwärzlich, und 


zuweilen oben ganz mit Staub be- 


streut. Die etwas gekerbten Schüs-- 


selchen gleichfarbig. 


Lichen olivaceus Linn. Imbricaria 


“ 


olivacea Achar. 


b. Mit glatträndigen "Schüsselchen. 
Lichen pullus Schreb. 


An Bäumen in der Bulalı bei Hanau; 


an Rosskastanien zwischen Philippsruh 


und der Hähauer Fasanerie;'! auf, dem 
Granit an dem Wilbelmsbader Carou- 


sell; auf nakkenden Felsen an der Chaus- 


see bei Hungen und auch zwischen Ro- 


kenburg und Münzenberg. 


Nuzzen. 


1453. L. PARI= 
ETINA. 

IF andlappen- 
(flechte. 


Wohnort. 


Nuzzen. 


1454.L. pav- 
SODES, 
Dlasen- Lap= 
penjiechte, 


Flechten. 2053 


Mit Zinnauflösung giebt sie eine roth- 


braune, mit Alaun und Eisenvitriol aber 


eine graubraune Farbe. 


Fast dachziegelförmig übereinan- 


derliegend, niedergedrükt, lappig, 


kraus, safrangelb, bisweilen auch 


grünlich, mit gleichfarbigen Schüs- 
selchen. / 


Lisehen parietinus Linn. Imbricarie, 


parielina Achar. 


Häufig auf Baumrinden und Holz, 
seltener auf Steinen. 
‘War ‚.ofüizinell. Die Ziegen fressen 
sie gerne. Es lässtsich vorzüglich schön 
gelb mit ihr färben, doch dient sie auch 


mit verschiedenen Zusäzzen zu andern 
Farben. 


B. Mit aufgeblasenen Blättchen, 


Dachziegelförmig übereinunder- 
liegend, niedergedrükt, aufsteigend, 
zerrissen, vielspaltig aufgeblasen, 
mit mehligem Rande, . oben grau- 


grün, unten schwarz, im trokknen 


204 


Wohnort. 


‚Nuzzen. 


1455. L. nıs- . 


PIDA. 
Steifh sarige 


25. Klasse, 6. Ordnung. 


Zustande oben grau. Die Schüs- 
selchen braun, auf einem aufge- 
blasenem etwas runzeligem Stiel 


sizzend. [ 


Lichen physodes Linn. Imbricaria phy- 
sodes Achar. 


Häufig auf den Rinden der Birken 
und Kiefern, seltener bei uns auf Stei- 
nen und Felsen. \ 

Nach Westrings Versuchen färbte 
sie die Wolle nach vorheriger achtägi- 
ger Mazeration im Urin und einer hal- 
ben Stunde Kochen mit Kalk zitrongelb, 
mit Kochsalz und Kalk goldgelb. Mit. 
Salmiak und Alaun liefert sie eine grau- 
gelbliche, und mit eben diesen Salzen 
ohne vorhergehende Mazeration, eine 


graulich -hirschbraune Farbe. 


Niedergedrükt, aufsteigend, halb- 
röhrig und aufgeblasen, mehlig, am 


io ke Rande gefranzt, oben und unten 


\ 


graugrün, im trokknen Zustande 


‚weisslich aschfarben.. Die Schüs- 


selchen braun, trokken schwärzlich, 


Nds 


i Flechten; 205 
4 4 £ 


auf einem kurzen, etwas runzeli- 


gen Stiel sizzend, 


dr Lichen hispidus Schreb. Lichen te- 
nellus Scopl. Feb. Physcia tenella 


Pi Achar. 13 


Wohnort. A auf den Aesten der Bäume und 
-- Sträucher , bisweilen auch auf Steinen. 

Nuzzen. VAR Mit Alam und Gips giebt = sie eine 
helle ‚eräbränne Farbe. 


= 


C. Mit fast dachziegelförmig über« 
einanderliegenden, schmäler wer- 
denden Blättchen. 


„1456. L. STEL- Fast dachziegelförmig übereinan- 
EEE derliegend, niedergedrükt, zirkel- 

‚flechke. "rund, weisslich aschfarben, unten 
faserig, vielspaltig, mit gleichbreiten 

Blättchen ‚und aschfarbig schwärz- 

lichen wedisgetändeten. Schüssel- 


chen. 


Lichen ambiguus Ehrh. Imbricaria 


stellaris Achar., 


Wohnort. Häußg auf den Rinden und Aesten der 
Bäume, 


Br 


206 A Klasse. 6. Ordnung. 


Bemerkung. Sollte sie nicht eine Abart oder jün- 


gere Pflanze von L. aipolia seyn? 


1457. L. AIPO- Fast dachziegelförmig übereinan- 


' LIA. 


Ziegen-Lap- derliegend, niedergedrükt, zirkel- 

penfieci#e. yund, trokken undnass unvergäng- 
lich aschfarbig blau, vielspaltig, 
mit zerrissenen, lappigen, gewölb- 
‚ten Blättchen, unten dichter und 
durch schwarze Zotten kleinfase- 
sig. Die schwarzen. Schüsselchen 
aschfarbig gerändet, im trokknen 
Zustande gleichsam wie mit Reif 
bedekt, 


Lichen aipolius Ehrh. Imbricaria aipo- 


lia dchar. d 
Wohnort. Auf Baumrinden, z. B. an Rosskas« 
h tanien vor dem Nürnbergerthor zu Ha- 
" nau und in dem Bruchköbler und Wil 
helmsbader Walde. 
w in N 

IN = . .@ + 

1458.L. pur-\. Fast dachziegelförmig überein- 
VERULENTA, 
Bestaubte : 
Lappenflechte kelrund, vielspaltig, frisch 'grün- 


& lich, trokken aschfarbig, im Alter 


anderliegend, niedergedrükt, zir- 


Flechten. 207 


f u braun; die Blättchen lappig gleich- 
breit, stumpf, gering gekerbt, an 
der Spizze eingedrükt, bereift. Die 
Schüsselchen schwarzbraun, gering 
gekerbt, mit aschfarbigem Mehl be- 
dekt. 


Lichen pulverulentus Sch r’eb. Imbri- 


carıa pulverulenta Achar. 


Wohnort, Auf Baumrinden, seltener auf Stei« 
nen, z. B. an Buchen ‘und Hainbuchen 
in der Bulau und im Bruchköbler Wald 
bei Hanau. 


'1459.L.con- Dachziegelförmig übereinander- 


SPERSA Nobis. ı: : N 
Bestreute liegend, hautartig, graugrun und 


Lappenflechte schwarzpunktirt, unten schwarz- 
braun; die Blättchen vielspaltig, 
buchtig, an der Spizze zugerundet, 
lappig und gekerbt; die Schüssel- 
chen braun. | 
Lichen centrifugus FFeis. Hagen 
etc. Lichen conspersus Ehrh. Lo- 
baria centrifuga Hof fm. Imbricaria 

| conspersa Achar. | 
Wohnort, Auf dem Granit worauf das Wilhelms- 
+ bader Carousell steht; auf den verwit- 
terten Felsenstükken des Gebirgs bei 


208 03. Klasse. 6. Ordnung: 


Nuzzen. 


ı460.L. stY- 
GIA. 

Pech- Lappen- 
flechte. 


Wohrort. 


a 
Nuzzen. 


1461. L.oBscu« 
ra Nokis. 
Dunkele Lap- 
penfiechte. 


Alzenau; auf nakkenden Felsen im 
Thiergarten zu Idstein ; auf den Ba- 
saltfelsen an der Leine worauf das Or= 
tenberger Schloss steht; auf Felsen zwi- 
schen Kokenburg und Münzenberg, 
Mit Zinnauflösung färbt sie hellbraun. 


Fast dachziegelförmig übereinan- 
derliegend, niedergedrükt, vielspal- 
tig; die Blättchen handförmig, zUu- 
rükkgekrümmt 3 kastanienbraun- 
schwärzlich, mitgleichfarbigen, et- 
was gekerbten Schüsselchen. 
Lichen stygius Linn. Imbricaria sty- 

gia Achar. 

Auf den Felsenstükken des Altkühns, 
jedoch selten. 

Eslässtsich nach Linne eine schöne 


rothe Farbe aus ihr erhalten. 


D. Mit fast dachziegelförmig über- 
einander liegenden krustenartigen 
Blättchen. 


Fast dachziegelförmig übereinan- 
derliegend, beinahe zirkelrund, nie- 
dergedrükt, vielspaltig; die Blätt- 


Flechten. & #209 
chen zerrissen, dunkelgrau, unten 
gefranzt. Die Schüsselchen schwärz- 
lich, mehr oder weniger unten ge- 
franzt, am Rande aschfarbig. 


Lichen obscurus Ehrh. Lobaria eiliata 


4 H off m. Imbrieariallothrix 4ch ar. 
"Wohnort. Auf Baumrinden um das Wilhelms- 
- bad. 


i 


ı462. L. oRBI- Fast dachziegelförmig übereinan- 
el derliegend, niedergedrükt, aschfar- 
Lappenflechte big, lappig-vielspaltig, am Rande 
erhaben und mit Staub besezt. Die 
Schüsselchen anfangs rundlich, mit 
eingebogenem Rande, nachher mehr 
auseinander gefaltet, mit etwas brau- 
nem Mlittelpunkte. 
Lichen diffusus Westr. Imbricaria 
eycloselis Achar. 
Wohnort. An Lindenbäumen zwischen Hanau 
und dem Hanauer Galgen. 
1465.L.cae*e Fast dachziegelförmig übereinan- 
HR ssblaue  derliegend, niedergedrükt, zirkel- 
Lappenfiechte yund, vielspaltig , aschfarbigweiss. 
&. Th. ®. ®) 


210% 25. Klasse. 6. Ordnung. 


Die kleinen Schüsselchen mit blass- 
blauen Knötchen untermischt, von 
| gleicher Farbe der Flechte, erwach- 
sen schwärzlich, angefeuchtet bräun- 
lich mit einem schwachen Rande 


um geben. 


Lichen pulchellus FE’ ul f. Imbricaria 


caesia dehar. 


Wohnort.  AufKiesel- Breccia desHexenbergs 
bei Vilbel; auf Wegsteinen bei Hanau 
eic, ! 

Nuzzen. Sie liefert mit Alaun eine graubraune 
Farbe. 


1464. L. mURA- Fast dachziegelförmig übereinan- 
EN R Lap- derliegend, zirkelrund, niederge- 
penflechte, drükt, vielspaltig - lappig, gelbgrün- 
lich, im Alter und trokknen Zu- 
stande ochergelb. Die Schüsselchen 
gehäuft, in derMitte stehend, ge- 
drängt, im Alter gelblich, gelb- 
weiss oder röthlich, mit einem 
schwachen blässeren Rande umge- 


ben, 


Flechten. eı1l- 


Lichen muralis Schreb. L. saxicola 


Poll; Placodium saxicola Achar. 


Wohnort. - Häufig auf Dachschindein, Wänden, 


Mauern und Sandsteinen. 


1465. L. saxı- Fast dachziegelförmig übereinan- 
COLA. 


Stein-Lappen- 
flechte. drükt, die Blättchen schmal, viel- 


spaltig lappig, breiartig, gelb, mit 


derliegend, zirkelrund, niederge- 


gleichfarbigen oder pomeranzenfar- 
bigen, gerändeten Schüsselchen wel- 
che zulezt gewölbt und bestäubt 
werden. 


Lichen flavescens Huds., Lichen muros 
rum Ho f f m. Lichen tegularis Ehrh. 


Placodium murorum Achar. 


Wohnort. An Steinen und Mauern zu Philipps- 
ruh; bei Diedesheim; an Wegsteinen 
zu Bonames eic., 4 


ı466.L. can- Krustenartis, dachziegelförmig 
DELARISNoBbis , x 2 ö y 
Licht-Lap- Übereinanderliegend, die Blättchen 
penflechte. zerschlizt-gerissen, gehäuft, mit 
gelben, zulezt gewölbten Schüssel- 


chen. 
102.) 


212 23. Klasse. 6. Ordnung 


Lichen candelaris Linn. L. Fulvus 

Neek. Lobaria concolor , candelaris et 

fulsa Ho R if m, Placodium candelari- 

um JFVYigg. Psoroma candelaria 
Achar. 


Wohnort. Auf Baumrinden im Wald bei dem 
Wilhelmsbad, um Frankfurt etc. 
Nuzzen. Die Smoländer kochen sie mit Was- 
ser ab und mit diesem färben sie ihre 
Lichter gelb. Dieser Lichter bedienen 
sie sich nur bei Festtagen. Mit Salmi- 
ak färbt sie bleich aschgrau - fleischfar- 
ben, mit Alaun und Eisenvitriol grün- 
lich. f 


DXII. PSORA. Schorfflechte. 


1467. P. pecı- Krustenartige, gehäufte, kleine, 
PIENS, 

Täuschende 
Schorfflechte, Stükkchen, mit gewölbten, am Rane 


7 
de stehenden, schwarzen Schüssel- 


ziegelfarbige, unten weissliche 


chen. | 

Lichen deeipiens Dicks. With. etc. 

Lichen elveloides Wulf Psoroma 
decipiens Achar. 


Flechten. vi 213 
Wohnort, Auf kalkigem Boden südlich vor der 
Lohe ohnweit Bischofsheim ; auf den 
Kalkhügeln an dem Escherich bei Of- 
fenbach. 


ı468.P. parı- Krustenartige, kleine, gehäufte, 
DOXA, 

Paradoxe 
Schorfflechte. chen, mit bereiften, weissgerände- 


gewölbte, umbra- rothbraune Stükk- 


ten, zulezt lachgewölbten, schwar- 


zen Schüsselchen. 


Lichen paradoxus Ehrh. Psoroma pa- 
radoxa Achar. 


Wohnort. Auf kalkigem Boden südlich vor der 
t Lohe' bei Bischofsheim ; auf den Kalk- 
hügeln an dem Escherich bei Offenbach. 


1469. P.Mus- Krustenartig, etwasrunzelig, lap- 


PN fü pig, aschfarbig weisslich, mit ein- 


‚fechte. gesenkten, hohlen, schwärzlichen 
Schüsselchen. 


Lichen bryophxlus Ehrh. L. muscorum 
Scopl. Schrader D. impressus 


‚„. SwartzPlacodiumimpressum4char. 


Wohnort. Auf der Erde unter Moosen, z. B, 
südlich vor der Lohe ohnweit Bischofs- 


214 03. Klasse. _ 6. Ordnung. 


heim; aufden Kalkhügeln an dem Esche- 
rich bei Offenbach; um das Steinhei- 
mer Schloss; am Weg zwischen Ra- 
voltshausen und dem Neuen- Wirths- 
haus. 


1470. P. zen- . Krustenartig, milchweiss, lappig, 
TIGERA, 
Linsen- 


Schor/ flechte. Lappen und linsenähnlichen, fleisch- 
farb - gelblichen, weissgerändeten 


mit. niedergedrükten, zugerundeten 


Schüsselchen. 


Lichendentigerus FF eb. Placodiumlen- 


tigerum Achar. 


Wohnort. Auf der Erde unter Moosen z.B. 
südli h. vor der Lohe ohnweit Bischofs- 
heim, auch auf dem Weg bei Bischofs- 
heim nach Vilbel bin; äuf den Kalk- 
hügeln an dem Escherig bei Offenbach. 


1471.P. LAc-« Krustenartig, weiss, ee 
TEA. 
Milchweisse 


Schor/ flechte. kommend, am Rande fast lappig, 


in mehlartigen Kügelchen hervor- 
j 


im Mittelpunkte rizzig - strahlig? 
mit schwarzen, selten sn 


Schüsselchen. 


" Wohnort. 


Nil) 


1472. V. Pa- 
BELLANNG 


Erdorseille. 


.«Wohnott. .,, 
h“ To ‚Wallershausen; auf losen Felsenstükken 


- Flechten, | | 215 


Lichen lacteus Put f:Variolaria lac- 
tea Achar. | 


‚ Auf Felsen und grossen Steinen im 
Homburger ha 
DXIV. VERRUCARIA. Warzen- _ 
flechte. 
*. Die Schüsselchen weiss oder bleich. 
_ Eine weisse, bisweilen auch röth- 
lich aschfärbige, warzige Kruste und 


weisse Schüsselchen mit gleichfar- 


‚bigem, 'gewölbtem, aufgeschwolle- 


nem Bande: 


Lichen Parellus Linn.: Patellaria Pa- 


rella Achar. 
; ‚Auf.den. Steinen des Rabenbergs bei 


Iaay, 


dicht an der Chaussee bei Birstein; am 


Weg \ von Pferdsbach bis Binsachsen etc. 


‚. In,Frankreich a ‚diese Schorflechte 


gesammelt, klein gerieben, mit Kalk 
vermischt und mehrere Tage "mit ver« 


| ee Harn benezt. Nach 8—10 


Tagen Pc es, "wird York und dann 
zur Färberei gebraucht. Nach Valen- 


216 23. Klasse. 6. Ordnung. 


tin und Ferber bereitetman ineiner 
Fabrik zu Amsterdam Lakmus aus ihr. 
Nach Am oreux macht sie in Frank- 
reich besonders”zu St. Flour und Limo- 
ges ,„ einen beträchtlichen Handelszweig. 


1473.V. FAGı- Fine warzige weisse Kruste mit 


En an gleichfarbigen Schüsselchen. 


zenflechte. 


Lichen fagineus Linn. Variolaria fa- 
ginea Achar.. 


a. Mit eingefasstem Rande und schüs- 
seltragender Mitte, 

b. Mit ausgebreiteter Kruste und meh- 
ligen zulezt takkend werdenden Schüs- 
selchen. 


“ 


c. Mit ausgebreiteter Kruste und war- 
zig mehligen, “ zusammenfliessenden 


Schüsselchen- 
Wohnort. Häufig auf Baumrinden vorzüglich 
der Buchen und auch auf Steinen. 
Nuzzen, Mit Alaun färbt sie rostfarbigbraun, 


Big v. RE FE: Hide weisslich- aschfarbige Kruste, 
Bleiche War- mit blassfleischfarbigen, weisslich 


zenflechte, gerändeten Schüsselchen, welche 


Flechten. 217 


zulezt gewölbt, geknäult zusam- 
mengehäuft und unförmlich wer- 
1728 den. 


Lichen pallescens FF eis. Lichen pal- 
‚ didusac angulosusSchreb. L. subcar- 
neus Swartz; FHestr. Patellaria 


angulosa Achar. 


Wohnort. Häufig an der Rinde junger Bäume. 


1475.V. crau- Einerizzige, weisslichaschfarbene 
COMA,. 
Ferschleierte a 
eg farbigen, oder blassblauen, zulezt' 
echte, 


Kruste, mit verschleierten, gleich- 


schwärzlich werdenden . Schüssel- 
chen. | | 


Lichen sordidus Pers. L. albido cae= 
'sius Schrad. Patellaria glaucoma 
| Achar. 


Wohnort. Auf den Steinen des Rabenbergs hei 
Wallersbausen ; auflosen Felsenstükken 
um Crainfeld ; auf Felsen an der Chaus- 
see zwischen Hitzkirchen und Birstein; 
auf losen Steinen am Wegvon Wenings, 
nach Gedern. 


ur 


216 23. Klasse. 6. Ordnung. 


x 
‘, 7.#%. Die Schüsselchen röthlich oder gelb. 
ei { i 


1476.V.RUBRA,,, ‚Eine weissliche, zulezt ganz ver- 
Rothe Har- ; 
' is fi # BI dunkelte Kruste, und hohle fleisch- 

‚farbröthliche Schüsselchen mit 


| weisslichem gekerbtem Rande. 
-‘ Lichen Ulmi Swartz' L. marmoreus 
Dicks. FFith. L. pruinosus Hum- 
bolt. Patellaria Ulmi Achar. 


»‚Wohnott. : ‘An Baumrinden in Wällern zwischen 
2. Philippsruh und der Hartig. 


Hi 
H 


1477. V. Aus; ld Ele; ‚warzige, fast aschfarbige 


N A . 
RANTIACA „schwarz umkränzteKruste, mit po- 
Pameranzen '"", 


farbige meranzenfat big - ZORRJICHER , ; ‚geib- 
Rede „tändigen Schüsselchen. 


 Tiehen ‚flavor ube scens I u ds. With. 
 Lichen aurantiacus Li shtf. RR 


laria UUNGRREFUR Achar. 


o 


“Wohnort. Auf Steinen im v ebene und auch 
iu im "Homburger Gebirge. 


1478.V. HoLd- ' Eine warzige pomeranzenfarbige 


carPpA Ehrh.» 
Feuer farbige Kruste, mit gehäuften röthlich po- 


Beh Bo 'meranzenfarbenen Schüsselchen. 
EeCcllLCs 
Lichen holocarpus Ehrh. Patellaria 
‘ © holocarpa Achar. 


„ Wohnort. 


1479. V. suB- 
FUSCA. 
Briäunliche 
FT 'ärzen« 
ftechte. 


Wohnort. 


1480. V. Fus- 
CO -ATRA. 
Schwarzbrau- 
nie JF arzen- 


flechte. 


Wohnort. 


Flechten. 219 


- 


| \ 
'AufHolz beiSteinheim, und noch an 


mehreren andern Orten. 


#*, Die Schüsselchen braun oder schwärzlich. 


Eine aschfarbig weissliche Kruste, 
mit röthlichbraunen, etwas aufge» 


deren 
Rand aschfarbig- - weisslich ist. 


schwollenen Schüsselchen, 


Lichen sub fi nUSscus Ri inn. Patellariasub- 
Fusca Achar. 


Häußg i in unsern Wäldern Kein Baum- 
rinden. 


Eine aschfarbigbraune, rizzige 


Kruste, mit schwarzen, niederge- 


‚drükten, dicht beisammenstehenden 


Schüsselchen von:gleicher Höhe der 
Kruste. 


Lichen fusco- ater PV’ ul f. Patellaria 


scytropa Achar. 


 AufFelsen und Steinen des Feldbergs, 
Alıkühns und des Falkensteiner Schlos- 
ses. erde Ä 


# 


220 25 


. 


1401. V. ATRA, 
Schwarze 
IF arzen- 


fiechte. 


3. Klasse. ‚6. Ordnung. 


Eine aschfarbigweissliche, rizzi- 


ge, runzeligkörnige Kruste, mit et- 


was aufgetriebenen, schwarzen, 
weissrändigen, schwachgekerbten 
Schüsselchen. 


- Lichen ater Schreb,Reich. fl. Moe- 


Wohnort. 


1482: V. con- 
EFLUENS. 
Zusammen- 
iessende 
FT arzen- 


fiechte. 


Wohnort. 


nofr. L. tephromelas Ehr h. L. nigri- 
cans de Neck. Patellaria tephromelas 
Achar.: 


Auf Felsen und Steinen im Hombur- 
ger Gebirge und auch in der Häge zwi- 
schen Höchst und - /erthheim ohnweit 
Wächtersbach. 


Eine gleiche. warzig-aschfarbige 
Kruste, welche oft auch gänzlich 


fehlt‘; mit’gewölbten, schwarzen, 


"im Alter zusammenfliessendenSchüs- 


selchen. I 

Lichen confluens ZY’ eb. V: errucaria ni- 
gro-cinerea Märklin. Patellaria con- 
Ur fiuens Achar. | 


Auf losen Felsen zwischen Birstein 
und Hitzkirchen am Weg; auf Felsen 
im Homburger Gebirge, Bi 


Flechten. ° PFR\ 


1483.V.resse- Eine aschfarbig- milchweisse, glei- 


LATA. 
W'ürfelige 
FT arzen- 
flechte. 


che, rizzig würfelförmige Kruste, 


mit schwarzen, anfangs punktför- 


migen, eingedrükten, älter grösser 


werdenden und von der Kruste um- 
gebenen Schüsselchen. 


Lichen punctatus Dicks. Urceolaria 


tessulata Achar. 


Wohnort. . Auf der Kiesel-Breccia vor Vilbel 


1484. V. MUL« 
TIPUNCTATA“ 
Fielpunctige 
IT arzeıı= 


‚flechte, 


Wohnort. 


auf dem Hexenberg. 


“ Eineaschfarbig-milchweisse, glei- 
che, rizzig- würfelförmige Kruste, 
in welcher mehrere Schüsselchen 
in einem kleinen Raum eingedrükt 
beisammen stehen, welche zulezt 
hervorbrechen und gerändet erschei- 


nen. 
Urceolaria excayata Achar. 
Auf Steinen in der Häge zwischen 


Höchst und Werthheim ohnweit Wäch- 
tersbach. 


202 035. Klasse.‘ 6, Ordnung. 


[3 


1485. V. SCRU- - 


POSA. 
Rauhe IV ar- 
zenflechte, 


Wohnort. 


Nuzzen, 


1486. V. coN« 
TOR.TA. 
Gedrehte 

I arzen- 


‚flechte. 


Eine warzige, rizzige, aschfarbige 
Kruste, mit vertieften, hohlen, 


A .. hd . 
schwärzlichen, gering gekerbten, auf- 


geschwollenen eingerollten Schüs- 


selchen. 
Lichen seruposus Schreb. L. excava- 
tus Relham. L. ocellatus FF ul f. Ur- 


ceolaria scruposa Achar. 


Auf Felsen, "Mauern und auch auf 
Holz: auf faulem Holze bei dem Ha- 
nauer Fischerhof ; an der Hanauer Fa- 
saneriemauer; auf Felsen hinter ‘dem 
Steinheimer Schloss ; auf Basaltfelsen, 
der wilde Stein genannt, bei Büdin- 
gen; auf Felsen bei der Goldgrube im 
Homburger Gebirge. 

Mit Eisenvitriol und Alaun, liefert 


sie eine graubraune Farbe. 

Eine warzenartige Kruste, mit 
am Rande niedergedrükten, etwas 
gedrehten,bleifarbigen brustwarzen- 


ähnlichen Warzen, welche an der 


Spizzeeingedrükte, hohle, mitrun- 


zeligem bestäubtem Rande verse- 


hene weisse Schüsselchen tragen. 


‘ 


1b) 
|) 
© 


Flechten. : 


Lichen rupicolav FFith. Urceolaria 
Hoffmanni, Achar. | 
Wohnort. Auf losen Steinen zu Vilbel bei den 
Steinbrüchen ; auf Sandstein - Stükkchen 
zwischen Langenselbold und Rothenber- 
gen auf der Anhöhe. 


1487. V. ım- Eine aschfarbig-weissliche, milch- 
MERSA. 
Vertiefte fa arnge Kruste, mit vertieften, schwar- 
IV arzen- zen, abfallenden Schüsselchen. 
flechte: ' 


Lichen calcivorus Ehrh. L. immersus 
-Web. Schrad. etc. Patellaria im- 


mersa Achar. 


Wohnort, Häufig auf den Felsenstükken welche 


um Bergen zerstreut herum liegen. 


1488. V. Mus- Eine warzige, graubestäubte, äsch- 
CORUM. 

Moos -FVar- 
zenflechte. _ ten zulezt gewölbten, schwarzen 


farbige Kruste, mit flach gerände- 


Schüsselchen. 


Lichen MuscorumBetz.PV eb. IF u Er. 


Patellaria Muscorum Ac har. 


Wohnort. Zwischen Moosen, z.B. zwischen Ha- 
nau und den Rückinger Schlägen nicht 


weit von dem Schindanger etc. 


224 23. Klasse. 6. Ordnung. 


‚489. V. int- Eine fast aschfarbige Kruste, mit 
 TATA. \ 
1 N. schwarzen, flachen oder gewölb- 


ff Se Zen- ten, einer schwarzen ausgeschweif- 
echte. gr 3 
ten Linie umgebenen Schüsselchen. 


Lichen limitatus Scopl. Lichen san« 
guinarius Reich. f. Moenofrankfr. 


Patellaria parasema var. a. dchar. 
Wohnort. Häufig auf Baumrinden und Steinen. 


1490.V. ATRO- Fine undeutliche Kruste, mit 
SANGUINEA, 


Schwarzrothe schwarzblutrothen , schwarzrändi- 


Warzen gen Schüsselchen. 


flechte, | x „i 
Lichen sanguineoater IV ulf. Patel- 
lariasanguinevatra Achar. 
Wohnort. Auf losen Felsen bei der Heidetränke 
| am Altkühn und bei dem Taufstein im 
Oberwald. | 


**+*, Mit gelblicher Kruste. 


1491. V. Lu= Eine mehlartige gelbliche war- 


TESCENS, R E ’ y 
Gelbliche zige Kruste, mit in der Mitte aus 
urn dem fleischfarbigen und gelben, 
fiechte. 


sehr schwach röthlichen, gleich- 
farbigrändigen, (sehr selten vorhan- 
denen) Schüsselchen. 


Flechten, a 205 


Fr r „Lepraria lutescens 4 c har, 
"Wohnort.  AufBaumrinden häufig in unsern Wäl- 
dern er 


1492. V. sutL-, ‚Eine warzige schwefelgelbe oder 


SChW fol furk schmuzzig _rostfarbene gelbliche 


bige ZTarzen- Kruste, mit verschleierten gewölb- 


echte. $. : 
J eo, 5 .ten,..schwarzen Schüsselchen mit 


bleicherem Rande. 


Lichen sulphureus Di a s.Sc 1 rad. 
With. L. calcarius Leers., Patella- 
 ria sulphurea Achar., 


“ 


Wohnort. Auf: Basalt hinter Steinheimj.auf lo- 
| sen Felsen an der Chaussee zwischen 
Birstein und Hitzkirchen. 
1498. V. HaEr- Fine warzige blassweisslicheKrus- 
MATOMMA. SAN A: 
Blutfarbige te, und blutfarbige, im jungen Zu- 
/Farzen __ $tande ‚hohle, im Alter gewölbte 
flechte. N PER: { 
L Schüsselchen, mit einem körnigem, 
dikklichem,blassweisslichem Rande. 
Lichen nern Ehrh. ete. L. 
ochroleucus de N ech. L.ventosus P oll. 
Lichen coccineus Dicks. etc. Patella- 


ria Haematomma Achar. 
5. Ih % Pr 


l j ) 


226 05. Klasse,’ 6. Ordnung. 
Wohhort. ‘Auf losen "Felsen unterhalb der Kö- 
nigsteiner Vestung und auf Felsen’ im 
Vogelsberg. 
1494. V. 6eo- ° Eine rizzige würfelartige grün- 
GRAPHICA. . . x | un DEE 5 
ee FR lichgelbe Kruste, am Rande mitei- 


ähnlicheJV ar nıgen untermischten Schüsselchen 


zenflechte.. ; UGORMER schwarzen Fleken. 


E Lichen. atrovirens En Juniorem Fi 
"geographicus Linn. maturum L. Oe- 
za. sderi Gunn. senescentem Lichenem ex 


hibet. Urceolaria geographica Achar. 


"Wohnort, Auf Kiesel-Br eccia bei.dem:Hexen- 
ir berg vor Vilbel y auf Felsen des Alt- 
‚kühns; ‚ Feldbergs, um das Falkenstei- 
ner Schloss ; auf dem‘ Johannisberg bei 
mener zwischen okenburg ,. Eon, 
"'Münzenber& auf'Felsen ; aufFelsenum 
Me NER im Vogelsberg; auf ‚dem 
‚Basalt = Felsen der wilde Stein genannt 
‘ıbei Büdingen; auf dem Sonnenberg bei 
hr >. L 


Pie N be 


Flechten. | 227 


„.+##*#, Mit staubartiger Kruste und bisher noch 
unentdekten Befruchtungstheilen. 


1495.V.seses- Ein staubartige dünne aschfarbi- 
TrIA Nobis. 


Dekkför mige g® Kruste. 


FF arzen- 
Rechte su Byssus saxatilis Li inn. R etz. Huds. 
Reic h. fi. Moeno fr. Lichen einereus 
ah Hagen. Rotsh.L.segestria deNeck. 
’ Lepraria segestria.dchar. 
Wohnort, Auf:Steinen und Felsen bei dem zer- 


störten Falkensteiner Schloss. 


„4 I 


1496. V.rtava: Eine stanubartige, dünne, sehr 


bis. 

Zr ar ‚gelbe Kruste. 
oe arte Byssus candelaris Linn. Reich. Poll. 
A ete. Lichen candelaris Neck. Lichen 
> flavus Schrebs Hagen. Lepra 'ean- 
delaris Ehrh. Wi gg. Lepraria Jars 

„Achar. 
j: LER 

Wohnort. Auf halbfaulem Holz und auch an 


der Rinde alter Bäume, 


1497. V.ALEA  TFinestaubarti ge, sehr weisse Krus- 

Nobis, \ % 

FFeisse VW ar- te 

zenftechte, ‚Byssus lacten Linn. Betz. Poll, 

R eich fl. Moeno fr. Lichen lasteus 
Pa 


28 23. Klasse, ; 6. Ordnung. . 3 


Schreb. ete. Lepra lactea FEigg. 
Lepraria alba Achar. 


Wohnort. An Moosen und auf Baumrinden. 


1490. “ ınca- Eine staubartige, erdscholienför- 
na Nodis. 
GrasaN Hei mige, etwas zottige graue Kruste, _ 


zenflechte. 


Byssus incana. Linn. Retz. Reic h- 
fl. Moenofr. Lichen incanus Schreb. 
etc. Lepra incana Wigg. Schrank. 


Lepraria incana dchar, 


Wohnort. An Moosen auf feuchter beschatteter 
Erde und auch auf Baumrinden,’ 


DXV. SPHAEROPHORUM, Kugel 


di flechte. 


1499. 9. STE* . Stengelig, dicht, rasenartig, wal- 
RILE Achar., 
Unfruchtbare zenförmig ; aschfarbigbraun, mit 


Kugelfiechte. gehr kurzen gedrängten gleichhoch- 
. stehenden nakkenden  Aesten...y, 
Lichen fragülisEhr h. Haz gen. Neck, 
€ eb. „ete., non Linn. Lichen caes- 
pikosns Berth 2 Moene Fr. Stereo-. 


caulon fragile Hof fin. Sphaeropho- 
WE Eis. nirzsı fraegähs Pers, Schrad. | 


Flechten. 229 


Wohnort. Auf den Felsen des Feldbergs, des 
Altkühns und auch am Fuse dieser Ge- 
 birge bei dem kalten Wasser.' 


„\.. DXVL ENDOCARPUM, Innfrucht- 
flechte. 


.500.E,?V- Fast lederartig, dunkelgrün, un- 
'sıLLum Hedu. Sk ; . i 
‚Kleine: Im- ten weiss, die Blättchen deutlieh, 
Lruchtflechte. klein, ‚zugerundet ekkig und lap- 
pig, die Früchte schwarzbraun. 
Dichen trapeziformis Dicks. Zoe« 
go Retz. Endocarpon Hedwigii 
| dchar, 
Wohnort. Auf dem Lerchenberg ohnweit Sach- 
| | senhausen auf der blosen Eide. 


1501.E.aquA- Die nach Schimmel oder Urin 
rıeum Nobss. 

ZY.asser - Inn- riechenden Blättchen dachziegelför- 

ffuchtflechte, mig übereinanderliegend, niederge- 

“ drükt, warzig, gefaltet stumpflap- 

pig, nass oben schmuzzig grün, 

trokken aschfarbig, unten weiss- 

gelb, die selten zum Vorschein kom- 

menden Früchte röthlichbraun, mit 


zahllosen Punkten durchstochen. 


% 


230 | 23. Klasse. 6. Ordnung, | 


Lichen aquaticus ZV eis. Liehen  flu= 
viatilis PVeb. Lobaria aquatica 
Hoff m. Endocarpon JVeberi Achar. 


Wohnort. Auf Steinen in dem kalten Bach hin- 
‚ter Oberursel, 


a 


1502.E. minı- Fast knorpelartig, nabelförmig 


ATUM Achar, | k 2 
Mennigfar- hökkerig, oben punktirt undasch- 


bige Inn- farben, unten dunkelgelb und et- 


fruchtflechte. | 
was rauh. 


Lichen miniatus Linn. 


Wohnort. Auf den Felsen im Falkensteiner 
Schloss, 
Nuzzen.. Mit Alaun liefert sie eine graubraune 


ins grünliche fallende Farbe. 


1805. E. uE- Eine aschfarbige Kruste, mitasch- 
LANOSTOMUM _ } er Nee 
NAhEk farbigen, gehäuften, der Kruste 


ei eingesenkten, 'erhabenen, ekkigen, 
RE, glatten Früchten, welche mit einer 
oder mehreren kleinen schwarzmün- 
digenOefnungen versehen und durch- 


stochen sind. 


Flechten. ; ;, 33 


Lichen pertusus Linn. L. verrucosus 
Huds. L. carpineus Neck, Sphäria 
pertusa FF eis. 


Wohnort. An Baumrinden im Wilhelmsbader- 
walde, in der Bulau bei Hanau und 
auf dem Farrwiesenberg bei Oberro- 
'denbach ; auf Felsen bei dem Falken- 
steiner Schloss und auf nakkenden Fel- 
sen zwischen Rokenburg und Münzen- 


berg. 


X DXVI. BAEOMYCES, Schwamm- 
 flechte, 


100 B. rose- Die Kruste weisslich, kugelig, 


kei mit a fleischfarbigen Köpf- 
Schwanmm- ch en. 


fleehte: >! | 
Lichen Baeomyces Linn. Supl. Tu- 
"" 'bercularia erieetorum IV igg. Baeo- 
7 myces ericetorum Achar. 
> E . ” 
Wohnort. Häufig auf dürren Heidepläzzen, vor 


züglich im Frühling und Herbst, 


1505. B. Bys- Die Kruste aschfarbig grün, mit 
SOIDES „Achar. z “ 

Byssusähnli- gestielten braunen Köpfchen, 

che Schwamm» 


flechte. 


‚252 05. Klasse. 6. Ordnung. 


\ 
Wohnort, 


1506. B. ru 
cus Nobis. 
Braune 
Schwanm- 


flechte. 


% ı 


Wohnort. 


Lichen fungiformis Scopl. Lichen 
byssoides Linn. Cladonia fungifor- | 
mis Schrad. Baeomyces rupestris Pers. 
Tubereularia fungiformis Wigg. 


Auf dürren Heidepläzzen vorzüglich 
im Herbst und Frühling, z. B. an ei- 


'nem Graben im Bruchköbler Hägewald; 
auf dem Schäferberg bei Michelbach, 


Die Kruste grün, mit gestielten | 
gehäuften, braunen Köpfchen. 


Lichen symphycarpus Ehrh. Lichen 

fusceus Hoffm. Cladonia fusca 

Schrad. Helopodium symphycarpum 
Achar. 


— 


Auf der Erde in Gräben beiden Rük- 
kinger Schlägen ohnfern Hanau; an 


‚sumpfigen Gräben in. der Gegend des 


Frankfurter Forsthauses. @ Ni 


* 


Schwämme. m 853 


VI. ORDNUNG. 
Funcı. Schwänıme. 
DXVII, SPHAERIA. Kugel- 
schwamm. 


I. ne Mit Stengeln, oder ver- 
 längertem,, keulenförmigem, einem 
""Strunke versehenem Fruchtbehältnis, 
*. Das Fruchtbehältnis fleischig. 
507.9. mıLI-  Fleischig, gelbroth, das selten 


TARIS, 
Keulenartiger zweispaltige Keulchen durch die 


Kugel- hervorragenden Kügelchen ‚hökke- 
schwamm, 
| Sic 


b. In at: TOR Eeulähen ge. 
theilt. 


Clavaria militaris Linn. 


Wohnort. | In Wäldern an Fatldn Baumstämmen, 
unter dein Moose, hin und wieder auch 
auf Graspläzzen auf der Erde; jeder- 
zeit aber auf Raupen. oder Schmetter- 
Jings - Puppen welche durch die zu häu- 
fige Nässe zu Grunde gegangen sind. 

Erscheinungszeit, Nach häufigen Regen zu Anfange 
des Herbstes, 


254 23. Klasse, 7. Ordnung. 


Bemerkung. DieBenennungen der Schwammarten 
sind vorzüglich nach Persoon. 


1500.8.0rH10- Das verdikkte etwas aufgeschwol- 
GLOSSOIDES 

Ara zunge a lene Keulchen oliven -schwärzlich, 
Kugel: bisweilen zweispaltig. Der Strunk 


schwamm. | A ? 
' unten und innwendig gelb. 


Clavaria radicosa Bull, 


Wohnort, In Heidegebüschen und Nadelholzwäl- 
| dern,.z. B. um Offenbach; Darmstadt 


» etc, 
Erscheinungszeit. Im Herbst. 


**, Das Fruchtbehältnis korkartig. 


1509. S. aypo=- : Gesellschaftlich wachsend, ästig, 


XYLON, Aal 
I; = Kuse], Zusammengedrükt, am Grunde kurz- 
na Hure 
schwanm. haarig, 
Clayaria hypoxylon Linn. Sphäria 
cornuta H o FF m- 
Wohnort. Häufig in unsern Wäldern und Gär- 


ten auf faulenden Stämmen; verdorr- 
tem Holz und auf Brettern. 


Erscheinungszeit. Im Herbst. | 
Beobachtung. , Die schwarzen rauhen Haare welche 
sich auf dem Strunke des unreifen 


Rh 


1510. $S, DIGI« 
TATAZ 
Finger förmi- 
ger Kugel- 
schwamm 


Wohnort. 


! 


Schwämme. 235 


Schwamms befinden, verwandeln sich 
zulezt in einen braunen Filz und die 
im Winter unreifen Keulchen sind mit 
vielem Staube bedekt , haben aber keine 
Kügelchen , sondern bekommen solche 
erst in ihrem reifem Zustande im Som- 
BIOS: re 

Rasenförmig wachsend, schwarz, 
mit: glatten am Grunde zusammen- 
gewachsenen Strünken und rund- 
lichen Keulchen, deren oberes En- 
de langzugespizt und unfruchtbar 


ist. 


Clayaria digitata Linn. Sphäria cla- 


vata Ho Fr fm. 


Häufig an Wurzeln und Baumstäm- 
men ; hauptsächlich aber an Zimmerholz 
und auf Pfählen., 


Erscheinungszeit. Im Herbst, 


ı511.$. POLY« 


MORPHA, 


Vielfachge- 


gelschwamm. 


Gesellschaftlich wachsend, man- 


‚nigfaltig gestaltet, mit schwarzen, 
stalteter Ku= 


bauchigen, oben stumpfen, über- 
all mit Kügelchen besezzteh Keul- 
chen. 


‘ 


236 25. Klasse... 7. Ordnung. 


a. Spatelförmiger:etwaszusam- 
mengedrükt ö verkehrt kegelförmig, mit 
einem sehr kurzen Strunke. 


b. Brustwarzenähnlicher:Das 
bauchige Keulchen hat eine lange, dikke, 
 unfruchtbare Spizze, 


Sphüria carchariae obtusa Mei 8- 
Sphäria digitata Sowerby. Clavaria 
digitata Holmsk. 


Wohnort, “© Auf halbfaulen Stämmen in Wäldern, 
 z. B: bei Bischofsheim in der Lohe auf 
faulen Buchenstämmen. 
Erscheinungszeit. Im Herbst. 


II._ AstueıLung. Das Fruchtbehält- 
nis stengellos, rundlich und ausge- 
breitet, mit zirkelrunden Kügelchen 
besezt und dadurch hökkerig. 


ı1512.$8.nırı Einfach, fast einzeln stehend, 


u Eis iii hu etwas verborgen, jung olivenfarb- 
Kusgel- weisslich und glatt, im Alter glän- 
schwamm. 
zend sch warz und rizzig, mit gleich, 
farbigen Kügelchen.. 
Wohnort. “ An.abgestorbenen Hainbuchen in Wäl- 


deın um Hanau, Offenbach etc. 


"" Schwämme. Br 


Erstheinungszeit. ' Im Herbst. 


1518. S. RUBI- SR Gross, rundlich oder eyförmig, 
FORMIS. u 
FHimbeeren- 


förmiger Ku= wendig gleichfärbig schwarz, mit 


gels cam, 


am Grunde flach, aussen und in- ’ 


runden etwas hervorragenden. Kü- 
"" gelchen. 


I +  Hypoxylon granulosum Bull. Sphäü 
ria fragiformis Humb. 


Wohnort, In Wäldern an verdorrten Stämmen, 
meistens einzeln wachsend , z,B. um 
Hanau, Steinheim, Offenbach, Frank- 
furt,« Darmstadt‘, im! Vogelsberg etc. 
Dinsbeinnngekaih Im Frühling und, ‚gern 


1514. S.FRAGT- | Gesellschaftlich eanhieni, fast 
FORMIS, 

Erdbeeren- zusammenlliessend, ; jung schön“ men- 
förmiger‘ Ku- nigfarbig, älter schmuzzigroth, in 
‚gelschwamm. Lira 1 “r i 2: 
OO = = 'wpelchem Zustande er die Kügel- 
‘chen enthaltendeRinde oft verliert. 
Das feste Fleisch slänzend schwarz. 
Die MER AO Kügelchen et« 


" was BENTORAERNN 
Ye 51 
Lycoperdon Ba Linn. Sphä= 
ria lycoperdoides Bicorticata IF eig. 


258 25. Klasse, 7. Ordnung. 


Wohnort. Nicht selten in. unsern. Wäldern an 
‚Rinden und Aesten absterbender Bäume. 
en Im Frühling und Herbst. 


„915. & ‚FUSCA. Unförmlich, fast BEA AT N. 
Brauher Ku- 

„gelschuamm. send, braun, inwendig beinahe 

' gleichfarbig; die Kügelchen punk- 

tirt oder gleichsam nabelförmig und 

etwas hervorragend. , 
Sphüria Fragiformis Hof, Im. Sph. 
tuberculosa Bolt. Sph. confluens 


Ä wild, 


Wohnort. lei Wäldern, hauptsächlich in Zäu- 
nen, 'an:den 'verdorrten Aesten der Hä- 
selstaude und des NN ERBEN 

Erscheinungszeit y Im Herbst. ! N 


„516. S. PALLI= Gesellschafilich wachsend, or 
Bein Ku- ‚stert, ‚fleischig, ‚ jung insgemein 
‚gelschwamm. wyeisslich, mit einem weisslichen 
‚Filz bis an den Grund umgeben, 
älter glatt und blass strohfarbig; die 
hervorragenden Kügelchen stroh- 

R farbig. 

| Sphäria gelatinosa Tode. 


/ 


'Schwämme. | 239 


sei 0 0, Mit fast gallertartigen grünen Kü- 
' gelchen, „1.50 


3. Sphäria gelatinosa @ viridis Tode. 


PA Auf RE werde an moorigen Orten 
| » "fault und auch auf Fichten Stämmen. 
Erscheinungszeit. Im Herbste. 


1517.8.m£Lo- Mehrere stehen meistens in ei- 
GRANMMA,. 
Zeilen- Kugel. Mer länglichen Reihe, sind verkehrt 


‘schwamm, kegelförmig und schwärzlich rus- 
farben; die Ne ao etwas her- 
Vorragend. 


| F Sphäria Ba Pers. Yariolaria 
ı Melogramma Bull, 


Wohnort. Nicht selten an den Aesten der ge 
b nptast meinen Buchen, aus welchen er mit 
ua. @9b Diiger!Oberhaut derselben umgeben her- 
PRARIIEFZ, 2. B. im Vilbeler Wald, 


a 


Erscheinun gszeit. ‚Im Herbst. 


4618)8. Rıse- Weich, chend, 


SIA. 

Yale cher .„. etwas angedrükt, dunkelschwarz, 
"oh Kugel- der Länge nach gleichsam rinnen- 
schwamm. DEREN. 7 r 
| förmig, an der Oberfläche wegen 


N 


240 23, Klasse. 7. Ordnung. ur 


den. hervorragenden Mündungen 
unter dem Vergrösserung: glase kör-- 
.nig; die durchschnittenen Kügel- 
chen weisslich. | 
Wohnort. Häufig an den verdorrten Aesten der 
| | rothen Johannisbeere , aus deren Rinde 
er quer hervorbricht, 


’ 


Erscheinungszeit. Im Winter.‘ 


1519. $. Sam- h3 Fast zirkelrund Ye 


Hollunder.K Ku- ziämnlich eben, dunkelschwarz; die 


g elschwamm, Substanz aschfarbig und weich, aber 
kaum gallertartig; die Kügelchen 
zusammengehäuft und weiss. 

ee natans Tode‘: 
ah ‚I rt 
Wohnort. , ‚Hin und wieder an..den yes: des 
gemeinen Hollunders und des Attichs. 

Erscheinungszeit, Im Herbst. Y 

Beobachtung. Durch seine Substanz „und die Lage 
seiner Kügelchen unterscheiden. er sich 

hbaraıl von dem ihm ähnlichen-scheibenförmi- 

| . gen Kugelschwamm (SpA. diseiformis.) 


Schwämme. 241 


II. AsrneırLung. Die Gestalt mannig- 
faltig, ausgebreitet, zirkelförmig oder 
rund; die wagerechten Kügelchen zer- 

streut, dem fleischigen Fruchtbehältnis 
eingesenkt ; die Mündungen zerstreut, 
meistens hervorragend, warzenförmig 
oder kleindornig. | 


ı520.$8.Poro- Gesellschaftlich wachsend, mit 
NIA, . | 
Punktirter Ku. Yostfarbigem Strunke und abgestuzz- 


gelschwamm. terScheibe,becherschwammähnlich, 
| weisslich; die zerstreuten punkt- 
förmigen Kügelchen schwarz. 
Peziza punctata Linn. Poronia Gle- 
ditschii FYilld. Sphäria punctata 8 o- 
werby. Sphäria stercorea Pi g2: 
Sphäria truncata Bolton, 


Wohnort, In sandigen Gegenden auf Pferde-sel- 
tener auf Kuhmist, 
Erscheinungszeit. Im Frühling und im Herbst, 


1521.8. pzuss Weit ausgebreitet, dikk, wellen- 


TA. “ u ° 4 
Voelbrascnter förmig runzelig, mit Blasen . be- 


Kugel- sezt, anfangs fleischig, aschfarbig- 
schwamm. ER, h 
weisslich und mit Staub bedekt, 
zulezt schwarz und steif. 
3. Th. 2. Ä Q 


242 23. Klasse. 7. Ordnung. 


Sphäria maxima FF eb. Sph. versipel- 
lis Tode. Hypoxylon ustulatum Bull, 
ort 


Wohnort, In Wäldern an faulen Wurzeln und 
 Baumstämmen, z.B. in der Lohe bei 
‘ Hochsadt, in der Dikke und in meh- 
reren Wäldern um Offenbach, um Darm- 
stadt, im Vogelsberg etc. Sur 
Erscheinungszeit. Frühling. bis in den Herbst. 
1522,9.$TIG-  Begränzt-ausgebreitet, jung eben 
MA. 
Narben- Ku- und bräunlich, alt schwarz, quer 
gelschwamm.  yizzig, mit eingesenkten flachen 
Mündungen. 
Hypoxylon operculatum Bull. 


Wohnort. Häufig in Wäldern und Zäunen an 
; den verdorrten Aesten des Weissdorn. 
Erscheinungszeit. Im Berbst. 


1523.5. guer-e Gewölbt, fast zirkelrund hervor- 


ichen Kugel! brechend; die Mündungen ragen 


schwamm. .. bisweilen zu einer halben Liniever- 


längert vierekkig hervor. 


Wohnort. -An den Aesten der Eichbäume, Z. ». 
i um Öffenbach, im Vilbeler Wald etc. 
Erscheinungszeit. Im Herbst. 


1524.5. DIscı- 
FORMIS. 

S cheiben för- 
miger Kugele 
schwamm. 


Wohnort. 


Schwämme. Di 


Zerstreut, zirkelrund, etwas flach, 
glatt 3 schwarzund etwas glänzend; 
die Mündungen eingesenkt, fast 
punktförmig; die Substanz inwen- 
dig 'weisslich aschfarben. 


Sphäria albescens Chlor. Lugd.. 


"Häufig an den verdorrten Aesten der 
gemeinen Buche, z.B. in der Lohe bei 
Bischofsheim ; um das zerstörte Hatt- 
steiner Schloss ; im Rüdlingshayner Wäld- 
chen im Oberwald. 


Erscheinungszeit. Im Herbst. 


1525. S, Gra- 
MINIS, 
Gras - Kugel«- 


: schwanm. 


IV. ABTHEILUNG. Ausgebreitet , mit 
wagerechten, anfangs bis gegen den 
Rand einzelnen, nachher zusammen- 
fliessenden Kügelchen, welche durch 
das Fleisch oder das deutliche Frucht- 
bebältnis nicht verbunden sind, und 
einigen "zwar entferntstehenden „ aber 
doch durch eine gewisse Kruste ver- 
bundenen Kügelchen. 

Auf Blättern sizzend, fast gleich- 
breit, Flekken ähnlich, glänzend 
schwarz, mit verborgenen Mündun- 
genutnuktn | 

Q2 


"244, 23. Klasse. 7. Ordnung. 


. Wohnort. Auf den Blättern der walzenförmigen 
Gerste (Hord. cylindr. Nob. Elym. 
europ. Linn.) als ein der Breite und 
Länge nach ungleicher Flekken. 

Erscheinungszeit. Im Herbst. 


1ı526.5.Ane-  Verlängert, unterbrochen, fast 


| Dil: -Kugel- gleichbreit, runzelig, dunkel, jung. 
schvamm. ___etwas aschfarbig, älter schwärzlich, 
mit zusammenhängenden, warzen- 
förmigen, fast nakkenden Kügelchen. 
Sphäria microscopiea Ehrh, 
Wohnort. An den verdorrten Stengeln des ge- 


‚ meinen Dills. 


Erscheinungszeit. Im Herbst. 


V. Astaeırung. DieKügelchen durch 
ein rindenartiges Fruchtbehältnis in 
einen deutlich kegelförmigen Rasen 
' zusammengehäuft, mit nach der Mitte 
zu sich entgegenneigenden Mündun- 
BR | 


2 


1637. S. Car- Auf Blättern ‚ fast kreisförmig 
ja: inbuchen- undsch wärz; die Mündungen klein- 


Kugel- ‚dornig, glatt, aufwärtsverdikt, am 
| Schwamm. 


Schwämme. 245 


Grundevon einem weisslichen, von 
der Oberhaut der Blätter entstan- 
denen Saum umgeben; die Kügel- 
chen dicht angenähert, 


RR Sphäria fimbriata & Carpini Pers. 
Sphäria spieulosa Batsch. 
Wohnort. Häufig auf der untern Seite abgefal- 
lener Hainbuchenblätter, 
Erscheinungszeit. Im Herbst. 
ı528.S.nıvEa. Kegelförmig, mit melilartiger 
Sehneeweisser A f 
Kugel- schneeweisser Scheibe und hervor- 
schwamm, ragenden warzenförmigen schwar- 


zen Mündungen. 


Lichen rosaceus Fl. Dan. 


Wohnort. Häufig an den verdorrten Aesten der 
Zitterpappel. 
Erscheinungszeit. Im Herbst. 


VI. AstueıLung. Die Kügelchen in 
einem Kreise stehend, niederliegend, 
nakkend, unter der Oberhaut der 
Baumrinden verborgen, meistens mit 


0246 23. Klasse. 7. Ordnung. y 


angenäherten Mündungen hervorbre- 
chend. \ F 
1529. $. puUL- Kreisförmig, nakkend, mit ey- 


CHELLA, SEEN 
Schöner Ku- förmigen, meistens zusammenge- 


gelschwamm. fallenen, nach Verhältnis ‚kleinen 
Kigelchen, welche sehr lange, an- 
gedrükte, wenige gerade und mei- 
stens gebogene, an der Spizze duıch- 
stochene Mündungen haben. | 


Wohnort. Unter der Oberhaut der Stämme und 
Aeste absterbender Kirschbäume beidem 
Niederrodenbacher Chaussee - Haus’ 
ohnweit Hanau. | 


Erscheinungszeit. Im Herbste nach häufigen Regen. 


\ 


-VII, AstueıLung. Mit einzelnen frei, 
en Küyelchen, obne Fruchtbehältnis. 


*, Die runde kleindornige Mündung mit dem Kü- 
gelchen gleichlang oder auch länger, 


1550.8. Sora- Aeusserst klein, gedreht, glatt, 
Nı. 

Karto [Fel- Ku- 
gelschwamm, brechender Mündung. 


mit kleiner fadenförmiger hervor- 


Wohnort. Unter der Oberhaut faulender Kar- 
toffeln. 
Erscheinungzeit. Im Herbst. 


 . Schwämme. 247 


- 


**, Die kleine, etwas verlängerte, kegel- oder 
walzenförmige Mündung kürzer als das Kügel- 


chen. 
1551.5.s0m> . Einfach, büschelförmig, schwarz 
RE N scheinend , unter dem Vergrösse- 
Kugel-  rungsglas bräunlich; die Kügelchen 
a verlängert, etwas bauchig und von 
weichlicher Substanz; die Mün- 
dung eine spizzige Warze, treibt 
gleich einigen andern Arten eine 
dem Mehl an Gestalt und Farbe 
ähnliche Gallerte aus. | 
Naemaspora glabra FF illd. Roth. 
Wohnort. An faulenden Stimmen wachsend, 
z. B: um Offenbach und Hanau in Wäl- 
dern. 


Erscheinungszeit. Im Frühling. 


1552.5. san- Einfach, eyförmig, blutroth, an 


reorharkca ER Spizze durchbohrt. f 


gelschwanm. 


Hypoxylon phoeniceum Bull. 


Wohnort. An der Rinde halbabgestorbener Na- 
5 delhölzer, z.B. in dem Homburger gros- 
sen Tannenwald. 
Erscheinungszeit. Im Herbst. 


\ 


% 


248 | 25. Klasse. 7. Ordnung. 


6335. S.Xv+ Einfach, zerstreut, schwarz ab- 
ek färbend; die Kügelchen eingesenkt; 


schen - Kugel- die kleine Mündung zulezt durch- 
schwamm. 


stochen. 
® Sphäria inquinans 8 Xylostü Pers. 
Wohnort. An halbabgestorbenen Aesten der 


Hekkenkirschen-Lonizere, wel- 
che davon schwarz überdekt sind. 


Erscheinungszeit. Im Herbst. 
DXIX. STILBOSPORA. Glanz- 
schwamm. 
1554.S.spuaer- Mit sehr kleinen kugeligen Saa- 


ROSPERMA, 


Kugelsaamen- FARM 

Glanz- 

"schwanm. | 
Wohnort, Auf den verdorrten. Halmen des ge- 


meinen Schilfs (4rundo phragmites ) 

wo er aus einer der Länge nach her- 

ablaufenden Spalte hervorbricht. 
Picheinnngsekte Im Herbst. 


DXX. HYSTERIUM. Venus- 
schwamm. 


1535. H. purr- ‚Gesellschaftlich wachsend, läng-. 


CARE. « . 0 . röth- ! 
Flohähnlicher Neb oder elliptisch, gestreift, 


Z enus- lichbraun und glänzend. 
schwamm. 


_ 


Schwämme, | 249 


Lichen scriptus ß pulicaris Light F- 


Wohnort. Häufig an den Stämmen der Eichen. 
Erscheinungszeit. Das ganze Jahr hindurch. 
ri Der Mangel einer Kruste und die 
-ihm eigene Steifheit unterscheidet ihn 
von den Schriftfleckten, 
1536. H.quer- Gebogen hervorbrechend, etwas 


CINUM. E ö ee 
EFichen-Venus- bauchig, weich, schwärzlich asch- 


schwamm. farben, 


- Hystereum nigrum Tode. Variolaria 
corrugata Bull, 


Wohnort. Nicht selten in unsern Wäldern an 
jungen Eichenästen. 
Erscheinungszeit. Das\ganze Jahr durch. 


DXXI. XYLOMA. Holzschwamm. 


n: *, Mehrere Fruchtbehältnisse in einen Körper 
\ 


verwachsen, 


1537. X. sa» Dikk, hökkerig, inwendig am 


Eylkdun Holz. Grunde knorpelartig, weıss, zulezt 


schwamm. in vielekkige Srükkchen zerrissen, ' 
Wohnort. Häufig auf den Blättern der Sahlweide. 


"Erscheinungszeit. Herbst bis Frühling, zwischen wel- 
cher Zeit er aufplazi und seinen Saa- 
menstaub ausgiesst. 


250 23. Klasse. 7. Ordnung. 


ı538.X. AcE- Flekkenähnlich, zart, dicht zus 
RINUM. . . 
Ahorn= Holz. sammenfliessend, etwas runzelig, 
schvamm, “ jn gebogenen Lippen auseinander- 
gehend, | 
Sphäria maculaeformis Ehrh. 


Wohnort. Häufig auf den Blättern der Lenne 
und des Feldahorns. 
Erscheinungszeit, Im Herbst. - 
**. Die Fruchtbehältnisse einzeln zerstreut, mei” - 


stens zugerundet, becherschwammartig oder punkt- 
förmig. 


155g. X. pzzı Gehäuft, zirkelrund, anfangs 
ee „  gelblichweiss, zulezt geöffnet und 


schwammarti- schwarz, mit aufrechtem etwas ge- 
ger Kugel- | . 
Dönbee: kerbtem Rande und blasser Scheibe. 


Peziza comitialis Sowerby. 


_ 


Wohnort. Häufig auf den abgefallenen' Eichen- 
blättern. 
Erscheinungszeit. Im Herbst. 


DXXI. NAEMASPORA, Ranken- 

schwamm. 
1540, N. cro- Nakkend, mit gehäuften, krausen, 
Par WERE ungleichen, kleinstrauchartigen, 


. 
ger Ranken- safe rangelb en Ranken, 
schwammg 


Schwämme, e5ı 


Elvela galbanum FYigg. Tremella co- 
ralloides Sehrank. Tremella coccinea 
Scop. 
Wohnort und Hauptsächlich im Winter an dem zum 


Erscheinungszeit. Verbrennen bestimmtem buchholz. 
DXXII, TUBERCULARIA. Kno- 
tenschwamm. 


1541. T. vur-  Gesellschaftlich wachsend, schön 


nrigä roth, runzelig- gefurcht, mit strunk- 


GemeinerKno- 

tenschwanm. förmigem, dikkem, blassem Frucht- 
behältnis. 

f ° Tremella purpurea L inn.-Sphäria mi- 


niata Bolt. Sphäria tremelloides 
HWeig. Elvela purpurea Schrebr. 


Wohnort. Häufig auf Jen abgestorbenen Aesten 
der rothen Johannisbeeren, der Wall- 
nüsse, Lindenbäume etc. 


Erscheinungszeit. Im Winter und Frühling. 


\ 


1542, T.cra- Hundlich, schmuzzig bräunlich, 
NULATA. 

'Körniger Kno= 
tenschwanm. Jenförmig runzelicher, hier.und da 


inwendig ochergelblich; mit wel- 


durch ungleiche Körnchen rauher 
Oberfläche, | 


. 


ch2 23. Klasse. 7. Ordnung. 
Wohnort: In unsern Wäldern auf mancherlei 
 Aesten, vorzüglich aber aufden Aesten 
des weissen Ahorns. | 
Erscheinungszeit. Im Herbst und Winter. 


1ı543.T.roses. Zerstreut, frei, aus kleinen un- 


) ther 5 . Hi 
SEIRRTDE förmlichen Klümpchen bestehend, 


Knoten- 
schwamm. zerbrechlich und rosenroth. 
Lichen roseus Schre b. Lepra rosea 
IWilld. Lepra carnea Ehrh. 
Wohnort. Nicht selten an Baumstämmen wo er 


meistens an der L. stellaris undp.a- 
‚rietina anhängt. 
Erscheinungszeit. Im Herbst und Winter, 


DXXIV. SCLEROTIUM. Haıt- 
schwamm. 
1544. S. Bras- Länglich, angedrükt, geebnet, 


SICAE, 
|Kohl-Hart- zart, schwarz, inwendig schwarz 


schwamm. punktirt. 
Wohnort und Im Winter an denen im Keller auf- 
Erscheinungszejt, bewahrten faulenden Kohlblättern, 


1545. S. vARI- Rundlich, etwas lappig, mannig- 
UM 


Mannigfalti- faltig gestaltet, runzelig, einzeln 
‚ger Har- oder zu 3—6 zusammengehäuft, 


schwamm. i 
| zuerst weiss, zulezt schwarzbraun. 


Schwämme. er 


Elvella Brassicae Hof fm. 
Wohnort und Im Winter an den Stengeln und Rip- 
Erscheinungszeit. pen des vergrabenen Kohls. 


1546. S. SE- Gesellschaftlich wachsend, kuge- 
MEN Tode, j R . : 

Saamen-Hart- Mg, etwas weich, jung weiss, alt 
schwamm. __schwarzbraun und zusammengerun- 


zelt. 


Sphäria Brassicae Dick. 


Wohnort. Vorzüglich an den auf Aekkern auf- 
gehäuften faulenden Kartoffelstengeln. 
Erscheinungszeit, Im Spathherbst und Frühling. 


1547. S. Err- Auf Blättern, mit gehäuften, 
SIPHE. h ; 
Filziger Hart- schwarzbraunen, auf einem weis 


schwamm. sen Filze sizzenden Körnchen. 
E 


Mucor Erysiphe Linn. 


- b. AufHaselstauden -Blättern mit sehr 
zartem Filze und sehr kleinen auf der 


'  eingedrükten Scheibe etwas zottigen 


" Körnchen. 
‚Wohnort. Auf den Blättern ‘von mancherlei 
| Pflanzen. b. Auf den Blättern der Ha- 
selstaude. 


Erscheinungszeit. Im Herbst. 


254 23. Klasse. 7. Ordnung. 


1548.$5. quer« AufBlättern, zerstreut, fasthalb« 


CINUM« 


Eichen- Harı- kugelförmig gewölbt, glatt, schmuz« 

schwanm. zig blass, zulezt fast ganz schwarz- 
werdend. 

Wohnort. In unsern Wäldern auf den abgefal- 


lenen verdorrten Eichenblättern. 


Erscheinungszeit. Im Sommer. 


DXXV. TUBER. Trüffelschwamm. 


1549. T. cısa-. Hauh warzig, schwärzlich und 
rıum Sibth. dicht. | 


Rssbarer 
Trüffel- Lycoperdon Tuber Linn. Lycoperdon 
schwamm. 
gulosorum. Scop.: Tuber gulosorum 
L 
Wige. 
Wohnort. Unter der Erde vorzüglich in Eich- 


und Buchwaldungen, die einen sandi- 
gen oder trokkenen lettigen Boden ha- 
ben, z. B. um Frankfurt bei der Sach- 
senhäuser Warte im Walde, und bei 


der grossen Saustiege etc. häufgimBel- 


lingerwald bei Steinau etc, 

Erscheinungszeit. Im Herbst. ; 
Nuzzen. Bei uns werden sie, ausserdem dass 
sie von Menschen eingesammelt werden, 


auch noch durch besonders abgerichtete 


» 
a An 


Schwimme. 255 


Hunde aufgesucht, welche sie unter der 
Erde ‚riechen und durch scharren die 
Stelle bezeichnen, wo sie dieselben ver- 
spüren. In Italien sucht man sie mit 
Schweinen auf, und damit sie diese 
nicht‘ fressen, legt man ihnen einen 
Ring um den Rüssel. Schon in den 
ältesten Zeiten waren die TIrüffeln ein 
Lekkerbissen. ‘Da sie ihres mühsamen 
Aufsuchens wegen theuer bezahlt wer- 
den, so kommen sie nur auf die Ta- 
‘feln der Vornebmen. Wir rathen sich 
gänzlich alles Genusses von Schwäm- 


men zu enthalten, weil uns mehrere 


Beispiele bekannt geworden sind, wo 
der Todauf ihren Genuss erfolgte. Wahr 
ist's, die Trüffeln sind unter allen 
Schwämmen noch am unschädlichsten ; 


aber sie’ bleiben doch immer Pilze, 


sind so leicht in. der Küche entbehr- 
lich und 'nicht immer von allen bösen 
Eigenschäften gänzlich frei zn sprechen. 


Diejenigen sollen die Besten seyn, wel- 


cheinwendig weiss sind und nach Knob-_ 


lauch. riechen. Man findet sie von ver- 
schiedener Gestalt und Farbe, welches von 
der mehreren oder wenigern Reife her- 
rührt, 


\ 


256 23. Klasse. 7. Ordnung. 


DXXVI. TULOSTOMA. Schwü- 
lenschwamm. 


ı550. T: Bru- Der Strunk beinahe glatt; die 


a häutige kugelige Schwammkapsel 


Schwülen- hier und da mit Schuppen besezt 
schwamm. . 
und nebst dem Strunk ocherartig 


weisslich; die Mündung flach. 


Lycoperdon peduneulatum Linn. 


Wohnort. Bei uns vorzüglich auf grasigen An- 
höhen, z. B.zwischen Bischofsheim und 
der Lohe und auch zwischen Bischofs- 
heim und Bergen; auf dem Ravelin vor 
Sachsenhausen nach Oberradhiun; auf 
Hügeln bei Arheilgen die Täubchens- 
höhle genannt; auf den ER bei 
Offenbach. 

Erscheinungszeit. Im Herbst und auch noch im Früh- 
ling, 


DXXVI. GEASTRUM. Erd- 
schwamm. 


1ı551.G.muLTI- DiehäutigeSchwammkapsel stiel- 
rıDpumVobis. 


Vielspaltiger 108, kugelig und glatt, die äussere 
Erdschwamm. Haut strahlenförmig, mit ausge- 


NY 
Schwämime. 257 


breiteten, an der Spizze gespalte- 
nen röthlichen Strahlen. 


Lycoperdon multihidum Batsch. 


Wohnort. Auf der Erde am Fuse des Hausbergs. 


Erschein.-zeit.e. Im Sommer, 


DXXVII. BOVISTA. Bovist- 
schwamm. 


1552.B.ARRaI- Kugelförmig, glatt, aschgrau, et- 
za Nobis. 


was ins bräunliche fallend und blass- 


IT urzelloser 
Bopist- - grau bepudert, am Grunde statt der 
schwamm. v TErBRr ARE ; 
Wurzel eine undeutliche Narbe; 
die Oeffnung oben enge und un- 
ur gleich gelappt. s 
le Lycoperdon arrhizon Batsch. 


Wohnort. Auf der Erde im Bruchköbler Häges 


wald. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. . 


DXXIX. LYCOPERDON. Stanb- 


schwamm. 
1555.L.Bo- ‚Gross, kreisselförmig oder breit 
es Staub. verkehrt kegelförmig, flach gewölbt, 
schwanm, fast stiellos, weich, blassweisslich, 


P) 


S 8. Th. 2. 2 R 


2.1 23. Klasse. 7. Ordnung. i 


Wohnort. 


1 
Erschein.- zeit. 


Nuzzen. 


x 
BE; 


1554; L. PRA=- 
TENSE. h 


‚unten gefaltet ; die Oberfläche durch 


die breitlichen zerstreuten weichen 
Schuppen würfelförmig rizzig s die 
obere Hälfte der häutigen Schwamm- 
kapsel lösst sich bei der Reife ab 
und lässt die untere am Randezer- 
lappte Hälfte zurükk. 


‚Lycoperdon caelatum Bull. Lycoper= | 


don gemmatumet areolatum Schäff- 


Häufig auf grasigen Hügeln und in 
grasigen Waldgegenden, | 
. Im Herbst. fi 

Ist offhizinell. Bei starken Blutflüssen 
der Pferde soll er sehr wirksam seyn. 
Nach v. Braune’s Versicherung wer- 
den die jungen Boviste in Italien in 
Scheiben zerschnitten, in einer Pfanne 
gebakken , oder auch mit Oel und Salz 
gekocht und so gegessen. Wir warnen. 
sehr vor ihrem Genuss! - Der Staub 
dieses Schwammes soll den Augen und 
der Lunge schädlich seyn. 


Fast stengellos,, bis zur, Hälfte 


WiesenStaäub: beinahe in der Erde. ‚eingesenkt, | 


schwanım. 


weich, eingedrükt-küugelig, zuerst 


€ 
Schwämme. 259 


ganz weiss, zulezt ochergelb und 
s ' mit fast kegelförmigen, stumpfen, 
blassochergelben Warzen besezt. 
Lycoperdon papillatum Schäf f. Ly- 
coperdon Protens cepiforme Bull. 
Wohnort. Auf erhabenen Triften »„ Wald.und 


Heidegegenden , z. B. von Hanau aus’ 


nach Niederrodenbach links am Wald. 
Erschein.-zeit. - Nach‘ häufigen Regen im August 


Ban Senne. 
\ 


1555. L, excı- | Gross, weisslich, Manniefaltig ge- 
PULIF ORME, 


Gefässförmi- staltet; der Strunk rundlich, lang- 
ger, Staub- gefaltet, gegen die Spizze, mit zer- 


schwamm. N 
. streuten Warzen besezt; die häu- 


tige Schwammkapsel run dlich, ziem- 
lich glatt, unten ‚gefaltet und mit 
kleindornigen am Grunde von ein- 
ander entferntstehenden Warzen be- 
sezt. | 


Lycoperdon Proteus excipuliforme 
Bull. 


Wohnort. In Fichtenwäldern zerstreut auf der 


Erde, z. B, um Offenbach, Hanau, _ 


Darmstadt etc. 
Ro 


N 


260 25. Klasse. 7. Ordnung. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1556. L. carı- Gross, einzeln, glatt, blass um- 
TarumBaisch: ; . F R) 
brafarbig, mit etwas verlängertem 


Kopfförmiger 

Staub- starken, verdikktem, fast gleich- 

schwamm. 3 ER, 5 f Rn 
breitem , ganz in die spindelförmi- 
gen gebogenen Wurzeln aufgelöss- Ä 
tem Strunke und kugeliger häuti- 
ger Schwammkapsel. 

Wohnort. In Wäldern auf der Erde, z. B. im 


Bruchköbler tHägewald. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1557. L. PER« Rasenförmig, mit einer Erhaben- 
LATUM. az! BE ER 
Perlartiger heit versehen und weisslich, Der 


Staub- 2 Strunk lang, fast "walzenförmig, 


schwamm., . | 
mit zusammengebällten, runden, 
‚abfallenden ‚in eine Spizze auslau- 
fenden Warzen besezt, Ko 
Lycoperdon Proteus aan Bull. 
‚Wohnort. In unsern Wäldern. 


Erschein.-zeit. Im Herbst. 


- J 


Schwämme, 261 


-ı558.L. Echr- Meistens einzeln, mit weissen 
NATUM, 

Stacheliger 
Staub- . blass umbrafarbig, stachelig, mit 
schwanm, 


langen Würzelchen, kreisselförmig, 


vierekkigen, dıkken, von einander 


entferntstehenden Spizzen. 


Wohnort. ..  Auftrokknenbergigen Triften, Wald- 
. und Heidegegenden auf derErde, z.B, 
in der Lohe ohnweit Bischofsheim und 

im Offenbacher neuen Hägewald. 


Erschein.-zeit. Im Frühling und Herbst. 


1559. L. pyri- Rasenförmig, durch mehrere klei- 
FORME, ; 
Birnförmiger ne Würzelchen untereinander zu- 
> .. ® . .. . ® 
Staub-\. sammenhängend, birnförmig, mit 
schwamm. ! 4 
einer Erhabenheit versehen, blass- 
rusfarbig, bisweilen fast ganz 
schwärzlich; die Schuppen sehr‘ 
| dünne und die Mündung offen ste- 


hend. 


Lycoperdon Proteus ovoideum Bull. 


Wohnort. An faulen Baumstämmmen in Buchen- 
wäldern ‚seltener auf der Erde, z.B. 
nördlich «les Hanauer Galgens im Wai- 
de; am Kohlbrunnen und im Forst; 


262 23. Klasse, 7. Ordnung. 


‘in der Lohe; in Wäldern um Offenbach, 
Darmstadt etc. 


Erschein,-zeit. Von dem Anfang des Herbstes bis . 
in den Winter. 


DXXX. LYCOGALA. . Wetter- 


schwamm. 


1560. L. mınt-  Gesellschaftlich Wachsend, ku- 


ATA.. 
Mennigfarbi- ‚gelig, ‚aufangs mennigfarbig, zulezt 


ger Fetter- braun, mit rosenfarbigem Saamen- 


schwamm. 
staub. 
Lycoperdoen Epidendrum Linn. 
Wohnort. * Aufalten Baumstämmen nach häufi- 


gen Regen, z. B. in der Dikke bei Of 
fenbach; in der Bulau bei Hanau; im 
Walde bei Kranichstein ohnweit Darm- 
stadt; im Rüdlingshayner Wäldehen auf 


dem Oberwald etc. 
Erschein»zeit. Im Sommer und Herbst. 


DXXXI FULIGO. Russchwamm. 


1561.F. Fra- Rundlich ausgebreitet und gelb, 
var R f NN © 
Gelber. Rus. Mt faserig- zelliger Rinde. 


schwanm. 


Schwämme. gl 263 


Wohnort. AufBaumstämmen, abgefällenen Blät- 

tern und. auf Moosen, 

Erschein,-zeit. Im Herbste. 

ı562. F. varo- Anfangs bedekt, aderis und krie- 

RARIA, . . . 

Treibbeeten. chend, reif hingegen breit rasen- 

Russchwamm. förmig, dikk, zelligfaserig, -zimmt- 
gelb und zulezt in einen schwarz- 


olivengelben Staub zerfallend. 


+, 
Mucor septicus Linn. 


Wohnort. Vorzüglich in Treibhäusern und Treib- 
_ beeten auf Gerberlohe. | 
Erschein,-zeit Im Frühling, Sommer und Herbst. 


DXXXIH, PHYSARUM. Blasen- 


schwamm. 


ı563.P. cıne- Strunklos, eyförmig kugelig, asch- 
REUM. 
Aschfarbiger farben, inwendig mit nezzförmig 


Blasen- durchwebten weissen Fäden. 
schwamm. 


Triehia coerulea Trentepohl. Lyco- 


 perdon cinereum Batsch. 


Wohnort. Auf abgestorbenen Baumrinden, z.B: 
in- der Bulau bei Hanau und in der 
 Dikke bei Offenbach. | 


264 ‚23. Klasse. 7. Ordnung. 


Erschein.-zeit. Im Herbst. 


„1864. P. co- Gesellschaftlich wachsend, an- 
LUMBINUM. L j ? 
Stahlblauer fangs flüssig und gelblich, reif 
Blasen- schön glänzend violetstahlblau, 
schwanm. £? 


mit rundem schwarzem Strunke 
und glänzender, kugelförmiger, 
mit dunkelbraunem Saamenstaube 


_ angefüllter Schwammikapsel. 


Wohnort. Auffaulenden Baumstämmen im Ober- 
wald in dem Rüdlingshayner Wäldchen. 
Erschein-.zeit. Im Herbst. 


1565.P.MELA- Auf einem Strunke sizzend, mit 
NOSPERMUM,. R *: / 
Schwarzstau- rundlicher, aschfarbenweisslicher, 


biger Blasen- eiwas ‚behaarter, inwendig mit 


schwamm. | 
schwarzem Saamenstaube angefüll- 
ter Schwammkapsel. 
Wohnort. Auf den Stämmen und Nadeln der 


’ Fichten, z. B. bei Darmstadt in der Tanne, 


Erschein.-zeit- , [m Herbst. - 2 


ı566.P. nu- AufeinemStrunke sizzend, asch- 
TANS. Dr BUBEN . 
' Deberhängen- farbweisslich, mit häutiger, linsen- 


der Blasen förmiger, glatter, schwach runze- 
schwamm. . | | 


PZ 


Wohnort. 


Erschein.-zeit. 


1567. T. Bo- 
TRYTIS. 
Traubenarti- 
ger Hoaar- 
schwamm. 


Wohnort. 


Erschein.-zeit. 


Schwämme, j ) 265 
liger, überhängender Schwamm- 
kapsel. | | 


Sn 


Sphaoerocarpus albus Bull, Trichia 
haemisphaerica Trentep. 


Auf faulenden Stämmen in der Stein- 
heimer Fasanerie. 

Zu Anfange des Herbstes, oder nach 
vielem Regen‘ auch schon in der Mitte 
des Sommers, 


DXXXII. TRICHIA. Haar- 


 schwamm. 

Auf einem Strunke sizzend, bü- 
schelförmig, dunkel schwarzröth- 
lich, mit verwachsenen traubenar- 
tigen Strünken welche länger sind 
als die » birnförmigen häutigen 
Schwammkapseln. 

Stemonitis Botrytis G mel. Syst. at. 
Linn. Trichia pyriformis Hoff m. 
Auf faulenden Baumstämmen in der 


Dikke bei Offenbach, 
Im Herbst. 


266 25. Klasse. 7. Ordnung. 


1568. T. ausı- Auf einem Strunke sizzend, 'bü- 
FORMNIS. 


Himbeeren- . schelförmig,, purpurfarbig ‚ älter 


förmiger , glänzend stahlblau, mit fussföormig 
Haar- \ “ AR 
sehn, verwachsenen Strünken welchekür- 
zer sind als die birnförmigen häu- 
tigen Schwammkapseln. 
Lycoperdon vesparium Batsch. 
Wohnort. Auf faulenden Baumstämmen in der 


Dikke bei Offenbach und im Bruch«- 
| köbler Wald bei Hanau. 
Erschein.-zeit.e Im Herbst. 


1569. T. cra- Bald einzeln bald auch gesell- 


VATA. ; 
Keulenförmi« schaftlich wachsend, auf eınem 


ger Haar-  Strunke sizzend, gelbglänzend, mit 
schwamm. 
ziemlich langem abwärts schmäle- 
rem runzeligem Strunk und birnför- 


miger häutiger Schwammkapsel. 


Wohnort. Auf faulenden Brain in der 
Dikke bei Offenbach. 
Erschein.-zeit.e. Im Herbst. 
ER | 


> \ 


'»Schwämme. " 267 


1570.T.ovA-  Gehäuft, stiellos, birnförmig, 
"TA. 


Eyförmiger dunkelochergelb. 


Hoaar- N : 
v1, Re 20 Clathrus turbinatus Bol & 
Wohnort. Auf faulenden Baumstämmen in der 


Bulau und im Bruchköbler Hägewald 
bei Hanau. 
Erschein.-zeit. Im Herbst und Frühling. 


1571. T. Nı- Gehäuft, stiellos, meistens rund, 
TENS. ® 2 3 
Glänzender glänzendgelb oder zimmtfarbig. 


Haur- 


schvamm Lycoperdun favogineum Batsch, 


Wohnort... WAuf faulenden Nadelholz-und Buch- 


stimmen in der Bulau bei Hanau. 


Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1572. T. rerr- Nezzförmig ausgebreitet, ästig, 


CULATA. das Haargewebe sammt dem Saa- 
Nezzförmiger 

Hoar- menstaub gelb. 

 schwamm, 


Iycoperdon lumbricale Batseh. 


Wohnort. Zwischen der Rinde faulender Stäm- 

me inder Bulau beiHanau und auchim . 

Lehen bei Offenbach. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


268, 23. Klasse: 7, Ordnung. 


.DXXXIV.' ARCYRIA. Nezz- 


schwamm. 


1573. A,ronı-  Gehänft, gestielt, safran- pur- 


Pur nur Bei purfarbig, mit fast kugeliger, häu- 
ger Nezz- tiger Schwammkapsel und eyförmi- 
schwamm. d 


gem, sammt dem Saamenstaub zin- 


noberfarbigem Haargewebe. | 


Stemonitis crocata Trentep. Trichia‘ 
tinnabarina Bulil.,Clathrus denudarus 


Linn, Embolus crocatus Batsch. 


Wohnort. Auf faulenden Baumstämmen in Wäl- 
dern um Hanau und in der Dikk bei. 
Offenbach. 

Erschein.- zeit. Im Sommer und Herbst. j 


z 


DXXXV. STEMONITIS. Faden- 


schwamm.- 


1574 S.PAPIL- Schwarzbraun , mit kugeligemet- 

Warziger Fa- was geballtem Haargewebe, auf 

denschwamm, dessen Spizze das Säulchen warzen- 
förmig hervorragt. | 


Stemonitis retieulata Trentep. 


'Schwämme, - 269 


Wohnort, N An den von der Rinde entblössten 
Eichenästen, z. B. in der Dikk bei Of- 
fenbach. | : 


Erschein.-zeit,. Im Herbst. 
ı DXXXVI CRIBRARIA. Sieb- 
schwamm, 
1575.C0.arcıL- Gesellschaftlich wachsend, thon- 


LACEA. 
Thonartiger 


Siebschwamm. werdendem Strunk und häutiger, 


halbbleibender, becherförmiger, mit 


artig, rundlich, mit kurzem schwarz- 


dunkelen Adern durchmahlter 
Schwammkapsel. 


Cribraria Micropus Schrad, Stemo- 


. 'nitis argillacea Linn.ed. Gmel. 


Wohnort. An Tannenstämmen- und in hohlen 
Weidenbaumen. P 
Erschein.-zeit. Im. Sommer nach vielem Regen. 


DXXXVI. MUCOR. Schimmel. 


schwamm. 


1576. M. ra- Mit ästigem SEHE und anfangs 
VIDUS ii 


Gelblicher.  gelblicher nachher aschfarbig bläu= 


Schimmel- licher häuliger Schwammkapsel, 
schwamm.. | 


\ 


N 


270. 25. Klasse.  7...Ordnung. 


„Wohnort. 


Erschein.-zeit. 
1577.M. Muv- 
CEDO., 
einer 
Schimmel- 
schwanm. 


Wohnort. 


Auf faulenden Schwärumen welche 


er zuweilen ganz wieein Byssus über- 


zieht. 
Iın Herbst, rlaa 
Mit einfachem Strunk und auf- 


geblasener, schwärzlich - perlfarbi- | 


ger, häutiger Schwammkapsel, wel- 


‚che mit runder Mündung gegen 


den Strünk voneinander geht. 


Mucedo grisea Pers. dscophora 
Mwuceedo Tode. 


b. Gehäuft, mit kleinen schwärzli- 
chen Köpfchen. , -,, 
Mucor ‚Mucedo Linn. 


2 K Auf faulem in 4 Häusern auf- 
bewahrtem Kohl und in schimmeligen 


' Wallnüssen. _ b. Gemein auf faulenlen 


Erschein.-zeit. 


1578. M. HER« 
BARIORUM 
‚Fligg. 
Kräuter- 
Schimmel- 
schwamm. 


Vegetabilien. 


a. Im Herbst und Winterz"b. das. 
ganze Jahr hindurch. ; 


Sumnklas ‚ gelblich, bleibend, 
mit, kugeliger auf einem Filze siz- 
zender häutiger Schwammkapsel. 


‘1 


Schwämme. 271 


\ Monilia nidulans Roth. 


Wohnort. Auf getrokkneten an feuchten Orten 
N dnfbewshrigig Pflanzen, BY 
Erschein.-zeit. Im Herbst, Winter und Frühling, 


DARK. ONYGENA.," "Huf 


schwamm. 

 1579.0. EqQur- ,s..Gesellschaftlich wachsend, blass- 
NA, 
Rosshuf- weisslich , mit zirkelrunder, glat- 
schwamm- ‚ter, etwas kleienartiger, häutiger 
Schwammkapsel und braunem Saa- 
menstaub. | 
‚ Lycoperdon eguinum FF illd. 

Wohnort. . . Auf den Schindangern an den Hufen 


‚ faulender Pferde. 
Erschein.-zeite. Im Herbst. 


DXXXIX. AECIDIUM. Büchsen- 
schwamm. 


*, Die häutigen Schwammkapseln rasenförmig zu- 
f sammengehäuft, bilden auf‘den Blättern einen 


rindenartigen Flekken. 7 


1580. A.core Gelblich, mit sehr langen ge- 


NUTUM, 
Gehönnter Krümmten olivenperlfar bigen häu- 


Büchsen- “ tigen Schwammkapseln. 
schvamm, 


a 


27% 23. Klasse. ° 7. Ordnung. 


! F e - 
Iycöoperdon corniculatum Ehrh. 


Wohnort. Auf den Blättern des Vogelbeerbaums. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


ı1581.A.can- Hökkerig, braun, mit dikken 
CELLATUM. ih 6, MER), h 
Gitter förniie kegelförmigen häutigen Schwamm- 
ger Büchsen- kapseln welche zur Reife an den 
«schwanım, h ' i 
| »»ı Seiten in gleichlaufende, an der 
Spizze ‘zusammenhängende Fäden 
voneinander gehen und einen brau- 


nen Saamenstaub enthalten. 


Lycoperdon cancellatum Ja c q. 


% 


Wohnort. Auf den Blättern verdorrender Birn- 
bäume und häufig im Homburger Ge- 


' birge auf den Blättern des Be ne 


baums. 


Erschein.-zeit. Im Herbst. 
\ / 


1592. A.Rumi- Gehäuft, fast zusammenfliessend, 
CIS. 
Amp fer- ziırkelrund,, rasenförmig und roth, 


Bichsen- 


. mit häutigen, einen weisslichen Saa- 
schwanmm- 


menstaub enthaltenden Sch wamm- 
kapseln. ’ 


decidium rubellum Rumieis der. in 
E: S. Nat, 


( 


‚Wohnort, 


Erschein.-zeit. . 


1563. A. Tus- 
SILAGINIS, 
Huflattig- 
Büchsen- . ' 


schwamm. 


- Wohnort. 


Erschein.-zeit. 


| Bemerkung. | 


LS 


\ 
1584. A. Ber« 
BERIDIS, 
Sauerdorn- 
Büschsen- 
schwamm. 


Wohnort, 


Erschein,-zeit. 


‚„Schwämme, 3 275 


„Auf den Blättern ‚des Wasaenarapfers. 
‚Im Sommer. 


Anfangs ein ‚schwach purpurfar- 
biger, zulezt gelber Flekken mit 
eingesenkter häutiger, einen flachen 
Rasen bildender- ak wennkapsel, 


Lyeoperdon epiphyllum ductorum. 


Auf den re! des Huflattigs und 
der Pestilenzwurzel | 
Ende des Sommers. 
Man verwechseleihn nicht mitUredo 
tussilaginis welcher als ein bloser 
‘Staub "ohne häutige Schwammkapsel 


e re 


wächst. "Oumakerfı 


Rasenförmig, zirkelrund, klein 
und gewölbt, mit etwas verlänger- 
ten gelben, zulezt braunwerden- 
der en ce Kg ne Kaplan. 


Lycoperdon poculi forme Ja PR ? 


Auf den Blättern ei ‚gemeinen Saus 
erdorns, 

In der Mitte des Sommers. 

5. Th. 2. - S 


274 235 Klasse. '7. Ordnung. 


ı585.A.Orosı.‘ “"Rasenförmig, eyrund, Weisslich, 


Bergerbsen 
Büchsen- mit gelblichen häutigen Schwamm- 
schwanm, ;) sn 8 Braun! th 888, 


1 ‚as: ISSIus. „79 
Wohnort. :> ‚»-Auf: den Blättern: der knolligen Berg: 
erbse.iskusblid 32: X al 


Erschein.-zeit. „ende des Sommers. 
. \ Tr i 14) ie 
» 
1 *+, Die häntigen. Schwammkapseln zerstreut, durch 


ir fi 
ware * Heille deutliche Krlkıe mit einander Gebtllen. 


1586. A. Eu- Einfach, gehäuft, mit. walzenför- 
PHORBIAE. 198 -.iarlyerl 


Euphorbien«, , ‚migen blassen häutigen ‚Sch wamm- 
Büchsen- is NE-EEIGE) 


schon kapseln, ‚zurülkgeschlagener Mün- 


volnımw.udung und; Pamisranzenfarbigem Saa- 
menstaub. Bedasrn. 


‚Fe ‚Lycoperdon a Sch al) h. Eu- 
‚phorbia degener | ein ig! er Flo zis ten: 


sa 2% “ 2567 . gr f- Jin W- B- 


IT 


RA 4 Häufig auf- ‚den., ‚Blättern der: Zypres 
sen Euphorbie, | 0° 


Eirschein "zeit . Im Sommer. 
h \ SIuU iD >‘ vr. r \ soh“ 


1587. A. Sır Einfach, Bene as gedrängt s stehend 
FALCARIAB, ir, n1933nlll ab Io f 
Sichel- Wei, Re gelb; die Zähne der häutigen 


HAuER) 


Büchsen- „Schwammkapsel breilich und, fast 


schwamm:® 


n 


aufrecht. « sT & 


+ Schwämme. ' 0 275 


“Wohnort, ‚>: Häufig! aufıdem Blättern von dem, zu 
j chel=-Merks, us, N, UA 
Erschein.-zeit. Schon im Frühling als dunkelgelbe 

Pusteln welche im Sommer EL: Hagen 


4 = Ida, 


sind. 


NELT 


1588. A- Pınn. _ Nakkend, 'änglich zusätinenge- 


AIRPRENR: drükt, etwas "blass; die Spizze der 
Biichsen- Hase, tar 
schwamm. häutigen Schwammkapsel ungleich 
aba) mA ‚zerrissen ;. der‘ Saamenstaub' ‚pome- 
enial, runzenfarbig, a 


REN Pine ZPilld. 


u " .. va a DELH Br 320ulo 4 
"Wohnort. An jungen abgestorbenen Aesten der 
gemeinen Kiefer, z. B. in der ‚Tanne 
Auf T mern i 198“, 01 2a 84 

bei Dartnstadt etc. 


ee Im. ‚ruhig Bi und Herbst.. Ve 
De)? | N >IUREDO. 'Brändschwamm. 
oda PRTEEAIISRFIELN, ‚Mirgänienen $taube. 


1589. U. Ar- Gedrängt, gelb, irkinahegleich- 


Pe Jaufenden Are metvorbfscheng 
schwamm, 
Wohnort.,;; ‚Auf den Plättern des gemeinen Sinau., 


Erschein.-zeite. Im Sommer. 


276 23. Klasse. 7. Ordnung. 


1590. U. Eu» « ' Zerstreut;; fast kugelrund hervor- 
PHORBIAE HE- EEE. d b | 
LIOSCOPIAE. POGEUE EFEFTIRENR gelb. 

Sonnenwend uiscuert 
ger Euphorbi- dalawr. ul | 
en - Brand- 

schwamm. 


Wohnort. .. ‚(Auf ‚der untern Blattseite ‚der son- 
i nenwendigen Euphorbie. Bi TE | 


| Erschein.»zeit. Im Sommer. 


a Ew IS ui! IDG y un 


1591. U.Rosae Gedrängt, gelblich, am rad 


CENTIFOLIAE, 
Rosen Brand- flach ausgebreitet 5 und kleine zir- 


schwamm. . __ kelrunde Rasen. bildend. 


wi 


‚Wohnort. Auf den Blättern der Ros, centi- | 
T.wob ai fol. wiaid | 


Erschein.-zeit. Häufig im Herbst, | 


1592. U. Son Gedrängt, beinahe Zusammen- 
CHI, 

Günsedistel- ‚fliessend ; (dunkelgelb und kleine 
Brand etwas flache .unregelmässige Rasen 


schwamm. { 
r veReer ı gegg r u, ur ri 


DA 


a Häufig 'auf ‘den Blättern. der Gänse. 
“ distel. OLSNED 5 
Erschein‘ zeit!” " Nach der ‚Ernäne)‘ im Herbst. 


'Schwämme.  ' 277 


1595. U. ranı-» » Zusammenfliessend, mehlartig 


[2 


Mehlartiger und ochergelb. 
Brand- ERRAT | N 
schwamm, a. Etwas grösser und mehr blass. 
b. Rindenförmig und schwach goldfar- 
big. y | 
Wohnort.  Hänfig auf den Blättern und den j jun- 
Bun RENNER, gen Trieben der Saalweide; b. auf den 
Blättern des Wald-und klebrigen 4 
 Krauts. 


Erschein.-zeit. - Im Sommer. 


1894. U. Rusı Sehrklein, beinahe kugelig, göld- 
FRUTICOSI. x PER .. 

Brombeeren. ' farbig; staubartig und bei dem Ab- 
 Brand- » * brechen der Blätter 'gleichsam ela- 


schwanm. 2 h 
vi 'stisch’ dere Apaubend. 


Ww x Auf den Blättern des Brombeerstrauchs, 


Erschein, -zeit. Im Sommer. 


N U. Tus- Anleger Fast konzentrische men- 


SILAGINIS, . : 
Hu ‚flakti 8 nigrothe P unkte, zulezt zusammen- 
Brand. fliessend und die Oberfläche der 


A mm, 13 . . Yan AIR ee 
NT Blätter mit zottigem Staube über- 


ziehend, | 


s 


276 23. Klasse. 7. Ordnung. 

Wohnort. _ Auf den Blättern den ‚Huflattichs,  : | 

Erschein.-zeit. Im Herbst... + 2 ARE 
\ hen. > 

1596. U. Men- Zerstreut, zirkelrund, etwas fach, 


THAEL'“ TERN a 
EIERN blass und endlich braunwerdend. 


Brand- 


SORRE 


> ha Bush 


 Wohngrt. EM * Hauptsächlich anf gpn Blättern dir 


\ "# ‚ Waldmün ze. . e. 


N 
Vf) Ba 43 


re Im eranhjärpen und Herbst. S 


**, Mit tiefbrauneni; kastanien-oder. dinkelbran. 
nem, bisweilenauch schwärzlichem Staube, 


x597. U.Scv-i „.Zirkelrund, etwas flach,’ zerstreut, 
TE LLäTa. ” 
Schill ‚Form mit etwas zusammengeneigter Mün- 
ger, Brand- ‘dung und schwärzlich umbrafar- 
schwamm. 
„bigem Staube, welcher in der weis- 
sen häutigen Schwammkapsel gleich- 


sam eingeschlossen ist. 


Aecidium scutellatum G m EB in „Li in 1. 
S. ‘N. Lyecoperdon scutellatum 
2 on Sehrank, 


Wohnort. Auf den Blättern der Zypressen - Eu- 
e “ phorbie. nf | 
Erschein, zei. Im Sommer. 


«.Schwämme. ı  . 279 


/ wa 
1598..U,.Vrcı-. .'.Gehäuft, zirkelrund, etwas aus- 


AE FABAE, 
Bu ‚PFbohnen gebreitet, ‘flach angedrükt, mit tief- - 


Brand- »  braunem Staube. 
schwanm. 
Wohnort. Auf dem Stengel und den Blättern 


‘der Buffbohne. 
Erschein.-zeit. Im Sommer, 


1599;1U AR ı Kastanienbraun, mit runden ge- 
PENDICULATA. 
Grrihber Feen schweiften Saamen. RESET 
Brand-hhorıs + I yah | un 
schwamm. a. Gehäuft, etwas naeh llikhend. 

2 ‚kastanienbraun, ‚polsterförmig und flek- 

kend. 
v\ . . bu Zerstteut, ungleich, schwach braun- 


purpurfarbig und etwas flach. 
Wohnort. Auf den Blättern der Bohnen; b. auf 
BE Erbsenhlättern. 


Erschein.-2eit,. Im Sommer. 


**. Mit weissem Staube. 


ı600, U. can Ausgebreitet, gross und weiss, 


DIDA. re { 

 Peeidee mit vielem Staube hervorbrechend. 
Brand- BEE DR ı 
schwvamm. —__b. Rleiner, rundlich, mannigfaltig ge- 


staltet, mit verborgenem Staube. 


280 23. Klasse. 7. Ordnung. 
\ _ . 
Wohnort. "Auf den Stengeln der Hirtentasche; 


welche davon. verdikt, verdreht und 
' überall mit Staub bedekt erscheint ; b. auf 
den Blättern des gemeinen Steinkrauts. 


Erschein,-zeit. ‚Im Sommer. 
Bi IA “3 if 
#++*,. Mit schwärzlichem oder, braunem, auf den 
Befruchtungswerkzengen der Pflanzen schmaroz- 
zendem Staube. 


ı1601.U. Sesr. 
TuM. 

Saaten:Brand- Aehrchen oder auf .den Blüthen- . 
schwamm, 


Mit vielem schwarzem, auf den 


bälgen der Gräser hervorkommen- 
dem, offen oder verborgenliegen- 
dem Staube. 


Reticularia" Segetum Bull. Lycoper- 


don Tritici. 


Wohnort. Auf der Gerste, dem Winter-und 
Sommer- Weizen, demHafer, Hirsen, 

Roggen, Mays, Zwergstraussgrase ‚etc. | 

Erschein. zeit. Im Sommer, 


1602.U.Tra- Mit vielem braunpurpurfarbigem 
GOPOGONIS,. b | 
Boksbart« Stau Pr 


Brand- 
schwamm, 


. 
r 


v Schwämme, °  _ edı 
/ 
- Wohnort. ° Innerhalb der bleibenden Kelche oder 
I auf dem F ruchtboden des Wiesenbok- 
barts und der Spanischen Skorzonere. . 
Ersghein.-zeit. - Im Sommer. 


3 i 
1603. U. vio-  Mitpurpurviolettem,auf denStaub- 
LACEA, 


Kiolitbrä beuteln der‘ Pflanzen hervorkom- 
„Brand- mendem Staube. 
schwamm.‘ 

Wohnort. Auf den Staubbeuteln welkender Blu- 


men, z, B. des gemeinen Seifenkrauts 
und der überhängenden Silene. 


Erscheinteit. Im Sommer. 
DXLI. PUCCINIA. Sakkschwamm. 


1604.P. ne» , Zerstreut, fast gleichlaufend, dun- 


ma kelbraun flekkend, die kleinen Saa- 


Sakkschwamm men durch ein kleines Zwischen- 


wändchen verbunden und von bei- 


Pad — 


den Seiten zugerundet. 


% 
Adecidium fuseum Sowerb y- 


Wohnort. Auf den Blättern der Hain- Anemone - 
und hin und wieder auch auf andern 
Planzen. | 

' Erschein.-zeit.. Im Frühling. 


/ 


282 e3. Klasse. 7. Ordnung. 


1605.P.GrA« Gehäuft, in: gleichlaufenden u 


Porn Sakla nien, anfangs staubartig gelb, nach- 
schwvamm. ‘her schwärzlich mit beinahe krei- 


selförmigen in der Mitte verbun« 
‘ 
', , denen: Saamen. , 1 
Ba an Hug 
ı. Uredo firmenti Sowerby. 
Wohnort. Hauptsächlich auf den Halmen von 
‚mancherlei Grasarten. 


Erschein.-zeit. Im Herbst und Winter. 


 DXLIM. TRICHODERMA. Haut 


haarschwamm. 
1606. T. Tv- Weiss, fast zirkelrund, anfangs 
BERCULATUM.  pı1,: Mr . RT 
Hökkeriger filzig, zulezt äusserlich durch läng- 


Hauthaar- liche etwas zusammen gedrükte Hök- 


schwamm. s ie 
kerchen stachelig und in einen asch- 


farbigen Staub zergehend. 


Wohnort. Häufig in beschatteten Wäldern auf 
der blosen Erde. 
Erschein.-zeit. Im Sommer, hauptsächlich nach häu- 


figen Regen. 


su. Sehwämme.| ı 285 


1607. C. star 


ATUSaslimıtP‘ 
Gestrei fter 
Linsen» 
schwamm, 


Wohnort. 


j43) 


ER CYATHUS. Linsen- 
 ıschwamm. 
Glokkenförmig, Aussen braunzot- 


"tig, inwendig gestreift und grau, 
"4mit auf der üftern Seite filzigen 


iB5 £ 


Bläschen. 


” z “ Li - [2 * 
un Perizalenti fer=’@ Linn. Peziza stri- 


ata Huds. Peziza hirsuta Batsch. 
Nidularia striata Bull. Nidnlaria 
hirsuta Sibth. 


In Wäldern unter dem Moose auf der 


Erde und auch auf ‚faulen Baumstäm- 


‚men, z. B. zwischen Steinen an dem 


Wilhelmsbader Carousell; im Wald 


hinter dem Lerchenberg ; in der Lin- 


sh i 
s 


Erschein .-zeit, 


1608.C.OrLAa. 


Topf-Linsen- 


schwamm, 


dermark bei Giesen etc. 

Im Herbst. 

Glokkenförmig , äusserlich asch- 

farbig oder bräunlich und etwas 

filzig, inwendig glatt und bleifar- 

big mit glatten Bläschen. 1... 

Peziza leniiferag Linn. P. lentifera 

Huds P.Ollan Batsch. Nidularia 
vernicosa Bull. N. campanulata 

Sibth.Cyathuslaevis Hof fm. 


284 23, Klasse. 7. Ordnung. 


a. Glokkenförmig, perlfarben und fil- 
„zig, am Rande zulezt zurükkgeschla- 


Ä gen ‚„ inwendig sehr ‚glänzend und.blei- 


farbig mit konzentrischen Streifen, 


.b.. Klein , fast halbkugelförmig „ am 
Rande aufrecht. Diyr 


- Wohnort, _._ Auf.Pfählen, Brettern und auf faulem 
Holz in Gärten, Obstgärten, Weinber- 
gen etc. b. auf Aekkern und auch auf 
faulenden Latten. 


Erschein.-zeit.. a. Im Sommer; b. nach der Erndte. 


1609. ©. Cru- Beinahe walzenförmig, verhär- 
CIBULUM, 

Tiegel- Lin- | 
senschwamm. chen Schleier bedekt, zulezt fast 


tet, filzig, und mit einem dikkli- 


glatt, ochergelb und mit glatten 
Bläschen, 


Peziza laewis Huds.P. Pyxis Batsch. 


P. erueibuliformis Ligt f. Hof fm. 
Nidularia laevis Bull. Sibth. 


Wohnort. Auf faulem Holz, Pfählen und auf 
hölzernen, hauptsächlich aus Tannen- 

Er holz verfertigten Gefässen. 

Erschein-.zeit.e Im Frühling und Herbst. a 


r 


u, Sehwämme, . v R 285 


ER 2 DXLIV. CALICIUM. „ Kelch. 
} schwamm. 


1610.C. rat-  Staubartig, weisslich, mit kugel- 
LIDUMW, 


Bleicher ©} förmigem, unten weisslichem etwas 
Kelch-- Ä _ mehligem Fruchtbehältnis und be- 


schwamm.' 
f stäubter brannocherfarbi ger Scheibe. 


‚ Trichia nivea Hof fm. 


Es 


Wohnort. Bi Gesellschaftlich wachsend an dem 
09 Stamm der Obstbäume. z, B. um Vil- 


Erschein.-zeit: »'' Im’ Herbst und Winter. 


1611. C. sALı- "Staubartig, vweisslich, mit beinahe 
CINUM. 


hide. “verschleiertem 'schwärzlichem um- 
a " brafarbigem Fruchtbehältnis. 
schwamm. 


"WM acor Lichenoides Linn. Trichia len 
I Keularis Hof fm. Embolus sepulera- 
slis- Batsch. 


Wohnort. .. . In:hohlen Weidenbäumen. 
Erschein,-zeit, "Im Herbst... f , 


" x TER Ne } 
ı612.C,. ABsıeE- Dünne, schwärzlich, mit etwas 
TINUM. j .. % / .. ® 
Tannen-Kelch- walzenförmigem Fruchtbehältnis 
schwanm. _ und mit bestäubter weit hervorra- 


gender Scheibe. 


\ 


286 03. Klasse. 7. Ordnung. 


Wohnort. _ Auf den verdorrten Stämmen und Ae- 
‚sten: der Tannenbäume, | 
Erschein.-zeit. ‚Im ‚Herbst, er 
AE ME 222.0 08 


Erw DXLV: PHALLUS:. Gliedchwamm 


1613.P. ı ne Unentwilkelt eyför: rmigund weiss, 


DIEUSIC NY" 
Sl: nrwikkeit mit seborstenem Wul- 
Glied-  \ ste) verlängertem schiefem, etwas 


BERERTRRRE. 


„. gegittertem Strunke, ‚kegelförmi- 
en . gem, am Rande ee, und 
gekerbtem Hut, offenem, einem be- 
sondern Rande versehenen Scheitel; 
| tier ‚Zzelliger, ‚verschoben ‚vierekkiger, 
nezzartig, gefalteter. Oberfläche, ' wel: 
che zulezt mit einem klebrigen Re 
lichen: hässlichriechenden ‘Schleim’ 
| überzogen ‚ist.und ‚häutige runde 
'Saamen enthält. 5 
Wohnort. Im beschatteten Wäldern meistens un- 
ter Haselstauden und! Buchen‘; z.B. in 
der Lohe;in dem Offenbacher neuen Hä- 
gewald; ; zwischen Neuy: sen mn und dem 
F rankfurter Forsthaus; bei’den Ruinen 
des Hattsteiner Schlosses ; s im ‘Wald bei 
Harreshäusen , im Vogelsberg etc. 


0 ıSchwämme,'Ä °87 


Exschein.-zeituu: In Anfange ‘des Herbstes, 

Nuzzen, Ehedem schrieb man: ihm medizini- 
sche, ‚Kräfte zu. Das gemeine Volk hat 
die geirokkueten Wülste , die man An 
EA xeneyer nennt, zu vielen abergläubi- 
OT gehen‘ Dingen benuzt. Sein hässlicher 


3.050 Geruch lokt viele’ Insekten herbei.‘ 


Li 
„A093 ın johl 


DXLVI. AMANITA. Wulstblätter- 
7 gchwamm. 

u ee eich Yon Ye Wurst 
umgeben, an der; Spizze nakkend. 
1614. A,ııv- Der Strunk lang, faserig -schup- 
Br farbige ° ‚pig, hohl und weiss. Der ziem- 


EV ulstblätter- lich flache bleifarbige Hut mit ei- 
nee ner Erhabenheit. versehen, am-Ran- 
‚degestreift- rippig, die meisten Rip- 
ut 2 him pen zweispaltig. Die Blättchen 

: breitlich, schiefabgestuzt und weiss, 


« 


Agaricus'' yaginatüs‘ Bull. Agaricus 
Siege rY Schaeff. Agarleus' Baus 
4 ! MEoin 


Wohnort. Am Rande. der Liub -und auch in 
‚ Nadelholzwäldern,vorzüglich häufig nach 
anhaltenden Regen. 


IT 25. Klasse. 7. Ordnung, 
Erschein,-zeit,. ı,Zu ‚Anfang des . Shine und' des 
‚ Herbstes; 0... E A 


+ 


1615. A. vir- Rnsenförnie, der Hut glokken- 
GAT 
Rrikenförmi- förmig kegelautig, haarig, aschfar- 


ulste big, mit schwarz untermischt; die 
aLter- ae 

schwamm.) - ‚Blättchen mit Staub bedekt und 
rothzimmtfarbig. 


Agai aricus ars Bull, 


Wohnort. Häufig in Treibbeeten auf dem Ger- 


berlohe, 
Erschein.-zeit.. Im Sommer. 


**. Der Strunk am Grunde mit deutlicher schlaf- 
der Wulst und an der Spizze mit einem Ring ver- 
sehen, A 


en: A. Mar- ». Der Strunk verlängert, wreisslich, 
Tuch Yuliie der Hut etwas flach, gelblich, bald 
blätter- \ glatt, bald mit bräunlichen War- 
schwamm, 

zen bezeichnet; die Blättchen ins 


Gelbe spielend. 


Wohnort. Ziemlich häufig in Buchen-und Ei- 
chenwäldern und auch auf trokknen Vieh- 
triften, z. B. um das Wilhelmsbad;; bei 
Niederrodenbach ; ohnweit des Steinhei- 
mer Galgens etc. 


Schwämme. 289 
Erschein.-zet. Im Herbst. 


1617.A. av- Der Strunk weissgelblich, voll, 
RANTIACA La- 
mark. 
Pe wölbt, am Rande anfangs eingezo- 
arbiger | ' ‚abi 
FWulstblätter- gen und fein gestreift, pomeran- 


schwamm. zen oder goldfarbig, die Blättchen 


gelb, auch weisslich, in der Mitte 


im'’Alter ein wenighohl; der Hutge- 


am breitesten, an beiden. Enden 
zugespizt und genau mit dem Fleisch 
des Huts verwachsen. 

‚dgaricus caesareus Linn. dgaricus au- 


reus Batsch. Agaricus .aurantiacus 


Bull. Amanita eaesarea Pers. 


Wohnort. Auf Viehtriften, in trokknen Fich- 
tenwäldern und andern trokkenen und 


erhabenen Gegenden, z. B. in derLin- 


dermark ohnweit Giesen. . ' ‚4 
Erschein.-zeit. August, September. 
Nuzzen, Schon die alten Römer schäzzten die- 


sen Schwamm wegen seinem angeneh- 
men Geruch und Geschmakk und noch 
kommt er hin und wieder auf die Ta« 
feln der Vornehmen. 


5. Th. a. x. T 


290 23. Klasse. 7. Ordnung. 


-#**, Der Strunk am Grunde mit unmerklicher 
Wulst und an der Spizze mit einem Ring umge- 
* ben, die Warzen des Huts kleiner und gleich. 


ı618.. A. mus- Der Strunk weiss, voll, im Al- 
’ARIA. n 23 
Fliegen ter öfters hohl; der Hut glänzend 


/Vulstblätter- gcharlachrosenfarbig, etwas flach, 
schwamm, E h 
mit weissen Warzen, welche Ue- 


berreste der Hülle sind, in kreis- 
förmigen Reihen besezt; die Blätt- 
chen weiss. 

‚Agaricus muscarius Linn. A. imperi- 


alis Batsch. A. pseudo aurantiacüs 
ER Bull, 
b. Kleiner, -derHut gewölbt uud mei- 
stens ohne Warzen. | 


Agaricus Puella Batsch. Amanita Pu- 
| ella Pers. 


Wohnort, Auf trokkenen sandigen bergigen Wie- 
sen und Viehtriften, auch in Nadclholz- 


wäldern, z. B. beiden Rükkinger Schlä- 


gen ohnweit Hanau;' bei dem Wolfs- 


gang; im Niederröther Wäldchen etc, 

Erschein. zeit. August bis in den Spathherbst. | 
Nuzzen. Der. gemeine‘ Mann braucht ihn mit 
Milch vermischt zur T ödung der Flie. 


Schwämme. _ 291 
‚gen, und durch Bestreichung der Fugen 
in Schlafkammern zur Tödung der Wan- 
zen. Kazzen sterben davon und auf 
Menschen äussert er betäubende und be- 
rauschende Wirkungen. Von den alten 
nordischen Athleten soll er, um sich 
in eine ausserordentliche Wuth zu ver- 
sezzen, gegessen worden seyn. Die 
Kamtschatkalen bereiten aus ihm und 
dem schmalblätterigen Weiderich ein 
berauschendes Getränke, das sie in an- 
genehme Phantasien und Träume wiegt, 
wo sie verliebte Verse machen, von 
Jagd und Heldenthaten prahlen, wahr- 
sagen, Geister sehen, singen etc. Die 
Armen die dies Getränke sich nicht ver- 
schaffen können, fangen den Urin der 
Reichen auf, und trinken ihn, umähn- 
liche Entzükkungen zu geniessen. Die 
Tschutskosen, in deren ‚Lande allzu- 
grosser Kälte wegen dieser. Schwamm 
nicht wächst, tauschen ihn gegen Pelz- 
werk ein. Die Ostiaken, Jakuten, Sa- 
mojeden, Tungusen, nebst vielen an- 
dern nördlichen Völkern, geniessen ihn 
ebenfalls um sich einen angenehmen 

Nu 


Pr 


1619. A.um- 
BRINA. 
Umbra farbi- 
ger Wulst- 
‚blätter- 
schwamm. 


S 


Wohnort. 


! 


Erschein.-zeit. 


1620. A. ru« 
BESCENS, 
Röthlicher 
FF ulstblät- 
terschwanmm. 


Wohnort. 


25. Klasse. 7. Ordnung. 


Rausch dadurch zuzuziehen. Er ist of- 
fizinell. | 


Der Strunk weiss; der Hut et« 
was flach, rusfarbigbraun, am Rande 
gestreift, gegen die Mitte mit grös- 
sern, ungleichen, verschiedenartig 
gestalteten weissen Warzen besezt; 
die Blättchen weisslich. 


Agaricus verrucosus Huds. 4. macu- 
latusScha ef f- Aruderatus Batsch. 


In trokknen Eichen „und Buchenwäl- 
dern, j 
Juli, August, September. 


Der Strunk fleischfarbweisslich ;_ 
der Hut gewölbt, braunröthlich, 
mit kleinen, rundlichen,, weissli- 


chen oder fleischfarbigen Wärzchen 


4 
überall besezt; die Blättchen weiss. 


Agaricus margaritiferus Batsch. A. . 
pustulatus Schaeff. A. scandieinus 
Scop. A. verrucosus Bull. 


In Wäldern und auf trokknen Vieh- 
triften. | 


‘ Erschein.-zeit. 


1621. A. pro- 
CERUS, 

Hoher Blät- 
terschwamm., 


Wohnort, 


Schwämme. | 295. 
. 


Juli, August. 


DXLVIH. AGÄRICUS Blätter- 
 schwamm. 


I. ArtneıLung. Die Blättchen saftlos 
oder vertrokknet, weder mit einem 
Nebel noch Rus überzogen und mit 
geringeltem Strunke. 

Gross, der Strunk knollig, sehr 
lang, weiss und gleich einer Schlan- 
genhautbräunlich geflekt; der Ring 
beweglich; der Hut fleischig, mit 
einer Erhabenrhheit versehen, schup- 
pig, röthlichaschfarben, am Rande 
zottig; die weissen Blättchen weit 
voneinander entferntstehend, an 
den knorpeligen Theil des Hutsan- 


ewachsen, werden zulezt bräun- 
5 


lich oder gelblich. g 


Agaricus elypeatus Linn? A: antiqua- 
tusBatsch. A.colubrinus Bull. Adma- 


nita marmorea Lamark. 


Auf Viehtriften in Wäldern, in san- 
‘ 
digen Gegenden, z.B. an der Schneuse 


Erschein.-zeit. 
’ 
Nuzzen. 


1622. A.Exco- 


RIACEUS, 
Abgeschälter 
Blätter- 
schwamm. 


204 25. Klasse. 7. Ordnung. 


von dem Wilhelmsbad auf die Hartig; 
im Fichtenwald bei den Rükkinger Schlä- 
gen; bei dem Niederrodenbacher Chaus- 
sce-Haus; bei dem Steinheimer Gal- 
gen; in Wäldern um Frankfurt, Gie- 
sen, Badenburg etc. ar 

August, September, 

In Frankreich so wie auch an eini« 
gen Orten in Teutschland wird er ohne 
Gefahr gegessen. Die in Offenbach 
wohnenden Polakken essen ihn häufig. 


Der Strunk glatt, knollig, un- 
gellekt, kürzer als bei dem vori- 
gen und nebst dem Ring weisslich ; 
der Hut gewölbt, in der Mitte ke» 
gelförmig, gelblich fleischfarben, 
schuppig, am Rande entblösset, 
gestrichelt und blassgrau; dieBlätt- 


.chen weisslich, ungleich, die län- 


Wohnort. 


gern erreichen nicht den Stiel, son- 
dern sind unter sich verbunden und 
nehmen den Stiel auf. 

Agaricus yulneratus Batsch. 


In trokknen Wäldern, auf Viehtriften 
und oftauch nach der Erndte auf den 


Schwämme. 295 
; W:: 
Feldern, 2. B. im Wald vor Niederro- 
denbach. 
Erschein.-zeit. August, September. 


1625.A.cr& Mittelmässig gross, gesellschaft- 

KörnigerB! ; lich wachsend, mit hohlem schup- 

terschwamm, wyigem geringeltem Strunke und 
bald verschwindendem Ring, der 
Hut etwas fleischig, bisweilen ge- 
faltet-runzelig, bei einigen etwas 
schuppig, mit einer Erhabenheit 
versehen, rostfarbig, manchmal 
auch ganz blass, die Blättchen mei- 
stens blass oder schwach rostfarbig, 
stehen dicht beisammen. 
Agaricus ochraceus Bull. A. eroceus 
Bolt. Agaricus granulosus. et flavo- 


floccesus Batsch. 


Wohnort. In Heidegebüschen und Nadelholz- 
'_ wäldern, z.B. in der Tannebei Darm- 
stadt. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1624.A.squar- Hasenförmig, derStrunk mitspar- 
ROSUSs. | 
Sparriger 
Blätter- rostfarben und mit einem kleinen 
schwamm., 


rigen Schuppen besezt, ochergelb- 


296 23. Klasse. 7. Ordnung. 


Wohnort. 


Erschein.-zeit. 


1605. A. roLv- 
MYCES. 
Geselliger 
Blätter- 
schwamm. 


‘Ring; der Hut gewölbt, mit einer 


kleinen Erhabenheit, fleischig, mit 
sparrigen Schuppen, gleichfarbig 
und von beinahe fischartigem Ge- 
ruch; die dicht beisammenstehen- 
den Blättchen blass olivenfarbig. 


Agaricus floccosus Curtis. A. sgquäam« 


mosus Bull. 


Vorzüglich an faulenden Wurzeln al- 
ter Eichstämme und auch an Obstbäu- 
men, wie z. B. bei Bischofsheim. 

Im Herbst. 


Rasenförmig, gehäuft, bisweilen 
auch einzeln; der Strunk geringelt, 
kegelförmig, dicht, elastisch, oli- 
venaschfarbig; der Hut mit einer 
Erhabenheit, behaart- schuppig, 
ocherrostfarbig; die Blättchen etwas 
herablaufend, weisslich und blass- 
werdend. 


 Agaricus congregatus Bolt- A. annu- 


larius Bull. 4. stipitis Sowerby 
4. cumulatus FFith. 


Schwämme. 297 


Wohnort. Gemein in unsern Wäldern an Baum 


stämmen oder dicht dabei auf der Erde. 


Erschein. zeit. - Den ganzen Herbst durch, 


‚626. A. cav- MRasenförmig; der Strunk dünn- 
DICINUS. | 


Stammbewoh- Mich, walzenförmig und schuppig; 
nender Blät- dieSchuppen zurükkgeschlagen und 
terschwamm. i i ? 
sparrig; der Ring klein, etwas zu- 
rükkgebogen und schnell verge- 
hend; der Hut etwas fleischig, mit 
einerErhabenheit, glattund zimmt- 
farbig; die Blättchen fast herab- 


& laufend und blass rostfarbig. 


Agaricus mutabilis Scha eff. A. an- 


nularis Bull. 


\ 


Wohnort. Häufig an faulenden Baumstämmen 
und auch in Gärten an den ..Zäunen. 
Erschein.-zeit.' Im Sommer und Herbst. 
Nuzzen, ‚ Von denen in Offenbach wohnenden 
Polakken wird er gegessen. 


lI. AstueıLung. Der Hut meistens 


Reischig; die Blättchen ausgerändet, 


meist einfarbig, zulezt zimmtfarben; 


der Strunk meistens knollig oder mit 


4 


298 25. Klasse, 7. Ordnung. 


16027. A. coE- 
RULESCENS. 
Bläulicher 
Blätter- 
schwamm. 


Wohnort. 


Erschein.-zeit. 
_ Bemerkung. 


1628. A. nu- 
DUus. 
Nakkender 
Blätter- 
schwamm. 


einer in spinngewebeartigen Fäden 
aufgelössten Hülle versehen. 
*. Von ganz violeter Farbe- 

Der etwas kurze Strunk blau, 
mit einem gerändeten eingedrük- 
ten Knollen versehen und bis auf 
diesen mit einer blauen Hülle be- 
dekt; der Hut fleischig,, gewölbt, 
blassblau, in der Mitte etwas bräun- 
lich; die Blättchen anfangs blau, 
hernach schwach zimmtfarbig. 


In dem Bruchköbler Hägewald; bei 


den Rükkinger Schlägen und in Wäl- 


dern um Offenbach, 
Im Herbst. 
Nach Boccone soll er giftig seyn. 


Gesellschaftiich wachsend ; der 
Strunk ziemlich lang und dünn, 


walzenförmig, kaum knollig, nak- 


'kend und violet; der Hut fleischig, 


flach gewölbt, violetröthlich, zulezt 
fast roth, in der Mitte mit Ver- 
tiefungen ‚am Rande ausgeschweift ; 


\ 


Schwämme, ..299 


die Blättchen dicht beisammenste- 
hend und schwach violet. 


An Agaricus violaceus der meisten 
Schriftsteller ? 
Wohnort. In allen Nadelholzwäldern. 
Erschein.-zeit. Im Anfange des Herbstes. 


1629. A. vı0- Der Strunk knollig, violetasch- 
Be? L Rn farben, mit rostfarbiger Hülle (C or- 


Pioletasch tina); der Hut fleischig, halbku- 
farbiger Blät- 


terschwamm. gelförmig,mit punktförmigen Schup- 


pen und kleinen Runzeln bedekt, 
violetaschfarbig, im trokknen Zu- 
stande dunkel und fast umbrafarbig ; 
die purpurröthlich - umbrafarbigen 
Blättchen gezähnt, in den Strunk 
herablaufend. 


[2 
Agaricus violaceus Schaeff. 


Wohnort, In Eichenwäldern, z. B, bei Hanau 
' in dem Neuhoferwald. 
‚Erschein.-zeit. Im Herbst. | 
Nuzzen. Er kann ohne Schaden gegessen wer- 
den. 


300 23. Klasse. 7. Ordnung. 


**,. Der Hut entweder gelblich, gelb, rostfarbig, 
} zimmtfarben oder'dunkelbraun. 


1650. A. Beh Gross; der Strunk | etwas. kurz, 
ae na), knollig, dikk, bläulich, mit rost- | 
ger Blütter- farbiger Hülle; ; der Hut gewölbt, 
SRLRRRENE zulezt flach, dunkel und auf der 
Scheibe gleichsam haarig, tiefbraun 
oder bräunlich ‚ am Rande oft mit 
einem noch dunkelern Gürtel ver- 
sehen; die Blättchen ausgerändet, 
streifenweise herablaufend, bläu- 
lich thonfarbig und zulezt zimmt- 


farbig. 


Agaricus araneosus B: ull. 


Wohnort. Hin und wieder in unsern Wäldern. 
Erschein.-zeite. Im Herbst. TE: 


1651. A. Au- Gesellschaftlich wachsend und 
RANTIUS, 

Pomeraizen- 
‚farbiger Blät- kleinschuppig, an derSpizze weiss- 
- terschwamm, 


gross; der Strunk in. die Quere 


lich; der Hut fleischig, gewölbt, 
mit kleinen Schuppen besezt, kle- - 
berig, pomeranzenfarbig; die Blätt- 
chen gedrängt und weiss; der Ge- 


Schwämme., 301 


ruch stark und der Geschmakk bit- 
ter. I 


Wohnort. Nicht selten in unsern Fichtenwäldern, 
Erschein.-zeit. Im Herbst, 


1652. A. vac- Gesellschaftlich wachsend; der 
CINUS, \ « amd 
Rothbräimli- Strunk: hohl, lang, mit einigen 


‚cher Blätter- kleinen Wurzelfäserchen versehen; 
schvamm RE u wit, 

| der fleischige Hut halbkugelförmig, 
‚zulezt etwas flach, etwas erhaben, 
haarig- schuppigundroth;; die weiss- 


lichen Blättchen werden blass. 


Agaricus-rufus Pers. 


Wohnort. . Ueberall in Nadelholzwäldern. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1633.54) ann, - Dicht aneinander in Gesellschaft 
GENS, 


Glänzender 


blätter- knollig, mit einigen Würzelchen 
schwämm, 


wachsend; der Strunk ausgerändet, 


versehen, mit: blasser Hülle; der 
Hut glänzend. goldfarbig und trok- 
‚ken, die Scheibe gering-schuppig; 
die Blätichen glänzend dunkelgelb. 


Agaricus sericeus Schaeff. 


502 23. Klasse. 7. Ordnung. 


Wobnort: 


Erschein.-zeit. 


1654. A, FLA- 
vIDUs. 
Gelblicher . 
Blätter- 
schwamm, 


Wohnort. 


Erschein.-zeit, 


1655. A cro« 
CEUS. 

Sa franfarbi- 
ger Blätter- 
schwamm. 


In unsern Buch=-und Eichenwäldern, 
Im Herbst. 


Rasenförmig; der zarte Strunk 


abwärts verdikt, bräunlich; der 


gelbliche Hut etwas fleischig, mit 


‚dunkler Scheibe; die Blättchen deut- 


lıch voneinander unterschieden, 


gleichfarbig gelblich. 


An Baumstämmen, z.B. in dem Of- 
fenbacher Neuen - Hägewald etc. 
Im Herbst. 


Gesellschaftlich wachsend, der 
gelbliche Strunk etwas dünn, mit 
kleinen Wurzelfäserchen besezt und 
sehr dünner, schnellverschwinden- 
der Hülle; der Hut etwas fleischig, 
mit stumpfer Erhabenheit, etwas 
filzig, dürchscheinend, dunkel 
zimmtfarbig; die Blättchen safran- 
gelb; der Geschmakk etwas ekel- 
haft. | 
Agariceus cinnamomeus Linn. 4. squa 


mulosus Batsch. 


Schwämme, 303 
Wohnort. . Häufiger in den Nadel-als Buchwäl- 
dern. 
Erschein.-zeite. Im Herbst. 


1ı636.A.arme- Ziemlich einzeln stehend, der 
NIACUS, 

Aprikosenfar- 
biger Blätter- zerbrechlich und weisslich , mitrost- 
schwamm. 


Strunk mittelmässig, etwas knollig, 


farbiger schnell vergehender Hülle; 
der blassrothe Hut etwas fleischig, 
flach gewölbt, ausgedehnt, mit ge- 
ringer aber breiter Erhabenheit; die 
Blättchen wässerig zimmtfarbig, 
die ganzen am breitesten. 


Wohnort. In Buchen und Eichenwäldern. 
Erschein.-zeite. Im Herbst. 


II, AstkeıLung, Der Hut fleischig, 
ganz, gewölbt; die Blättchen gleich- 
farbig. und dürre ; der Strunk in der 
Mitte stehend, nakkend oder ohne 
Ring und Hülle, 


*, Die Farbe entweder kastanienbraun, zimmtfar- 


big, dunkelbraun, roth oder braun, 


1657. A. rıno-' Der blasse Strunk kleinschuppig 


sus, = s .. . 
Rizziger Blät- und mehlartig; der röthliche Hut 


terschwanım. kegelförmig, der Länge nach riz- 


23. Klasse. 7. Ordnung. 


o7 
>) 
rs 


zig; die thonartig olivengelben 
Blättchen breitlich, am Rande weiss- 
lich. | 


‚Agaricus aurivenius Batsch. 


Wohnort. In grasigen Wäldern. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


%, Der Hut grünlich, gelblich, blass oder etwas 
rehfarben. 


ı638. A. FLA- Der gelbliche Strunk ungleich, 


VO-VIRENS, glatt, zitschwärzlichen Schuppen, 


Grüngelber 
. Blätter- der gelbliche Hut fleischig und ge- 
schwamm- . i ER 
bogen, mit kleinen schwärzlichen 
Schuppen; die Blättchen zitronfar- 
Ta *' | N 
Wohnort. Gemein in unsern Nadel-und Buch- 
' wäldern. 


Erschein.-zeit, Im Herbst. 


1659. A. runı- Fast gesellschaftlich wachsend; 
Eraugelbi. der blasse Strunk dicht, mit klei- 
cher Blätter- nen Schuppen besezt; der grün- 
schwanm. ‘ { Bat 
lichaschfarbige Hut fleischig, et- 
was gebogen und glatt; die gelb- 
lichen Blättchen gehäuft, schmal, 


ausgerändet angeheft. 


Wohnort. 


"Erschein.-zeit. 


1640. A. cIR- 
CINNANS. 
Kreisförmi- 
ger Blütter- 
schwamm. 


Wohnort. 


‘+ Erschein .»zeit. 


Schwämme. ı "5; 305 


Häufig in‘ unsern . Wäldern auf der 
Erde, 
Im Herbst. } “309 2; 


Gesellschaftlich i in einem Kreise 
wachsend; der weisslich oder stroh- 
gelbe Strunk mit flokkigen kleinen 
Wurzelfäserchen besezt; der blasse 
Hut flach gewölbt, gleichförmig 
und etwas kleberig; die weisslich 
thonfarbigen Blättchen gehäuft, ab. ° 
tröpfelnd und zulezt geflekt; der: 
Geschmiakk unangenehm,der Brisk 
verdächtig. 

Agaricus cerustuliniformis Bull. 

A. lateritius Batsch. 


Häufig an offenen Stellenin Wäldern, 
z. B. hinter dem Wilhelmsbad im Fich- 
tenwald nach der Hartig hin; am Buch- 
rainweiher bei Offenbach ; im Wald bei 
dem Frankfurter Forsthaus, 

Im Herbst, 


$...Th.,%: U 


306 23. Klasse. 7. Ordnung. \ 


- 


. *%*, Der glänzende Hut entweder scharlachroth, 


1641. A. coc= 
CINEUS, 
Scharlachro- 
ther Blätter- 
schwamm. 


| Wohnort. 


Erschein.- zeit. 


1642. A.Rus« 
SULA. 
Erdblätter- 
schwanm; 
unächter 
Täubling: 


Wohnort. 
Erschein-zeit. 


dunkel oder hellgelb. 

Gesellschaftlich und einzeln wach- 
send, von ‘ganz scharlachrother 
Farbe. Der Strunk hohl, etwas 
zusammengedrükt; derHut beinahe 
hautartig, gewölbt, etwas kleberig; 
dieBlättchen voneinander entfernt- 
stehend, zahnförmig verbunden, 
pomeranzenfarben, am Rande grau- 
grün. | 

Häufig auf Wiesen und grasigen Hü« 
geln. 

Im Herbst. 


****. Der Hut rosenroth. 

Gross ; derrosenrothe Strunk dicht 
und kurz ; der schwach rosenrothe 
Hut fleischig, etwas gewölbt, mit 
Körnchen besezt; die weissen Blätt- 
chen ungleich. 


b. Der Strunk weisslich, lang, an 
der Spizze Afilzig. 


Hin und wieder in unsern Wäldern. 
Im Herbst. 


1643. A. ne- 
BULARIS. 
Berei fter 
Blätter- 
schwamm. 


Wohnort. 
Erschein.-zeit. 
og 


1644. A. Prv- 
TEUS, 
Dachförmi- 
ger.Blätter- 
schwanm. 


- 


Wohnort. 


Erschein-.zeit, 


Schwämme. 307 
"rer, Der Hutaschfarbig, rüsfarbig oder schwärz- 
lich, 

Gesellschaftlich wachsend; der 
aschfarbweissliche Strunk dicht, 
etwas knollig, am Grunde zulezt 
ausgehöhlt und weisshlzig ; derasch- 
farbige Hut ‚bepolstert, mit einer 
Erhabenheit; die blassweissen Blätt- 


chen gedrängt wäde etwas herablau- 
fend. 


In unsern Nadelholzwäldern. 
September — November. 


Der weisse Strunk dicht, mit 
schwärzlichenStreifen ; der schwärz- 


lich rusfarbige Hut glokkenförmig, 


mit einer Erhabenheit, glatt, zun- 
zeligund weich; die Blättchen ge- 
drängt, frei, anfangs weiss, zulezt 
rosenfarbig. 


% 


Agaricus cervinus Schaeff. 


Nicht selten in unsern Wäldern an 
Baumstämmen. | 
Im Herbst. 
Ua 


508 23. Klasse. 7. Ordnung. 


/ 


! ter, Die Farbe, hauptsächlich des Huts, weiss. 

1645. A. AL- Fasteinzeln wachsend, ganz weiss; 

RER Blät- der Strunk glatt, dikk, kurz, et- 

tersschwamm. was aufsteigend, am Grunde schmä- 
ler; der Hut fleischig, gewölbt, 
etwas flach, am Rande gleichsam 
eingerollt; die Blättchen deutlich 
"voneinander unterschieden, biswei- 
len gering sägeartig gezähnt, 

Agaricus virgineus Batsch. 
Wohnort: In sandigen Gegenden auf der Erde, 

z. B. gesellschaftlich und einzeln wach- 
send iın Walde bei den Rükkinger Schlä- 
gen etc. | | 

Erschein.-zeit, Im Herbst. 


1646. A.esur- Gesellschaftlich wachsend, ganz 
Elfen a weiss; der Strunk meistens lang, 
weisser Blät- an der Spizze mit kleinen Schup- 
Le RB, pen; der Hut fast fleischig, kle- 
berig, flach gewölbt, am Rande 
‚ glatt; die Blättchen dıkk, vonein- 
ander entferntstehend, etwas her- 
ablaufend und gleichfarbig; der Ge- 


ruch nicht unangenehm. 


- 


hau ‚sied 
Erschein.-zeit. 


‘ 


Wohnort. 
% 


f) B 


Erschein.-zeit. 


1647. A. TUBE- 
ROSUuSs. 
Knolliger. 
Blätter- 
schwanm. 


Jiyr 


Wohnort; _. 


Sy 518) 


'Schwämme. 509 


Agaricus Jozzolus Scop. A. nitens 
Sowerby. 
Häufig in Buch -seltener in Nadel- 
holzwällern,, z. B. im Wald bei dem 
Wilhelmsbad; im der Lohe; in dem Le- 
ben und der  Dikk bei Offenbach; in 
der Tanne bei Darmstadt etc. 
Im Herbst, | 


Gesellschaftlich.. wachsend,, klein 
und weisslich; der Strunk kurz, 
röthlich, auf die Knollen ange- 


ae. der Hut gewölbt, war- 


zig, mit verlängerten, weisslichen, 
hier und da schmäleren Blättchen, 


Br ale anitng B atsch. 


Häufig auf faulenden Blätterschwärn- 


‚men in unförmlichen, den Kartoffeln 


ähnlichen Knollen, 


PaASaA 


IV. Astnurırung. Sehr zarte kleine . 
"Schwäimme. ' Der Hut meist hautar- 
tig, ‚gestreift, durchsichtig , gewölbt, 
und bleibend. die Blättchen ‚ dürre 


510 23. Klasse. 7. Ordnung. 


und gleichfarbig; der Strunk mei- 
‚ stens hohl, verlängert und nakkend, 


1648. A..arcı- Einzeln 'wachsend, nach Knob- 
Pa HL lauch riechend; der grauschwärz- 
Blätter- liche Strunk lang, mit einigen 
SCRURIRDAS Wurzeln versehen, am Grunde stri- 
gelig; der bräunliche Hut glokken- 
förmig, hautartig und gering ge- 


streift. , 


Agarieus alliaceus Linn non Scop. 


Wohnort. In unsern Wäldern unter‘ faulenden 


Blättern, vorzüglich an feuchten.Orten. 
i ass Kappa Zeit.‘ * m Herbst. 


"1649. A. GALE- Rasenförmig, geruchlos; der 
RICULATUS, 


Miizz zen PORHG- Sirmuk eben, bewurzelt (saftlos) , 
.ger Blätter- 


am ‘Grunde striegelig- kurzhaarig; s 
schwanm, - 


der bläulich- bräunliche Hut haut- . 

artig, mit einer Erhabenheit und 

weissen voneinander unterschiede- 
nen Blättchen. 
| | Agaricus conieus Huds.. 

Wohnort. Häufig auf faulenden Baumstämmen, 
Erschein,-zeit. Im Herbst- 


«Schwämme;* 7 . © Zıı 


ı650.A.roLyv- Einzeln wachsend};. der himmel.- 


GRAMMUS. L . 
blaue Strunk geschwänzt und der 


Geschwänzter 
Blütter-. Länge nachgestreift; dexıfast/asch- 
schwamm. 
farbige Hut glokkenförmig und mit 
einer Erhabehheit versehen. ! 
- Wohnort, ° Auf der Erde unter den äbgefallenen 
Blättern, z. ‚B. im) ner reinem Fa» 
saneria Wh ae na 


Erschein, -zeit, Im Herbst. 


’* 
#rr 7 
v. - 


1651. A! rta4  Gesellschaftlich “"Wachsend, der 
Vg gelbliche Strunk verlängert, etwas 


ger Blätter- kleberig; der Hut glokkenförmig, 


schwamm. 


IaEzER | 


gestreift, nebst den Bläuchen weiss- 
lichaschfarben. = 
Agaricus. plicarus Schaeff? 
Wohnort. 2 Fichtenwäldern und ‚Heidegebü- 


schen auf der Erde, Ss 
Erschein.-zeit. “Im Herbst. Fan! 


1650. A. Hyr- Sehr zart, klein und ganz ocher- 
NORUM. 

Moos- Blätter gelbrostfarben ; der Strunk mittel- 
, sehwainm,  mässig; der Hut glokkenförmig 
"und gefurcht; die breitliclien Blätt- 


chen voneinander entferntstehend. 


Zum, 23. Klasse, 177 Ordnun ER 


nn sb Agarieus Hypni Bat sch. A.etampa- 
3 Der ERT, BY iidss% nulatus Schaeff. Y 
‚Wohnört4:. : Häufig auf‘ feuchten‘ Wiesen unter 


hin bares mrıseı dem Moose; , vorzüglich. dem Astmoos. 
Ba en > ‚Nach ‚häufigen, Regen, 


1695.,A., SArtısı (Fast „einzeln ' wachsend, -ocher- 
NER. h 
Zar:erBlät->gelbrostfarbig ‚und sehr klein; der 
terschwanım. Strunk lang und ‚sehr glatt; der 
Hut hautartig, kegelförmig undet- 


sh heat Was ‚glatt ;. die Blättchen. voneinan- 


. ....„.der ‚entferntstehend, sehr zart und 

; < Wie r_.h: ver 
‚gimmrölmp zimmtfarbig. 

“Wohnort. Nicht selten in Weidegebüschen und 


auf grasigen Pläzzen. 
Erschein.-zeit! © Im ‘Sommer’ und Herbst. 


1654. A. Cra- Der Straf Alan röhrig, weiss 
vus Schaeff. PR HE j 1blicl 2 da 

-Nagel- Bla. ündschmuzzig gelblich ;..derbräun- 
berschananEan.g Re Hut gewölbt mit weissen 


" Blättchen. Pr 


z 


KB: esculentus Pers. BE 


Wohnart. :;s:. „In. Wäldern ‚auf abgefallenen Blättern | 
| „and zwischen Moos. 


Schwämme 5153 


Erschein.-zeit. Im Spathherbst und Frühling. 


Nuzzen. 


1655. A. Fıs- 
TuLosus Bull. 
‚höhriger 
Blätter- 
schwamm. 


Wohnort, 
Erschein.-zeit. 


1656. A.vuL- 
GARTS.: 
Gemeiner 
Blätter- 
schwam m. 

ze \ 


‚In Oestreich und Böhmen wird er ge- 


‚gessen und unter dem Namen Nagel- 


. schwamm zu Markte gebracht. 


Gesellschaftlich wachsend, klein 
und rosenfarbig; der röhrige blasse 
Strunk fadenförmig; der warzige 
Hut glokkenförmig ; die bogenför- 
migen Blättchen sehr blass, 


Agaricus roseus Pers. 


n ‚Häufig in unsern Nadelholzwäldern. 


Im Herbst. 


Gedrän gt gesellschaftlich wachsend 
und' klein; | der Strunk kleberig und 
dikklich; der Hut zart, zerbrech- 
lich, warzig, mit einer Erhaben. 
heit, etwas kleberig - aschfarben; 


' die weisslichen Blättchen haken- 


Wohnort, 


Erschein.-zeit. 


förmig. 


che gemein in Nadelholzwäldern auf 
der Erde. | 
Zur Regenzeit im Herbst. 


- 


3ı4 23. Klasse. 7. Ordnung. 


1657. A. Eupen: Klein, zerstreut, bräunlich; der 
5 A I lin | | 
a "Strunk kurz und eingebogen; der 
Blätter- Hut halbkugelförmig und etwas ge- 
schwamm:. usa 
faltet; die weisslichen Blättchen ha- 
kenförmig. 


Agaricus corticola Pers. 4. pusillus 
Hoff m. 


Wohnort. Sehr häufig auf den Stämmen und in 
den Rizzen noch lebender Eichen und 
Weidenbäume, auch unter dem Moos 
an den Baumstämmen, 

‚ Erschein.»-zeit, Men ganzen ‚Winter durch. 

i V.° AptaeıLung. Der Hut hautar- 
tig, sehr schnell vergehend, etwas 
fleischig,, zulezt zerrissen ; ‚die Blätt- 
chen  zulezt schwärzlich zerfliessend, 
Der Strunk geringelt oder nakkend. 


- * Hautartige , fast ganz zerfliessende, mit sehr 
wi ‚ zarten Blättchen. 


165B.A. coma* Gesellschaftlich wachsend; der 


Schopfförmi- weisse Strunk sehr lang und röh- 
ger Blätter- rig, mit beweglichem Ringe; der 
schwamm. 


Hut anfangs walzenförmig, etwas 
glatt und weisslich,, hernach glok- 


Wohnort. 


Schwämme + 315 


kenförmig, blass, mit gelben Schup- 
pen besezt, zuleZt am Pıande ein- 
geschnitten; die Blättchen gehäuft, 
anfänglich weisslich-purpurröthlich; 
der Geruch hässlich. 


Agaricus cylindrieus Sowerby A.por- 

cellaneus Schaeff. A. Chamaeleo 

Batsch. A. fimetarius Bolt, A.ty« 
phoides Bull, 


An magern sandigen Orten, auf Schutt, 


in Wegen wo nicht viele Sonne hin- 


Erschein.-zeit, 


Nuzzen. 


1659. A. ova- 


TUS, 
'Eyförmiger 
Blätter- 
schwamm. 


scheint, nahe'bei den Pferdeställen etc, 
. Nach feuchtem Wetter, besonders im 
Herbst, | 

Die schwarze Jauche, in welche der 
Hut zerfliesst, soll zu Tusch gebraucht - 
werden können. K R)) 


Gesellschaftlich wachsend; der 


weisse Strunk lang, am Grunde ge- 


schweift, mit beweglichem Ringe; 
der Hut anfänglich eyförmig, her- 
nach glokkenförmig zerrissen, fast 


" aschfarbig und überall mit ziem- 


lich grossen dachziegelförmig über- 


516 05. Klasse. 7. Ordnung. 


Wohnort. 


Erschein.-zeit. 


1660. A. pL= 


cATUuS. 

Ge falteter 
Blätter- 
schwamm. 


Wohnort. 


Kb 
I» 


einanderliegenden Schuppen bedekt; 
die Blättchen anfänglich umbrafar- 
big, zulezt' schwärzlich. 


Agaricus Mitkella « Batsch. 


An sandigen und feuchten Orten, auch 
auf Schutt. 
Im Herbst. 


Rasenförmig ; der Strunk röhrig, 
geringelt, am Grunde pfriemenför- 
mig, 'inwendig mit einem Kreise 
umgeben;.der Hut glokkenförmig, 
gefaltet, ‚aschfarbig, ander Spizze 
mit bräunlichen angedrükten Schup- 
pen versehen, am Rande zulezt zu- 
rükkgeschlagen { die Blättchen ge- 
drängt he breit, etwas zusammenge- 
wachsen,.anfänglich rothbraun,nach- 
her schwarz und weisslich bereift. 
Agaricus Fugax Sg Ehe ff. 4. stria- 
tus Huds. A. atramentarius Bull. 

In Dirfem, Gärten, an Zäunen und 


auf Wiesen. 
re 


Erschein.-zeit, 


1661. A. cınE- 
REUS, 
Aschfarber 
Blütter- 
schwanmm. 


Wohnort. 


Erschein.-zeit. 


1662. A. FER.- 
RUGINEUS, 
Rost farbi ger 
Blüätter- 
schwamm, 


'Schwämme. 317. 


Nach feuchtem Wetter im Herbst. 


Der Sr verlängert, röhrig, 
mit lan Schuppen; der Hutke- 


.gelförmig, gefurcht, etwas filzig. 


aschfarbig, an der Spizze glatt und 
bleifarbig, zulezt flach und mitdem 
zerrissenen Rande eingebogen; die 
schwarzen Blättchen gleichbreit, 
punktirt und etwas gebogen. 
dgaricus stercorarius Bull, 
In Gärten auf Misthaufen und auch 
in Wäldern, 
Im Herbst. 


Rasenförmig; der Strunk blass; 
der Hut glokkenförmig, gefurcht, 
anfänglich ochergelb nachher rost- 
farbig und getheilt; die Blättchen 
glänzend, an den Seiten und auf 
dem Rand mit schimmernden Drü- 
sen besezt, anfänglich rosenrotlı, 
nachheraschgrauund zuleztsch wärz- 
lich. . | 
Asaricus lignorum Schae ff. 4. mi- 
eaceus Bull. 4. turbinatus Rellhan. 


Bd =. 08. Klasse. 7. Ordnung. 


Wohnort. 
Erschein.-zeit. 
1663.A, DOME- 


STICUS. 
Haus-Blätter- 
schwanm. 


Wohnort. 
Erschein.-zeit. 


1664. A. Be 


TELLA Nobis, 


- Wiesen: Blät- 


terschwamm. 


Auf faulenden Stämmen, 

Ende des Sommers. 

Der Strunk Dfrieron Tor der 
Hut glokkenförmig, stumpf, wel- 


‚lenförmig, an der Spizze gefurcht 


und rusfarbig und mit kleienarti- 
gen Schuppen bedekt; die Blätt- 
chen gedrängt, gleichbreit, an die 
Spizze des Strunks geheftet, anfäng- 
lich blauroth nachher braunschwärz- 
lich. | 


In Häusern und an feuchten Mauern. 
Im Frühling und Herbst, 


VI. AstaeıLung. Der Hut fleischig 
oder etwas hautartig, eben und blei- 
bend ; die Blättchen gleichsam wie mit 

Nebel überzogen, nachher schwarz- 
flekkend oder einfarbig, fast wässe- 
rig und zulezt dunkler als der Saa- ' 
menstaub; der Strunk geringelt oder 
nakkend. 


*, Der Hut Neischig, der Strunk geringelt. . 
‚Gesellschaftlich wachsend und 


gross; der weisse Strunk knollig, 
länglich und glatt, mit deutlichem 


% 


Ring; der weisse Hut glatt. oder ge- 

ring schuppig; die Blättchen roth. 

 Agarieus arvensis Schaef f. 4. cam« 
pestris Bolt. A. edulis Pers. 


Wohnort. Häufig in Nadelholzwäldern, auf Wie 
, sen und Bergtriften, 
Erschein.-zeit. Im Sommer und Herbst. 
- Nuzzen, Er kann frisch und getrokknet geges- 
sen werden, 


1665. A. cau- Der weissliche Strunk kurz, ab- 
PESTRIS. 4 R i i 
Feldbläster. Wärtsdünner, etwas filzig, mitun- 
schwanım; ge vollständigem Ring; der Hut flei- 
meiner Cham- ö 
pignon. schig, etwas flach, rothschuppig; 


die Blättchen röthlichbraun. 


Agaricus eampestris Lin n. A. pellitus 
Batsch. 4. edulis Bull, Amanita 


edulis Lamark. 


b. Grösser; der Strunk knollig, mit 
kleinen Schuppen und etwasaufgeschwol.- 
lenem Ring; der Hut gewölbt, haarig- 
schuppig, röthlich umbrafarbig; die 
Blättchen braun, 


4dgaricus vaporarius Pers. 


ig e 
320 23. Klasse. 7. Ordnung. 
Wohnort, Häufig bei uns auf Wiesen, hügeligen j 
Triften, seltener in Wäldern. b. Auf 
Treibbeeten wo er gezogen wird. 
Erschein.-zeit.. Von dem August an bis spat in den 
Herbst. 

Nuzzen. Ein gewöhnlicher essbarer Schwamm 
von angenehmen Geruch, der bei uns 
häufig zu Markte gebracht und von un- 
sern vornehmen Städtern sowohl frisch 
als auch getrokknet auf mancherlei Art 
zubereitet gegessen wird. Da es meh- 
rere in dem äussern Ansehen den Cham- 
pignon sehr ähnliche ‚giftige Schwämme 
giebt, so versäume manja nicht, jedes- 

‚mal beim Kochen eine geschälte Zwie- 
bel oder einen silbernen Löffel mit in 
den Topf zu werfen, wird dieser oder 
jene bläulich oder schwärzlich, so sind 
sicher giftige Schwämme darunter ;, dies 
ist überhaupt eine Sicherheitsprobe bei 
den meistenSchwammarten. Ueberhaupt 
müssen die Champignon zu der Zeit ge- 
sammelt werden , wenn sie noch ganz 
klein sind und kleine Kugeln bilden ; 
von den Bovist- und Staubschwämmen 
_ welche in diesem Zustande ihnen sehr 


ähnlich sind, lassen sie sich leicht da- 


i . 


y 
” 


Schwämme. ya. 321 


durch unterscheiden dass dieseeinrauhe, 


‚hingegen die Champignon eine glatte 


1666. A. AERU- 
GINOSUS, 
Kupfergrüner. 
Blätter- 
schwamnm. 


Wohnort. 


Erschein.-zeit, 


Oberfläche haben, In Gewächshäusern 
und auf Mist-und Spargelbeeten werden 
sie bei uns auch hin und wieder gezo- 
gen. 


Der Strunk schuppig, oben 
schwärzlich, mit schnell vergehen- 
dem, bisweilen ganz abfallendem 
Ringe; derHut gewölbt, fleischig, 
kleberig, frisch kupfergrün, trok- 
ken gelblich; die Blättchen flach, 
miteinander verbunden, braun und 
purpurröthlich untermischt, zulezt 
schwärzlich und beinahezerfliessend. 


Agaricus Beryllus Batsch. 4. cyane- 
us Bull. A. politus Bolt. 4. viridis 
FHuds. Amanita yiridula Lamark. 


In Buchwaldungen, z. B. bei den 
Rükkinger Schlägen, in derLohe, um 
Vilbel, indem Lehen bei Offenbach etc 

Im Herbst. 


3. Th..e. X 


_ 


520 23. Klasse. 7. Ordnung. 


1667. A.LATE- Gross,rasenförmig,mehrere Strün- 
RITIUS, , va 
Ziegelfarbi- ke am Grunde zusammengewach- 
ger blätter- sen; der Strunk lang, ziemlich 
‚ schwamm. R . ; 
dicht, mit schwärzlichem schnell» 
vergehendem Ring; der Hut flei- 
schig, etwas kleberig, ziegelfarbig, 
am Rande gelblich; die Blättchen 
voneinander getrennt, wie mit Ne- 
bel überzogen, grünlich aschfarbig, 
zulezt zerfliessend und schwärzlich ; 
der Geschmakk bitter. 
Agaricus amarıs Bull. 4. auratus Fl. 
| Dan. d. pomposus Bolt. 
Wohnort. Häufig auf faulenden Baumstämmen. 
Erschein.-zeit. Den ganzen Herbst durch. 


1668. A.rascı- Nicht gross, rasenförmig ; der | 
Bündelförmi- Strunk hohl, dünn, abwärts rost- 
ger Blätter- farbig, mit haariger schwärzlicher 
schwamm,. j j 

Hülle; der ocherfarbige Hut etwas 
fleischig, miteinerErhabenheitund 
dunkler Scheibe Fi die Blättchen ge- | 
drängt, nebelartigüberzogen, grün- 
lich und zulezt fast zerfliessend ; der 
Geschmakk. bitter. 


Schwämme. | 3:3 


Agaricus pulverulentus Bull, 4. Je 
nensis Batsch. 4A. olivaceus Ho ff m- 


Wohnort. In lichten Wäldern an Baumstämmen., 
Erschein.-zeit. Von dem August an bis in den No- 
vember, 


**, Der Hut meistens zerbrechlich und hautartig; 
der Strunk nakkend. 


1669. A. stıe Zerbrechlich und in dichten Ra- 
PATUS, 79 , 
Dichtbeisam- Sen beisammenstehend ; der weiss- 


menstehender Jiche Strunk fast nakkend;; der Hut 
Blätter- 


schwamm. glatt, bräunlich bleifarben, trok- 


ken runzelig und bleich; dieBlätt- 

chen gedrängt, etwas nebelartig 

überzogen und fleischfarbigbraun. 
Agaricus spadiceus Schaeff. 


Wohnort. An Baumwurzeln und auffaulemHolz. 
Erschein.-zeit. Im Frühling und Herbst. 


VI. AstneıLung. Der Hut fleischig, 
meist eingedrükt; die Blättchen milch- 


gebend. 


*, Der Hnt weisslich, 


‚1670. A. rıree Der weisse Strunk dikk; der 
RATUS, 


Pfeffer -Blät- weissliche Hut glatt, anfangs halb- 
\ serschwamm. kugelförmig, hernach trichterför- . 


\ 
Xo& 


324 23. Klasse. ı 7. Ordnung. , 


“ mig, am Rande ausgebreitet; die 


Blättchen gedrängt, gabelförmig, 
röthlichweiss; der Geschmakk sehr 


‚scharf und pfefferartig. 


| Wohnort. 


Erschein.-zeit. 


1671. A, TOR- 
MINOSUS, 
Giftiger.Blät- 


terschwammı, 


Wohnort, 


Erschein,-zeit, 


Bemerkung. 


1672. A. DELI- 


CIOSUS, » 

FF ohlschniek- 
kender Blät- 
terschwamm; 


RBeizker. 


Häufig in.Buchenwäldern. 
Im Herbst. 


**. Der Hut fleischfarbig oder gelblich. 

Der weissliche Strunk kurz, dikk- - 
lich, stark, mit Vertiefungen ver- 
sehen; der schwach ochergelbe Hut 
nabelförmig, mit Kreisen versehen, 
am Rande zurükkgerollt und zot- 


tig; die weissen "TaBrtohoR etwas 


ästig. 
Agaricus Necator Bull, 
Auf Graspläzzen, an Akkerrainen, 
zuweilen auch in Waldgegenden. 
Den ganzen Herbst hindurch. 
Er ist schädlich und sein Genuss ver- 


ursacht sehr übele Zufälle, 

Der ziegelfarbig gellekkte Strunk 
walzehförmig, meistensin der Erde 
verstekt; der Hut nabelförmig, et- 
was pomeranzenfarbig, vertrokknet 


Schwämme. 525 
schmuzzig fleischfarben, anfänglich 
‘glatt, zulezt durchscheinend, et- 
was Alzigund mit grünlichen Krei- 
> sen versehen; die Blättchen und 
“der Saft pomeranzengelb. 


Lactarius lateritius Pers. 


Wohnort. Häufig in Nadelhölzwäldern.. / 
Erschein.-zeit: Au gust— November. ER 
Nuzzen. Er wird unter die Lekkerbissen ge- 
‚ rechnet und lässt sich in Baumöhl auf- 
bewahrt verschikken ‚ welches in Genua 
| häufig geschehen sol. Man hält ihn 
für den a Boletus der Römer, 
Die Italiener nennen ihn Novolo. 
Bei dem Einsammeln muss man deshalb 
sehr vorsichtig seyn, weil einige giftige 
"Arten ihm sehr ähnlich sind. 


% 


y 


| ***. Der Hut röthlich, Lost ‚pda heutsuila 
1675.A.rusen. Gesellschaftlich wachsend, von 
u | ziemlicher Grösse; der Strunf; < dikks 
mir! lich, am Grunde rostfarbig roth; 
der ochetgelBrothe Hut anfangs ge- 
wölbt und etwäs erhaben, «nachher 
niedergedfükt; fbfeitlichen Blätt- 


chen gelblich. 


326 23. Klasse. 7. Ordnung. 
Agaricus lactifluus Linn? 4. testase- 
us Scop? 
Wohnort. Nicht selten in unsern Wäldern. 


‚Erschein.-zeit. August, September, 
Bemerkung. Geruch und Geschmakk verrathen 
| schädliche Eigenschaften. 


1674. A.sus- Der Strunk ziemlich kurz; der 


DULCIS. Hut röthlich mit dunklerScheibe, 
Süsslicher N h b 

Blätter- 'trichterförmig, am Rande etwas 
schwanmm, 


aufrecht; die Blättchen blass fleisch- 

farbig, etwas herablaufend; der 
Saft weiss; anfangs süss, nachher 

unangenehm und etwas scharf. 


 Agaricus rubescens Schaef f. 


VIII. Astueıtung. Der Hut feischig, 
meist eingedrükt; die Blättchen gleich- 
lang und dürre; der Strunk nakkend, 


meistens weiss, 


1675. A. RoSsA- 
CEUS, i fi 
Rosenfarbi- gewölbt, rosenroth oder röth- 


ger Blätter- j;ch; die Blättchen weiss; der Ge- 
schwamm. 
schmakk bald scharf bald mild. 


Der Strunk RLOR ; der Hut flach 


Schwämme. - 527 


x 


b. Der Hut weisslich mit rosenroth 
untermischt. 
Wohnort. _ Häufigin Laub-und Nadelholzwäldern. 


Erschein.-zeitt.e. Im Herbst. 


1676. A. Ene- Der Strunk mit weiss und roth 


TIcus. 3 
Brechenerre. wntermischt; der Hut blutroth, 


zender Blät- eingedrükt, am Rande gefurcht; 


brschwamm, _, i ee. 
die weissen Blättchen dikklich; der 
Geschmakk scharf, der Geruch ekel- 
haft. 
Wohnort. Häufig in unsern Wäldern. 


Erschem.-zeit.e. Im Herbst. 
Bemerkung. Sein Genuss macht Erbrechen, Durch- 
fälle etc. ja selbst den Tod. 


1677... escı- Der Strunk gelblich; der Hut 


Er Blix- roth; die Blättchen glänzend dunkel- 


terschwamm. gelb und zerbrechlich; Geschmakk 
und Geruch nicht unangenehm, 


Wohnort. In unsern Wäldern, jedoch selten, 


Erschein.-zeite. Im Herbst. 
Nuzzen. Ist essbar. 


528 23. Klasse. ‘7. Ordnung. 
, X 


1678. A. cra- 
_ NOXANTHUS. 
Hellblauer 
Blätter- 
schwamm, 


Wohnort. 
Erschein.-zeit, 


1679. A.vIRES- 
CENS, 
Grünlicher 
: Blätter- 
Schwamm. 


Wohnort. 
Erschein.-zeit. 


Der Strunk weiss; der himmel- 
blaue Hut fach eingedrükt, am 
Rande glatt, mit purpurröthlicher, 


zulezt ganz blass werdender Scheibe; 


die Blättchen weiss. 


In Me und Buchengebüschen, vor 
züglich nach Le liegen. 
Juli — November. 


Von ziemlicher Grösse ; der Strunk 


weiss; der Hut fleischig, gewölbt, 


würfelartig, runzelig, grünlich, am 
Bande etwas weisslich ; die, weis- 
sen Blättehen dikklich, einige nur 
halb. 


Russula aeruginosa Pers. 


In Wäldern und auf. Heiden, 
August , September. 

IX. Asrugırungs. Der Hut. glatträn- 
dig, trichter- oder nabelförmig, fei- 
schig oder hautartig; lie Blättchenun- 
gleich, saftlos, nicht milchgebend, 


er 


Schwämme. | 329 


meist herablaufend-; der Strunk nak- 
kend und in der Mitte stehend. 


*, Grosse; der Hut fleischig oder fleischig haut- 
artig, am Rande glatt. 


1680. A.maxı- Der Strunk kurz, dikk, dicht 
mus Nobis. denn ts 
Grösster Blüı. und weisslich; der weisse Hut saft- 
'terschwanım. os, trichterförmig, mit einer Er- 
höhungundsehr gross; die Blätt- 
‚schen unterbrochen, gleichfarbig, zu- 
'lezt röthlich. 
Agaricus giganteus Leyss. A. infun- 
 dibuliformis Hoff m. 


Wohnort. An schattigen Orten, z.B.in der Lohe 
oberhalb Bischofsheim. 
Erschein.-zeit. September, Oktober. 


**, Kleine; der Hut hautarlig und meistens .ge- 
. streift. 


1681. A. per- Gesellschaftlich wachsend und 


FoRAaNso/fm. } N BRUNS 
Du dhekrter bleibend; der Strunk schwärzlich- 
Blätter- braun, unter dem Vergrösserungs- 


schwamm. u 
glas’ etwas behaart; .der Hut fast 


flach, etwas gefaltet, röthlichweiss, 
mit geringer Erhabenheit; dieBlätt- 
- h 


330 23. Klasse. 7. Ordnung. 


chen einfach, ganz verbunden, et- 
was kraus und gleichfarbig. 


Agaricus androsaceus Pers. 


Wohnort. Häufig in Nadelholzwäldern auf Tan- 
'nennadeln, welche er gleichsam durch- | 
bohrt. 

 Erschein.-zeit. Fast das ganze Jahr durch, 


1682. A.acıcv- Der Strunk haardünne, graulich- 
LARIS. VE > j h 
Nadelkopfför- Weiss; der weisse Hut glokkenför- 
miger Blütter- mig oder halbkugelrund, von der 
schwamm, h | 

Grösse eines Hanfkorns; der Blätt- 
chen wenige, von gleicher Farbe 
und im Verhältnis mit dem Hut, 
ziemlich breit. 


Agaricus trichopus Scop. 


Wohnort. Auf Buchenblättern, jederzeitaufden 
Rippen und nicht in der Substanz des 
| Blatts. 
Erschein.-zeite. Im Herbst. 


X. AptrHeıtLung. Der Hut feischig, 
eingedrükt, schief, ganz oder nur 
halb; der Strunk nakkend, ausser dem 


Schw ämme. j 5%ı 


Mittelpunkt angeheftet,, zur Seite ste- 
hend .oder ganz. fehlend. 


*. Der Hut ganz, der Strunk ausser dem Mittel. 
punkt, 


1685. A. ın- Von ziemlicher Grösse; fast ra- 
CONSTANS. BR 
Unbeständi- senförmig; der Strunk rusfarbig, 


ger Blätter-- bald in der Mitte bald seitwärts 
schwamm. | k 
| stehend ; der Hut etwas zähe, ein- 
gedrükt, ganz oder nur halb, lap- 
pig, gebogen, röthlich; dieschim- 
mernd weissen Blätichen etwas ästig, 
am Grunde kraus. 

Agaricus flabelli formis Schaeff. 

Wohnort. An. Buchstämmen ° in dichten wäl- 

dern, R 

Erschein.-zeit, Juli — November. 


**, Der Hut halb; der Strunk am Rande stehend; 


’ 


die Blättchen herablaufend und von der Seite des 
Huts sich wegneigend. , 


1684. A. mor- Zart, gesellschaftlich und einzeln 
i FIR er Bir. Wachsend; der Hut etwas gallert- 
terschwamm. artig, glatt, gewölbt,. hökkerig, 
blass, am Grunde mit rothem Staub 

bedekt; die Blättchen blasszimmt- 


farbig. 


552 25. Klasse. 7. Ordnung. 


f Agaricus canescens Batsch. A. gela- 
tinosus Gmel. in L.S. N. A.lateralis 
Bolt. 
Wohnort. Häufig auf verfaultem Holz, auf ab- 
| sterbenden Bäumen, in hohlen Weiden 
eic. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1685. A. styr- Rasenförmig; der Strunk zuwei- 

er. len fast, ganz in der Mitte stehend, 

hender Blät- zusammengedrükt, aufsteigend, an 

terschwamm, 

| der Spizze ausgebreitet; der Hut 
etwas weich lederartig ; ausgerändet 
und mehlartig bestreut; die zimmt- 
farbigen Blättchen sehr zart, die 
Adern miteinander verbunden; der 
Geschmekk anfangs ekkelhaft süss- 
lich, nachher zusammenziehend, 


Agaricus flabelli formis Jacg. A. Ks 
ralis Huds.‘d. frcoides FWFPirh. 


Wohnort An gefällten Buchbäumen. 
Erschein.-zeit. Im Spathherbst und bei gelinder Wit- 


terung bis in den Frühling. 


Schwänme. | '2 . 353 


1686. A.varıa- Gesellschaftlich. wachsend ; ohne 
BILIS. 
FV eränderli- 


cher Blätter- jung ganz undzirkelrund, mit aus 
schwanım. 


Strunk; der Hut etwas hilzig, weiss, 


der Mitte kommendem Strunk, alt 
halb und strunklos; die weissen 
Blättchen werden zulezt rostfarbig. 
Agaricus niseus Sowerby A.sessilis 


Bull. 


Wohnort, Auf der Erde unter den Blättern an 
abgestorbenen Aestchen anhängend, z.B, 
bei Hanau in der Bulau; in der Dikk 
bei Offenbach; im Wald bei Kranich- 
stein, 

Erschein.-zeit.. Im Herbst. 


«+, Der Hut halb und korkartig. 


1687. A.aLne- Lederartig, filzig, weisslich perl- 
NR Blätter. farben, und gewöhnlich schuppen- 
‚schwantm. artig, übereinander wachsend; der 
Hut oftmals vielspaltig, im feuch- 
ten Zustande röthlich ; die Blätt- 
chen gespalten, am Rande zurükk- 
gerollt, etwas behaart, röthlich 
perlfarben. URLEN: | 
Agüricus multifidus Batsch. 


334 23. Klasse. 7. Ordnung. 


Wohnort. Häufig an den Stämmen der Linden, 
Zitterpappeln, Buchen und Erlen, 
Erschein.-zeit. Im Herbst und Winter. | 


1688. A. TRA- Fast dachziegelförmig übereinan- 


N . Blir- derliegend, beinahe korkartig, durch- 


serschwamm. sichtig, schmuzzig bräunlich, glatt 
und mit kaum sichtbarem Filz be- 
dekt; die röthlich fleischfarbigen 
Blättchen ziemlich einfach. 

Wohnort. Häufig an Holzwerk , Balken und 

Planken. 

Erschein.-zei. Im Herbst und Frühling. 

Beobachtung. Obgleich er sehr der Daedalea 
quercina ähnlich sieht, so unter- 
scheidet er sich doch durch seine Zart- 
heit und nicht nezzförmigen Blättchen 


hinlänglich von ihr. 


DXLYIIN. MERULIUS. Ader- 


schwamm. 
*. Der Hutganz, meistens becherförmig ; der Strunk 
in der Mitte. : 

'1689.M. Can-  Gesellschaftlich wachsend, von 
THARELLUS, 
Gemeiner 
Aderschwanm erweitert ; der Hut fleischig, glatt,an- 
oder Pfiffer- x a H $ 

ir fangs gewölbt, im Alter eingedrükt, 


ling. 


ganz gelber Farbe; der Strunk oben 


Schwämme. JE 335 


ausgehöhlt, am Rande wellenför- 
mig und gelappt. a 


Agaricus Cantharellus Linn. 
Wohnort. Häufig in unsern Wäldern. 
Erschein.-zeit. Juli — Oktober. ! 
Nuzzen. Er gehört unter die essbaren Schwämmte. 


1690.M. au-_ Der ochergelbe Strunk dicht, 
RANTIACUS, 
Pomeranzen- 
farbiger Ader- artig, filzig, etwas gewölbt; die 
schwamm. 


jung etwas dikk; der Hut fleisch- 


Falten steif, zweitheilig und pome- 
ranzenfarbig. 


Agaricus aurantiacus ZF ul Y 


Wohnort. ° In Wäldern auf Graspläzzen „ jedoch 
| seltener als der vorhergehende. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 
ı1691.M. rusı- Vonkleiner Gestalt, gesellschaft. 
FORMIS, . 
Röhrenförmi- Wh wachsend; der gelbe Strunk 
ger Adder-- verdikt; derbraune Hut etwas haut- 
schwamm, ö AAN NR P ß 
artig, nabelförmig, mit gering run- 
zelig schuppiger Scheibe; die gelb- 


aschfarbigen Falten gerade. 


556 23. Klasse. 7. Ordnung. 


Helvella tubiformis Bwil. Elvela tus 
baeformis Schaef R Peziza undulata 
h Bolk», 


Wohnort. Nicht selten in unsern Buchenwäldern, 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1692.M. rrur- Der goldgelbe Strunk gleichbreit, 
NATUS, ba | 

Bereifter verlängert; der braunaschfarbene 
Aderschwamm ut flach; dieFalten perlaschfarbig 


und reifartig graubestäubt. 


Agaricus pruinatus Batsch. 


Wohnort. Im Wald hinter Offenbach auf nassem 

| Moosboden. 

Erschein.-zeit.. Oktober. 
1695. M. cor- Basenförmig, schwärzlich rusfar« 
Be ben; der Strunk spindelförmig, ver- 
Aderschwamm kehrtkegelartig, in den Hut aus- 
gebreitet; der füllhornförmige Hut 
hautartig ,‚ mit kleinen Schuppen be- 
sezt; die Adern schwach in den 

Strunk herablaufend. 
Peziza cornucopioides Linn. Agarieus 
cinereus Batsch. Craterella cornuco- 
| pioides Pers. | 


Schwämme. . 357 


Wohnort. Häufig in Buchenwäldern auf der Erde, 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


*, Der Hut halb und fast hautartig. 
1694. M. re- Strunklos, dachziegelförmig über- 
MELLOSUS. einanderliegend, fleischig - gallert- 
Tremellenarti- 
ger Ader- artıg; der Hut anfänglich fast zir- 
schwamm. kelrund, älter ausgebreitet zurükk- 
geschlagen und weisshlzig; die Fal- 
ten fast löcherförmig, spizzig und, 
roth. | 
Agaricus betulinus FY ul f. 


Wohnort. An Eichenstämmen im Bruchköbeler 
Hägewald bei Hanau. 
Erschein.-zeite. Im Herbst. 


DXLIX. DAEDALEA. Labyrinth- 
schwamm. 


1695.D.guzr- Lederartig, blass holzfarben ; der 
CINA. 

Eichen - Laby- 
rinthschwamm die Blättchen ästig, gross buchtig. 


Hut klein zunzelig und glatt; 


Agaricus quercinus Linn. A. labyrin- 
thiformis Bull. Merulius quereinus 
Gmel. L.S.N. 


Wohnort. Häufig an Eichenstämmen. 
Erschein. zeit. Das ganze Jahr. 
3. Th. 2 


338  .3. Klasse, 7. Ordnung. 


Nuzzen, Kann zu Verfertigung des Zunders 
' benuzt werden. | 
1ı696.D. corı- Lederartig, mit Kreisen verse- 


are hen, filzig, fleischfarbig; die Blätt- 


Labyrinth- chen lederartig, an der Spizze und 
schwamm. alien we 
im jüngeren Zustande etwas ästig, 


blass holzfarbig. 


Agaricus betulinus Sowerby. A. co 


riaeeus Pers, 


Wohnort, Ziemlich häufig an verdorrten Baum- 

stämmen. 

Erschein.-zeit. Im Herbst. 

1697. D. ser1« Lederartig, hart, zu beiden Sei- 

ARıA Nobis, h i A 

Zaun-Laby. ten Nach; der Hut striegelig flzig 

rinthschwamm und tiefbraun; die Blättchen ge- 
drängt, ästig, gelblich, hier uud 
da etwas löcherig. 
dgaricus hirsutus Schaef f. A. asser- 
culorum Batsch. 4. sepiarius Pers. 


Wohnort. Häufig auf Tannenstämmen und auf 
schon gezimmertem Tannholz. 
Erschein.-zeit, Im Herbst, 


 Schwämme. 33g 


- DL. BOLETUS. Löcherschwamm. 

A. Der Hut bepolstert und Rleischig, 

von den verlängerten Röhren sich leicht 
trennend. 


1698. B.annu- Der Strunk etwas dünn, und ge- 


LATUS. ? 
ringelt; der Hut bepoistert, glok- 


 Geringelter 
Lüöcher- kenförmig, kleberig, ‚gelblich-blei- 
schwamm. - ; ae 
farben; die Flekken ziegelsteinfar- 
big roth, das Fleisch unveränder- 
lich, die Löcher gelb. | 
Boletus annularius Bull. Boletus lu- 
teus der meisten Autoren. . 


Wohnort. Nicht sehr häufig in unsern Nadelholz- 
wäldern. | 

Erschein.-zeit. Im Herbst. 

 Nuzzen. Ist essbar.. 

1699. B. scaA- Der Strunk dikk und schmäler 

ir 7,5. werdend, müt schwärzlichen rau- 

cherschwamm. hen Schuppen; der Hut durchschei- 

K nend, etwas runzelig, rusaschfar- 
big, vertrokknet schwärzlich und 

-verhärtet; die Löcherröthlichweiss, 

um den Strunk eingedrükt. 


Boletus bosinus Schaeff. 
Ya 


540 25. Klasse. 7. Ordnung. 


Wohnort.‘ 


Erschein.-zeit. 


1700.B. CIR- 
CINNANS, 

Kreis förmi- 
ger Löcher- 


schwamm, 


Wohnort. 


Erschein-.zeit. 


ı701. B. suB- 
TOMENTOSUS, 
Schwachfilzi- 
ger Löcher- 
schwamm. 


Häufig in unsern Buchwälders. 
Im Anfange des Herbstes. 


Gesellschaftlich in einem Kreise 
wachsend; der Strunk etwas dünn, 
gelblich, und durch schwärzliche 
Punkte rauh; der Hut kleberig, 
etwas ausgeschweift, dikk, stroh- 
farbig oder gelb-bleifarbig; dieLö- 
cher spizzig und gelb. R 
Boletus inguinans Schrad. B. Airoil 

rufus et ferrugineus Schaeff. 


Häufig in unsern Wäldern. 
Im Herbst. 


Von mittelmässiger Grösse; der 
Strunk etwas dünn, in der Mitte 
roth oder gelblich; der Hut be- 
polstert, flach gewölbt, etwas Ale 
zig, im. trokknen Zustande wür-, 
felförmig rizzig, fahlgelb oder gelb- 
aschfarbig; das Fleisch beinahe un-' 
veränderlich, die Löcher ziemlich 
gross, ungleich, gelbgrünlich. 


Boletus communis Bull. | 


} 
Schwämme. 341 


Wohnort. Ziemlich häufig in unsern Wäldern. 
Erschein. zeit. Im Herbst. 


1702. B. BUL- Sehr gross; der Strunk knollig, 
Bosus Schaeff- 
Knolliger Lö- 
cherschwamm. lich aschfarben; der Hut bepolstert, 


etwas bauchig, nezzförmig, röth- 


sehr breit, rothbraun; das Fleisch 
unveränderlich, die Löcher dicht, 


weisslich, nachher schwachgelb. 


Boletus bovinus Müller.Bolton. 
B. edulis } } 
9.28 2 sPers 
Wohnort. Ziemlich häufg in Waldgegenden, 
Heidegebüschen, hin und wieder auch 
in Nadelholzwäldern. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. | 
Nuzzen. Diesen sehr grossen Schwamm zählt 
man unter die essbaren, 


ı705.B. zurı- Gross; der Strunk verlängert, 
Dus. 

Graugelbli- 
cher Löcher-- der Hut bepolstert, bräunlichgelb, 
schwamm. 


roth, nezzförmig, etwas knollig; 


inwendig bläulich; die Löcher 
gleich, rundlich, anfangsroth, nach- 


her pomeranzenfarbig. | 
N 


542 23. Klasse. 7. Ordnung. | 


‘ 
\ 
4 
ER 


Boletus tuberosus Schrad. B. rubeo-. 
larius Bull- B. magnus Julii mensis | 
= BDill.cat. Güs. m 


Wohnort. In grasigen Waldgegenden bei Hanau 
im Bruchköbelerwald; an den Sümpfen 
bei dem Steinheimer Galgen; im Schif- 


fenberger und Lindener Wald, 


Erschein.-zeit. Im Sommer und Herbst. 


B. Der Hut fJleischig, lederartig, 

meist etwas korkartig; die Röhren 

kurz, mit der Substanz des Huts 
verbunden. 


*. Der Hut ganz, der Strunk in der Mitte oder 
aur wenig ausser derselben und senkrecht, 
1704.B. con» Lederartig, zähe, zimmtfarbig; 
NATUS, } 
Verwachsener der Strunk kurz, etwas korkartig, 


Löcher- 


schwamm. der Hut dünn, jung becherförmig, 


alt etwas flach, mit Kreisen ver- 

sehen und meistens 2<—5 zusam- 

mengewachsen; die Löcher bald 

ganz, bald zerrissen. 

Boletus perennis Linn. B. fimbriatus 
Nauaike Bull, B. subtomentosus B olt. Boletus= 


zsonatus Batsch. B. coriaceus 


Schaeff. 


Schwämme, 543 


Wohnort. Häufig in Wäldern auf Sandpläzzen in 
der Nähe von Baumstämmen., 
Erschein.-zeit. Im Sommer undim Anfange des Herb- 
stes, 


**. Der Hut halb, auf einem seitwärtsstehenden 
Strunke. 


1705. B. sanpı- Fastrasenförmig; derStrunk seit- 
nn wärtsstehend, kurz, dikk, schwärz- 
brauner Lö- lichaschfarbig; der Hut glatt, zähe, 
chersechwamm. # e i 
anfänglich gelblich, erwachsen 
(hauptsächlich auf der Scheibe) ein- 
gedrükt, tiefbraun, und beinahe 
schwärzlich, mitblässerem Rande; 
die kleinen Löcher blass, auf der 
einen Seite des Strunks herablau- 
fend. 
Boletus perennis Batseh. B. durus 
Timm- 
Wohnort. Vorzüglich an hohlen Weidenbäumen. 
Erschein.- zeit. Im Herbst. 


**#*, Der Hut halb und struuklos- 


1706. B. cITRI- Rasenförmig, dachziegelförmig 
NUSs. FÜRT } | 3 
Zitronenfar. Üübereinanderliegend, wellenförmig 


biger Löcher- runzelig, saftig, oben gelb. mit ei- 
schwamm, 


544 23. Klasse. 7. Ordnung. 


ner gewissen Röthe; die Löcher 
schön schwefelgelb. 


Boletus caudieinusSch aeff. B. loba- 
tus Schrad, B. coriaceus Huds.Bo- 
letus tenax Bolton. B. sulphureus 
; Bull, 
( 

Wohnort. An Weiden und Pflaumenbäumen , 
vorzüglich aber an dem Stamm alter 
Eichen. 

Erschein.-zeit.e. Juli — Oktober. | 

Nuzzen, In einigen Gegenden braucht man ihn 

zum Gelbfärben. des Tuchs. 


1707.B. anus- Dachziegelförmig übereinander- 
TUS. . E: 
Verbrannier legend, etwas dünne; der Hutfast 


Löcher- fleischartig, runzelig, blassgrau, mit 
schwamm, AR j 
bräunlichen Bändern, geradem 
schwärzlichem Rande und kleinen 
gleichen aschfarbigen Löchern. 
Boletus suberosus conchiformis 
Batsch. 


Wohnort. An Baumstämmen in der Bulau bei 
Hanau. | 


Erschein.-zeit.. Im Frühling oder Spathherbst. 


Schwämme. 545 


1708. B. suA- Dikk, fast korkartig; der Hut 


VEOLENS. ? \ 2 & 
Wohlriechen. weiss und etwas filzig; die Löcher 


der Löcher- ziemlich gross, bräunlich werdend, 
schwanm. Ms } h i } 
einige mit ungleicher Fläche spız- 
zig hervorragend; der Geruch anis- 


artig. 


Wohnort. An alten Weidenstämmen, vorzüg- 
j lich an Salix alba, z.B. häufig vor 
dem Kanalthor, dem Fischerhof und 
der Fasaneriezu Hanau; häufigum Frank- 
furt, Offenbach, Darmstadt etc. 
Erschein.-zeit. Iın Herbst und bei gelindem Wetter 
auch im Winter. 
Nuzzen. Ist offizinell. Linne inderFl. Lapp. 
erzählt, dass die jungen Lappländer die- 
sen Schwamm in ein Beutelchen, an 
ein um ihren Leib herumgehendes Band 
dergestalt anbinden, dass er gerade vor 
ihrer Scham herunterhänge, damit sie 
bei ihren Schönen mit einem wohlrie- 
chenden Geruch umgeben seyen. Wo- 
bei Linne ausruft: o lächerliche Ve- 
nus! die du in andern Ländern Kaffe, 
Chokolade, Zukkerwerk, Wein, Edel- 
gesteine, Gold, Silber und Seide, Mu- 
sik, Tänze und Komödien zu deinen 


546 23. Klasse. 7. Ordnung.. 


Liebesspielen brauchst, in Lappland aber 
mit einem schlechten Schwamm zufrie- 


den bist! 


i709.B.mar- Einfach oder auch fast dachzie- 


GINATUS, .. Br 5 . 
gelförmig übereinanderliegend; der 


Gerändeter 

Löcher- Hut dikk, hökkerig, röthlich, am 

en Fıande weisslich und tröpfelnd; die 
Löcher anfangs weisslich, nachher 
schwach zitronfarbig, 

Wohnort. An den Stämmen der Buchen und 
Birnbäume, z.B. in der Bulau beiHa- 
nau und in dem Wald bei Sprendlin- 
gen. 

Erschein.-zeit. Im Anfange des Herbstes. 
Nuzzen. Man kann ihn zum Zunder zuberei- 


ten; auch zur Seife könnte er wohl be- 
nuzt werden. : Nach Dr. Seiferis 
Versuchen schiken sich überhaupt zur 
- Benuzzung der Seife solche Schwämme 

am besten welche an alten Pflaumen- x 


und Birnbäumen wachsen. 


1710.B. Fo- Der Hut hart, fast. dreiekkig, 


MENTARIUS, each BAnNTH . rei . 
Zunder- schwach Dandiormig ges rei tl, rusiıg 


schwamm. aschfarben; die Löcher anfangs 


Wohnort, 


Erschein-.zeit. 


Nuzzen. 


Schwänme. 547 


weisslichgrau, nachher beinaherost- 
farbig. 
Agaricus pedis equini faeie Tourne'f. 


An den Stämmen verdorrender Bu- 
chen, Eichen, Birken, Linden und 
Wallnüsse. 

Im Herbst und Frühjahr. 

Durch Beize in einer Lauge von Urin 
und Asche, Klopfen, und Einweichen 
in Aschenlauge mit Salpeter vermischt, 
entsteht der Zunder, den man auch zu 
andern Dingen brauchen könnte, daer 
zu einer Art von sanftem Leder wird ; 
Schreber sahe eine daraus verfertigte 
Müzze. Funke erzählt wie im Ru- 
dolstädtischen dieser Schwamm wegen 
des Gebrauchs zum Zunder kultiviret 
werde. Man pilanzt nämlich die soge- 
nannte Wasserbuche an einen feuchten 
Ort, bieget solche nieder, bedekt sie 
mitRasen und erhält sie beständignass. 
Unter diesen Umständen wächst der 
Schwamm häufig hervor und man kann 
jährlich mehrere. Ernden thun. Er ist 
offizinell und die Lappländer bedienen 


sich seiner statt der Moxa. 


4 


345 25. Klasse. 7. Ordnung. 


ı7ı1.B.Lutes- Fast rasenförmig; der Hut kork- 
ER artig, zu beidem Seiten geebnet, 
“ cherschwanm. dünn filzig und blassroth, mit rauh- 
haarigen gelblichen Bänderstreifen ; 
die Löcher blassroth. oder schmuz- 
zigweiss. 
Boletus versicolorSchaef f, non 


TLıdn. 


Wohnort. An Baumstämmen. 


Erschein.-zeit. Im Herbst. 


ı712.B.ocara- Dachziegelförmig übereinander- 
CEUS, 


Ocherfarbi- liegend, etwas fleischig, dikker 


ger Löcher- als der folgende; der Hut etwas 
schwamm. 


filzig, ganz ochergelb, am Grunde 
hökkerig, mit weisslichen Löchern. 


Wohnort. An verdorrten Stämmen der Zitter- 


pappel. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


‘ 


ı313.B.versi- BRasenförmig; der Hut lederar- 
COLOR. 

Ferschieden- 
farbiger Lö- sen, bald schwarzblau, bald him- 
eherschwanm. 


tig, dünn, mit vielfarbigen Krei- 


melblau, bald auch am Rande röth- 
lich; die Löcher weiss. 


x 


Schwämme 349 


Boletus versicolor Linn. und der mei- 
sten Schriftsteiler, 


Wohnort. Häufig an verdorrten Baumstämmen, 


Erschein.-zeit. Im Herbst und Winter. 
/ 
C. Umgewandt und ausgebreitet oder 


oben löcherig, und meistens der 


Hut vernichtet. 
1714.B. DES- Weisslich, faser’g, frisch ange- 


TRUCTOR. } i 
Verwüstender nehm riechend, trokken zerreib- 


Löcher- bar; der Hut ungleich, wellenför- 
schwamm, i le, Han j 
mig runzelig; dieLöcher rundlich, 
stumpf, zerrissen und ganz. 
Wohnort. In Häusern an feuchten Orten auf 


Holz , welches er zerstört. 
Erschein.-zeit, Im Herbst und ER zu jeder ‘ 
feuchten Jahrszeit. 


1718. B. saLı- Umgewandt, korkartig, weit aus- 
CINUS, 
Weiden- Lö- gebreitet, wellenförmig runzelig, 


cherschwanım. zimmtfarbig; die Löcher hier und 
da schief. | 


Wohnort, An Weidenbiumen deren Höhlung er 
auskleidet. 


4 


350 23. Klasse. 7. Ordnung. 


Erschein.»zeit. Im Herbst. 


1716. B. me£- Weiss, hart, ausgebreitet, flach, 
DULLA PANIS, 
Brosamenähn- 


licher Löcher- schiefen und geraden Röhrchen. 
schwamn:, 


tindenartig, oben durchbohrt, mit 


Wohnort. Häufig auf gezimmertem Holz, z.B. 
an alten Gartenthüren, Pfosten etc. in 
Wäldern auf verdorrten Stämmen- 
Erschein,-zeit, Im Herbst- Bo 


DLI. HYDNUM. Stachelschwamm. 


i i u r 15:3 
*. Mit einem Strunke; der Hut bei den meisten 
‚ : 2 
ganz oder zirkelrund, oderausgeschnitten, 


1717 H. ım- Der Strunk kurz, dikk, glatt, 


BRICATUM. . . . 
schmuzziggelblich, ausser der Mitte 


Schuppiger 

ii Wer stehend; der Hut fleischig, nabel- 

schwamm. R S N 

Mad förmig, umbrafarbig und mit dik- 
ken, fast aufrechten, dunkleren 
Schuppen bedekt; diePfriemen sehr 
spizzig, dicht und schmuzziggelb. 
Hydnum cervinum Pers. H. subsqua- 
mosum u Batsch. 
- Wohnort. In unsern Nadelholzwäldern. 


Erschein.-zeit.. Im Herbst. 
Nuzzen. In Italien wird er gegessen, 


#’ 


Schwämme. 351 


'ızı8.H.ne-  Blass Neischfarbig; der Strunk 
PANDUM. 

Ausgeschwei fe 
ter Stachel- der Hut runzelig, gebogen, fast 
schwanm, 


knollig, ausser der Mitte stehend; 


lappig, glatt, bisweilen nur halb; 
diePfriemen dikklich, meistens zu- 


sammengedrükt. 


Wohnort. Sehr häufig fast in allen unsern Buch- 
wäldern. 
Erschein.-zeite. Im Herbst. 
Nuzzen. Er ist essbar. 


ı7ı9. H. con- Gesellschaftlich, oft zusammen- 
CRESCENS. 

Zusammenge- 
wachsenerSta- knollig und unförmlich; der Hut 
chelschwamm:. 


gewachsen; der Strunk kurz, fast 


dünn, korkartig, trichterförmig, 
tiefbraun, glatt, durch Streife und 
Kreise runzelig und mit dem be- 
nachbarten Schwamm oft verwach- 
sen; diedünnen Pfriemen glänzend- 


braun. 


Wohnort, Häußg in unsern Wäldern am Grunde 
der Eichen und Buchen. 
Erschein.-zeit. Im Herbst und Frühjahr. 


©] 
Or 
%) 


23. Klasse. 7. Ordnung. 


1720. H.AauRt- Der Strunk lang und braun; der 
SCALPIUM. j 


Ohrlöffel.sta- Hut halb, selten ganz, lederartig, 

chelschwanm. rauhhaarig und tiefbraun; die an- 
fangs weisslichen Pfriemen werden 
zulezt braunpurpurfarbig. 

Wohnort. Auf abgefallenen Tannenzapfen, z.B. 
bei Hanau hinter dem Wolfsgang; in 
der Tanne bei Darmstadt etc, 

Erschein.-zeit.e. Im Herbst und Frühling, 


*, Strunklos; der Hut halb. \ 


ı721.H.cırra- Fleischartig,-von veränderlicher 
TUM. 

Rankiger Sta- 
chelschwamm. gebogen, röthlichweiss und fase- 


Gestalt; der Hut dachziegelförmig, 


rig; die Pfriiemen lang und dünn. 


Wohnort, An faulen Baumstämmen, z. B. zwi- 
schen dem Wilhelmsbad und Dörnig- 
heim; auf dem Glauberg und bei Ar- 

 heilgen. | 
Erschein.-zeit. Oktober ix November. 


DLU. THAELAEPHORA. Warzen- 
schwamm. 

*., Der Hut ganz, oben ausgehöhlt oder trichter- 

förmig; die Scheibe strigelig rauhhaarig. 


1722. T. carY- Mannigfaltig gestaltet; der Hut 


OPHYLLEA. ! RR % 
Nelken- IFar. trichterförmig, dünn, sehr glatt, 


zenschwamm. etwas gestreift, braunpurpurröth- 


Schwämme, 353 


lich, am Rande meistens eingeschnit- 


ten. . 


Craterella ambigua Pers. Merulius 
caryophyllaeus HYith. Helvella caryo- 
phydllea Dicks. Hılaciniata Scop. 


Wohnort. In Nadelholzwällern auf der Erde, 
z. B. bei Hanau in dem Neuhoferwald 
und bei dem Wolfsgang; in den Na. 
delholzwäldchen bei dem Steinheimer 
Galgen; im Offenbacher neuen Häge- 


wald; um Darmstadt etc, 
Erschein.-zeit, Im Herbst. 


** Der Hut halb, zulezt wagerecht stehend. 


1725. T. TER- Etwas weich, fast dachziegelför- 


BESTRIS. . 2: . . 
 Erd- Warzen. wig übereinanderliegend, dunkel- 


schwamm. braun; der Strunk kurz, zur Seite 
stehend; der Hut geebnet; faserig- 
strigelig. 
Thaelaephora mesenteriformisIP'illd. 
Hydnum Thaelaephora Retz. 


Ä 
Wohnort, ° In sandigen Gegenden auf der Erde. 


Erschein.-zeit.e. Im Herbst. 


554 05. Klasse. 7. Ordnung. 


1724. T. ru- 
BIGINOSA. 
Rostfarbiger 
FH arzen- 
schwanım. 


Wohnort. 


Erschein.-zeit. 


1725. T. Hır- 
SUTA. 
Rauhhaariger 
IF arzen- 

: schwamm:. 


Wohnort. 
Erschein,-zeit, 


1726, T.pur- 
PUREA. 
Purpurfarbi- 
ger FF arzen- 
schwamm. 


Dachziegelförmig übereinander- 
liegend, steif, tiefbraunrostfarben, 
oben filzig, (der Filz verschwindet 
im Alter worauf derSchwanım glän- 
zend schwarz wird,) unten behaart; 
die Warzen zerstreut und ziemlich 
gross. 

Thaelaephora fragilis Ehrh. Helvella 
rubiginosa Dicks. Auricularia ferru- 
ginea Bull, 

Auf mit Moos bedekten alten Buchen 
und Eichenstämmen, z.B. in der Stein- 


heimer Fasanerie. 
Im Herbst. 


Rasenförmig, lederartig gelblich, 
strigelig-rauhhaarig, unten glatt. 
Thaelaephora hirsuta FFilld. Auricu- 

laria reflexa Bull, | 


An Baumstämmen und an Pfählen. 

Im Herbst. 

Dachziegelförmig übereinander- 
liegend, fast gallertartig, mit Krei- 
sen versehen, weisslich filzig, un-« 


ten purpurfarbig, 


be 
an 


"Schwämme. 5. 


Stereum purpureum Pers. 


Wohnort. Häufig ‘an faulenden Baumstämmen, 
vorzüglich der Zitterpappel. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. . 


** Umgewandt, ausgebreitet, warzig und von 
mancherlei Gestalt, 


1727. T.QuEr- Umgewandt, der Länge nach krie- 
CINA. 
Eichen- IF ar- chend, lederartig, runzelig, etwas 


zenschwamm, fleischig, am Rande gering einge- 


rollt und unten umbrafarbie. 


Thaelaephora carnea Gmel. in L.S. 


N. Auricularia corticalis Bull, 


Wohnort.‘ Häufig auf abgefallenen faulenden Ei- 
chenästen in den Wäldern um’Offenbach. 
Erschein.-zeite.. Im Herbst. 


1728. T. ro-  Papierartig, etwas zusammenge- 
SEA. } £ £ b; 
Rosenrother Schrumpit, rosenfarbig, am Rande 


IV arzen- Alzi 8. 
schwamm. 
Cortieium roseum Pers, 


Wohnort. Auf Stämmen der Zitterpappel in dem 
Offenbacher alten Hägewald ; in deı Ba. 
- lau bei Hanau, 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 
Bi zZ 2 


356 23. Klasse. 7. Ordnung. 


1729. T. Aus Länglich, dikklich, kurz, ganz 


NTIA. { . 
rg glatt, mit seltenen Warzen besezt 


Pomeranzen- 

Jarbiger und ponierattzch farbig. 

HH arzen- 

schwamnm. IR einereun Pers ? 
Wohnort. Häufig an den verdorrten Aesten der ı 


% 


Hundsrose. 


Erschein.-zeit. Im Herbst. 
\ 


1750.T.Sau- Ausgebreitet, weisslich, etwasab- 


RO schmuzzend, feucht etwas hautar- 


FH arzen- tig. 
schwamm. 
Wohnort. Ziemlich häufig an den verdorrten Hol. 


lunderästen. 
Erschein.-zeit. Im Winter, Herbst und Frühling. 


1931. T. AcE- Zart, lose anhängend, kurz, zu- 
gi Far. sammengeballt und fast unterbro- 
zenschwamm. chen, weisslich blassblau, auf der 

Oberfläche eben und fast glänzend. 


> 


Corticium acerinum Pers 


Wohnort. Häufig auf der Rinde des gemeinen 
Massholders. \ 
Erschein.-zeit. Herbst, Winter und Frühling. 


Schwämme, | 357 


DLIM. : CLAVARIA. Keulen- 
schvramm. 
A. Mit ästigen Keulchen, 
| *. Der Strunk sehr dikk. 
ı732.C.ror- Sehr ästig; der Strunk beinähe 
Ann, er Ken. miederliegend, dikk, weisslich, die 
lenschwamm. Aeste verlängert, orangenfarbig, 


mit stumpfen gelblichen Aestchen. 


Clavaria fastigiata Batsc h. 


Wohnort. Nicht selten bei uns in Waldgegen- 
den. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1755.C.rrava. Der Strunk dikk, weisslich; die 

Gelber Keulen- PN | , 

a Aesteund deren Vertheilungen steif, 
etwas kurz und gelb. 


Ramaria RAN flaya Holmsk, 


Wohnort. In schattigen Buchwäldern auf der 
Erde, 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 
Nuzzen. Diese und die vorhergehende Art sind 
essbar. 


558 03. Klasse. 7. Ordnung. L 


1754.0.BOTRY- 
TIS. 

Trauben- Keu- 
lenschwamm. 


Wohnort. 


Erschein.-zeit. 


Nuzzen. 


1785. C. cor- 
NICULATA. 
Gehörnter 
Keulen- 


scehwamm, 


Wohnort. 


Erschein.-zeit, - 


Fast unförmlich ; der Strunk sehr 
dikk, niederliegend, , blassröthlich, 
die Aeste etwas kurz, fast runze- 


lig, mit stumpfen rothen Aestchen. 


Ramaria Coralloides alba Holmsks 
Clavaria acreporphyrea Schaeff. 


“ 
In ausgehauenen trokknen Wäldern 


auf der Erde. 
Im Herbst. 


Ist essbar. 


**, Der Strunk dinn, oder diinner als alle Aeste- 


Zusammengenommen. 
Etwasästig und gelb; derStrunk 
dünn, verlängert, 2 — 3 mal gabel- 
förmig getheilt, die Aeste meistzu- 
sammengedrükt,mitspizzigmond- 
förmigen Aestchen, 
Clayaria muscoides With. C. furcata 
wet ß Pers. Clavaria Sruticulosa 


Batsch. Ramaria muscoides 
Holmsk. 


Häufig in Buchenwäldern unter dem 
Moose. 


! \ 
Im Spathherbst. 


\ 


Schwämme. 559 


1ı736.C. rrı-  Rasenförmig, und gelblich; der 
ri EN Key. Strunk kurz ‚ die Aeste knieförmig 
leuschwanm. auseinander gesperrt, mit fast 

gleichhochen stumpfenAest- 


chen; der Geschmakk widerlich, 


Clavaria muscoides Bolt. Cl. fasti- 
giata Bull. 


Wohnort. Gemein auf Wiesen und erasigen Hü- 
grasıg 
geln , wo er kaum unter dem Grase her- 
vorragt. 


Erschein.-zeit.. Im Herbst. 


1757. C. crıs- Vielfach gestaltet, ästig, weiss 
TATA, ; 3 
Kammförmi- oder fast aschfarbig, mit gefranz- 


ger Keulen- ten dünnen stumpfen Aestchen, 
schwamm. 


Bamaria cristata Holmsk. 


Wohnort. Häufig in unsern Buchwäldern. 


Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1750. C. vıs- Etwas ästig, eydottergelb, kle- 


COSA. i i h 
Kleberiger berig, zähe und weich, trokken 
Keulen- steif, fast hornartig goldfarbig röth- 
schwamm. 


lich, Aeste und Aestchen gabelför- 
mig getheilt; der Strunk zart be- 
wurzelt. | 


360. 23. Klasse. 7. Ordnung. 


Clavaria flammea S ch eff. Cl, au= 
 rea Ehrh. 


Wohnort. Häufg an Baumstämmen in Nadel- 
holzwäldern, \ 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1759. C.ru6o- Von ziemlicher Grösse, weisslich, 
SA. 


Runzeliger verdikt, runzelig, einfach oder mit 
Keulen- sparsamen ungleichförmigen Aesten, 
schwanm, 

Wohnort, In Buchenwäldern, z.B. bei Kranich- 


stein nahe bei Darmstadt. 
Erschein.-zeie ]Jm Herbst. 


1740. C.coR-  Gesellschaftlich wachsend, klein, 
NEA. 


Hornartiger kleberig, pomeranzenfarbig, trokken 


Keulen- hart, hornartig, einfach oder ästig, 


schwamm. | 
am Grunde verwachsen. 
Clavaria aculei formis Bull, 
Wohnort. Auf Baumstämmen oder Tannenholz, 


z.B. im Lambo-und Bruchköbeler Wald; 
im Lehen bei Offenbach ; im Wald bei 
Oberursel etc. 

Erschein.-zeit. Im Herbst nach vielem Regen., 


Schwämme. 561 


B. Mit ungetheilten Keulchen. 


1741.C.Lısu- Fast rasenförmig, blassröthlich, 
LA, 
Zungen- Keu- 


lenschwamm,. _ staltet, am Grunde dünnzottig, die 


durchscheinend, mannigfaltig ge- 


Spizze rund oder etwas zusammen- 


gedrükt. 


Wohnort. Häufig in Tannenwäldern, woeran 
den Tannenästen hängt. 
Erschein.-zeit. November. 


1742.C. PIS“ Einzeln, gross, jung fast wal- 
TILLARIS. IRA \ 
Stempelför- zenförmig, erwachsen verdikkt, et- 


miger Keulen- wyas runzelig, gelbröthlich, an der 
schwamm, 


Spizzerund, der Geschmakk bitter. 


Clayaria herculanea Sibth. FFith. 


x 


Wohnort. In Buchwäldern meistens auf Kalk- 
boden; im Wald zwischen Offenbach 
und Fıankfurt; zwischen dem Altkühn 

undFeldberg , im SchiffenbergerWaldetc. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1745. C.puLvı- Gesellschaftlich wachsend, von 


NATA. h SUhL ' 
Depolsteebh kleiner Gestalt, dicht, bauchig, 
Keulen- langspizzig, schön zimmtfarbig, im 
schwanmm. | 


Alter braun. 


362 23. Klasse. 7. Ordnung. 


Wohnort. Auf der Viehtrift bei Giesen. 


Erschein.-zeit. Im Herbst- 


1744. 0. Ert-  Rasenförmig, ledergelb, mitzu- 

CETORUM. . Lk 

Heide-Keulen- sammengedrükkten, stumpfen, blas- 

schwamm. sen Keulchen und glänzend gelben 
Strünken. 


 Clavaria argillacea Pers. 


Wohnort. 'In mit Heide bewachsenen Waldge- 
genden, z.B. häufig um Offenbach und 
hinter dem Frankfurter Forsthaus. 


Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1745.C. £sur- MRasenförmig, gedrängt, zerbrech” 


NEA. : 
Elfenbein- lich und schneeweiss. 
weisser Keu- a. Der Strunk etwas durchscheinend, 


ıschwamm. 2: ur: { > 
lenschwa die Keulchen fast röhrig, verdikt schmä- 
ler, erwachsen etwas zusammengedrükt. 


Clavaria gracilis Bolt. 


b. Der Strunk verlängert, etwas dünn; 
die Keulchen dikklich, walzenförmig 
und stumpf. j 
Clayaria fragilis Holmsk., 
Wohnort. ' Häufig in beschatteten Wäldern auf 
der Erde. a. Aufder Heide hinter Ober- 
ursel. b. Bei Steinheim, 


Schwämme. 565 


Erschein.-zeitr, Im Herbst. 


C. Mit fast kopfförmigenKeulchen, 


1746. C. Pua- Ganz einfach und sehr dünne; 
toRHIZAReich . 
Knollwurzeij. der Wurzelknollen braun, inwen- 


ger Keulen- dig weiss und hohl, im feuchten 
schwamm. , 4 
Zustande kugelig, runzelig; der 
Strunk glatt, fadenförmig, bräun- 
lich und gebogen; die Keule pfrie- 
menförmig und weiss, fast dreifach 
‘ länger als der Strunk., 


Wohnort. Auf der Erde, in mehreren Gärten 
unserer Gegend. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


DLIV. GEOGLOSSUM. Zungen- 
schwamm. 


1747. G.HIRsU- Fast büschelförmig, rauhhaarig 
SELTEN, 


Rauhhaariger Und schwarz; das Keulchen zusam- 
Zungen- 


mengedrükt und glatt, 
schwamm. 


Clavaria ophioglossoides Linn. 


b. Zerstreut stehend, filzig, schwärzi 
kopfförmig ; das Keulchen gefaltet und 
rundlich. 


Geoglossum capitatum Pers. 


364 23. Klasse. 7. Ordnung. 


Wohnort. Auf Wiesen und Graspläzzen, z.B. 
bei Hanau‘ hinter dem Lehrhof nach 


Grossaubeim hin; um den Steinheimer 


Galgen. x 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 
1748.G.6LA Glatt und schwarzbraun; der 
BRUM,. 


Glatter Zun- Strunk am Grunde weisslich, glatt 
genschwamm. oder mit kleinen Schüppchen, aber 
keinen Haaren besezt; das Keul- 
chen sehr glatt und nicht kleberig. 


W 
Clavaria ophioglossoides Ehrh. 


Wohnort. Auf mit Gras bewachsenen Hügeln, 
und auf feuchten Wiesen, z.B. im 
Bruchköbeler Hägewald ; bei dem Kin- 
zigheimerhof; in Waldsimpfen bei Nie- 
derrodenbach ; bei Widermus an feuch- 
ten Rainen; im Wald bei Harreshausen; 
auf der grossen Försterswiese vor Neu- 
ysenburg; auf der Wiese bei der gros- 
sen Frankfurter Saustiege; auf Wiesen 
bei dem kalten Klingborn hinter Offen- 
bach etc. 

Erschein.-zeit.. Im Herbst. 


Schwämme. 365 


1749.G.cru- Fast büschelförmig und schwärz- 


"TINOSUM,. . . 
lich; der Strunk kleberig und glatt; 


Kleberiger 
Zumgen- das Keulchen fast elliptisch und 
schwamm. j 
kaum kleberig. / 
- Wohnort. Auf mit Gras bewachsenen Hügeln, 


z. B. auf dem Hügel worauf der Stein- 
heimer Galgen steht; auf Hügeln bei 
Hirchenhayn im Vogelsberg. 


Erschein.-zeit. Im Herbst. 


DLV. SPATHULARIA. Spatel- 
schwamm. 


ı7580.$8.rLavı- Gesellschaftlich wachsend, ocher« 


DA. Ä 
RE farbig; der Strunk rund, zuweilen 
Spatel- etwaszusammen gedrükt,unten knol- 
schwamm, 


lig, oben sich verdünnend, inwen- 
dig voll; der Hut eyförmig, nie- 
dergedrükt, schief, am Rande ,m- 
e gleich und bei dem Strunk gefal- 
tet, wenig abänderlich, zu beiden 
Seiten abwärts ausgedehnt und auf 
dem Strunk befestigt. 


Clavaria spathulata dutorum. 


366 23. Klasse. 7 Ordnung. 


Wohnort. In Nadelholzwäldern, z.B. hinter der 
Hanauer Fasanerie, bei Dörnigheim, 
häufig in der Lohe, in der Darmstädter 
Tanne etc. 


Erschein.-zeit. Oktober, November. 


DLVI. LEOTIA. Muüzzenschwamm, 


1751.L.LuBRI- Gesellschaftlich wachsend, grün- 
CA. 


Glatter Müz- lichgelb, fast gallertartig; der wal- 
VER RNDI DREH zenförmige Strunk ganz glatt; der 
Hut gewölbt, erwachsen am Rande 
wellenförmig. 

Dlelvella gelatinosa Bull, 


Wohnort. Nicht selten nach häufigen Regen in 
unsern Buchwäldern. 
Erschein.-zeit. Iın Herbst. 


ı792-L. Mı. Gesellschaftlich wachsend, von 


TRULA. $ 
Kleiner Müz- kleiner Gestalt; der Strunk klein, 


zenschwanm. mitey-oderkegelförmigemtiefbrau- 
nem Hütchen. 
Mitrula Heyderi. Elvela ‘cucullata 
Batsech. 


Wohnort. Auf abgefallenen Tannennadeln, z. B. 
in der Darmstädter Tanne, im Offen- 


bacher neuen Hägewald etc. 


A 


Schwämme. | 367 


Erschein.-zeit. August bis in den Spathherbst. 


DLVI. HELVELLA. Falten- 


schwamm. 


1755. H. Mı-- Ziemlich gross, jung nach Art 
a der Farrnkräuter eingerollt; der 
tenschwamm. Strunk gefurcht vertieft, abwärts 
verdikt, weisslich ; der Hut aufge- 
blasen, glatt, freioderan den Strunk 
angewachsen, bleifarbig schwärz- 


lıch. 


Helvella Mitra & Linn. H. sulcata 
JVilld. H, lacunosa lurida A fzel. 
Phallus costatus Batsch. 


Wohnort. Hin und wieder auf der Erde inun- 
-sern Nadelholzwäldern. ’ 
Erschein.-zeit. Im Frühling und Herbst. 
Nuzzen, Ist essbar. 


(1754.H. LEU« Blassweiss; der Strunk dikk, rip- 

COPHAEA,. " . er . 

Weisser Fal- PIg vertieft, röhrig, am Grunde 

tenschwamm. bauchig; der Hut lappig, mit fıej- 
en, sehrrunzeligen, zugerundeten, 
weichhaarigen, unten nezzförmigen 


Lappen. 


568 23. Klasse. 7. Ordnung. 


Jlelvella nivea Schr.ad.IT, Mitra So- 


werby: Phallus crispus Scop. 


Wohnort, Ziemlich häußg in unsern Laubholz- 
wäldern auf der Erde. 


Erschein.-zeit.e Im Herbst. 


275% H.In#o- Der Strunk etwas filzig, glatt, 

LA. 2 \ 

Ouasten- Fal- fleischfarben, hier und da mit Ver- 

tenschwamm. tiefungen, aber keinen Furchen’'ver-. 
sehen; der Hut aufgeblasen, gefal- 
tet, röthlichbraun. 
Helvella brunea Gmel. in L.S. N. 
FH. Mitra @ Linn. HJ. Mitra WWilld, 

Wohnort. Auf faulenden Baumstrünken, z.B. 

in der Bulau bei Hanau. 

Erschein.-zeit, Im Frühling und auch im Herbst. 

Nuzzen. Ist essbar, so wie auch die vorher- 

gehende Art. 

1756. H.escv- Der Strunk ziemlich kurz und 

LENTA.. AR 

Essbarer Fal. Wweisslich; der Hut rundlich und 

tenschwamm, tjefbraun, die runzelige Oberfläche 
durch längliche in die Quere lau- 
fende Zellchen gleichsam kreisför- 
mig. Bi 

Elvela Mitra Schaeff. 


„Wohnort. 


Erschein.-zeit. 


Nuzzen. 


1757. M. escu- 
LENTA. 
Essbarer Mor- 
chelschwanmm. 


Wohnort. 


_ 


Schwämme. ( 369 


Ziemlich häufig bei uns auf Anhöhen 
auf der blosen Erde. 

Im Frühling. 

Ist essbar und kommt bei uns unter 


dem Namen Morcheln zu Markte. 


DLVIIHI. MORCHELLA. Morchel- 


schwamm. 


Der Strunk vollgepfropft,nakkend 
und runzelig; der Hut am Grunde 


zusammengezogen. 


a. Gelblich; der Hut sammt den Zell- 
chen rund. 


b. Rusfarbig; der Hutoval, die Zell- 
chen fast vierekkig. 


Phallus esculentus Linn. 


In unsern Wäldern meistens auf kal- 


 kigem oder lettigem Boden, z. B. bei 


Erschein.-zeit, 


Nuzzen. 


Hochstadt, in der Sachsenhäuser Land- 


webr, im Wald hinter dem Lerchenberg, 


um Darmstadt, häufig im Vogelsberg etc. 
Im Frühling. 
Wird als ein Lekkerbissen für die Vor-- 
nehmen zu uns zu Markte gebracht. 
3. Th. 2. Aa 


570 23. Klasse. 7. Ordnung. 


DLIX. TREMELLA. Gallert- 
\ schwamm. » 


*, Grössere, rundliche, mehr kreisförmige. 


17508. T. ME- Etwas zusammengeballt, wellen- 
SENTERICA, az x r 
Gekrösförmi- förmig gefaltet, pomeranzenfarbig, 


ger Gallert- in Grösse und Gestalt abwechselnd. 
schwamnm. | 


Wohnort. Auf faulenden Baumstämmen und 
Aesten , z. B. in dem Lehen bei Offen- 
bach, im Rüdlingshayner Wäldchen im 
Oberwald; um Büdingen , Giesen etc.‘ 
Erschein.-zeit:e Im Frühling. 


**, Ausgebreitete,geebnete oder etwas ausgehöhlte. 


1759. T.spıcu- Geebnet, ausgebreitet, dikklich, 
Seal Ga]. schwarz ; die Oberfläche durch k e- 
oO 
lertschwamm. gelförmige Warzen spizzig. 
Tremella Nostoce @Linn. Tr. Sagarum 
Wigg. Tr. arborea Huds. 


Wohnort. Aufabgestorbenen Baumstämmen und 
deren Aesten, auch auf faulendem Holze, 
z.B. in den Wäldern um Hanau, Of- 


fenbach, Frankfurt, Darmstadt, Giesen _ 


/ 


| eic. 
Erschein.-zeit. lm Frühling, Herbst und Winter. 


Schwämme. . 571 


1760. T. auri- MBasenförmig, dünn, gebogen, 


ak Ben. hohl, schwärzlich, unten gefaltet, 


schwamm; Ju- etwas filzig und garengelb- asch- 
dasohr oder 


Hoallumder . SalBRn. 


schwamm, ö j a i ; 
Peziza auricula Linn. Merulius auri- 

cula' Roth. 
Wohnort. Häufig an den Stämmen des gemei- 


nen Hollunders und zwar meistens an 
der mitternächtlichen Seite, 
Erschein.-zeit. ‘Im Herbst und Frühling. 
Nuzzen. Ist offizinell, 


DLX. PEZIZA. Becherschwamm. 


*, Mit mehr oder weniger gallertarliger Substanz. 


ı761.P.ınquir- Gesellschaftlich wachsend, gross, 
RR schwarzflekkend, zulezt gewölbt, 


Becher- verkehrt kegelförmig, aussen run- 
schwamm. 


zelig, fast umbrafarbig. 

Lycoperdon truncatum Linn. Peziza 
polymorpha Light f. Tremella agari- 
coides Retz.Octosporaelastica Hedw. 


Peziza brunnea Batsch. 


Wohnott. In einer länglichen Reihe wach- 
| ‘send hauptsächlich auf gefällten Eichen- 
Aa2 


372 23. Klasse. 7. Ordnung. 


stämmen, z. B. in der Bulau bei Ha- 

nau; in der Lohe; bei Seckbach ; vun 

Offenbach , Frankfurt etc. 
Erschein.-zeit. Jm Herbst und Winter. 


1762. P. cınE- Gesellschaftlich wachsend, klein, 


REA. r n I 
Aschfarbiger glatt, aschfarbig und bleich, fast 
Becher- gallertartig, der Rand beinahe auf- 
schwamms P 


recht und weisslich. 


Wohnort. An faulenden Stämmen in. der $tein- 
heimer Fasanerie. | 
Erschein.-zeit. Im Herbst und Frühling. 


1763.P.AUREA: Gehäuft, klein, strunklos, etwas 
Goldfarbiger 


Becher flach, beinahe gallertartig und glän- 
 schwanmm, zend dunkelgelb. 
| Wohnort. Ziemlich häufig an faulenden Baum- 


stämmen. 
Erschein.-zeit. Im Herbst und Frühling. 


**, Von grösserer Gestalt, Reischig-hautartig, zer- 
brechlich , aussen mit etwas mehlartigem Staube 
bestreut. 


1764. P. LEPO- Rostfarbig, zerbrechlich, verlän- 
RINA,. 


Hasenohr- Be- gert, etwas kurzstrunkig, von der 
cherschwamm, _. , THE E 
| ‚einen Seite ohrförmig, voneinan- 


Schwämme. r 575 


dergehend, bisweilen fast ganz, am 


Grunde inwendig glatt. 


Wohnort. In Nadelholzwäldern auf der Erde 
zwischen Offenbach und der Sachsen- 
häuser Warte. 

Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1765.P.AuRan- Strunklos, sehr zerbrechlich, da- 
| TIA, “ .. “ 
Pomeranzen- her oft getheilt, rasenförmig, zur 


farbiger Bes H; - 
älfıe cebosen, pomeranzenfarbi 
cherschwamm. 5 5 j pP f 5 
von aussen weisslich. 
Helvella coccinea Bolt. Peziza cocci- 
nea Bull, P. cochleata Linn? 


“Wohnort. An den Wurzeln verdorrter Bäume, 
‚hauptsächlich der Eichen und zwar häu- 
| fig in unsern Wäldern. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1766.P. rapı- Braun, halbkugelförmig, glatt, 


CATA. \ { 
Bewurzelter Jederartig, mit langer einfacher 
Becher- Wurzel. 
schwamm. 
Wohnort. Auf den nassen Bergwiesen um Fal- 


kenstein, 
Erschein.-zeit. Im Frühling. ‚ 


374- 23. Klasse. 7. Ordnung. . 


\ 


1767. P. mA- Gross, der Strunk verlängert, 
a NE N mausfarbig; das Becherchen halb- 
ger Becher- kugelförmig, inwendig mausfarbig, 
schwamm. h R 
aussen aschfarbig und mit zerstreu- 


ten Haaren besezt. 


Elyela hispida Schaef f. Peziza cra- 
ö ter Batsch. P. stipitata Bull. 


v 
Wohnort. In Buchwäldern auf der Erde, z. B, 
in der Bulau bei Hanau. 
Erschein.-zeit.e. Im Herbst. 


1768. P. pus- Strunklos, kugelig, aussen blass- 
TULATA,. R % . ® . \ . 

Blasen Hi braun, kleienartig bestäubt und mit 
cherschwamm. weissen Blasen besezt, inwen- 


dig dunkler, am Rande ganz. 


Peziza cochleata f2 Batsch. Octospora 
pustulata Hedw. 


Wohnort.“ In Nadelholzwäldern um Hanau, Of 
fenbach ünd Darmstadt. 
Erschein.-zeit. Im Herbst. 


— 


1769. P.rarır- -Strunklos, fast kugelig, blass- 
Losa Aeich. 

WVarziger Be- 
cherschwamm. schwarzbraunen Warzen be- 


braun, inwendig glatt, aussen mit 


sezt, am Rande gekerbit. 


Wohnort. 
Erschein.-zeit. 


1770. P. HE- 
MISPHAERICA. 


Schwämme. | 375 


Auf fetter Gartenerde. 
Im Herbst. 


**, Meistens von kleiner Gestalt; die äussere 
Fläche der Becherchen entweder ganz strigelig* 
[haarig, oder filzig, 


Gesellschaftlich wachsend, gross, 


Halbkugeliger halbkugelig, inwendig weissgrau, 


Becher- 
schwamm. 


Wohnort. 


Erschein.,»-zeit. 


1771. P. scv- 
TELLATA, 
Schild förmi- 
ger Becher- 
schwamm. 


"Wohnort. 


aussen umbrafarbig und mit bü- 
schelförmigenHaaren besezt. 


Peziza hispida Huds. P. fasciculata 
Schrad. 


Nach Regenwetter in Waldgegenden, 
oder auf feuchtem mit Moos bedektem 
Boden, z. B. in der Hanauer Fasanerie. 


August — Oktober. 


Ziemlich gross, geebnet, po- 
meranzenfarbig roth, von aussen 
mit schwarzen auseinander ge- 
henden Borsten besezt. 


Peziza scutellata Linn. Octosporahir- 
ta Hedw. 


Ziemlich häufig in unsern Wäldern auf 
verfaultem Holze. 


576 o5. Klasse. 7. Ordnung, | 


Erschein.-zeit.. Bei Regenwetter im Juni, Juli und auch 
im Herbst. 


1772.P. ster- Strunklos, gesellschaftlich wach- 
COREA, . 
_Mist-Becher. Send, hohl, ganz zitron- oder men- 


schwanm. nigfarbig, mit kastanienbraunen fast 


aufrechten Borsten beserzt. 
Peziza lutea \Reich. P. scutellata 


Bolt. Octospora scutellata Hedw., 


Wohnort. Auf Pferdemist. 
Erschein. zeit, Im Frühling und Sommer. 
1773. P. cor- Strunklos, gesellschaftlich wach- 
TICALIS, 


a send, rundlich, strigelg "Rapp 
cherschwamm. aschfarbig weisslich. 


Wohnort. Häufig auf den Rinden verdorrter und 
gefällter Baumstämme. 


Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1774. P.coccı- Einzeln, gestielt, ziemlich gross, _ 
NEA. j | | 
Scharlaehfar- 


biger Becher- wendig scharlachroth, auswendig 
schwanm. 


kreisel - oder trichterförmig, in- 


weisslich und etwasfilzig, anı Rande 
meistens gekerbt. 

Peziza poculiformis Hof fm. P. epi- 
dendra Bull, P. acetabuli formis Ba. 


ud Ti 


Wohnort. 


Erschein.-zeit. 


1775. P. puL- 
CHELLA. 

Schöner De- 
cherschwarmm. 


Wohnort. 


Erschein-.zeit. 


1776. P. NIvEA 
Sowerby. 
Schneeweisser 
Becher-= 


schwamm. 


Wohnort 


Schwämme. 377 


Auf abgefallenen Aesten in Wäldern, 
z. B. in der Landwehr bei Frankfurt. 
Im Frühling. 


Zerstreut, fast strunklos, weiss- 
zoitig; die Scheibe pomeranzen- 
scharlachroth, bei trokkner Witte- 
rung kugelig geschlossen, 

Peziza Oxyacanthae Pers. P. bicolor 
Bull. 

Auf verdorbenen Assten der Eichen, 
Tannen und hauptsächlich des Weiss- 
dorns. 


Im Frühling. 


Gesellschaftlich wachsend,, ganz 
weiss, der Strunk länglich; das 
Becherchen halbkugelförmig,.offen, 
mit bald wieder verschwindenden 
Zotten und nakkender Scheibe. 
Lachnum agaricinum Retz. Pezizavir« 


pinen. Pers. 


Auf verdorrten abgefallenen Aesten 
und auch auf Baumstämmen, z.B. in 
der Bulau bei Hanau; in der Dikk bei 
Offenbach etc. | 


378 23. Klasse. 7. Ordnung. 


Erschein.-zet.e Im F rühling und Herbst. 


1777. P.Hva- Gesellschaftlich wachsend, als 
LINA, 
Durchschei- 
nender Becher- Jos, wässerig- glasartig, etwas haa- 
schwamm. 4 


weisse Punkte erscheinend, strunk- 


rg. 
Wohnort. Ziemlich häufig an nassen faulenden 
Pr Baumstämmen. 


Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1778.P. cLan- Kleinstrunkig, kreiselförmig, fil- 
DESTINA. 


Verborgener 7ig, dunkelaschfarbig, die Mün- 

Becher- dung zusammengeneigt, nach ver- 

schwamm, . & 
schwundenen Zotten blass umbra- 
farbig 

Wohnort. Aufdürren abgefallenen und mit Laub 

bedekkten Aesten des Traubenhollun- 
ders und zuweilen auch der Himbeere, 
z. B. in der Lohe. 

Erschein.»zeit. Im Herbst. * 


*++#, Ganz glatt, wenigstens nicht deutlich Alzig und 
fleischig wachsartig. 


1779. P.aeru- Gesellschaftlich wachsend, kurz- 


GINOSA. [ t 
Kup fergrüner strunkig, glatt, kupfergrün; das 


Becher- Becherchen ausgehöhlt und gebo- 
schwamm. ; F 27, . 
gen, die Scheibe gleichfarbig. 


Schwämme. 379 


Wohnort. Auf einem faulenden Erlenstamm in 


der Steinheimer Fasanerie, 
Erschein.-zeit. Oktober. 


1780. P. cıtrı= Gedrängtstehend, grosse und klei- 
NA, 


Zitronfarbi- ne untereinander, ganz zitronfar- 


ee! ©“ big, trokken röthlich; der Strunk 


dikk, kurz, verkehrt kegelförmig, 
in das dikkliche Becherchen erwei- 
tert. 


Octospora citrina Hedw. 


Wohnort. Häufig auf faulenden Baumstämmen, 
vorzüglich der Buchen. ss 
Erschein.-zeit.e. Im Herbst. 


DLXI BOTRYTIS, Trauben- 


schwamm. 


1781.B. cınr-« Gedrängt stehend, weit ausge- 
REA, 


Aschfarbiger breitet, ästig und aschfarbig, 
Trauben- 
Schwamm. 
Wohnort, Auf faulenden Kürbissen und Kohl. 
stengeln, 


Erschein.-zeit: Im Herbst. 


380 23. Klasse. 7. Ordnung. 


1782.B.ramo- Aschfarbig oder weisslich, ästig, 
SA. 
destiger Trau- 


mit strahlförmigen Aehrchen. 
benschwanm, RER e 


Wohnort. Auf halbfaulen Vegetabilien. 
Erschein.- zeit. Im: Herbst und Winter. 


1785.B.. sın-  Peılfarben, mit einfachem Strunk 
Yin fücher und strahlförmigen Aehrchen. 
Trauben- 
schwamm.: | 
KWahnart: Auf halbfaulem Holze und Weizen-+ 
Halmen. 


Erschein.-zeit. Jim Herbst und Winter. 


DLXI MONILIA.’ Rosenkranz* 


schwamm. 


*, Auf Striinken mitFäden welche einrundes Köpf- 
chen bilden, 


1ı784.M.aurea BRasenförmig und goldfarbig. 
Gold farbiger 

Rosenkranz- 

schwamm. 


Wohnort. Auf faulendem Holz. 


Erschein,-zeit. Zu allen Jahrszeiten. 


1785.M.crau- Rasenförmig und aschfarbig-grau- 
CA. 7 ) 
Graugrüner 


Rosenkranz- Mucor glaucus Linn. 
schwamm. 


grün, 


- 


.. Schwämme.,  ’.: 381 


— 


Wohnort. Häufig auf fauleriden Früchten, 


"Erschein. -zeit. Im Herbst. 


1786. M. can- Zerstreut, weiss und fast verblei- 
DIDA, 


JFeisser Ro- bend. 


senkranz- 
schwanmm., 


Wohnort. Auf faulenden Vegetabilien. 


Erschein.-zeit. Den grössten Theil des Jahrs, 
0 %% AufStrünken mit rosenkranzartigen, geraden, 
fingerförmigen Fäden, 


1787. M.D16I- Graugrün, der einfache Strunk fin« 
TATA. 


Finger förmi- ER NE ge heilt. Wire 
er hosen- 3 

TE Mücor crustaceus Linn. M. caespito= 
schwamm. sus Bolt. M. penicillatus: Bull. 

Wohnort. Auf mancherlei faulenden Körpern. 


Erschein.-zeite Das ganze Jahr durch. 


“++, Ausgebreitet, strunklos, mit gegliederten, 


unbestimmt ausgebreiteten schleimartigen Fäden, 


1788.M. FRuce 
TIGENA. 
Frucht-Rosen- farbig weisslich ; : die Glieder ei 
kranz- 
schwamm, 


Der kleine Rasen rundlich, asch- 


Fäden eyförmig. 


Wohnort, Auf faulenden Früchten , vorzüglich 
gedörrten Birnen und Zwetschen. 
Erschein.-zeit. Zu allen Jahrszeiten. 


‘ 


382 23. Klasse, 7. Ordnung. 


> 


1789. M. BER- Eine weitausgebreitete schwarze 
BARUM, . . 
Kräuter-Ro- Kruste; die Glieder derFäden ku- 


senkranz- ge lı g und dicht beisammenstehend. 
schwamm. : | 
” Wohnort. Auf den verdorrten Stengeln grösse- 


rer PPanzen. 


Erschein-.zeite. Im Herbst und Winter. 


1790. M. an- In der frühen Jugend beinahe 
TENNATA. DR ; | 
Fühlhorn- Ro- olivenfarbig und zerstreut, nach- 


senkranz- her ausgebreitet uad schwarz; die 


schwamn. r 
| Glieder der Fäden eyförmig. 
- Dematium antennae .forme Ho \ y. m, 
Wohnort. Gemein auf Baumstämmen und Die« 


lenwänden, 


Erschein. -zeit.e. Im Herbst. 


DLXII. DEMATIUM. Bündel- 
schwamm. 
*, Starr, einfach oder biischelförmig. 


1791. D.ArTı-‘ Klein, schwärzlich und büschel- 
CULATUM. 


Gegliederter förmig; die auseinandergehenden 
Bündel- 


steifen Fäden fast gegliedert. 
schwamm. 


Wohnort. Auf den Stengeln der Pflanzen, haupt- 
sächlich des röhrigen Knoblauchs. 


Schwämme, 3853 


Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1792. D. ver- Schwarz, die ie ds quirl- 
TIEILLATUM. 


uirlförmi- förmig. 
ger Bündel- 
schwamın. R 
Wohnort. Auf Pflanzen - Stengeln. 


Erschein.-zeit. Im Herbst. 


1799. D. B0N- Sehr schnell vergänglich, von 
BYCINUM. ; 

Seidenartiger Weisser Farbe, Wolle oder Baum- 
Biündel- 
schwamm ; 
IWetterzotte. Byssus floccosa Schreb. B. cellaris 


wolle ähnlich. 


FF eiss. B. subterranea Scop. Mucor 


fugacissimus Schrank. 


Wohnort, In Kellern an Fässern und Balken, 
in allen unterirrdischen Gruben auf al- 
lem Holze, ja sogar auf Steinen. 

Erschein.-zeit, Zu allen Jahrszeiten, 


**, Rasenförmig, fast durcheinander gewebt, we- 
der einem Fell noch Tuch ähnlich. 


179% D. p£r Auf Steinen, rasenförmig wach- 
Eee Bindk]: send,fast zusammenfliessend,staub- 
schwamm. . " artig; die staubartigen Fäden un- 
gleich ästig, anfangs goldfarhi; 


nachher grau. 
Byssus aurea Linn. B. petraea Dill, 


Wohnort. 


Erschein.-zeit. 


1795. D. oL- 


LARE. 


354 »5. Klasse, 7. Ordnung. 


\ 


Auf Steinen, vorzüglich kalkartigen. 
Das ganze Jahr durch. 


Auf der Erde ausgebreitet, sehr 


Topf- Bündel. zart, kurz, graulich gelblich, ei- 


schwamm, 


BEN 
Wohnort. 


Erschein.-zeit. 


1796. D. vı=- 
RESCENS,. 
Grünlicher 
Bindel- 


schwamnı. 
Wohnort. 


Erschein.-zeit. 


1797. R. ru- 


PESTRE,. 


Felsen- Tuch- 


schwamm. 


ner zusammengeballten kurzen Wol- 


le sehr ähnlich. 


In Treibbeeten wo er bisweilen die 
ganze Oberfläche der Erde in den Töp- 
fen überzieht. 


"Im Sommer. 


Rasenförmig, schlaff, fast mehl- 
artig, anfangs grün, nachher schmuz- 
zig olivenfarbig und durchschei- 
nend. 

Ziemlich häufig in beschatteten Wald- 


gegenden aufHolz und verdorrten Äesten. 
Im Frühling. 


DLXIV. RACODIUM. Tuch- 
schwamm. F 
Zusammengeballt, schwarz, an 
die Felsen angewachsen, 


Byssus nigra Huds. B. antiquitatis 
Weiss. 


Ln 
3 


r 


_ Schwämne, 385 


Wohnort. An Felsen, hauptsächlich Sandfelsen, 
Erschein.-zeit.e. Das ganze Jahr durch. \ 


1798.R. cEL- Weit ausgebreitet, sehr zart und 


re schwarz 
Keller- Tuch- . | | 
Schmmanun. Byssus septica Roth. B. mollissima 
Ehrh. 
Wohnort. In Weinkellern, wo er die Fässer 


überdekt und einem Mausfell sehr ähn- 
lich sieht. 
Erschein.-zeit. Das ganze Jahr durch. 


DLXV. ERINEUM. Rasenschwamm. 


179g. E.Acerı- Eingedrükt, breitlich, anfangs 
Ki Basen. Körnig und blassröthlich, nachher 


schwanm. rothbraun. 


Mucor ferrugineus Bull. 


Wohnort. Auf abgefallenen Ahornblättern. 
Erschein. zeit, Im Herbst und Winter. e 


„ 


1800. E- racı- Ziemlich weich, fast eingesenkt, 
NEUM. E { ! h 
RE ER zusammengeballt, beinahe elliptisch 


senschwamm. wund braun. 


5 Th. 2. Bb 


rw 


586 25. Klasse. 7. Ordnung; | | 


Wohnort: Auf Buchenblättern. 
Erschein.-zeit. Im F rühling. 


ı801.E. TiLi- Gesellschaftlich wachsend, et- 
ACEUM. TR NANOE 
Linden- Ra: W388 bepolstert, weisslich. 


senschwamnı. 


Wohnort. Auf Lindenblättern. 
Erschein.-zeit. Im Frühling und Herbst. 


ı802. E.rorv- DBecherförmig eingesenkt, fast 


LINUM. AuRE | KR 
Pappel- Ra- körnig ‚ anfangs etwas purpürröth- 


senschwanm. ich, nachher tiefbraun. k 


Wohnort. Auf den Blättern der Zitterpappel. | 
Erschein.-zeit.e.. Im Frühling und Herbst. e 


DLXVI. HIMANTIA. BRiemen- 


schwamm. 
1803. H. no- Sehr gross, bisweilen Ellenlang, 
Fe fast violetbräunlich, weich und 
Haus-Riemen- h f 
schwamm. gleich einer Haut zusammenhän- 
gend. 
Wohnort. In den Häusern auf gezimmertem 
Holze. 


'Erschein.-zeit. Zu allen Jahrszeiten. 


/ 


1804. H.can= 
DIDA. 
Weisser Rie- 
menschwamm. 


Wohnort. 


Erschein.-zeit. 


1805. R. sug-« 
CORTICALIS, 
inden= IF urs 


zelschwamm, 


Schwämme. 387 


Auf Blättern sizzend, weiss und 
zart, mit fast federartig ausgebrei- 
teter Spizze. 


Byssus candida Huds. 


b. An dürren Aesten sizzend, weiss- 
lich, ziemlich gross, rund und fast frei. 

a. Häufig auf abgefallenen Blättern. 
b. An dürren Aesten, 

Fast das ganze Jahr durch. 


DLXVIL, RHIZOMORPHA. Wur« 


zelschwamm. 


Zusammengedrükt, ästig, die 
Aeste miteinander in Verbindung 
stehend, glatt, sehr zerbrechlich, 
glänzend, braunschwarz, zwischen 
Rinde und Holz sizzend. | 


Lichen aidaelus Humb. Rhizomorpha 
fragilis Roth.Clayaria phosphoreaS o- 


 werby. Lichen radieiformis Leyss. 


Wohnort, 


Erschein.-zeit. 


Häufig an verdorrten Buchen und Tan- 
nen zwischen Rinde und Holz sehr fest 
anhängend,. 


Das ganze Jahr durch, 


588 23. Klasse. 7. Ordnung. 3 
| | E 
ı806.R.carıt* Sehr dünne, kaum sichtbar feine 


zarıs Roth, . - e Hi 
Haar förmi- haarig, aus sehr vielen haarförmi- 


ger FFurzel. gen etwas zusammengedrükkten 
schwamm. 5 2 
| Aesten bestehend, hornartig, von 


ganz safrangelber Farbe. - 
Wohnort. An den mit abgefallenen faulenden 
{ Blättern bedekten Wurzeln faulender 
Baumstämme. 
Erschein.-zeit. Jm Herbst und feuchten Winter. 


1807. R. sErI-  Fadenförmig, rund, einfach oder 
FORMIS Roth. . z 
Borstenarti- etwas getheilt, sehr zart, schwärz- 


ger FF urzel- lich, glänzend, glatt, kaum Zoll 
schwamm. : 


lang, an den Nadeln der Tannen 
angewachsen. 


Lichen Hippotrichodes Weber. 


Wohnort. In Nadelholzwäldern zwischen Moo: 
sen auf der Erde an den abgefallenen 
Nadeln und Aestchen anhängend, z.B. | 
im Frankfurter Wald ; in dem Offenba- 5 
cher neuen Hägewald; in der Darm. 
städter Tanne etc. 


Erschein.-zeit. Im Herbst und Frühling, 


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Seite, Linie. 


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samnoanmuie» 


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x Einige der wesentlichsten Druckfehler. 
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Rost sezze Auls. 
Sphlagnum sezze Splachnum, 
apocarpon sezze apocarpa. 
knopflörmig sezze knespenförmi g- # 
raüdig sezze rändig, 
perlförmige sezze perlfarbi ge. 
Gmel. L. sezze Gmel. S. 
bryophylus sezze bryophilus. 
milchartig sezze milchfarhig. 
Langenhayn sezze Lanzenhayn. 
kugel sezze holz. 
Kreuz sezze Jakohs, 
sezze hinzu Bierkander. 
furm sezze frum, 
zwischen ganz und gewölbt sezze ein 
Comma. / 
Mittella sezze Mitella. 
trapeus sezze trabeus. 
caryophyallea sezze caryophyllaea. 
streiche die Worte: Corticium einereum 
Pers. ganzaus. 


” 


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Nachricht für Freunde der Botanik. 


I. der Vorrede der wetterauischen Flora machten 
wir uns anheischig, zur Erleichterung des botanischen 
Studiums, Liebhabern gegen eine billige Enschädi- 
gung getrocknete Pflanzen der hiesigen Gegend zu 
überlassen. Zu diesem unsern Unternehmen fanden 
sich mehrere Liebhaber als wir erwarteten und wir 
lieferten schon nach und nach 2— 5 Centurien, je 
nachdem die Subskribenten sich gemeldet haben, für 
welche Arbeit wir die Zufriedenheit der Käufer ein- 
erndeten. Wir werden mit der Ausgabe dieser {ok- 
kenen Pflanzensammlung ohnunterbrochen fortfahren, 
und machen dieses zu dem Ende, im Fall sich noch 
einige Liebhaber zur Subskription entschliessen möch- 
ten, hierdurch bekannt. Jährlich erscheint eine auch 
zwei Centurien, bis wir alle in der Wetteraue sowohl 
wildwachsenden als auch der Oekonomie wegen an- 
gebaueten Pflanzen geliefert haben. Eine jede Pflanze 
liegt frei in einem besondern Bogen weisem Papier 
und ist nach der Wetterauer Flora numeriret und 
kınahmet. Auch nehmen wir auf eine Sammlung of- 
fzineller Pflanzen oder Gräser, welchen wir auslän- 
 dische beifügen können, Bestellungen an. 

Für jede Centurie wird 5fl. 5okr. bezahlt, wel« 
chen Betrag wir uns längstens vier Wochen nach 
Empfang der Pflanzen, postftei erbitten, 


ng G.Gärtner in Hanau, , 


Im Juni 1802. ‚ MDr. Me yer in Offenbach. | 
MDr.ScherbiusinFikf, aM. 


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LATEINISCHES REGISTER 


.\ ! 
zu des öten Bandes zweiten Abtheiluns. 


Acrostichum septentr. 
Accıdıum 
Berberidis 
cancellatum 
cornutum 
Euphorbiae 
Juseum 
Orobi 
Pini 
rubellum Rumicis 
Rumicıs 
scutellatum 
Sii Falcariae 
 Tussilaginis 
Agaricus 
acicularis 
aeruginosus 
albus 
alliaceus 
“ alliaceus 
alneus 


A. 


Seite 


51 Agaricus Amanitae 


2 
273 


amarüus 
androsaceus 
annularis 
annularius 
antiquatus 
araneosus 
armeniacus 
arvensis 
asserculorum 
atramentarius 
aurantiacus . 289 
aurantius 

auratus 

aureus 

aurivenius 

badius 

Beryllus 

betulinus 337 


caesareus 


. campanulatus 


Seite 
309 
322 
330 
2097 
296 
2093 
300 
305 
319 
338 
316 
335 
300 
322 
289 
304 
287 
321 
338 
289 
312 


Register 


Agarıcus campestris 
campestris 
canescens 
Cantharellus 
caudicinus 
cervinus, 
Chamaeleo 
cinereus 
cinereus 
cinnamomeus 
circinnans 
Clavus 
clypeatus? 
coccineus 
coerulescen$ 
colubrinus 
comatus 
congregatbus 
- conicus 
coriaceus 
corticalis 
corticola 
croceus 
croceus 
erustuliniformis 
cumulatus 
cyaneus 
cyanoxanthus 
eylindricus 
deliciosus 
domesticus 


Seite Seite 
316 Agarıcus eburneus 308 
319 edulis 319 
32 emeticus 2 
BB esculentus En 
207 esculentus 312 
307 Eexcoriaceusg 2094 
315 fascicularis 322 
317 ferrugineus 317 
336 jficoides 332 
302 fimetarius 315 
305 fistulosus 313 
312  flabelliformis 331 332 
203 flavidus 302 
306 flavipes 311 
298 flavo-floccosus 205 
203 flavo-virens. 304 
314  floccosus 206. 
206  fugax 316 
310 fulgens 30L 
338 galericulatus 319 
314 gelatinosus 332 
3142 . giganteus 329 
302 glaucopus 300 
205 granulosus 2 
305 granulosus 2095 
290 hirsutus 338 
321 Zlypni 312 
3285 Hypnorum Zı1 
315 
324 Jenensis 323 
318  imperialis 290 


Register | 3 


Seite Seite 

Asaricus inconstans 331 Agaricus plicatus 316 
infundibuliformis 329 plicatus ? 311 
Jozzolus 309 plumbeus ‘287 
labyrinthiformis 337 Pinteus 307 
lactifluus ? 306 politus 321 
lateralis 382 polygrammus 311 
lateritius DIE ESEBET: 22303 polymyces 296 
lateritius 305 pomposus 322 
lignorum 317 porcellaneus 313 
luridus 304 Pratella 318 
maculatus 292 procerus 2973 
margaritiferus 202 pruinatus 336 
maximus 329 pseudv-aurantiacus 290 
micaceus 317 Pueila | 290 
Mitella & 316 pulverulentus 323 
mollis 331 pusillus 314 
multifidus 333 pustulatus 202 
— MUuscarius 2909 quercinus 337 
mutabilis 298 rimosus 303 

‚ nebularis 307 rosaceus e.326 
Necator 324 roseus 313 
nitens ur ruber 325 
niveus 333 rubescens 326 
udus 298 ruderasus 202 
ochraceus 295 rufus 301 
olivaceus 323, Russula 306 
ovatus 315 Scardicinus 202 
pedis equini facie 347 sepiarius 438 
pellitus 319 sericeus | 301 
perforans 329 sessilis 333 
piperatus 323 spadiceus ..523 


a2 


A 


ı Seite 

Agaricus squamosus 
squamulosus 302 
squarrosus 205 
stercorarius 317 
stipatus 3273 
stipitis 296 
striatus 31 6 
sty pticus 332 
subduldis 326 
tener 312 
testaceus? 326 
tormınosus 324 
trabeus 334 
trichopus 330 
tuberosus . 309 
turbinasus 317 
typhoides 315 
vaccıru8 301 
yagınatus 287 
yaporarıus 319 
variabilis 333 
verrucosus 202 
violaceo-cinereus 2099 
siolaceus? 209 
virescens 328 
'virgineus .„.308 
yiridis 321 
pgolvaceus 288 
vulgaris 313 
pvulneratus 294 
Amanita 24 


Register. 


296 Amanita aurantiaca 


caesarea 
edulis 
livıda 
Mappa 
marınorea@ 
muscarıa 
Puella 
rubescens 
umbrina 
virgata 
viridula 


Anthoceros 


laevis 


Arcyrıa 


punicea 


Ascophora Mucedo 
-Asplenium 


Adiantum nigrum 
altern ifolium 
Ceterach 
germanicum 

Ruta muraria 
Scolopendrium 
Trichomanoides 


Athyrium 


Filix foemina 
Halleri 


Zuricularia corticalis 


ferruginea j 
reflexa 


359 
354 
354 


Register 5 


iR 
"RED Seite 
Baeomyces ı8 Boletus destructor 349 
byssoides 231 durus 343 
cespiticius 170 edulis 341 
. ericetorum 931 ferrugineus 340 
fuscus 232 fimbriatus 342 
roseus 231  flavo-rufus 340 
rupestris 232 fomentarius 346 
 Barbula convoluta 92 ingquinans 340 
‚muralis 90 lobatus 344 
ruralis gI luridus 341 
. unguiculata 92 lutescens 348 
Barthramiıa 12 duteus 339 
pomiformis 106 magnusJulüi mensis 342 
Batrachospermum 15 marginatus - 346 
moniliforme 154 medulla panis 350 
Blechnum 7 ochraceus 348 
spicant 47 perennis 342 343 
Boletus > 25 rubeolarius 342 
adustus 344 salicinus 349 
annularıus 339 scaber 339 
annulatus 339 suaveolens 345 
badius 343 suberos. conchiform.344 
bovinus 339 341 subtomentosus . 340 
bulbosus 341 subtomentosus 342 
caudieinus. 344 sulphureus 344. 
"cireinnans 340 tenax 344 
citrinus 2343  .tuberosus 342 
communis 340 versicolor 348 
connatus 342 versicolor 345 349 


coriaceus 342 344 zonatus 342 


6 Register. 


Seite Seite 

Botrytis 27 Bıyum Zuteolum 77 
cinerea 379 murale 90 
ramosa 380 palustre 98 
simplex 380 pomiforme | 106 
Bovista 20 ° pseudo-triquetrum 102 
arrhiza 257 pulvinatum | 85 
Bryum 12 punctatum 103 
androgynum 96 purpureum 80 
annotinum 08 pyriforme 105 
apocarpon & 76 pyriforme 73 
BINNEN 74 roseum 104 
argenteum 096 ° rurale gL 
argenteum & et [e 07 scoparium 8ı 
bimum 102 simplex: Ä 34 
caespititium 101 stellare IoI 
canesceus 89 striatum & 04 
capillare 1 Kelo) ...- [3 03 
cirratum 84 Be; 05 
convolutum 02 strictum 80 
cuspidatum 104 subulatım Go 
extinctorium & 78 truncatulum 3 
PER 79 undulatum 105 
flexuosum 83 undulalum 139 
fontanum 09 unguiculatum 92 
glaucum 52 virens 77 
heteromallum sı viridulum #7 
hornum 100 Buxbaumia 13 
hypnoides & 28 aphylla 131 
hypnoides ö 89 foliosa 132 
julaceum 07 Byssus "26 


lanuginosum 88 antiquitalis 384 


Register. 7 


’ Seite Seite 
Byssus aurea 383 Byssus molissima 385 
candelaris 227 nigra 384 
candida 387 petraea 53 
cellaris- 383 saxatilis 227 
floccosa 383 septica 385 
„ incana 228 subterranea 383 
lactea 277 velutina 159 
C. 
seite Seite 
Calicium ° 24 Cladonia macilenta 171 
abietinum 285 pyxıdata - 1 67 
pallidum 285 racemosa 163 
salicinum 285 radıata 166 
Catharinea Callibryon139 rangiferina 163 
Chara batrachosperma 154 rangifornis 164 
Cladonia 16 simplex 1 67 
altenuata 169 spinosa 165 
botrytes 170 squamosa 169 
cespiticia 179 subulata 105 
Coccinea 168 sylvatica 103 
cOornuta 165 tubaeformis. 167 
exilis 16 7 tuberculosa 168 
finbriata »...167 ventricosa | .170 
 fungiformis 232 verticillata 167 
furcata 164 Clathrus denudatus 268 
fusca 232 turbinatus 267 
gracilis ı66 Clavarıa 26 
incana 1067 acroporphyrea . 358 
irregularis | 109 aculei formis 360 


1) Register. 


Seite Seite 
Clavaria argillacea 362 Clavaria viscosa © 359 
aurea  - 360 Collema 17 
botrytis 358 ciliatum 187 
cornea 300 conglomeratum 185 
corniculata 358 crispatum 184 
cristata 359 crispum 183 
digitata 233 236 eristatum BE 1.7. Do 
eburnea 3062 fasciculare 184 
ericetorum 362  granulosum 185 
fastigiata. 357 359  diacobääfolium 134 
flammea 360 lacerum 187 
flava 357 laciniatum. 184 
formosa 357 nigrescens 186 
fragilis 302 nigrum 182 
[ruticulosa 358 polycarpum 1 85 
furcata 358 pulposum 183 
gracilis 362 saturninum 187 
herculanea 361 tomentosum 186 
Hypoxylon 234 Vespertilio 186 
Ligula 361 Conferva 15 
militaris 233 . , bullosa | 150 
muscoides 358 359 cristata 157 
ophioglossoid. 363364 fluvistilis | 157 
Phacorhiza 363 fontinalis 155 
phosphorea 387 gelatinos@ 154 
pistillaris 361 glomerata 157 
pratensis . 359 intestinalis 155 
pulvinata 36 I rivularis I 56 
radicosz 234 torulosa 158 
rugosa 360 Cornicularia.aculeata 103 


spathulata 3065 odontella 192 


Register 


Corticium acerinum 
roseum 
Craterella ambigua 
cornucoploides 
Cirbraria 
argillacea 
Micropus 
Cyathea 


» 


Daedalea 
coriacea 
quercina 
sepiaria 

Dematium 
antannaeforme 
artıculatum 
bombycinum 
ollare 
petraeum 
verticillatum 
virescens 


Elvela Brassicae 
cucullata 
galbanuım 
hispida 
Mitra 


Seite > 
356 Cyathea fragilis 
355 regia 


353 . tennis 
336 Cyathus 


22 Crucibulum 


269 laevis 
269 ° Olla 
9 striatus 
D. “ 
Seite % 


25 Dicranum 
3383 bryoides 
337 cirratum 
338 flexuosum 

27 glaucum 
382 heteromallum 
382 pulvinatum 
383 purpureum 
384 sciuroides 
383 scoparium 
383 taxifolium 
384  varium 


E 


Seite 

253 Elvela purpurea 
366 tubaeformis 
DSL Embolus crocatus 
374 sepuleralis 
368 Encalypta 


b 


10 


Encalypta ciliata 
vulgaris 

Endocarpum 
aquaticum 
Hedwigii, 
melanostomum 
miniatum 
pusillum 
Weberi 

Equisetum - 


.arvense 
eburneum 
fluviatile 


Fissidens bryoides 
pulyinatus 
sciuroides 
taxifolius 

Fontinalis 
antipyretica 
apocarpa 
pennala 

Fuligo 
flava 
vaporaria 


Geastrum 


Begıster. 


Seite 
78 Equiset. Heleocharis 
78 hyemale 
18 limosum 
229 palustre 
229 polystachyum 
230 pratense 
230 sylvaticum 
229 Telmateia 
230 Erineum 
acerinum 
3 fagineum 
32 populinum 
31 tillaceum 
35 Euphorbia degener 
F 
Seite 
.86 Funaria 
85 hygrometrica 
4 Fuscina bryoides 
12 glauca 
107 heteromalla 
70 purpurea 
129 , seiuroides 
21 scoparia 
262 simplex 
263 taxifolia 
G. 
Seite 


Seite 
34 
33 


Seite 


20 Geastrum multiidum 256 


Register 11 


Seite Seite 
Geoglossum 26 Grimmia Polyodon 76 
capitatun. 363 Gymnostomum 1 de) 
glabrum 364 
glutinosum 3065. EENLITE 89 
hirsutum 363  ciliatum 74 
Grimmia ro _ Hedwigia 74 
apocarpa 76 _ pyriforme 72 
crispa 77 truncatum 73 
H. 
Seite Seite 
Hedwigia Anodon 74 Himantia 23 
ciliata 74 candida 387 
Helopodium botryies 171 domestica , 386 
symphycarpum]72. 232 Hydnum 25 
Helvella 26  Auriscalpium 352 
brunnea 368 cervinum 3509 
caryophyllea 353 cirratum 352 
coccinez 373 concrescens 351L 
esculenta 3683 imbricatum 350 
' gelatinosa 366 repandum 351 
Infula 368 subsgquamosum 350 
laciniata 353 Thalaephora 353 
lacunosa lurida 307 Hypnum 13 
leucophaea 367 abietinum 112 
Mitra 307 _ aduncum 116 
Mitra 367 368 alopecurum IIg 
nivea 308 Dryoides 86 
rubiginosa ı 354 canescenshirsutum 87 
sulcata 367 pilosum 39 
tubiformis 336 complanatum 127 


12 


_ Register. 


Hypn. compressum 


compressum ? 
crispum 

crista castrensis 
cupressiforme 


curtipendulum 


cuspidatum 
dendroides 
denticulatum 
dubium 
filicinum 
fluitans 
illecebrum 
medıum 
molluscum 
myosuroides & 
myosurum 
nitensg 
parietinum 


- 


parietinum 
plumosum 
polyanthos 
praelongum 
proliferum 


Impricaria aipolia 


caesia 
caperala 
conspersa 


Seite 
206 
2Io 
199 


Is; 
207 


Seite 
ı11 Hypn. proliferum 
116 purum 
129 riparıum 
114 rugosum 
317 rutabulum h 
I31 sciuroides 
JE sericeum 
130 serpens 
108g setaceum 
121 squarrosum 
115 taxifolium 
125 trichomanoides 
123 triquetrum 
125 velutinum 
115 piticulosum 
120, Aypoxylon granulos. 
119 operculatum 
109 phoeniceum 
113 uftulatım 
113 Hyssopus Salomonis 
122 Hysterium 
123 nigrum 
114 pnlicare 
112 quercinum: 


1 


Impricnria cycloselis 


olivyacea 


parietina 


pP h ys odes 


Registern. 15 


. Seite Seite 
Imbric. pulseruleuta 207 Jungerm. epiphylla 148 
quercina 0202 furcata 149 
saxakilis 196 lanceolata 141 
scortea "BOT multihida | ‚149 
stellaris 205 nemorosa 143 
stygia 208 pinguis 148 
Ulothrix ! 209 platyphylla 146 
Isidium corallinum 1 72 polyanthos I4I 
Jungermannia ı4 pulcherrima 1 46 
asplenoides 140 pusilla 142 
bicuspidata 143 quinquedentata 142 
bidentata _ 144 reptans 145 
cıliaris 145 tamariscifolia 147 
complanata 146 tamariscifolia. 147 
dilatata 147 trichomanis 144 
dilatata Iag‘ viticulosa 140 
Seite 
Koelreuterahygrom. 05 
RR 
Seite Seite 
Lachnum agarieinum 377 Lepra candelaris 207 
Lactarius lateritius 325 carnea Vor) 
Leersia ciliata 79 incana 228 
fimbriata 9 lactea 02 
pulvinata 85 rosea i” 252 
BRIERmS 70 Lepraria alba 228 
Leotia ! 
bike: 366 gg 227° 


Mitrula 366 . incana 228 


14 Register. 


Seite Seite 


Lepraria lutescens 2253 Lichen caperatus 199 
Segestria 227 carpineus 231 
Leskia b 13 castaneus 1y3 
complanata 126 centrifugus 207 
polyantha 128 chalybei formis 175 
sericea | 127 chrysophthalmos 1 9r 
trichomanoides 126 ciliaris 195 
Lichen aculeatus 193 cinereus 227 
aidaelus 387 eoceiferus 169 
aipolius 209 coccineus 225 
albido-caesius 217 confluens | 2209 
ambiguus 205 conspersus 207 
angulosus 217 corallinus 172 
antiquitatis 183 cornutus 166 
aphthosus 178 crispus 183 
aqualticus 230 cristatus 184 
"articulatus 174 decipiens 012 
ater 220 diffusus 209 
atrovirens 220 elvelvides 212 
aurautiacus IQL 218 excavatus 222 
Baeonıyces 231 f agineus 216 
barbatus 173 174  fallax 200 
botrytes 171 farinaceus 189 
Dryophilus 213 fascieularis wety 185 
byssoides . AR flavescens | oIL 
caespitosus 228 lavo - rubescens 218 

. calcarius 225 flavus 227 
calcivorus 2023 floridus n 173 
calicaris 190 fluviatilis 230 
.candelaris 12 227 [ragtlis 228 


caninus 170 Jraxineus 188 


Register. } 15 


Seite Seite 
Lichen fulvus 212 Lichen muralis oJ1 
fungiformis 232 murorum 2H1l 
furcatus 1 64 muscorum 21 3 Q 23 
fur -furaceus 194 myochrous 187 
fusco -ater 219 nigrescens 1 86 
. fuscus 232  nigricans 220 
geographicus ‚226  obscurus 209 
glaucus 200 ocellatus 22 
gracilis 166 ochroleucus 225 
Haematomma 225 Oederi 226 
. hippotrichodes 388 olivaceus 202 
hirsutus 182 pallescens 217 
hirtus 173 pallidus 217 
hispidus 193 205 paradoxus 213 , 
holocarpus 218 Parellus 215 
horizontalis 178 parietinus 203 — 
jacobaeaefol.wet£ 184  paschalis 172 
Immersus 223 perlatus 199 
impressus 213 pertusus 231 
dncanus 228 physodes 204 
_— islandicus 193 pinastri 197 
-  tenuissimus 192 plicatus 173 
zubatus | 175 polydactylos. 177 
lacteus 215 227 polyphylius 181 
Lactuca 186 polyrhizos nz 
lentigerus sı4 pruinosus er 64 
dlimitatus 224 prunastri 190 
uni 20T  pulchellus 210 
macilentus 171 u. 
marmoreus '218 Aullus 151 202 


miniatus 250  Rulmonarius 198 


16 


2 


Lichen pulposus 


pulverulentus 
punciatus 
pustul atus 
pyxidatus 
quercifolius 
quercinus 
radiatus 
radieiformis 
ran giferinus 
rosaceus 
roseus 
rufescens 
rugosus 
rupicola 
sanguinari us 
sanguineo-ater 
saxatilis 
saxicola 
scalopodora 
seriptus 

- pulicaris 
sceruposus 
segesiria 
sepincola 
.sordidus 
spadiceus 
spinosus 
squarrosus 2 
stygius 
subcarneus 


Register, 


Seite 
183 
207 
221 
181 
167 
202 
202 
166 
387 
163 
245 
252 
177 
102 
203 
24 
224 
196 
2II 
182 
161 
249 
222 
227 
196 
217 
1053 
105 
189 
‘208 
"217 


Lichen sub ‚fuseus | 


subulatus 
sulpliureus 
sylvaticus‘ 
sym phycarpus 
tegularis 
tenellus 
tephromelas 
tiliaceus 
trapeziformis 
Tremella 
tremelloides 
Ulmi 

venosus 
ventosus 
verrucosus 


Lobaria 


aculeata 
adusta 
aipolia 
aqualica 
caesia 
calicaris 
candelaris 
candelaris 
caperata 
centri fuga 
chrysophthalma 
ciliaris 
ciliata 
concolor 


163 


201 


Lobaria conspersa 


denudata 
fallax 
farinacea 
fraxinea 
ful 19777 
furfuracea 
glauca 
hispida 
islandica 
muralis 

. obscura 
odontella 
olivacea 
orbicularis 
parietina 
perlata 

 physodes 
pinastri 
prunastri 
pulmonaria 
pulverulenta 
quercina 
saxatilıs 
saxicola 
scortea 
sepincola 
squarrosa 
stellarig 
stygia 


Register 


Seite 


191 
200 
189 
188 
212 
194 

‚200 
204 
193 
210 
208 
192 
202 
209 
203 

‘199 
203 
197 
190 
197 
206 
201 
195 
211 
20L 
196 
189 
208 


\ 


207 Lobaria tenuissima 


tiliacea 


Lycogala 


miniata 


Lycoperdon 


areolatum 
arrhizon 
Bovista 
caelatum 
cancellatum 
capitatum 
cinereum 
corniculatum 
echinatum 
epidendrum 
epiphyllum 
equinum 
Euphorbiae 
excipuliforme 
favogineum 
gemmatum 
gulosorum 
lumbricale 
multifdum 
papillatum 
pedunculatum 
perlatum 
Pini 
poeuliforme 


ıö6 


Register. 


Seite 


Lycoperdon pratense 258 Lycoperdon Tuber 254 


Proteus cepiforme 259 pvariolosum 337. 
excipuliforme 259 vesparium 266 
hirtum 260 - 
ovoideum ÖL BaRPPOARUN 4 i 

pyriforme o6L annotınum 39 

scutellatum 278  clavatum 36- 

Tritiei o8o complanatum 9. 

 truncatum 371 inundatum 38 
M. Br 

Seite Seite 

Marchantia 14 Mnium cirratum 84 

conica I5L cuspidatum 104 

polymorpha 150 fissum, 143 

Merulius 25 fontanum 99 

Aduricula 371 hornum 100 

aurantiacus 335 hygrometricum 05 

Cantharellus 334 palustre 99 

caryophyliaeus 353 polytrichoides & 137 

cornucopioides 336 7“ = £ 138 

pruinatus 336 _ pomiforme 106 

quercinus 337 pseudo - triquetrum 103. 

tremellosus 337 purpureunı 80 

tubiformis 335.  pyriforme 106 

Mitrula Heydert 366  roseum 105 
Mnitun androgynumı 610) serpillifolium 103 

annotinum 98 cuspidatum 104 

argenteum 97 proliferum 105 

bimum 102 punctatum 103 

capillare 100 undulatum 105 


Mnium setaceum 
stellare 
Trichomanis 
'triquetrum ß 
undulatum 

Mollia inuralis 
ruralis 
subulata 
unguiculata 

Monilıa 
antennata 
“aurea 
candida 


digitata 
fructigena 


glauca . 


herbarum 


Naemaspora 
crocea 
glabra 


Neckera 
crispa 
curtipendula 
dendroides 


| 


Registern 


’ 


Seite 


92 Monilıa zidulans. 


102 Morchella 


145 esculenta 
102. Mucedo: grisea 
1053 Mucor 
909 cespitosus 
O0 I crustaceus 
90 Erysiphe 
ferrugineus 
92 Savidus 
27 fu gacıssimus 
382 glaucus 
‚380 herbariorum 
381 Lichenoides 
2381 Mucedo 
38 I :+ Mucedo 
380 penicillatus 
382 septicus 
N. 
Seite 
19 Neckera pennata 
250 viticulosa 
247 Nidularia campanul. 
13 hirsuta 
128 . laevis 
131 Striata 
130 vernicosa 


CS, 


ı9 
Seite 
271 

27 
309 
270 

22 
351 
351 
253 
385 


269 


383 
380 
2709 
285 
270 
270 
381 
263 


Seite 
129 
130 
283 
283 
284 


283 


283 


.o Register. 
O. 
Seite 
Octospora eitrina 379 Opegr. macrocarpa 
elastica 371 macularis 
hirta 375. HNotha 
pustulata = 374 praecineta 
scutellata 37 6 pulverulenta 
Onoclea 6 _ quercina 
struthiopteris 44 radiata 
Onygena 22 scripta 
equina 271 Ophioglossum 
Opegrapha 16 vulgatum 
astroides ı60 Orthotrichum anomal. 
atra 6 crispum 
denigrata 162 striatum 
epiphega 162 Osmunda 
faginea 162 Lunaria : 
lichenoides 162 Spicant 
limitata 161 strutiopteris 
P. 
Seite 
Patellaria angulosa 217 -Patellaria parella 
aurantiaca 218 sanguineo-alra 
confluens 2930  scytropa 
glaucoma u sub fusca 
haematomma 225 sulphurea 
holocarpa 218 tephromelas 
immersa | 59‘ Ulmi 
mUuscorum n23 Peltidea aphthosa 


 parasema & ED canınna | 


b 5 
BE NN 


Seite 


Register | 


Peltidea horizontalis 178 Peziza Crater 


polydactyla 
ru ‚fescens 
venosa 
Peltigera 
aphthosa 
.canına 
horizontalis 
polydactyla 
rufescens 
sylvatica 
venosa 
Peziza 
acetabuli formis 
aeruginosa 
aurantia 
aurea 
Auricula 
bicolor. 
brunneas 
cinerea 
citrina 
elandestina 
coccinea 
coccinez 
cochleata ? 
cochleata (3 
comitialis 
cornucopioides 
eorticalis 


# 


1/7 
177 
179 

17 
178 
176 
177 
176 


crucibuliformis 
epidendra 
faseieulata 
hemisphaerica 
hirsuta 
hispida 

hyalina 
inquinans 
laegis 

lentifera 


leporina 
lutea 
macropus 
nivea 

Ola & 
Oxyacanthae 
papillosa 
poculiformis 
polymorpha 
pulchella 


 pPunctata 


pustulata 
Pyxis 
radicata 
scutellata 


sentellata 37 5 


stercorea 
stipitata 


2% Register. ! 
4 Seite | Seite 
Pezıza striata 283 Placodium candelar. 212 
undulata 336 impressum he 
virginea 377 lentigerum 214 | 
Phallus 24  murorum ol 
costatus 367  saxicola 2IL 
crispus 368 Platisma armatum -I9E 
esculentus 369 fallax 200 
impudicug 286 glaucum 200 | 
Phascum IO  pinastri | 197 
acaulon atß 69  sepincola 196 
cuspidatum 68 Polypodium OW 
Hallerianum 132 aculeatum 61 
muticum 69 cristatum 6 1 
subulatum 7208 dilatatum | 65 
Physarum ol Dryopteris ‘62 
cinereum 0263 Filix foemina 56 
columbinum 264 mas a 
melanospermum 264 _ fontanum 55 
nutans 264  ‚fragile 066 
Physcia calicaris 199 incisum 56 | 
chrysophthalma 191 montanum 59° 
ciliaris 105 _Oreopteris 59 
ferinacea Ii8g Phegopteris 57 "2 
Fraxinea 188 regium 67 ! 
furfuracea 194 tenue - 67 3 
islandica 1093 Thelypteris | 
pollinaria 189 vulgare 45 — 
prunastri 190 Polystichum ; 5 
tenella 205 aculeatum 60 
Pilularia 4 _ Dryopteris 6 


globulifera a Filixms +63 


Registern 25 - 


Seite Seite 
Polystich. montanum 53 Pottia eustom 73 
multiflorum 64 pyriformis 73 
Phegopteris .. 57 Psora 17 
"Thelypteris 59 ee Er 

‚ actea I 
Polytrich um ı 14 en tigera 5 en 
aloides 138 muscorum 213 
commune 133 paradoxa 213 
commune £ 135 Psoroma candelaria 21% 
I N 136 decipiens 212 
ericoides 137 nigra 183 
juniperinum 135 paradoxa 213 
nanum 137 Pteris 0) 
piliferum 135 aquilina 46 
undulatum _ 139 Puccinia 23 
urnigerum 130  Anemones 28L 
yuccaefolium 134 graminis 282 
Poronia GleditschiÜ 241 Pulmonariareticulata 1985 

Rh. 

Seite Seite 
Racodıum. 28 Rhizomorpha 28 
csllare 385 capillaris 388 
rupestre 384  fragilis 387 
Jiamaria curall. alba 358 ah ä 385 
flava 357 „subcorticalis | 387 
cristata a 15 
Auitans 153 
muscoides 358 glauca 152 


 Reticularia segetum 2809 Russulaaeruginosa 328 


24. Register 
Ei 
ß Seite 
Sclerotium 20 Sphaeria clavata 
Brassicae 252 confluens 
Erysiphe 253  _ cornuta 
quercinum 254 deusta 
semen 253 digitata 
varıum 252 digitata 
Scolopendrium 7 disciformis 3...) 
altebiifölum 52 fimbriata KRRERR: 
Ceterach 49 fragiformis 
Phyllitis 49 frag iformis 237 
Ruta muraria BI fusca 
septentrionale so BEER Ban 
yiridis 
Scyphophor, cornutus 166 graminis 
gracilis 166 H 
3 ypoxylon 
pleolepis 109 inguinans Xtilostii 
at datus 107 lycoperdoid.bicort, 
radiatus 166 maculae formis 
ventricosus 170 marime 
Setaria chalybeiform. 175 Melogramma 
Jubata 175 microscopi@ 
Spathularia 26  militaris 
flavida 3065 miniata 
Sphaeria 18 natans 
albescens 243 nitida 
Anethi 244  nivea 
bombarda 247 ocellata 
Brassicae 253 ophioglossoides 
Carcharias obtusa 236 pallida 
Carpini 244  pertusa 


Sphäeria polymorpha 235 


Poronia 2Al cymbifolium 
pulchella 216 intermedium 
punctata 241 obtusifolium 
quercina 242 palustre & 
Ribesia 239 ..- 
rubiformis 237 Splachnum 
Sambuci 240 ampullaceum 
Sanguinea 247 Stemonitis 
Solaui 246 argillacea 
spiculosa 245 botrytis 
strecorea 24ıl crovala 
stigma 242 papillata 
tremelloides 251 reticulata. 
truncata" 241 Stereocaulon 
tuberculosa 338 Corallina 
versipellis 242  fragile 
Xylostii 248 madreporüforme 
Sphaerocarpus albus 263 paschale 
Sphaerophorum 18 Stereum purpureum 
fragile 228 Sticta sylvatica 
sterile 228 Stilbospora 
Sphagnum IO sphaerosperma 
T: 
Seite - 
Thaelaephora 26 Thael. caryophyllaea 
‚ acerina 356  fragilis 
aurantia 356 bhirsuta | 
sarnea 355 mesenteriformis 


Regi 


Seite 


sten 


Sphagn. acutifolium 


d 


j 


/ 


26 


Thaelaeph. purpurea 


quercinä 
rosea 
rubiginosga 
sambuci 
terrestris 


Tortula 


convoluta 
muralıs 
ruralıs 
subulata 
unguiculata 


Tremella 


agaricoides 
arborea 


__— Auricula Judae 


coccines 
coralloides 
crispa 
Lichenoides 
mesenterica 
Nostoc 
purpurea 
sagarum 


spiculosa 


Trentepohlia erecta 


Trichia 


Seite 


354 
355 
355 
354 
356 
353 

II 

92 

90 

g9L 

89 

9I 

27 
371 
370 
371 
251 
251 
159 
187 
370 
158 
370 
251 
370 
370 

98 


21 


Register. 


'Trichia botrytis 
cinnabarina 
clavata 
coerulea 
hernisphaerica 
lenticularis 
niten$ 
nivea 
ovata 
pyri formis 
reticulata 
rubiformis 

Trichoderma 
tuberculatum 

Trichostomum 
canescens 
hypnoides 
lanuginosum 


Tuber 
‚cibarium 
gulosorum 
Tubercularıa 
ericecorum 
fungiformis 
granulata 
rosea 
vulgarıs 


‘Tulostoma 
brumale 


254 
254 


231 


232 


251 
252 
251 

20 
256 


Ulva - 
intestinalis 
Nostoc 
terrestris 

Umbilicaria 
glabra 
pellita 
polyphylia 
pustulata 
vellea 


Urceolaria excavyata 


geographica 
Ho of, fmanni 
Scruposa 
tessulata 


Uredo 
Alchemillae 


appendiculata 


candida 


V ariolariacorrugata 


Jaginea 
lactea 


Melogramma 


Verrucaria 
alba 


Register 


- 


2 


87 
Seite R 
15 Ured. Euphorb. Hel. 
155 farinosa 
158 frumenti 
159 Menthae 
Rosae centifoliae 
17 ; a 
180 Rubi fruticosi 
poker 
181 BEN 
Sonchi 
181 
182 Tragopogonis 
Tussilaginis 
221 Viciae Fabae 
226 vıolacea 
223 Usnea 
222 artıculata _ 
221 barbata 
23  chalybeiformis 
275 florida 
279 jubata 
279 plicata 
V. 
Seite \ 
249 Verrucaria atra 
216 atrosanguinea 
215 aurantiaca 
239 confluens 
17 contorta 
227 faginea 


28 Register. u 
Seite Seite 
Verrucaria flava 227 Verrucar. muscorum 223 
fusco- Atra 2109 nigro=cinerea “ 220 
geographica 226 pallida . 216 
glaucoma 217 Parella 215 
Haematomma 225 rubra 218 
holocarpa 7218  scruposa | 222 
immersa 2273 segestria 227 
incana | 22EW  unblasca 219 
*limitata 224 | 
_ lutescens 224 ISPBRILOR 225- 
multipunctata 221 tesselata | 221 
W. 
Seite Seite 
Webera Diphyscium 132 Weissia anomala 93 
pyriformis 106 _ crispa 94 
Weissia II striata 94 
x. 
: BI. Seite Seite 
Xyloma 19 Xyloma pezizoides 250 
acerinum 250 : aa 249° 


a 


TEUTSCHES REGISTER 


zu des Sten Bandes zweiten Abtheilung, 


A. 
Seite Seite 
— Aderschwamm 25 334 Astmoos 13 108 
Apfelmoos 12 106 
B. 
i Seite Seite 
Bärlapp 4 36 Bovistschwamm zo 257 
Becherfarrn 9 653 Brandschwamm 23 275 


u  Becherschwamm 27 371 
 » Blätterschwamm 25: 203:'17,, 
Blasenchwamm 21.263 ea Sala 21.99 


Büchsenschwamm 23 271 


Borstenmoos ıI 88 Byssus 16 159 
i N 
Seite 
Champignon 319 n 
E' 
Seite Seite 
Engelsüss 6 ‘45 Erdschwamm 20 256 


Erdorseille 215 


Fadenschwamm 
Filtenschwaınm 


Gabe!moos 
Gallertflechte 
Gallertschwamm 


Haarflechte 
Haarmoos 
Haarschwamm 
Hartschwamm 


Hauthaarschwamm 23 282 


Innfruchtflechte 
Isländisch Moos 


Kahlmund 
Kelchschwamm 
Keulenschwamm 
Knotenmoos 

- Knotenschwamm 


Labyrinthschwamm 25337 Löcherschwamm 


Lappenfllechte 
Linsenschwamm 


Register 


F. 


Seite- Seite 
22 268 Froschleich 15 154 
26 367 | 

G. 

Seite Seite 
Il 79 Glanzschwamm 19 248 
17 183 Gliedschwamm 24 286 
27 379 Glokkenmoos — 11 

| +. 

Seite Seite 
16 173 Hirschzunge 49 
14 133 Hörnerschorf I5 152) 
21 2065 Hollunderschwamm 371 
20 252 Holzschwamm 19 249 

Hufschwamm 22 271 
I. | 

Seite . Seite 

18 229 Judasohr 371 
193 Jungermannie 14 140 
K. 

Seite Seite 
10%. 99 Konferve 15 155 
je 285 Korallenflectte 16 171 
2 ni | 
12 73 Kugelflechte ı8 228 
IQ 251 Kugelschwamm 18 233 

% 
Seite Seite 
25 339 
17 188 2" 
Lungenmoos 197 


23 283 


18 | 


Register 31 
M.. 


Seite Seite 
Marchantie 14 150 Mondraute Al 
Mauerraute 51 Morchelschwamm 26 369 
Milzfarrn 7 53 Müzzenschwamm 26 366 

N. 
Seite ı Seite 
Nabelllechte f 17 180 Nezzschwamm 22 268 
Natterzunge 5.43 
6) 
Seite 
Ohnmund 10 68 
P. Ä 
Seite Seite 
Perlmoos 1,.::08 Pillenfarrn 4 4ı 
Päfferling 334 
D. 
& Seite 
Quellmoos I2 107 
, PR. 
Seite Seite 
Rankenschwamm 59 250 Rizzie 15 152 
Rasenschwamm 28 385 Rollfarrn 6 44 
Reizker 324 Rosenkranz= 
Riemenschwamm 28 386 schwamm 27 380 
Rippenfarrn 7 47 Russchwamm 21 2062 
S. 
Seite Seite 
Sakkschwamm 23 281 Schorfflechte 17 212 
Saumfarrn 6 46 Schorfmoos 13 137 
Schaftheu 3 29 Schraubenmoos 11 89 
Schildflectte 17 176 Schriftflectte 16 160 
Schimmelschw. 22 269 Schwammilechte 18 231 
 Schirmmoos IO 75 Schwülenschw. 20 256 


NE 
$ 
.- 


32 Re.gh) st em Po WER 
vr wo Seite u N Rs i hseii 3 
Seilmoos . 12.95 Staubschwamm 21 257. / 
uhickwamn >50 269 Sternschnuppen 158 
| Strauchmoos 13 120. 
Spatelschwanm 26 365 Stseiffarrn pin 7 49 
Stachelschwamm 25 350 Strunkllechte ..ı6 163° 
I % Er 
y Seitefi . Seite, 
Täubling « ‚x 306% ‚Traubenschwamm 27 379. 
Tingmoos k 13:128- Trüffelschwaumm. 20 254 
Torfmoos Io 70 Tuchschwamm 28 384 
‚Traubenfarrn zZ 41 Tüpfelfarrn g 31. 
V. | | 
Seite \ Seite 
Venusschwamm 19 248 Vollfarrn Pe 
“ 
W. 2 7 “ 
We Seite Seite _ 
Warzenflechte 17, 215 Wetterzotte | 383 
Warzenschwamm 26 352 Widertbon “33; 
Watt 15 158 Wulstbilätterschw. 24 287 - 
Weiterschwamm 21 262 Wurzelschwamm 28 387 
7. 

u Seite ‚Seite r 
Zunderschwamm 346 Zwergmoos wre 76 
Zungenschwamm .26 363 ME 9. 

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